Forum: Politik
Bevölkerungsentwicklung: Die Angst vor dem großen Austausch
REUTERS

Was geschah in jenen Wochen, als die Bundesregierung die Kontrolle über die Grenze verlor? Der Bestseller "Die Getriebenen" liefert neue Antworten. Der Erfolg zeigt, wie virulent das Flüchtlingsthema noch immer ist.

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merkur08 20.03.2017, 18:19
50. Einen habe ich noch

Ich denke meine erster Beitrag wurde wie häufig aus politischer Unkorrektheit beim Spiegel zensiert.
Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz hat sich in der ORF-Fragestunde einer kleinen Gesprächsrunde gestellt und eine Frage der Kommentatorin genial geantwortet warum er für ein Vermummungsverbot ist und vorher nicht. Er antwortete vor fünf Jahren wäre das Thema nicht aktuell gewesen. Sie antwortete es gibt doch kaum Vermummte auf der Straße. Er antwortete in ihrem Bezirk wo sie wohnen vielleicht nicht, aber kommen sie mal in meinem Bezirk. Und damit hat der das Problem auf den Punkt gebracht. Die ganzen Multi-Kulti Anhänger wohnen in gehobenen Bezirken mit denen sie mit den Migranten gar nicht konfrontiert werden. Nach dem Bezirk. Ich bin weltoffen, multikulti und tolerant, aber bitte nicht da wo ich wohne....

Der LInk

https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/sebastian-kurz-unaufdringlich-bereit/

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Nania 20.03.2017, 18:19
51.

Zitat von rantzau
vor ca. 20 Jahren habe ich English unterrichtet in palästinensischen Refugee Camps. Die Kinder waren 6-8. Ihre Mütter hatten im Durchschnitt 6-8 Kinder. Die Kinder wirkten oft vernachlässigt. Was mir bei den arabischen Migrantten auffällt, ist die sehr hohe "Fruchtbarkeit". Egal ob auf der Flucht, im Heim, es wird wohl kaum Geburtenkontrolle betrieben. Das sehe ich als Problem. Und ähnlich wie in Gaza (wo ich arbeitete), wird der Anteil von Kindern, die von Müttern "erzogen" werden, die jedes Jahr ein Kind bekommen (müssen), steigen. Diese Probleme sehe ich nicht bei anderen Migratnetn udn erfordert eine realistische Bestandsaufnahme.
Sie übersehen eine Sache:
1. Kinder haben in ärmeren Regionen tendenziell einen höheren Stand. Viele Kinder sind für viele Eltern in diesen Gebieten einfach eine Absicherung. Das müsste Ihnen doch eigentlich bekannt sein, oder?

2. Die Geburtszahlen pro Frau von Frauen in Deutschland mit und ohne Migrationshintergrund (u.a. vor allem bei Frauen mit türkischem Migrationshintergrund) gleichen sich schon seit Jahren an. Es ist zu erwarten, dass die Zahlen in absehbarer Zeit auf das gleiche Niveau "fallen".

3. Geburtenkontrolle macht man bei Tieren. Nicht bei Menschen.

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p11 20.03.2017, 18:20
52.

Zitat von spon-facebook-1675520636
Der wohl wichtigste Grund für die Grenzöffnung wird im Artikel einfach mal ignoriert. Wie wäre es mit den Artikeln die im GG ganz vorne stehen. Die sind Verpflichtung genug. Aber bekanntlich kommt die Moral ja erst nach dem Fressen selbst dann wenn man nur evtl. weniger bekommen könnte.
Die Flüchtlinge waren doch schon auf europäischem (EU-)Boden, da gab es doch gar keinen Handlungsbedarf.

Und ich glaube auch nicht, dass jemand grundsätzlich etwas dagegen hat, berechtigte Flüchtlinge aufnzunehmen. Das wird immer ganz gerne so schwarz/weiß gesehen.

Solange wir (und damit meine ich natürlich den ganzen Stall unserer Regierenden) es nicht schaffen, jedes Jahr wenigstens genauso viele abgelehnte Asylbewerber abzuschieben, wie wir neu hinzubekommen, sehe ich unser System als nicht funktionierend an. Solchen Systemen kann man nicht vertrauen. Wir wissen, wo viele dieser abgelehnten aber nicht abschiebbaren Flüchtlinge landen. Auch wenn es ab und zu mal leuchtende Beispiele für gelungene Integration sind, sind mir die rechtlich verlorenen Stadtviertel, die inzwischen über ganz Deutschland verteilt sind, mehr als Grund genug, hier genauer hinzuschauen, bevor ich einfach die Grenzen öffne.

Es liegt nahe, dass die Entscheider in der Spitze gar keine Kenntnisse von der genauen Situation haben, wie sie das ja auch nicht bei den Themen Abhören und Internet haben, um nur mal zwei Beispiele zu nennen.

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GoranBaranac 20.03.2017, 18:20
53. Und?

Leicht ironisch Ihre Zusammenfassung rechten Denkens: "Aus Rücksicht auf die Zuwanderer verzichtet man in der Schule auf den Handschlag, als Nächstes ist das Schweinefleisch aus den öffentlichen Kantinen verschwunden". Wenn ich in Ihrem Magazin lese, dass Handschlag-Verweigerer in der Schweiz eine bittere politische Debatte auslösen und ein Neusser Schwimmbad seit letztem Jahr auf Drängen von "Menschen die noch nicht so lange hier leben" auf Schweinefleisch verzichtet dann wird aus Ironie Ernst. Vielleicht wird die Sharia niemals eingeführt werden. Aber alleine solche Sachen diskutieren zu müssen und Leute im Land zu haben die für Ihren Glauben im öffentlichen Raum Extra-Rechte beanspruchen ist eine Veränderung bei der man gewaltige geistige Klimmzüge leisten muss um in ihnen noch eine "Bereicherung" für uns alle zu erkennen.

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Nania 20.03.2017, 18:21
54.

Zitat von ackergold
Es geht aber nicht um Zuwanderung, sondern um das berechtigte Asylgesuch von Kriegsflüchtlingen, also schlicht um Menschlichkeit.
Nur dumm, dass Kriegsflüchtlinge gar kein Recht auf "Asyl" haben, sondern "nur" aus Gründe der Humanität aufgenommen werden. Sie sind weder nach Art. 16 GG noch nach Genfer Flüchtlingskonvention asylberechtigt im Sinne des Gesetzes.

Menschlichkeit ist natürlich in diesem Fall besonders wichtig. Die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen erfolgt im Grunde aus reiner Menschlichkeit, nicht aufgrund der Gesetzeslage.

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maerlynausderprim 20.03.2017, 18:22
55. mein letzter Kommentar

Da SPON sonst keine Kommentare zum Thema "Flüchtlinge" zulässt, hab ich mich von SPON abgewendet und lese nur noch alle paar Tage die Überschriften.
p.s. ich rechne nicht damit, durchzukommen, aber kann immerhin der Redaktion meinen Abschied mitteilen.

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tolate 20.03.2017, 18:23
56. Die Banalität des politischen Versagens

Spontane Richtungsänderungen nach öffentlichkeitswirksamen Ereignissen sind ja von der Kanzlerin schon mehrfach vorgeführt worden, Rettungsschirme und Windmühlen lasten seitdem auf der Republik, mit immer noch offenem Ausgang hinsichtlich der Kosten und des Nutzens. Das wird jetzt noch getoppt durch die Migration, die in der Tat nach dem ersten Nachgeben zusammen mit dem österreichischen Kanzler schleunigst hätte unter Kontriolle gebracht werden müssen. Das wäre auch zu vermitteln gewesen, offene Grenzen für jedermann waren nicht nach dem Geschnack des breiten Publikums. sie wurden auch nur hingenommen in dem ersten Taumel der Begeisterung über die nun eintreffenden Lösungen für alle Probleme, vom Fachkräftemangel über das Bild des hässlichen Deutschen bis zur sicherung der Rente. So lange es geht, wird an dieser Wohltat, dieser Bereicherung, diesem Glück festgehalten, das ist noch lange nicht vorbei. die aussichten auf eine Realisierung der sehr positiven annahmen schwinden, aber nun sind sie eben da, hat die Kanzlerin gesagt, also wird man damit leben müssen. Damit hat sie recht, abschieben wird keines der Probleme lösen, da diese in jedem Fall schneller zunehmen werden, als sie durch abschieben verkleinert werden können. Bleibt übrig die Integration als Hoffnung, und die stirbt bekanntlich zuletzt. Die Altenativen sind ja auch nicht angenehm, wie Großbritannien, Holland, Belgien, die Niederlande, Frankreich und Schweden zeigen.

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licht_und_schatten 20.03.2017, 18:27
57.

Als vor einigen Jahren in den deutschen Medien verkündet wurde, dass aufgrund der hohen Jugendarbeitslosigkeit in den Südeuropäischen Länder eine Aufnahme dieser jungen Menschen in Deutschland angestrebt wird, war ich ein Befürworter dieser Idee. Leider scheint das im Sande verlaufen zu sein. Die Migration aus diversen ost-europäischen Ländern war bisher nur in Bezug auf gewisse Randgruppen problematisch. Jeder der die freiheitliche demokratische Grundordnung akzeptierte, war und ist für mich unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder wie auch immer geartete Merkmale zu jederzeit willkommen.
Meine Bedenken fangen dort an, wo die Religion wieder ins "Spiel" kommt. In meinem Fall geht es nicht um Angst, sondern um die Tatsache, dass ich einfach nicht möchte, dass Europa wieder zurück ins religiöse Mittelalter katapultiert wird.
Bezüglich der prozentualen Milchmädchenrechnungen, die man auch in diesem Thread antrifft, kann ich jeden dazu ermutigen, sich intensiv mit relevanten Teilen der Menschheitsgeschichte auseinanderzusetzen und zwischendurch auch mal einen Blick in diverse Länder mit unterschiedlichen Religionen zu werfen. Danach ist u.U. der spekulative Anteil der Meinungen zu diesem Thema etwas geringer.

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gis 20.03.2017, 18:28
58. Haben Sie schon

Zitat von Nania
Es sind Menschen, die Angst vor der Islamisierung Deutschlands haben, und völlig außer Acht lassen, dass der Anteil der muslimischen Bevölkerung in Deutschland bei etwa 5 Prozent liegt.
darüber nachgedacht, wie Deutschland im Jahr 2040 aussehen wird, wenn dieser unkontrollierte Zustrom so weitergeht? Dann stellen die Moslems sicher mehr als 5% der Bevölkerung. Meine Töchter sind dann 28 und 30 Jahre alt. Kennen Sie die Situation in Frankreich? Ich möchte nicht, dass die Situation in Deutschland sich derjenigen in Frankreich annähert. Auch dort waren die Muslime anfangs eine kleine Minderheit.

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invisibleman 20.03.2017, 18:31
59. Welcher Krieg

Zitat von ackergold
Es geht aber nicht um Zuwanderung, sondern um das berechtigte Asylgesuch von Kriegsflüchtlingen, also schlicht um Menschlichkeit.
tobt denn beispielsweise in Libyen, Marokko und Tunesien?
Berechtigte Asylanträge liegen unter zehn Prozent.
Also lassen Sie Ihre offensichtlichen Lügen.

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