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Besuch in Washington: Gabriel will US-Hilfe im Incirlik-Streit
AP

Jetzt sollen die USA eingreifen: Sigmar Gabriel setzt im Streit um das Besuchsverbot in Incirlik auf den mächtigsten Nato-Partner. In Washington bat er um Hilfe.

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isp 18.05.2017, 07:48
20. Lieber Incirlic als Flüchtlinge

Ich möchte zu bedenken geben, dass diese Nadelstiche von Erdogan - Besuchsverbote für Abgeordnete - für uns viel angenehmen sind als wenn wieder Flüchtlingsmassen auf die griechischen Inseln ankommen. Incirlik spielt für uns keine grosse Rolle. Soll Erdogan doch seine pubertären Spielchen lieber damit vollführen als den Flüchtlingsdeal platzen zu lassen.
Diplomatie wäre Incirlik zu lassen wie es ist. Ein bischen aufregen - und gut.

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gastkommentar 18.05.2017, 07:49
21. Oha, bei Trumps Leuten um Hilfe betteln?

Wie passt denn das zusammen. Tillerson hatte doch was mit Öl, das ist doch profitgierig und macht die Umwelt kaputt. Als anständiger Sozialdemokrat muss man den doch bekämpfen, Herr Außenminister!
Kann es vielleicht sein, dass man sich mit Dreistigkeit und dem richtigen Parteibuch zwar einen Job grapschen kann, dem man dann aber nicht gewachsen ist? Immerhin, eine Erfolgsstrategie bliebe noch: Das Mitleid des Despoten am Bosporus mit Diplomatie zu wecken!

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bs2509 18.05.2017, 07:53
22. Die souveräne BRD

kriecht unter den "Rock" der USA und Gabriel lässt sich eine nationale Entscheidung aus der Hand nehmen.
Aber es war von ihm auch nichts anderes zu erwarten.

Anstatt Merkel mit ihrem "Busenfreund Erdogan" dieses Possenspiel austragen zu lassen und zu scheitern, nimmt sich der einstige "Ober-Soze" der Sache persönlich an und wird damit wieder zum "Steigbügelhalter für Frau Merkel".
Die Sozen lassen sich zu gerne vorführen.
Die CDU freut sich über soviel Dämlichkeit und lehnt sich grinsend zurück, kann sie Merkel doch darauf berufen das Thema ihrem (Noch)-Außenminister zu überlassen.
Und wieder Zeit gewonnen, um den Koalitionspartnern im Regen stehen zu lassen.
Aber das mag an der "SPD-Demenz" liegen . . . gute Politik und Instinkt waren gestern.

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H. Krämer 18.05.2017, 07:57
23. Grausam, unsere Politiker

Zitat von skurilla
so kennen wir diese Politiker-Luschen. Bloß nichts selbst entscheiden, keine Verantwortung übernehmen. ... Deutschland - Laberland!
Solch ein Typ soll die Interessen von Deutschland im Ausland deutlich machen und vertreten. Und was macht er: Er "heult herum" wie ein kleines Kind bei seinem großen Bruder: Der böse Erdogan hat mich geschubst, kannst Du den für mich verprügeln.

Ein CDU-Politiker fordert: Dem muss jemand sagen, dass das nicht geht. - Ja natürlich jemand mit Rückgrat, anstatt selbst für eigene Überzeugungen einzustehen.

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think-twice! 18.05.2017, 08:01
24. Peinlich

und daher typisch Gabriel / Merkel. Statt ein souverne klare Position zu beziehen, wird der grosse Bruder um Hilfe gebeten und damit eine neue Abhängigkeit geschaffen. Meine Güte, was für Dilletanten uns regieren.

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yshitake 18.05.2017, 08:04
25. Dümmer geht immer

Nicht zu fassen, wie dieser Gabriel in Israel auf dicke Hose macht und in der Türkei kuscht wie ein angefahrener Pinscher, sobald der kleine Diktator sich mal wieder seine Schuhe aufbläst. Jetzt sogar noch zum sonst an jeder Ecke ach so dummen Trump rennen und sich da ausheulen ist wirklich ein weiterer Gipfel unserer aussenpolitischen Unzumutbarkeit. Mittlerweile müssen selbst die Außerirdischen auf Omega Centaury schon über uns lachen.

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danubius 18.05.2017, 08:06
26. Ja was denn?

Immer schön brav nachfragen, ob Deutschland das so machen darf - Gabriel und seine Chefin scheinen mal wieder rückgratslosen, vorauseilenden Gehorsam statt eigenverantwortliches Handeln zu praktizieren. Wem sind sie eigentlich mit ihrem Amtseid verpflichtet - USA, Türkei oder etwa gar dem deutschen Volke? Das Letztere existiert offensichtlich nicht in deren Agenda sonst würden sie anders vorgehen. Um Unterstützung beim zuständigen NATO-Generalsekretär Stoltenberg anzufragen wäre im Übrigen sachlich und zuständigerweise besser gewesen.

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abrigal 18.05.2017, 08:10
27. unkonsequent

Der Aussenmintister bittet einen Mochtegern-Aautokraten gegen einen Autokraten um Hilfe. Wie unrealistisch und beschaemend ist das denn ? Wenn man die Hilfe der Bundeswehr nicht schaetzt gibt es doch nur eine Konsequenz ! Abzug !

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ClausB 18.05.2017, 08:12
28. Ein armseliges Spiel

der Bundesregierung ! Nennt man d a s Außenpolitik ?
Seit Monaten (!) wird in dieser Angelegenheit herumgeeiert; es wird abgewiegelt und abgewartet.
Und jetzt sucht man Hilfe bei der us-amerikanischen Regierung unter Trump ? Einfach nur erbärmlich !

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gneitzel 18.05.2017, 08:18
29. Edogan-hörig oder was?

Zitat von isikat
was das für Konsequenzen haben würde, wenn man einem Nato-Partner dermaßen in den Rücken fällt, dass man seinen Soldaten Asyl gewährt, als sei er ein Feind. Das ist eine Einmischung in innerpolitische Angelegenheiten, die Deutschland einfach nicht zusteht. Wer sind wir denn, dass wir anderen Ländern vorschreiben können, ihre Politik nach unseren Vorstellungen zu gestalten? Die Begriffe Voraussicht und Umsicht scheint Merkel nicht mehr zu kennen. Erdogan ist nun mal das Staatsoberhaupt der Türkei, das türkische Volk wollte es genau so wie es jetzt ist und das hat Deutschland zu respektieren. Diese Arroganz, anderen vorschreiben zu wollen, was sie zu tun und zu lassen haben, ist nahezu unerträglich. Sich in diese Politik einzumischen und sich damit gegen ein Staatsoberhaupt zu stellen - noch dazu einen Nato-Partner - ist völlig unangemessen und hat Folgen. Da nützt es auch nichts, anschließend in den USA um Hilfe betteln zu gehen. Eigenverantwortliches Handeln wäre besser. Wie wäre es denn umgekehrt - wenn unsere Soldaten in der Türkei um Asyl bitten würden? Zum Beispiel genau die, die rechtsextremistische Neigungen haben und unter Terrorverdacht stehen und sich so einer Strafe entziehen wollen?
Wir sind ein Rechtsstaat. - Wenn jemand politisches Asyl beantragt wird das geprüft. - Wenn sich dabei herausstellt, dass der Antrag begründet ist, bekommt er politisches Asyl.
Dabei spielt es keine Rolle woher er kommt.
Alles andere wäre ein Skandal!
Daraus eine "Dolchstoßlegende" konstruieren zu wollen, ist hanebüchen!
Also schön die Kirche im Dorf lassen!
Das wir überhaupt mit einem Staat wie der Türkei sprechen, in Betracht gezogen haben ihn in die EU einzuladen ist schon ein sehr großes entgegenkommen gewesen!
Das die Türkei überhaupt in der NATO sein darf und von den USA und der Bundesrepublik hochgerüstet wurde liegt nur an ihrer geostrategischen Lage. - Ansonsten wäre uns allen die Türkei so was von egal, vergleichbar eben wie z.B. Bhutan oder Kirgisien...
Und die in Deutschland lebenden Türken sollten sich entscheiden, ob sie die deutsche oder die türkische Nationalität haben wollen. - Mann kann nicht "zwei Herren dienen" bzw. "auf zwei Hochzeiten tanzen"!

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