Forum: Politik
Bevölkerungsentwicklung: Die Angst vor dem großen Austausch
REUTERS

Was geschah in jenen Wochen, als die Bundesregierung die Kontrolle über die Grenze verlor? Der Bestseller "Die Getriebenen" liefert neue Antworten. Der Erfolg zeigt, wie virulent das Flüchtlingsthema noch immer ist.

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kitty 20.03.2017, 17:46
20. Ich habe nicht geglaubt,

dass Sarrazin mit seinem Buch "Deutschland schafft sich ab" Recht haben könnte. Als ich das Buch gelesen habe war die große Migrationswelle noch nicht in Deutschland angekommen. Wer sich in Geschichte auskennt weiß, dass es bei großen Völkerwanderungen immer zu Verwerfungen in den aufnehmenden Gesellschaften gekommen ist. Ob vorsätzlich im Hinblick auf die Bevölkerungsentwicklung oder fahrlässig - Merkel hat das in Kauf genommen. Es ist Ausdruck der wachsenden Unsicherheit in der Bevölkerung, dass sich Frauen nachts nicht mehr alleine auf die Straße trauen, dass man sich mit Pfefferspray und Taschenalarm ausrüstet, den kleinen Waffenschein beantragt, Fenster und Türen sichert um nicht Opfer eines Einbruchs zu werden usw. Ein Tor, wer die Augen davor verschließt.

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einwerfer 20.03.2017, 17:46
21. Die 'Umvolkung'

Sie begann nicht 2015, sondern viel früher. Nämlich als die deutsche Industrie billige Arbeitskräfte aus Anatolien zügeweise nach Deutschland brachte. Die Konsequenzen sehen wir heute, z.B. Leute mit deutschem Pass, die Erdogan als ihren Präsidenten sehen. Und applaudieren, wenn er ihrer 'Nicht-Kanzlerin' Nazi-Methoden vorwirft.

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gis 20.03.2017, 17:47
22. Der intelligente Bio-Deutsche

Zitat von charly2708
. Also mehr als ein satte Zwei-Drittel-Mehrheit. Wovor hat der Bio-Deutsche so Angst? Dass er so schlapp ist, dass er - nur weil andere Kulturen im Land leben - plötzlich sein Bio-Deutschtum aufgibt und anders wird? Und die 25 - 30% sind ja auch keine homogene Masse, gegen die er sich behaupten muss.
hat Angst davor, dass die Falschen zu uns kommen. Die Neuankömmlinge seit September 2015 waren meist junge, moslemische, wenig gebildete Männer aus Krisengebieten. Wenn von denen jedes Jahr 300000 kommen, dann werden sie sehr bald einen hohen Anteil an der Bevölkerungsgruppe der 18-35 jährigen jungen Männer haben. Die große Mehrheit dieser Männer wird hier nicht beruflich Fuß fassen. Der Männerüberschuss in dieser Altersgruppe wird dramatisch werden. Ohne berufliche Perspektive und ohne sexuelle Kontakte ist es mehr als wahrscheinlich, dass viele dieser jungen Männer kriminell werden oder sich politisch radikalisieren. 300000 Zuwanderer im Jahr müssen kein Problem sein, wenn man die Zuwanderung steuert. 300000 junge, ungebildete Männer aus Krisengebieten pro Jahr werden ganz sicher zu einem Problem, dass dann leider nicht mehr rückgängig zu machen ist. Meine Kinder haben dann mit den Konsequenzen zu leben. Wem diese "Einwanderungspolitik" keine Sorgen macht, dem fehlt es an Weitsicht.

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pauli96 20.03.2017, 17:49
23. Genauso ist das

Zitat von Bibendumx
meiner Meinung nach kommen die Ängte daher, dass angenommen wird, dass alle Flüchlinge für immer in Europa bzw. Deutschland bleiben wollen und werden. Gäbe es ein Einwanderungsgesetz (siehe z.B. wie in Kanada) müssten nicht alle Nord- und Westafrikaner die Krücke "Asyl" nehmen, um bleiben zu können. Da unter "Flüchtlingen" alles mögliche subsummiert wird, fehlt auch das Verständnis für die wirklich Asylbedürftigen, die aus Kriegsgebieten kommen. Deren Bleiberecht sollte aber enden, wenn wieder Frieden im Heimatland herrscht, da sie und ihre Kinder ja dringend für den Wiederaufbau ihrer Heimat gebraucht werden.
Einwanderung - mit Einwanderungsgesetz.
Flüchtling - UN- Flüchtlingskonvention
Asylbewerber - Individuelles Recht, setzt individuelle Prüfung voraus.

Komplettes Politikversagen 2015, komplettes Versagen der Medien "als vierte Gewalt". Und es wird wieder passieren....

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lachina 20.03.2017, 17:50
24.

Zitat von charly2708
Dem gegenüber stehen demnach 70 - 75 % andere, also wie nennt man die jetzt - ich sag mal den blöden Begriff "Biodeutsche", was immer das auch ist und wie das wohl definiert wird. Also mehr als ein satte Zwei-Drittel-Mehrheit. Wovor hat der Bio-Deutsche so Angst? Dass er so schlapp ist, dass er - nur weil andere Kulturen im Land leben - plötzlich sein Bio-Deutschtum aufgibt und anders wird? Und die 25 - 30% sind ja auch keine homogene Masse, gegen die er sich behaupten muss. Da sind ja verschiedenste Kulturen aus allen Herren Ländern drunter, also europäische, asiatische, süd- und nordamerikanische, afrikanische.... Und nicht alle Afrikaner sind gleich, alle Asiaten,... Die müssen sich auch erstmal alle einig werden, bis sie hier die "Herrschaft" gegen den Willen der Mehrheit übernehmen können. Und bis die sich einig sind, ist die Hälfte von denen schon so integriert, dass sie fast deutscher als die meisten Bio-Deutschen sind...
So funktioniert Angst nicht. Nehmen wir als Beispiel eine junge Frau im Minirock, die in Köln auf eine Party will. Wie weit ist der Schritt von "Es ist nicht ratsam, mit bloßen Beinen unterwegs zu sein, denn Migranten könnten sie belästigen" zu "Selber Schuld, mit bloßen Beinen unterwegs zu sein. " Wie weit der Schritt von " Besser zuhausezu bleiben" zu "Aber sie könnte sich ja auf dem Weg verhüllen und erst auf der Party den Minirock zeigen. " Angst funktioniert nicht mit Berecvhnungen, sondern mit verhüllten Drohungen, Andeutungen, schafft eine bestimmte Atmosphäre, in der man sich so oder so verhält, ohne dass es laut ausgersprochen werden muss. Und schon wird die Gesellschaft anders.

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Jimbofeider 1 20.03.2017, 17:51
25. Lauern

Hr Fleischhauer beschreibt exakt die Stimmung die in breiten Bevölkerungschichte vorherrscht, ein angespanntes Lauern auf das was noch so alles passiert. Merkel kann sich nicht aufraffen offen ohne Phrasen zu dreschen über das Thema zu reden, sie möchte es wohl lieber ausitzen.Diesmal nur wird ihr das nicht gelingen. Der Afd und ihren Hetzern kann das nur recht sein. Ein spannendes Kapitel Deutscher Politik findet hier und Heute vor unser aller Augen statt! Eine fein geschriebene Kolumne von Hr. Fleischhauer, Danke!

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decathlone 20.03.2017, 17:52
26. Man ist halt auch schon ein wenig zu Recht besorgt...

Nach dem Ende des kalten Krieges, der die Welt so schön stabilisiert hat und konservativen Menschen ein klares Feindbild und nebenbei den Idealzustand eines eingefroren Nachkriegszustands auf der Sonnenseite beschert hat (Es ändert sich nichts oder nur sehr langsam. Das wollen Konservative.), ist nicht der Weltfriede ausgebrochen, sondern das Chaos. Und Europa ist umgeben von Ländern, deren Regierungen gescheitert sind oder ihr Scheitern, ihren Menschen ein gutes Leben zu ermöglichen, durch nationalistische und bellizistische Rhetorik kaschieren. Was in diesen Bananenrepubliken los ist, ist plötzlich nachrichtenbestimmend und betrifft auch uns. Jetzt ist aber Leadership gefragt und nicht die AfD. (Wie wollen die sich eigentlich erklären, wenn demnächst Putin auf dem Balkan zündelt und ebenfalls unsere Puppenstube durcheinanderbringt?? Dann geht the Love for Moskau nach hinten los...)

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spontanistin 20.03.2017, 17:53
27. Entscheidungsunfähigkeit!

In einer Talkshow hat der Buchautor kürzlich die Entstehung der dauerhaften und unkontrollierten Grenzöffnung mit der Entscheidungsunfähigkeit von Merkel und Kanzleramtsminister Altmeier begründet, die justament andere Termine wahrnehmen mussten. Vorbereitungen für eine Grenzschließung und umfassende Kontrollen waren von den zuständigen Sicherheitsbehörden längst vorbereitet. Als man damals von Regierungsversagen sprach, wurden entsprechende Kommentare zensiert und es gab hysterische Aufschreie der Gutmenschen. Nun gibt es gut angelegte 40 Mrd. €, die die beschleunigte Schrumpfung der Bevölkerung abbremsen.

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ackergold 20.03.2017, 17:53
28.

Zitat von deepbrain
Mir ist an vielen Stellen nicht klar, ob der Autor nur Inhalte des Buchs wiedergibt oder ob er versucht, sich in die "besorgten Bürger" hineinzuversetzen, samt Sprache. Oder ob der Autor selbst "Angst vor einer Umvolkung" hat.
Fleischhauers Subordination ist hinlänglich bekannt, er gibt sie ja nun wirklich in jeder Kolumne zum besten. Insofern dürfte natürlich völlig klar sein, dass er hinter den kruden Vorstellungen des Buchautors steht, dessen Meinung er schon allein dadurch subtil zu rechtfertigen sucht, indem er auf die ach so große Auflage hinweist, als ob das ein Qualitätsmerkmal für den Inhalt eines Pamphlets wäre. Ich weiß nicht ob Fleischhauer Angst von "Umvolkung" hat, aber klar ist, dass er diese Ängste aktiv schürt.

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rantzau 20.03.2017, 17:54
29. Zuviele Geburten bei arabischen Migranten

Zitat von charly2708
Ob planlos oder wie auch immer: Zuwanderung ist prinzipiell von der Politik und der Wirtschaft gewünscht, weil sie sich davon die Lösung einiger Probleme versprechen. in einem anderen Spiegelartikel von vor ein paar Tagen wurde auch eine Szenario-Zahl genannt. 12 Millionen bis ins Jahr 2060 sind 340.000 pro Jahr, das heißt ca. 0,3% der Bevölkerung pro Jahr. Macht im Jahr 2060 dann 15%. Zusammen mit den bereits hier lebenden Mitbürgern mit Migrationshintergrund (ich sag jetzt mal ca. 10 bis 15% - ich kenn die genaue Zahl jetzt nicht), sind das 25 - 30%. Dem gegenüber stehen demnach 70 - 75 % andere, also wie nennt man die jetzt - ich sag mal den blöden Begriff "Biodeutsche", was immer das auch ist und wie das wohl definiert wird. Also mehr als ein satte Zwei-Drittel-Mehrheit. Wovor hat der Bio-Deutsche so Angst? Dass er so schlapp ist, dass er - nur weil andere Kulturen im Land leben - plötzlich sein Bio-Deutschtum aufgibt und anders wird? Und die 25 - 30% sind ja auch keine homogene Masse, gegen die er sich behaupten muss. Da sind ja verschiedenste Kulturen aus allen Herren Ländern drunter, also europäische, asiatische, süd- und nordamerikanische, afrikanische.... Und nicht alle Afrikaner sind gleich, alle Asiaten,... Die müssen sich auch erstmal alle einig werden, bis sie hier die "Herrschaft" gegen den Willen der Mehrheit übernehmen können. Und bis die sich einig sind, ist die Hälfte von denen schon so integriert, dass sie fast deutscher als die meisten Bio-Deutschen sind... Ich wünsche mir so sehr, dass wir wieder mehr Sachlichkeit und Differenziertheit in unsere Debatten einzieht (falls man die heutige Form der Auseinandersetzung/Kommunikation überhaupt noch Debatte nennen kann) und nicht einfach der die Oberhand behält, der am Lautesten die absurdesten Sachen in die Welt hinausposaunt. Auf Basis von Sachlichkeit können dann alle Probleme - die es an der einen oder anderen Stelle gibt - auch mittels Kompromissen gelöst werden. Anstatt die Probleme aufzubauschen und unlösbar erscheinen zu lassen und zwar so lange, bis jeder glaubt dass nur noch ein Rechter Messias uns alle erlösen kann. Und dann in den nächsten, wirklichen Untergang führt....
vor ca. 20 Jahren habe ich English unterrichtet in palästinensischen Refugee Camps. Die Kinder waren 6-8. Ihre Mütter hatten im Durchschnitt 6-8 Kinder. Die Kinder wirkten oft vernachlässigt. Was mir bei den arabischen Migrantten auffällt, ist die sehr hohe "Fruchtbarkeit". Egal ob auf der Flucht, im Heim, es wird wohl kaum Geburtenkontrolle betrieben. Das sehe ich als Problem. Und ähnlich wie in Gaza (wo ich arbeitete), wird der Anteil von Kindern, die von Müttern "erzogen" werden, die jedes Jahr ein Kind bekommen (müssen), steigen. Diese Probleme sehe ich nicht bei anderen Migratnetn udn erfordert eine realistische Bestandsaufnahme.

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