Forum: Politik
Bevölkerungsentwicklung: Die Angst vor dem großen Austausch
REUTERS

Was geschah in jenen Wochen, als die Bundesregierung die Kontrolle über die Grenze verlor? Der Bestseller "Die Getriebenen" liefert neue Antworten. Der Erfolg zeigt, wie virulent das Flüchtlingsthema noch immer ist.

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ackergold 20.03.2017, 17:54
30.

Zitat von Actionscript
Was ist das denn für ein Blödsinn? Das sind reine Verschwörungstheorien, die leider mehr Geld einbringen als gute Berichterstattung.
Sie sollen ja kein Geld einbringen, sondern Wählerstimmen für die Ultrarechten.

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comeback0815 20.03.2017, 17:55
31.

Zitat von ackergold
Wenn ein bekannter Gossenschreiberling die Politik der Regierung offen als "hanebüchen" bezeichnet und damit Wahlkampf für die Ultrarechte machen möchte, dann überschreitet das die Kompetenzen der unparteiischen Berichterstattung. Klar, auch Fleischhauer hat das Recht auf eine eigene Meinung, aber dann muss man die auch als solche kennzeichnen, sonst befördert man den Spiegel ganz leicht in Richtung "Nationalzeitung". Oder will ernsthaft jemand behaupten, dieser Artikel sei eine neutrale politische Berichterstattung?
Sind Sie sicher, dass Sie den Beitrag gelesen UND verstanden haben? Und zwar vollständig?

Ich mach das sonst nicht so offen, weil mich gerade die Reaktionen auf Fleischhauers Kolumnen oft ziemlich erheitern (Ich denke, mancher versteht warum). Aber hier möchte ich einmal ganz klar sagen, dass all diejenigen, die Fleischhauer als ihren "natürlichen Feind" betrachten, gerade dessen Artikel nicht nur einmal lesen sollten. Vor allem dann nicht, wenn der wöchentliche Reflex greift.

Oder noch deutlicher: Fleischhauer ist nicht Schuld, an der Bestandsanalyse und der Kernsatz ist dieser: "Ich wäre mir da nicht so sicher."

Die AfD ist nicht tot - und glauben Sie mir, das war jetzt kein Ausdruck von Freude.

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ackergold 20.03.2017, 17:55
32.

Zitat von gis
hat Angst davor, dass die Falschen zu uns kommen. Die Neuankömmlinge seit September 2015 waren meist junge, moslemische, wenig gebildete Männer aus Krisengebieten. Wenn von denen jedes Jahr 300000 kommen, dann werden sie sehr bald einen hohen Anteil an der Bevölkerungsgruppe der 18-35 jährigen jungen Männer haben. Die große Mehrheit dieser Männer wird hier nicht beruflich Fuß fassen. Der Männerüberschuss in dieser Altersgruppe wird dramatisch werden. Ohne berufliche Perspektive und ohne sexuelle Kontakte ist es mehr als wahrscheinlich, dass viele dieser jungen Männer kriminell werden oder sich politisch radikalisieren. 300000 Zuwanderer im Jahr müssen kein Problem sein, wenn man die Zuwanderung steuert. 300000 junge, ungebildete Männer aus Krisengebieten pro Jahr werden ganz sicher zu einem Problem, dass dann leider nicht mehr rückgängig zu machen ist. Meine Kinder haben dann mit den Konsequenzen zu leben. Wem diese "Einwanderungspolitik" keine Sorgen macht, dem fehlt es an Weitsicht.
Es geht aber nicht um Zuwanderung, sondern um das berechtigte Asylgesuch von Kriegsflüchtlingen, also schlicht um Menschlichkeit.

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biesi61 20.03.2017, 17:56
33. Fleischhauer als Angstprediger und der Spiegel als dafür genutztes Medium.

Echt mal was ganz neues! Ein Artikel, in dem bewusst verschleiert wird, wo die Fakten aufhören und die reichlich niedergeschriebenen Fake-News beginnen. Und redaktionelle Werbung für ein höchst fragwürdiges, möglicherweise extremistisch volksverhetzendes Buch. Dazu Schlussfolgerungen, von denen unklar bleibt, ob sie so im Buch stehen, von rassistischen Eiferern erfunden wurden oder vom Autor der Kolumne stammen. Auf jeden Fall sprengt die Absurdität des angeblich von irgendjemandem "Geglaubten" alle bisher bekannten Grenzen von Anstand, Unvernunft und Dummheit. Will der Autor von seinen Lesern ausgelacht werden oder was soll dieser Unsinn?

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Freischärler 20.03.2017, 17:57
34. Viele Wege führen nach Deutschland

Zitat von Bibendumx
meiner Meinung nach kommen die Ängte daher, dass angenommen wird, dass alle Flüchlinge für immer in Europa bzw. Deutschland bleiben wollen und werden. Gäbe es ein Einwanderungsgesetz (siehe z.B. wie in Kanada) müssten nicht alle Nord- und Westafrikaner die Krücke "Asyl" nehmen, um bleiben zu können. Da unter "Flüchtlingen" alles mögliche subsummiert wird, fehlt auch das Verständnis für die wirklich Asylbedürftigen, die aus Kriegsgebieten kommen. Deren Bleiberecht sollte aber enden, wenn wieder Frieden im Heimatland herrscht, da sie und ihre Kinder ja dringend für den Wiederaufbau ihrer Heimat gebraucht werden.
Glauben Sie ernsthaft,mit einem Einwanderungsgesetz ist der Flüchtlings-bzw. Zuwandererstrom aus dem afrikanischen oder asiatischen Raum gestoppt? Das mag für einen kleinen Teil zutreffen, die Masse wird weiterhin grenzüberschreitend durch den Nebeneingang kommen,

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Rooo 20.03.2017, 17:58
35. In Großstädten schon Realität

In Großstädten ist das schon heute Realität. In Offenbach oder Mannheim sind doch schon heute ca. 50% keine Biodeutsche mehr. Und wenn man am frühen Nachmittag in einer beliebigen Großstadt im Nahverkehr unterwegs ist, dann sieht man eigentlich schon mehr als 50% Menschen, die nicht deutsch aussehen. Und das sind zu einem erstaunlich großen Anteil Frauen mit mehreren Kindern, Kinderwagen, usw. Dazu kommen viele Halbstarke mit falsch sitzender Cappy, die irgendwo in die Ecke rotzen und mit ihrer Körpersprache klar machen, wer hier der Boss ist.

Wenn man sich jetzt noch überlegt, wie wenig Kinder der typische deutsche Akademiker bekommt, dann kann man sich doch ausrechnen, wie es hier in 10, 20 Jahren aussehen wird.

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Palmstroem 20.03.2017, 17:58
36. Eine Frage hätte ich noch!

"21.15 Uhr, Budapest, Parlamentsgebäude - János Lázár, der Chef von Viktor Orbáns Staatskanzlei, tritt nach der Sitzung des Krisenstabs vor die Presse. Noch in der Nacht, sagt der Minister, werden Busse zum Ostbahnhof und zur Autobahn M 1 fahren, um die Flüchtlinge nach Hegyeshalom an der österreichischen Grenze zu bringen. Ob die Flüchtlinge dann auch über die Grenze nach Österreich einreisen dürften, müsse die österreichische Regierung entscheiden. Wien habe sich dazu noch nicht geäußert, obwohl Ministerpräsident Orbán mehrfach versucht hat, Österreichs Kanzler Faymann zu erreichen. Sogar eine diplomatische Note habe das ungarische Kabinett nach Wien gesandt, sagt Lázár, aber "bisher haben wir keine wirkliche Antwort bekommen". Und er fügt hinzu, Kanzler Faymann habe Orbán wissen lassen, man könne doch am Samstagmorgen um 9 Uhr miteinander telefonieren. So lange könne Ungarn nicht warten. "Die EU und mehrere EU-Mitgliedsstaaten fordern von uns Solidarität, während sie selbst keinerlei Solidarität mit uns zeigen." ----- Wenn eine Schließung der Grenze so einfach gewesen wäre, warum hat dies dann Ungarn oder Österreich nicht gemacht!

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decathlone 20.03.2017, 18:02
37. Man ist halt auch schon ein wenig zu Recht besorgt...

Nach dem Ende des kalten Krieges, der die Welt so schön stabilisiert hat und konservativen Menschen ein klares Feindbild und nebenbei den Idealzustand eines eingefroren Nachkriegszustands auf der Sonnenseite beschert hat (Es ändert sich nichts oder nur sehr langsam. Das wollen Konservative.), ist nicht der Weltfriede ausgebrochen, sondern das Chaos. Und Europa ist umgeben von Ländern, deren Regierungen gescheitert sind oder ihr Scheitern, ihren Menschen ein gutes Leben zu ermöglichen, durch nationalistische und bellizistische Rhetorik kaschieren. Was in diesen Bananenrepubliken los ist, ist plötzlich nachrichtenbestimmend und betrifft auch uns. Jetzt ist aber Leadership gefragt und nicht die AfD. (Wie wollen die sich eigentlich erklären, wenn demnächst Putin auf dem Balkan zündelt und ebenfalls unsere Puppenstube durcheinanderbringt?? Dann geht the Love for Moskau nach hinten los...)

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Nania 20.03.2017, 18:08
38. 1/2

Zitat von Hugo55
Diejenigen, die gegen unkontrollierte Migration sind, wird von SPON und anderen in der Regel "Angst" vorgeworfen. Angst ist nach Freud etwas irrationales, dem keine konkrete Bedrohung gegenüber steht. Vor einem Gespenst hat man Angst, vor einem Löwen fürchtet man sich. "Angst" passt prima in das Bild dummer Dumpfbacken, welches die links/grünen Mainstream-Medien von jedem zeichnen, der diesbezüglich eine andere Meinung hat als sie. Das Dumme ist nur, dass ein Blick in die Statistik zeigt, dass Migration aus dem Ruder laufen kann - vor allem dann, wenn Menschen importiert werden, die sich hier ein besseres Leben erhoffen, von denen aber nur wenige die Voraussetzungen mitbringen, um in unserer Gesellschaft ihren Lebensunterhalt selbst (und anders als prekär) zu erarbeiten - die Arbeitsplätze für ungelernte Malocher wie in den 60-er Jahre gibt es nicht mehr. Insofern ist es ein Verbrechen, diese Menschen mit "Willkommenskultur" hierher zu locken, Ihnen eine rosige Zukunft vorzugaukeln - um anschließen festzustellen, dass sehr viele diese rosige Zukunft nicht erreichen werden. Die Enttäuschungen und sozialen Verwerfungen, die daraus folgen werden, sind vorprogrammiert. Aber niemals NIE NIE NIE wird einer dieser Gutmenschen-Journalisten die Verantwortung dafür übernehmen.
Sie stellen im zweiten Satz fest, dass "Angst [...] nach Freud etwas irrationales (sic!)" ist. Die Angst vor (unkontrollierter) Migration ist eine solche Angst. Denn meist geht es nicht um das Unkontrollierte, sondern um die Zuwanderung an sich. Da es ist es völlig egal, ob wir nun über die Flüchtlingsstörme von 2015 sprechen, oder über all die Menschen, die bereits eingewandert sind. Die meisten Menschen, die behaupten, vor unkontrollierter Zuwanderung Angst zu haben, haben keine Angst vor einer Rückkehr der Situation im Sommer 2015, sie haben Angst vor den Menschen selbst. Und zwar völlig unabhängig, ob an einem Tag nun tausende Menschen am Bahnhof ankommen, oder nur 10. Außerdem ist schon festgestellt worden, dass die, die am meisten Angst haben, am wenigsten Kontakte mit diesen Menschen haben.
Es sind häufig Leute, die sich Horrorszenarien ausmalen, in denen "der Deutsche" irgendwann nicht mehr existiert, sich aber selbst nie die Frage stelle, was "der Deutsche" eigentlich ist.
Es sind Menschen, die Angst vor der Islamisierung Deutschlands haben, und völlig außer Acht lassen, dass der Anteil der muslimischen Bevölkerung in Deutschland bei etwa 5 Prozent liegt.
Dann sind es interessanterweise häufig auch Leute, die wahllos irgendwelche Behauptungen aufstellen, die sie irgendwo mal aufgeschnappt haben, ohne dabei einen faktischen Hintergrund zu haben. Wenn man sich denen dann mit Zahlenmaterial entgegenstellt, wird man wahlweise als Anhänger der "Lügenpresse" bezeichnet oder die Statistik generell angezweifelt.

Also, Butter bei die Fische: Von welcher Statistik reden Sie? Und worum machen Sie sich genau Sorgen?

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Nania 20.03.2017, 18:08
39. 2/2

Ich kann übrigens noch etwas sagen: Ein guter Weg zu verhindern, dass das passiert, wovor Sie sich sorgen, nämlich soziale Zerwürfnisse, ist, dass man damit beginnt, Menschen, die - aus welchen Gründen auch immer - hierher kommen, vernünftig (!) zu integrieren. Dass dies nicht getan wurde, ist einer der Gründe für soziale Probleme, die Menschen mit Migrationshintergrund heutzutage haben. Die Ursache für eine immer noch im Vergleich schlechtere Bildung und schlechteres soziale Stellung kommt u.a. durch Versäumnisse, die bereits in den 60er und 70er Jahren, als es noch Stellen für ungelernte Kräfte gab (die gibt es saisonal übrigens immer noch, inbesondere in der Landwirtschaft), passiert sind. Damals hat der Staat NICHTS gemacht, um die Menschen zu integrieren. Er hat auch nicht geholfen, wenn sich Menschen selbst dafür einsetzten und ist - noch fataler - davon ausgegangen, dass diese Menschen nach 20 Arbeitsjahren in Deutschland, vielleicht mit Kindern, die in der Zeit geboren und sozialisiert worden sind, wieder "nach Hause" gehen. Es gab zum Teil Schulen, in die Migrantenkinder geschickt wurden, in denen die deutsche Sprache nicht wirklich unterrichtet wurde.
Und DAHER resultieren viele Probleme, die wir heute noch in dem Bereich haben.
Andere Probleme, beispielsweise fehlende Bildung und mangelnde Chancen, stammen weniger von der Herkunft, der Religion oder sonst einem Faktor ab, sondern sind Folgen der sozialen Stellung. Kriminalität beispielsweise lässt sich nicht an der Ethnie festmachen, sehr wohl aber am sozialen Umfeld. Das gilt gleichermaßen für Zugewanderte als auch für Menschen ohne Migrationshintergrund.

Schlussendlich sei auch noch so viel gesagt: in ein paar Jahren werden wir darauf angewiesen sein, dass wir genügend junge Leute in Deutschland haben. Bereits 2030 wird der Anteil der "inaktiven" Bevölkerung ab 65 an der gesamten Erwerbsbevölkerung über 60 Prozent betragen. Im Vergleich: 2000 waren es 34. (Quelle: statista) Der Anteil der über 65-Jährigen könnte dann bereits bei 27 Prozent liegen, zum Vergleich: 2013 waren es 20 Prozent.
Und ich möchte als Frau nicht dazu gezwungen werden, Kinder zu bekommen, nur damit ein paar Menschen, die sich bedroht fühlen, sich auf das heimische Sofa lümmeln können und keine Angst vor dem "bösen, bösen Muslim" haben müssen, der kommt und ihn überfremdet.

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