Forum: Politik
Bevölkerungsentwicklung: Die Angst vor dem großen Austausch
REUTERS

Was geschah in jenen Wochen, als die Bundesregierung die Kontrolle über die Grenze verlor? Der Bestseller "Die Getriebenen" liefert neue Antworten. Der Erfolg zeigt, wie virulent das Flüchtlingsthema noch immer ist.

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ruhrpottsonne 21.03.2017, 12:37
310. Mal übersetzt

Zitat von ackergold
Meine Aussage bezieht sich nicht auf "Wahrnehmung", sondern auf Fakten. Es gibt keine "Umvolkung" und schon gar keinen Prozess dahin. Im Übrigen herrscht Religionsfreiheit und zwar für Jeden. Das heißt auch, dass es 100% aller Bürger erlaubt ist, zum Islam zu konvertieren. Daran werden auch Sie nichts ändern können. Sie werden dazu ja nicht gezwungen. Wer behauptet, es gäbe einen von der Regierung gesteuerten Prozess der "Umvolkung", dem spreche ich jedweden Verstand ab, sorry. Das ist an Absurdität kaum zu überbieten. Nur weil ein paar Kriegsflüchtlinge aus Regionen, in denen die westliche Welt am Krieg nun wirklich nicht ganz unschuldig ist, in ihrer grenzenlosen Not keinen anderen Ausweg mehr sehen, als nach Europa zu fliehen, muss man bei den Ungebildeten nicht gleich eine Panik von "Umvolkung" etc. schüren. Das ist schofel.
Angenommen wir stehen beide am Bankschalter, vor uns jemand, mit Sturmhaube maskiert und Revolver in der Hand, der dem Schalterangestellten sagt: Hoch die Hände! Ich sage: Das ist ein Banküberfall. Sie erwiedern, ich hätte keinen Verstand, weil das da vorne lediglich Hans Entertainment sei, der mich ans Wochenende erinnern will. Ehrlich, Sie sind ein amüsanter Zeitgenosse. ;-)

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zeisig 21.03.2017, 12:38
311.

Zitat von ackergold
Meine Aussage bezieht sich nicht auf "Wahrnehmung", sondern auf Fakten. Es gibt keine "Umvolkung" und schon gar keinen Prozess dahin. Im Übrigen herrscht Religionsfreiheit und zwar für Jeden. Das heißt auch, dass es 100% aller Bürger erlaubt ist, zum Islam zu konvertieren. Daran werden auch Sie nichts ändern können. Sie werden dazu ja nicht gezwungen. Wer behauptet, es gäbe einen von der Regierung gesteuerten Prozess der "Umvolkung", dem spreche ich jedweden Verstand ab, sorry. Das ist an Absurdität kaum zu überbieten. Nur weil ein paar Kriegsflüchtlinge aus Regionen, in denen die westliche Welt am Krieg nun wirklich nicht ganz unschuldig ist, in ihrer grenzenlosen Not keinen anderen Ausweg mehr sehen, als nach Europa zu fliehen, muss man bei den Ungebildeten nicht gleich eine Panik von "Umvolkung" etc. schüren. Das ist schofel.
Niemand betreibt die Umvolkung aktiv. Zu allerletzt unsere Regierung, wie Sie richtig sagen. Aber daß sich unsere Bevölkerungsstruktur und somit auch unsere Gesellschaft objektiv messbar statistisch in eine bestimmte Richtung verändert, das ist doch unbestritten. Eine schleichende Umvolkung, das ist es was ich sehe. Diese gilt es zu kritisch zu beobachten.

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cabeza_cuadrada 21.03.2017, 12:39
312. Vorsichtig

Zitat von ackergold
Genau das ist der Fake an der Geschichte, eingeleitet durch das Wörtchen "wenn". Es kommen aber nicht jedes Jahr so viele und es hat auch niemand vor, jeden hier reinzulassen. Als Naturwissenschaftler darf ich Ihnen sagen, dass mit "wenn" keine exakte Mathematik betrieben werden kann. Wenn nicht, dann eben nicht. Wozu also die Panik schüren? Selbst wenn wir halb Syrien in Europa aufnehmen würden, würde es kaum jemand wirklich merken. Im Übrigen interessiert mich nicht, wer mein Nachbar ist und welche Religion er hat, sondern allenfalls, dass er sich an die Gesetze hält.
niemand hat vor, jeden hier reinzulassen? Da sind selbst in diesem Forum (und bei den Grünen) schon andere Stimmen laut geworden. Ich nehme die Frage mal vorweg, ab dem Wievieltem wollen sie denn dann keinen mehr reinlassen? Das es humaner ist die Grenzen ordentlich zu sichern damit sich mangels Erfolgsaussichten erst gar keiner mehr in Schlauchboote gen Europa setzt wird in diesen Kreisen nicht gerne gehört. Unsere Regierung ist da mittlerweile schon schlauer, auch wenn derzeit noch ordentlich blockiert wird.

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Archie69 21.03.2017, 12:41
313.

Umvolkung - was für ein Unwort! Deutschland hat eine Bevölkerung von jetzt etwas über 83 Mio Einwohner. Davon sind 5% Muslime (Konvertiten eingeschlossen), 10% Ausländer, insgesamt 25% Menschen haben Migrationshintergrund (Ausländer, Kinder aus "Mischehen" eingeschlossen), die restlichen 75% sind Deutsche, die schon über mehrere Generationen Deutsche sind. Daran verschiebt auch die Million Flüchtlinge nicht viel. Die Wiedervereinigung war da eine weit größere Umvolkung - nur das das immer noch gebräuchliche "Schimpfwort" "Ossi" jetzt durch Flüchtling ersetzt wurde.

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licht_und_schatten 21.03.2017, 12:43
314.

Zitat von zeichenkette
.... Vielleicht kenne ich aber auch einfach die falschen Moslems, denn die sind eher friedlicher und moralischer als das, was ich hier mal wieder lesen muss. Welche kennen Sie denn so?
Letztendlich spielt die "stille" Mehrheit absolut keine Rolle. Sie hat in der Zeit des Nationalsozialismus, bei dem Völkermord in Ruanda, als Stalin 'zig Mio. Menschen umgebracht hat, nie eine Rolle gespielt. Die aktive Minderheit und die stille, in vielen Fällen unterstützende Duldung durch die Mehrheit haben in der Geschichte der Menschheit immer wieder zu unfassbaren Verbrechen geführt.
Abgesehen davon ist Ihre letzte Frage süß. Sie haben mich bereits in die Schublade der Menschen reingesteckt, die etwas ablehnen ohne es zu kennen. Da muss ich Sie aber enttäuschen. Ich kenne nicht nur Muslime, sondern habe beruflich über längere Zeit mit Firmen aus Muslimischen Ländern zusammengearbeitet und habe im Zuge dessen auch einen Teil dieser Länder besucht. Und nun...?

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spon_2493439 21.03.2017, 12:47
315. Rätselhaft

Es bleibt unklar, was in dem Buch genau steht und was der Autor davon hält. Und selbst bei Fleischhauer, bei dem man so einiges gewöhnt ist, ist ein Begriff wie "Bevölkerungsaustausch" ohne Anführungszeichen ein dicker Hund.

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privatbahn 21.03.2017, 12:49
316. Eine Mischung aus Ignoranz und Naivität

Was Ihre Ursachenbeschreibung angeht kann ich mich durchaus anschließen.
Neben der politischen Ignoranz mache ich hierbei aber immer wieder auch Naivität als Ursache aus.
Ich gebe Ihnen recht, dass es Schäuble, Merkel und Co. waren, die unsere südeuropäischen Nachbarn über Jahre allein gelassen haben mit der Flüchtlingskrise (da wären wir bei der Ignoranz).
Daher nehme ich Merkel auch nicht ab, dass sie im Sommer 2015 auf einmal ihr helfendes Herz entdeckt haben möchte (womit wir bei der Naivität der Grünen Wählerschaft und so mancher protestantischer Kirchenrepräsentanten wären).
Frau Merkel hatte keinerlei Problem damit, dass vor der italienischen und griechischen Küste über Jahre hinweg Menschen elendig ersoffen sind (sorry für die drastische Formulierung, aber genau das war das Schicksal dieser Menschen).
Mit einer Mischung aus Ignoranz und Naivität setzen wir Deutschen nun unsere Flüchltingspolitik fort. Naiv ist es, wenn wir annehmen die Flüchtlingsfrage wäre in guten Händen, wenn sich Erdogan darum kümmert. Eine Mischung aus Ignoranz und Naivität ist es, wenn man meint mit den Flüchtlingsströmen würden keine sozialen und religösen Konflikte in unser Land getragen (hier sind Grüne und Linke schon fast fahrlässig naiv).
Wir Deutschen haben die unheilvolle Angewohnheit immer in Extremen zu denken und zu handeln. Die montägliche Pegida-Scharfmacherei in Dresden ist ebenso extrem dämlich, wie die überzogene Wink-und Fähnchen-Schwing-Orgie bei der Ankunft der Flüchtlinge am Münchener Hauptbahnhof.
Dazu kommt, dass wir uns immer wieder den Blick auf das hier-und-jetzt durch Randdebatten über unsere historische Schuld verstellen (und das nicht nur in der Flüchtlingsfrage).
Das hilft auf der einen Seite keinem Ehrenamtler in der täglichen Arbeit mit den Flüchtlingen weiter und macht uns auf der anderen nicht zu besseren Menschen wenn wir meinen, einen straffällig gewordenen Flüchtling besser nicht abzuschieben, weil wir damit zeigen, dass wir aus unserer Vergangenheit gelernt haben.
Diese vielen, verstellten Sichtweisen machen solche Bücher (und deren Erfolg) wie von Herrn Alexander überhaupt erst möglich.
In diesem Sinne wägt Herr Fleischhauer meiner Meinung nach sehr zutreffend ab. Es war schon immer so, dass dort wie Licht ist, auch Schatten fällt. Ich persönlich denke, dass dies vorallem in der Art und Weise wie wir unsere Flüchltingspolitik gestalten (verwalten ?) besonders deutlich geworden ist.

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wecan 21.03.2017, 12:57
317.

Zitat von ackergold
Genau das ist der Fake an der Geschichte, eingeleitet durch das Wörtchen "wenn". Es kommen aber nicht jedes Jahr so viele und es hat auch niemand vor, jeden hier reinzulassen. Als Naturwissenschaftler darf ich Ihnen sagen, dass mit "wenn" keine exakte Mathematik betrieben werden kann. Wenn nicht, dann eben nicht. Wozu also die Panik schüren? Selbst wenn wir halb Syrien in Europa aufnehmen würden, würde es kaum jemand wirklich merken. Im Übrigen interessiert mich nicht, wer mein Nachbar ist und welche Religion er hat, sondern allenfalls, dass er sich an die Gesetze hält.
Wenn ich Ihre Argumentation hier im Forum lese, dann ist ganz genau das die Konsequenz, wenn sich die von Ihnen gewünschte Politik durchsetz: Es werden dann jedes Jahr so viele (und noch mehr) kommen. Denn Sie kämpfen hier vehement gegen alles, was die Reduzierung der Anzahl von Ankommenden seit 2015 bewirkt hat.

Und noch etwas: damit wir hier unseren relativen Wohlstand bewahren können (der keinesfalls so paradiesisch ist, wie es die Fraktion der Umverteiler suggeriert), reicht es eben nicht, dass sich alle an die Gesetze halten. Da gehört schon noch ein wenig mehr zu. Von der Einhaltung von Gesetzen alleine, wird noch nicht einmal ein einziger Mensch satt.

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zeichenkette 21.03.2017, 12:59
318.

Zitat von Lamentierer
Mein Güte, sparen Sie sich die Ausgabe. Lesen Sie lieber das nachfolgende Zitat von Helmut Schmidt, dem verstorbenen Bundeskanzler: „Mit einer demokratischen Gesellschaft ist das Konzept von Multikulti schwer vereinbar. Vielleicht auf ganz lange Sicht. Aber wenn man fragt, wo denn multikulturelle Gesellschaften bislang funktioniert haben, kommt man sehr schnell zum Ergebnis, daß sie nur dort friedlich funktionieren, wo es einen starken Obrigkeitsstaat gibt. Insofern war es ein Fehler, daß wir zu Beginn der 60er Jahre Gastarbeiter aus fremden Kulturen ins Land holten.“ – Hamburger Abendblatt 2004 Mehr gibt es zu dem ganzen Komplex nicht zu sagen, da begann das Dilemma einer Kette von Fehleinschätzungen bis zum heutigen Tage. Bedauerlicherweise haben die Verantwortlichen für diesen Staat bei Beginn der Globalisierung ihr Rückgrat abgegeben. Das Modewort "Bevölkerungsaustausch" passt zu diesem Staat wunderbar. Und Herr Erdogan hat ja seine Vorstellungen konkretisiert: Gebirt noich mehr Kinder, türkische Frauen, nicht 3 sondern 5. Warum soll es uns anders ergehen wie den Atzteken, den Maya oder anderen Ethnien? Völker kommen und gehen. Locker sehen, den Tag genießen und sich auf den "Martinstag" freuen. Wir haben nur ein Leben!
"Und Herr Erdogan hat ja seine Vorstellungen konkretisiert:
Gebirt noich mehr Kinder, türkische Frauen, nicht 3 sondern 5." -- Ja, das sagt er, aber in Wirklichkeit kriegen die türkischen Frauen in Deutschland nicht 5, nicht 4, nicht 3, noch nicht einmal zwei Kinder, sondern im Schnitt knapp 1,9 Kinder und es werden nicht mehr, sondern weniger, wie in allen wohlhabenden Ländern mit legaler Geburtenkontrolle, Gleichberechtigung und Chancen für Frauen. Die türkischen Frauen sind nämlich gar nicht so blöd wie Sie vielleicht meinen.

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zeisig 21.03.2017, 12:59
319. Es ist nicht nur der Nachbar.

Zitat von ackergold
Genau das ist der Fake an der Geschichte, eingeleitet durch das Wörtchen "wenn". Es kommen aber nicht jedes Jahr so viele und es hat auch niemand vor, jeden hier reinzulassen. Als Naturwissenschaftler darf ich Ihnen sagen, dass mit "wenn" keine exakte Mathematik betrieben werden kann. Wenn nicht, dann eben nicht. Wozu also die Panik schüren? Selbst wenn wir halb Syrien in Europa aufnehmen würden, würde es kaum jemand wirklich merken. Im Übrigen interessiert mich nicht, wer mein Nachbar ist und welche Religion er hat, sondern allenfalls, dass er sich an die Gesetze hält.
Ihr letzter Satz läßt tief blicken. Sie sind ein Mensch, der sich wohlfühlt in einer multikulturellen Gesellschaft, jemand für den die "ethnischen Mehrheitsverhältnisse" keine Rolle spielen. Jemand für den Begriffe wie "Nationale Identität" quasi Unworte sind.
Ich bin eher der konservative Typ, der genau diese Gesellschaft, für die Sie in diesem Forum so vehement eintreten, verhindern will. Wir werden wohl nicht zusammenkommen.

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