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BGH verweigert Kunduz-Entschädigung: Schuld? Aber wir doch nicht
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Die Karlsruher zum Kunduz-Bombardement entspricht internationalem Standard, dennoch ist sie unmoralisch: Täter werden in Kriegszeiten stets besser geschützt als Opfer.

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traveller25 06.10.2016, 20:21
40. Überforderung

die einzige Überforderung die ich hier sehe, ist dass der Autor mit dem Thema heillos und völlig überfordert war und ist. Im nachhinein dicke Backen zu machen und ein hinterherbesserwisser zu sein hat seine eigene Note. Es gibt zudem zur Grundfrage hinreichend philosophische und politische Betrachtungen, ob der Autor überhaupt davon je gehört hat? Oder musste halt mal wieder schnell und zügig was in 3 Minuten runter geschrieben werden?

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Sonia 06.10.2016, 20:23
41. Võllig logisch

Kann doch nicht sein, dass unsere Kolateralschäden noch auf die Idee kommen, Schadenersatz einzufordern. Der BGH entschied sozusagen vorbeugend. Für mich war das ein Kriegsverbrechen; aber in diese Kategorie steckt man eher dem Westen nicht genehme Staaten/ Personen. Mich macht diese politische Verlogenheit auf allen Gebieten immer fassungsloser. Eine Revision wird aus den vorgenannten Gründen nichts bringen.

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Krapotnik 06.10.2016, 20:24
42. Richtige Entscheidung

Die Entscheidung von Oberst Klein ist entgegen aller Besserwisserei empörter Menschen, die in warmen Wohnzimmern sitzen und sich militärische Situationen nicht im entferntesten vorstellen können, aus militärischer Sicht richtig gewesen. Welche Alternativen hat der Mann denn konkret in der damaligen Situation an diesem Ort gehabt. Das dabei Menschen getötet wurden ist tragisch.

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suedseefrachter 06.10.2016, 20:29
43.

Zitat von archetype3
...erstreckt sich auf einen klar ersichtlichen Fehler. Im konkreten Fall war nachweislich nicht klar ob es sich um Kämpfer oder Zivilisten handelte. In Anbetracht des vorher erfolgten Talibanangriffs war es nur logisch dass an den Tanklastern ebenfalls Milizen anwesend wären. Dass sich Zivilisten den aufgebrachten Tanklastern nähern würden um Benzin zu stehlen. Verstehen Sie mich nicht falsch, der Diebstahl rechtfertigt definitiv keinen Angriff, aber ein Aufenthalt von Zivilisten war nicht ersichtlich. Ein Schadensersatzurteil würde nur dazu führen dass die Bundeswehr im Ausland keinen Angriff mehr ausführen könnte ohne massiv Observation (die in Anbetracht der fehlenden Helikopter und Drohnen nicht möglich ist).
Also wenn in Berlin ein Verkäufer einen Räuber zusammenschlägt wird er eingesperrt (vor kurzem gab's diesbezüglich Meldungen, es sei mal hingestellt das der Verkäufer im Allgemeinen aggressiv war), wenn man im Ausland versehentlich im Namen des Staates Menschen tötet ist das also okay.

Der deutsche Staat ist eine einzige Lachnummer. Ich will jetzt nicht mit den Fernsehgebühren anfangen was ja auch nur ein Paradebeispiel von vielen ist.

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oldimat 06.10.2016, 20:39
44. ein wichtiges und richtiges Urteil

endlich kommen wir mal wieder zur Sachebene zurück. Ja, es ist Krieg dort und ja, dort wird getötet. Leisten die Taliban eigentlich Wiedergutmachungskosten an die Russen, den Amerikanern und nun den europäischen Einsatzkräften, die dort ihr Leben ließen oder sind mir diese Meldungen entgangen?

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steinbock8 06.10.2016, 20:46
45. das ist ein gefälligkeitsurteil

wer einmal bei youtube flugzeugangriffe gesehen hat weiß genau das der bordschütze vor jedem Angriff das Ziel sondiert und genau sieht was da unten los ist erst dann fragt er nach Freigabe aber das Urteil musste zum Schutz der Bundesrepublik so ausfallen und hat mit Rechtsprechung garnichts zu tun

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TakeThis 06.10.2016, 20:46
46. Eigenverschulden

Man sollte mal die Mängel verlassen bei dem Thema. Wer in einem Kriegsgebiet von einem Militärtransporter Treibstoff STIEHLT, ist kein unschuldiges Opfer. Der muss damit rechnen, dass so ein Handeln gefährlich ist.

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catcargerry 06.10.2016, 20:52
47. Ja

Zitat von Sumerer
Der Wert eines sinnlos getöteten Menschenlebens kann ja wohl schlecht gegen seine ausgefallene Beute verrechnet werden!
Wie hoch ist der Wert? Ist er überhaupt bezifferbar? Der potentielle Beitrag zum Lebensunterhalt ist schon eine Größe in solchen Zahlenspielchen. Und wer hat den Verlust dieses Wertes zu vertreten? Gab es ein suizidales Risikobewusstsein oder haben die Auftraggeber der Opfer diese im Unklaren über die Risiken gelassen oder sie sogar darüber getäuscht? Leider sind dort - auch der Opferfraktion - bekannte Risiken eingetreten. Manches Überholmanöver endet ähnlich tragisch. Natürlich kann man über den Unrechtsgehalt der Plünderung und des zu forschen Überholens unterschiedliche Meinungen haben.

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spon-48u-jk6r 06.10.2016, 20:54
48.

Lieber Verfasser,
Sie fordern eine Reform. Unter mitmenschlichen Aspekten ist dies löblich. Jedoch das bestehende System muss den Täter/Krieger über das Opfer stellen, sonst funktioniert der Krieg nicht mehr. Falls es doch einen Weg gibt, freue ich ihn präsentiert zu bekommen.
Und bitte liebe Spiegel-Online-Redaktion überzeichnet eure Artikel nicht zu sehr. Auch wenn ein Kommentar davon lebt, aber ein Stammtischniveau schmeckt mir in der Kneipe mit Bier besser.

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firlefanzus 06.10.2016, 20:59
49. Entschuldigung

ich habe es bei der " Truppe " nur zum Gefreiten bebracht, aber nach drei Monaten Grundausbildung hatte ich kappiert - Die Lage, die Lage, die Lage, bevor ich etwas veranlasse, etwas melde, etwas tun oder unterlassen soll, muss die Lage klar erkundet sein. Ich war Funker beim VB Offizier der Artillerie.

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