Forum: Politik
Besuch von Boris Johnson: Merkel drängt auf verhandelten Brexit
Odd ANDERSEN / AFP

Premier Johnson hat bei Angela Merkel erneut die Streichung des sogenannten Backstops gefordert. Eine Lösung sei möglich, antwortete die Kanzlerin. Die EU werde aber auch auf einen harten Austritt Brexit vorbereitet sein.

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123rumpel123 21.08.2019, 19:37
1. Kompromiss liegt förmlich in der Luft

Beide bleiben irgendwie auf ihrer Linie, signalisieren aber Kompromissbereitschaft hinsichtlich einer Lösung für die innerirische Grenze.
Interessant die Äusserung von Frau Merkel dass das u.U. auch innerhalb von 30 Tagen machbar sein könnte, was wiederum ein Schmunzeln bei BoJo hervorrief.

Nach diesem Interview wird niemand mehr ernsthaft die Meinung vertreten könne, dass ein Kompromiss machbar ist.

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claus7447 21.08.2019, 19:51
2. Merkel hat das elegant umschifft.

Boris blieb mal wieder vage bis zum Anschlag. Keine Kontrollen will UK in NI. Er blieb schuldig wie. Merkel meinte trocken: "wir kennen ja nicht die Details an dieser Grenze, das muss dann schon von GB kommen." Sagte es und lächelte.

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londongirl 21.08.2019, 20:07
3. Einknicken?

Bitte keine Konzessionen an den Bully Boy. Wir wollen ihn nicht, er repräsentiert uns nicht. Er hat kein demokratisches Mandat. Er ist für das höchste Amt ungeeignet. Sein Frohjauchzen über etwaige Konzessionen wäre unerträglich. Im Daily Telegraph war schon zu lesen, dass Merkel einlenkt.

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lotharlinden 21.08.2019, 20:09
4. "Bescheidener Vorschlag"

Wenn es eine Zollgrenze gibt, dann werden auch Grenzkontrollen unvermeidbar sein, zumal wenn Großbritannien unvergleichlich großartige Handelsabkommen abschließen wird. Eine Grenze ist eine Grenze ist eine Grenze. Die Lösung kann nach Lage der Dinge nur in der Wiedervereinigung Irlands liegen. Dazu müsste Großbritannien einen weiteren Teil seines ehemaligen Kolonialreiches aufgeben. Das fällt schwer und verursacht sicherlich weitere Phantomschmerzen, aber irgendwann sollte man auch in London einsehen, dass das Empire Vergangenheit ist.

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123rumpel123 21.08.2019, 20:31
5. Korrektur

Zitat von 123rumpel123
Beide bleiben irgendwie auf ihrer Linie, signalisieren aber Kompromissbereitschaft hinsichtlich einer Lösung für die innerirische Grenze. Interessant die Äusserung von Frau Merkel dass das u.U. auch innerhalb von 30 Tagen machbar sein könnte, was wiederum ein Schmunzeln bei BoJo hervorrief. Nach diesem Interview wird niemand mehr ernsthaft die Meinung vertreten könne, dass ein Kompromiss machbar ist.
,,,,,,muss natürlich heißen.:...............dass kein Kompromiss machbar ist......................

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Der ewige Stenz 21.08.2019, 21:22
6. Brüssel lenkt ein, und das ist gut so.

Die EU hat kapiert, dass sich der Brexit nicht mehr verhindern lässt und lenkt ein.
Johnson bekommt genau den Brexit, den er möchte.
Das wird ihn in London zum "hero" machen und Theresa May zur "Zero".

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Nordschwabe 21.08.2019, 22:52
7. Brüssel lenkt ein?

1. Fr. Merkel ist nicht Brüssel. 2. In den zitierten Äusserungen beider Staatsführer kommt doch wirklich nichts neues vor. Jobo tut so, als ob es nicht an den Briten läge, einen ungeordneten Austritt zu verhindern. Dass der Backstopp zwar unbefristet ist, für das NI-Problem am besten aber innerhalb der nächsten zwei Jahre eine Lösung gefunden werden sollte, schliesst ja auch nicht aus, dass diese Lösung auch innerhalb von 30 Tagen gefunden werden kann. Aus den Worten von Fr. Merkel ist jedoch nicht zu lesen, dass sie das auch als realistisch erwägt.

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spiegkom 21.08.2019, 22:54
8. Unseriös

Es gibt Johnson als Premier, weil der bisher ausgehandelte Brexit-Vertrag in GB nicht mehrheitsfähig war. Merkel sagt jetzt, dass es aber auch keine Verhandlungen mehr geben wird, und Steinmeier sagt, dass ein No-Deal-Exit das Schlechteste wäre. Soviel zu Merkels Realpolitik. Entweder völlig unglaubwürdig, oder völlig daneben. Man nennt so etwas "unseriös".

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tombadil1 22.08.2019, 23:06
9.

Wenn die EU jetzt wieder einknickt, fall ich vom Glauben ab..
Die Briten sind für dieses Schlamassel vollkommen selbst verantwortlich und müssen auch in vollkommener Härte die Folgen Ihres unüberlegten Entschlusses spüren. Alleine schon als abschleckendes Beispiel für andere Wackelkandidaten in der EU.
Dafür bin ich gerne bereit wirtschaftliche Einbußen innerhalb der EU hinzunehmen. Die auf der Insel werden deutlich mehr zu kämpfen haben als wir.
Die Schotten dürfen sich uns gerne anschließen wenn sie möchten.

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