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Besuch in Tallin: Obama verspricht Estland weitere US-Soldaten und Flugzeuge
REUTERS

Im Baltikum ist die Sorge vor einer möglichen russischen Besetzung groß. US-Präsident Obama zeigt sich bei seinem Besuch in Estland solidarisch - er will mehr US-Truppen im Land stationieren. Eine Ankündigung mit Folgen.

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dr_jp 03.09.2014, 12:33
1. Wird auch Zeit

Es ist gut, wenn in den baltischen Staaten NATO-Truppen stationiert werden. Dies sollte demnächst auch in der Ukraine erfolgen, damit hier mal ein klares Zeichen ggü. dem Aggressor Putin gesetzt wird.

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schmusel 03.09.2014, 12:37
2. Gut so

Diese Länder fürchten - mit Recht - um ihre Sicherheit und deshalb bitten sie als Nato Mitglieder um Beistand. Wenigstens weiss Obama um die Verpflichtung eines Nato Gründungsmitglieds.

Natürlich werden diese Fakten von der üblichen Klientel ignoriert und das Ganze in eine US-Aggression gegen das harmlose Russland umgemünzt. So vorhersehbar wie lächerlich.

Ich hoffe jedenfalls auch darauf, dass die Nato in den genannten Ländern schnellstmöglich Stützpunkte installiert. Die müssen nicht gross sein, die müssen nur als Signal für Putin wirken: Greifst du diese Länder an, greifst du u.U. US-Militär an und hast dann unter Garantie nichts anderes als den Nato Bündnisfall zu erwarten. Das wird ihn abschrecken, keinen Zweifel.

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yellowsnake 03.09.2014, 12:42
3. das wird...

...nicht reichen, Herr Obama. Um Putin davon abzuhalten, auch am Baltikum Grenzkorrekturen vorzunehme wie am Schwarzen Meer und in der Ukraine, muß ein höherer Einsatz her. Wirtschaftlich sowohl auch als militärisch. Weitere Abenteuer wird Putin nur unterlassen, wenn sie richtig teuer werden.

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ajue 03.09.2014, 12:51
4. Tallinn

Lieber Spiegel, bereits im vorangegangenen Bericht über die NATO-Stützpunkte haben Sie die Hauptstadt der Estnischen Republik falsch geschrieben. Das muss bei Ihnen doch besser klappen! Zum Thema: die Angst der Balten ist verständlich und sogar historisch bgründet. Dennoch ist es extrem unwahrscheinlich, dass es zu einem "Einmarsch" der Russen kommt. Ebenfalls besteht so gut wie keine Sezessionsgefahr anch dem Ukrainischen Muster, denn glücklicherweise geht es den "Russen" (tatsächlich sind es auch Ukrainer, Weißrussen etc.) in diesen Ländern wirtschaftlich besser als vielen der Russen in Russland. Glücklicherweise für Estland und Lettland, denn viel getan haben sie dafür bislang nicht, dass die "Russen" dort kein Grund haben sich zu erheben. Nach wie vor sind etwa 8-9% der Bevölkerung Staatenlos und etwa genauso viele haben die russische Staatsbürgerschaft. Die ersteren genießen dennoch EU-Recht und sind damit um einiges besser dran als sie es in Russland wären. Leider werden sie aber nach wie vor gesellschaftlich nicht vollständig akzeptiert und da haben sich die Balten allein an die eigene Nase zu fassen. Wenn man 20 Jahre Lang etwa 30% der bevölkerung als "Fremde" behandelt, hat natürlich Grund zur Sorge in der heutigen Situation. Leider wird das oft vergessen, bzw. in der estnischen Öffentlichkeit totgeschwiegen, bzw. den Russen die alleinige Schuld gegeben. Das scheint auch auf dem internationalen Parkett nicht viel anders zu laufen..

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brummer07 03.09.2014, 12:53
5. Nato-Russland-Gründungsakte

"Achtung der Souveränität, Unabhängigkeit und territorialen Unversehrtheit aller Staaten
sowie ihres naturgegebenen Rechtes, die Mittel zur Gewährleistung ihrer eigenen Sicherheit
sowie der Unverletzlichkeit von Grenzen"

Was will man da noch kündigen was nicht de facto schon längst gekündigt ist?

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Jey 03.09.2014, 12:57
6. Diese Länder

fürchten eben nicht mit Recht um ihre Sicherheit. Da sie der NATO angehören wird kaum jemand auf der welt sie angreifen!

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subcomandante_m 03.09.2014, 13:06
7. Realismus ...

... abhanden gekommen. Das was Puting lt. Meinung des Westens mit den Ländern des Baltikums vorhat wird mit zusätzlichen Militärstützpunkten nicht in den Griff zu bekommen sein. Hier wird doch immer von den höheren Kosten des Krieges für Russland herumphantasiert. Wenn Putin will, macht er 3x Maidan nämlich in Riga, Vilnius und Tallinn. Mit den Bevölkerungsanteilen der Russen dort werden sich sicherlich ein paar Unzufriedene finden ...

Wie ist die Antwort des Westens darauf wenn sich bsi zu 30% der Bevölkerung erheben? Da muss Putin garnichts militärisches mehr unternehmen, das wird uns dann lange, lange intern beschäftigen ... zusätzlich zur Ukraine, zu Syrien, zum IS, zur einbrechenden Wirtschaft.

Gottseidank haben wir ja Obst (Seitenhieb auf den Landwirtschaftsminister)!!!

PS: Ich bin kein Freund Putins!

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kdshp 03.09.2014, 13:06
8.

Zitat von schmusel
Diese Länder fürchten - mit Recht - um ihre Sicherheit und deshalb bitten sie als Nato Mitglieder um Beistand. Wenigstens weiss Obama um die Verpflichtung eines Nato Gründungsmitglieds. Natürlich werden diese Fakten von der üblichen Klientel ignoriert und das Ganze in eine US-Aggression gegen das harmlose Russland umgemünzt. So vorhersehbar wie lächerlich. Ich hoffe jedenfalls auch darauf, dass die Nato in den genannten Ländern schnellstmöglich Stützpunkte installiert. Die müssen nicht gross sein, die müssen nur als Signal für Putin wirken: Greifst du diese Länder an, greifst du u.U. US-Militär an und hast dann unter Garantie nichts anderes als den Nato Bündnisfall zu erwarten. Das wird ihn abschrecken, keinen Zweifel.
Hier steht auch die glaubwürdigkeit der NATO auf dem spiel! Hier kann ich deutschland und frau merkel (CDU) auch nicht verstehen.

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lupidus 03.09.2014, 13:09
9.

Zitat von Jey
fürchten eben nicht mit Recht um ihre Sicherheit. Da sie der NATO angehören wird kaum jemand auf der welt sie angreifen!
nun ja, die ukraine wurde ja auch von niemandem "angegriffen"...

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