Forum: Politik
Besuch in Istanbul: Merkel stellt Türken schnellere EU-Visa in Aussicht
REUTERS

Europa braucht die Türkei als Pufferzone, um den Andrang von Flüchtlingen in den Griff zu bekommen. Bei ihrem Besuch in Istanbul macht Kanzlerin Angela Merkel deshalb Zugeständnisse: So könnten die Visa-Regeln für Türken gelockert werden.

Seite 16 von 25
ratiovinxit 18.10.2015, 18:15
150. Stabiler Erdogan

Zitat von romaval
weg haben. Aber was käme nach ihm ? In allen Ländern wo der Westen Diktatoren weg gejagt hat oder das wenigstens unterstützte ( Ausnahme Tunesien ) geht es heute schlimmer zu als vorher. Wie wurde nicht gegen Saddam geschimpft und heute wären Voele froh er wäre noch da. Denn dann gäbe es viel weniger Probleme auf der Welt. Genauso in Ägypten, Libyen, Yemen etc... Ja, auch Erdogan ist kein " lupenreiner Demokrat " aber er garantiert in der Region Stabilität. Viele werden jetzt aufheulen. Ja es gibt dort Korruption, ja die Kurden werden unterdrückt,ja es gibt keine Pressefreiheit etc.... aber wäre es unter einem IS besser ?
Erdogan hat den IS mit aufgebaut und die Destabilisierung Syriens massiv unterstützt.
Falls es zutreffen sollte, daß die YPG von den USA mit Stinger und panzerbrechenden Raketen ausgestattet wurde, dann würde nach der Zerschlagung des IS wohl als nächstes die Türkei und ihre Nachbarregionen in einen Bürgerkrieg geraten, der seinesgleichen sucht.
Ein Kurdenstaat würde große Teile Syriens, Iraks, Irans und die halbe Türkei umfassen und hätte eine Bevölkerung von mehr als 30 Millionen, darunter derzeit mindestens 100.000 kampferprobte und gut organisierte Krieger.
Erdogan hat kein Interesse an einem Sieg über den IS.

Beitrag melden
homecat 18.10.2015, 18:15
151.

Zitat von derinvestigator
Angela Merkel stößt mit ihrer Flüchtlingspolitik auf großen Widerstand in der Bevölkerung, der CDU-Wählerschaft, der Polizeigewerkschaft, der Fraktion im BT und jetzt auch in der Jungen Union , die von der Kanzlerin eine Obergrenze für die Zuwanderer verlangt. Und nun wird sie auch noch für ihr Entgegenkommen bei Erdogan kritisiert. Da ist es mehr als fair, auch mal lobende Stimmen für Merkel hier im Forum zu zitieren. Kein geringerer als Kardinal Marx lobte die Kanzlerin im Münchner „Merkur“ für ihre Entscheidung vom 4. September, Flüchtlinge und Asylbewerber aus Ungarn über Österreich ungehindert einreisen zu lassen. Die Kanzlerin habe „sich sogar über das Gesetz hinweggesetzt. Das gehört auch zur politischen Führung!“ (Cicero 13.10.15) Noch grandioser fiel das Lob des Chefökonomen der Deutschen Bank aus, was umso höher zu bewerten ist, weil das Bankhaus ja weltweit bekannt ist für sein soziales und nachhaltiges Wirtschaften und Einhalten aller fairen Bankregeln. Der Lobbyist Folkerts-Landaus bagatellisierte die Folgen der ungesteuerten Flüchtlingspolitik ganz im Sinne Merkels. Er wies darauf hin, dass "wohl einige der Regeln am Arbeitsmarkt und der sozialen Sicherung überprüft werden" müssten. [Das kann nur heißen, dass er hier andeutet, welche Vorteile sich für die Wirtschaft durch die neuen Billiglöhner ergeben könnten.] Folkerts-Landau stellte der Kanzlerin sogar in Aussicht, dass sie "eine der größten Staatsführer werden könnte". Irgendwie erinnert die Aussage an die deutsche Geschichte vor ca. 85 Jahren, wo es immerhin schon mal einen GRÖFAZ gab, allerdings mit unrühmlichem Abgang. Liebe Foristen, denkt bei eurer Kritik immer daran: Ehre, wem Ehre gebührt!
Diese von Folkerts-Landau gemachte Äußerung erinnerte mich auch sofort an die Steigbügelhalter für den Gröfaz vor ca. 85 Jahren. Hatte das schon mal gepostet - die Zeit war wahrscheinlich noch nicht reif dafür.
War es nicht so, dass dieser Volksverführer kokainsüchtig und auch von jeder Menge anderer Narkotika abhängig war. Ich frage mich wirklich, was für eine Droge bei der BKin für solche Totalausfälle hinsichtlich Klarblick und politische Verantwortung maßgeblich schuld ist.

Beitrag melden
hugahuga 18.10.2015, 18:20
152. Sie brauchen sich in diesem Forum nur anzuschauen,

Zitat von gloriavictoria
Wurden die Regeln nicht schon aufgeweicht als die Europäische Union den Sprachtest beim Familiennachzug für verfassungswidrig befand? Seitdem können viele junge Deutschtürken nämlich wieder ihre Bräute ohne Ausbildung und Deutschkenntnisse ins Land holen und Integrationsprobleme verursachen.
wie weit es mit den Deutschkenntnissen der 3. oder 4. Generation her ist. Ich weiß- das trifft nicht auf alle zu. Aber - und das ist traurig - diese Bürger sind ja nicht einmal sicher, ob sie nun ,deutsch' oder ,türkisch' sind. Und das in der 4. Generation. Wie anders ließe sich auch sonst ein Neukölln oder ein Marxloh erklären.

Beitrag melden
hawe 18.10.2015, 18:22
153.

Zitat von general_0815
wie ihr Ziehvater, in der Bedeutungslosigkeit enden. Ihr Konterfei wird keine Briefmarke und keine Münze zieren. In den Geschichtsbüchern wird sie als die Kanzlerin eingehen, die Deutschland dem Untergang geweiht hat.
und so wie in D Nazigut verpönt ist, wird irgendwann auch zu starkes linkes Denken verpönt sein.

Beitrag melden
Pandora0611 18.10.2015, 18:24
154. Merkel pilgerte als Bittstellerin zu Erdogan

Sie bot ihm Visa-Erleichterungen und drei Milliarden Euro an.
Außerdem stellte sie ihm die Aufnahme in die EU in Aussicht.
Das war eine Wahlkampfhilfe für Erdogan.
Oppositionspolitiker hatte Merkel nicht besucht. Sie wollte Erdogan ja nicht verärgern.

Beitrag melden
Tsyngtaoone 18.10.2015, 18:24
155.

Wenn ich die Beiträge hier im Forum so verfolge, verstärkt sich bei mir der Eindruck, dass es erfreulicherweise, doch einige mündige objektive Menschen in Deutschland gibt, die die Nase voll haben von Frau Merkel. Merkel steht nur für, 180 Grad Wende, aussitzen, wegducken, beschwichtigen (wir schaffen das) Planlosigkeit usw. Frau Merkel war und wird nie, eine grosse Politikerin sein.

Beitrag melden
stand.40 18.10.2015, 18:25
156. Anerkannt

ist Merkel in der ganzen Welt .Allerdings wegen der großen Geldgeschenke die sie tätigt. Sie vergisst leider sehr schnell wer es verdient. Armes Deutschland .

Beitrag melden
e.schuermann 18.10.2015, 18:29
157. Man tut, was man kann.

Eines ist aber festzuhalten: Das Verhältnis zu Erdogan ist noch längst nicht so gut, wie das zu Hollande. Küßchen, tätscheln pp habe ich da noch nicht gesehen.
PS
Wahrscheinlich würde es sonst auch Ärger mit der Gattin geben.

Beitrag melden
hawe 18.10.2015, 18:30
158.

Zitat von romaval
weg haben. Aber was käme nach ihm ? In allen Ländern wo der Westen Diktatoren weg gejagt hat oder das wenigstens unterstützte ( Ausnahme Tunesien ) geht es heute schlimmer zu als vorher. Wie wurde nicht gegen Saddam geschimpft und heute wären Voele froh er wäre noch da. Denn dann gäbe es viel weniger Probleme auf der Welt. Genauso in Ägypten, Libyen, Yemen etc... Ja, auch Erdogan ist kein " lupenreiner Demokrat " aber er garantiert in der Region Stabilität. Viele werden jetzt aufheulen. Ja es gibt dort Korruption, ja die Kurden werden unterdrückt,ja es gibt keine Pressefreiheit etc.... aber wäre es unter einem IS besser ?
kluge Menschen sagen, daß Islam + Demokratie nicht zusammenpassen.
Man sollte das respektieren.

Abgesehen davon: was gibt der EU (und dem großen Bruder) das Recht, gewählte Staatschefs abzusetzen.

Beitrag melden
burgundy2 18.10.2015, 18:39
159.

Zitat von ikarus2015
Jetzt kriecht sie den Türken auch noch zu Füßen. Ausgerechnet vor Erdogan der von Demokratie wenig zu halten scheint... Merkel hat sich mit ihrer Politik völlig verannt
Ich glaube, Sie sehen das falsch. Genau dies ist das Ziel der deutschen Politik. Es geht - sicherlich unter Führung der USA als der unmittelbaren Schutzmacht der Türkei, denn eine eigene Politik kann sich Deutschland gar nicht erlauben - um einen direkten und weitergehenden Einfluss im Nahen Osten. Daher auch die offenherzige Flüchtlingspolitik. Man muss das nicht schön finden. Pragmatisch ist es, weil alternativlos. Dies bedeutet die unmittelbare Assoziierung der Türkei an die EU und die direkte Einflussnahme in den an die Türkei angrenzenden Ländern (dies ist ja auch das erklärte Ziel der Türkei), sicherlich auf Dauer auch mit deutschem militärischen Engagement und einem Transfer der Nahostproblematik direkt nach Deutschland und Europa. Politisch stellt sich da nur die Frage, ob die Vorteile des Engagements im Nahen Osten die Nachteile der inneren Destabilisierung der europäischen Kernländer überwiegen. Die Zukunft wird es zeigen.

Beitrag melden
Seite 16 von 25
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!