Forum: Politik
Besuch an der CSU-Basis: Unmut am Stammtisch
SPIEGEL ONLINE

Der CSU droht bei den Landtagswahlen ein Desaster, in Umfragen liegt die Partei unter 40 Prozent. Der Asylstreit mit der CDU-Schwester wühlt die Basis noch immer auf. Ein Besuch in Oberbayern.

Seite 3 von 22
gerald.wissler 03.08.2018, 12:20
20. Rechenfehler

Es wird ja oft so getan, daß die CSU Wähler verliert wegen ihrer "harten" Haltung beim Asyl und gegenüber Frau Merkel.
Die Zahlen geben solche Interpretationen aber nicht her.
Die sehr asylfreundlichen Parteien SPD, Grüne und Linke erhielten bei der letzten Landtagswahl in Bayern zusammen 31,3 Prozent. Bei der letzten Umfrage erhöht sich dieser Anteil um sage und schreibe 1,7 Prozent auf 33 Prozent.
Die eher asylkritischen Parteien rechts des vorgenannten Lagers (CSU, AfD, FDP, FW) erhielten bei der letzten Landtagswahl zusammen 60 Prozent, bei der letzten Umfrage waren es 64 Prozent, auch eine Steigerung.
Nennenswerte Verschiebungen gibt es nur innerhalb der jeweiligen Lager.
Auch wenn ein paar CSU-Hinterbänkler Frau Merkel näherstehen als der bisherigen CSU-Politik, Wähler hat die CSU deshalb nicht an die Merkel-Fanklubs bei SPD und Grünen verloren.
Deshalb fürchtet die CSU ja auch die AfD so, und dazu haben sie allen Grund. Die AfD steht letztlich für eine Politik, die früher praktisch und derzeit immer noch verbal auch von der CSU vertreten wurde.
Wenn jetzt auch noch Söder gemeinsame Wahlkampfauftritte mit Merkel macht bedeutet das nicht weniger, als das die CSU kapituliert hat und bereit ist für eine Koalition mit SPD oder Grünen.
Ich denke, die AfD wird gar keinen eigenen Wahlkampf mehr machen, die kommen aus dem Feiern nicht mehr raus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
maier2206 03.08.2018, 12:21
21. Wetten?

Zitat von mackeldei
Warum soll es für die CSU ein Desaster sein , wenn sie bei 39 -42 % liegt ?Und die SPD bei 12 % !
Und selbst diese 12 Prozent wird diese SPD in Bayern nicht erreichen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
charlybird 03.08.2018, 12:23
22. Dieser Bericht

gehört eigentlich von seiner Bedeutung eher in den Bayernkurier, als in ein bundesweites Nachrichtenmagazin. Schön aber, dass man die dann doch inhaltliche Bedeutungslosigkeit dieser Runde erkannt hat, denn Inhalte verkörpern bei der CSU zur Zeit entweder Söder oder Seehofer.
Deswegen ist es auch notwendig – und ich glaube viele Bayern haben das erkannt – dass die CSU möglichst in die zweite Reihe gewählt wird, was aber nicht passieren wird.
Die CSU ist nach wie vor eine selbstgefällige Rechtsaußenpartei, die Reiche reichlich belohnt, Arme noch nicht ganz verhungern lässt, einen Sicherheitstick pflegt, einen Polizeistaat gutheißt, Ausländisches gerne bayrisch hätte und Christentum als Selbstzweck betreibt, weil es die Schwarzgewandeten zu Wahlhelfern stimuliert.
Damit hat das all die Jahre gut geklappt, aber der Söder ist halt nicht nur evangelisch, er kann sich auch nicht benehmen. :-)
Erschrocken bin ich darüber, dass die Furtwängler sich für die CSU hergibt, die ist doch intelligent.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Capetonian 03.08.2018, 12:23
23. Die CSU ist erledigt,

oder die Wähler sind so verblödet, daß man das Wahlsystem in frage stellen muß. Fußball, Fernsehen, Dirndl sollen die Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit sein. Na, danke. Ein Publikum, das sich diesen Schmarrn geduldig anhört, hat nichts besseres verdient.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
troupicl 03.08.2018, 12:23
24. Die CSU verliert und die Grünen profitieren

... am Ende läuft das noch auf eine CSU/Grüne Koalition hinaus, mit Söder und Hofreiter als Führungsduo; ich lach' mich schlapp ! Das geschähe beiden ganz recht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
egoneiermann 03.08.2018, 12:24
25.

Zitat von mackeldei
Warum soll es für die CSU ein Desaster sein , wenn sie bei 39 -42 % liegt ?Und die SPD bei 12 % !
auf diesen Niveau müssen wir uns nicht begeben. Ein Desaster ist das, was von der Partei als solches empfunden wird. Das Schönreden kommt dann automatisch, brauchen wir nicht vorwegnehmen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Zäsus 03.08.2018, 12:26
26. Gute Idee, aber machen:

"Von Löwis hat eine Hoffnung: »Vielleicht führen ja jetzt die schlechten Umfragewerte zu einer anderen Strategie.«" Hat ja schon bei der SPD seeehr gut geklappt. Da erhöht man als GroKo lieber schnell die Gelder zur Parteifinanzierung, bevor jemand merkt, dass man genau wegen solchem Schmarotzertum die Wähler verliert, bzw. den Verlust als Aufforderung für eine Neuausrichtung nicht erkennt, und lieber Pfründe hegt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
-volver- 03.08.2018, 12:27
27. @rab17

Dem stimme ich zu. Vor allem Seehofer hat sich mit seiner Rethorik selbst in bedrängnis gebracht. Auch Söder. Hätten sie in Ruhe ihre arbeit gemacht, ohne alles mit strittigen Äußerungen zusätzlich populistisch aufzuheizen, stünde die CSU wohl besser da.
Naja... ironischerweise hat von den CSU-Verantwortlichen keiner das format, wie es ein Guttenberg gehabt hätte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
undercover.agent 03.08.2018, 12:30
28. Seehofer, im Prinzip ein ..

... guter Innenminister, stünde in der Meinung der Bevölkerung gar nicht so schlecht da, wenn die Linksmedien nicht unentwegt auf in einprügeln würden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tomxxx 03.08.2018, 12:30
29. Das CSU-Bashing von SPON geht weiter...

ein Ergebnis von unter 40%? Das entspricht genau dem Bundestagswahlergebnis der CSU. Der Streit zwischen der Union hat in den Umfragen praktisch keine Veränderung bewirkt. Aber das CSU-Bashing MUSS weitergehen. Und soll ja nicht von Fakten gestört werden. Tatsache: bis dator hat der Streit der CSU weder große genützt, noch groß geschadet. Die nächsten Wochen werden entscheiden.... und ach ja SPON, vielleicht seid Ihr bei den Prognosen dieses Mal vielleicht besser als bei Herrn Schulz? Oder erklärt ihr dann eine andere Realtität auch wider mit ihrgendwelchen Geschichten um vom eigenen Versagen abzulenken?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 22