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BGH verweigert Kunduz-Entschädigung: Schuld? Aber wir doch nicht
AP

Die Karlsruher zum Kunduz-Bombardement entspricht internationalem Standard, dennoch ist sie unmoralisch: Täter werden in Kriegszeiten stets besser geschützt als Opfer.

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ichbinsjetzt 06.10.2016, 21:37
60. Was ist mit den

getöteten Fahrern? Krieg ist nunmal nicht mit guten Worten zu gewinnen. Was ist mit den Kriegsverbrechen der Taliban? Ich lösche nun die Spiegel Online App. Kann diese Beiträge nicht mehr lesen. Als ehemaliger Wehrpflichtiger der in so eine Lage kommen konnte, nur noch zum Ko...

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spiegelmup 06.10.2016, 21:40
61. Kosten

wer bezahlt eigentlich den Anwalt? Bei dem Streitwert sind mittlerweile rund 30.000 € an Gerichts- und Anwaltskosten entstanden.

Oder zahlt hier der Steuerzahler über die Prozeßkostenhilfe?


P.S. wie wäre ihr Kommentar ausgefallen, wenn die Tanklaster nicht gestoppt worden wären und vor/im Lager explodiert wären mit 101 toten Bundeswehrsoldaten? Wer hätte dann Schuld gehabt?

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Kurt Kraus 06.10.2016, 21:52
62. Klein wurde zu Recht zum General befördert

Er hat das gemacht, wofür Offiziere da sind: unter Druck eine Entscheidung treffen. Diese Entscheidung hat sich IM NACHHINEIN als Fehler erwiesen. Sehr bedauerlich, aber nicht zu ändern, und schon gar kein Grund, Offiziere zu verleiten, entscheidungsschwach zu werden. Zu Menschen, die ihre Kinder aus welchem Grund auch immer zu Taliban schicken, fällt mir nichts Druckbares ein. Dieser Sorte Geld zu zahlen, halte ich ebenfalls für einen Fehler.

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erzengel1987 06.10.2016, 22:09
63. Nachtrag

Meine Meinung geht als ehemaliger Zivi aus. Ich habe damals aus politischen Gründen wegen der Verfassungsfeindlichen Einsätze verweigert.
Aber nochmal die Soldaten sind zum töten da nicht zum Blumen gießen. Da werden auch unschuldige erschossen hört mal das ist völlig normal. Ich glaube keiner weiß mehr was Krieg bedeutet und das ist gefährlich...
So werden unsere armen Jungs in immer gefährlichere Gebiete geschickt und sie dürfen so gut wie nichts tun... mit Waffen die absolut untauglich sind.

Dann sofort ach die armen Opfer... Hallo da unten sind unsere Soldaten die setzen Ihr leben aufs Spiel. Ich würde auch lieber jemand abknallen als, dass ich mich einer Gefahr aussetze. Das ist halt Krieg.

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Vidarr 06.10.2016, 22:15
64.

Zitat von Hans58
Ein deutscher Oberst hat keine Befehlsbefugnis gegenüber US-Piloten. Der Befehl dazu kam damals aus Doha von US-Seite. Dass die US- Piloten - offenbar trotz besseren Wissens - dann um "Freigabe zum Abwurf" bei ihrer vorgesetzten Stelle ersuchten, hat dazu geführt, dass sie strafversetzt wurden. Amtshandlung im Einsatz hat der BGH zutreffend verneint.
das ist schlicht und ergreifend falsch.

wenn damals alles richtig gelaufen wäre ... warum hat der ISAF-kommandeur McChrystal wohl die abberufung von oberst klein gefordert?

die deutsche seite hat eindeutig und bewusst gegen die geltenden einsatzregeln verstoßen.
das leben von zivilisten darf uns soll nur risiert werden, wenn das leben von soldaten in unmittelbarer gefahr ist ... und das war damals nicht der fall.

aus dem grund und weil es sehr unwahrscheinlich war/ ist, das sich 100taliban auf einem fleck versammeln haben die piloten den angriff auch anfangs abegelehnt und alternativ vorgeschlagen die menschen einfach zu vertreiben.

http://www.spiegel.de/spiegel/kunduz-bombardement-ein-deutsches-verbrechen-a-1115445-2.html

"1.46 Uhr

Dude 15 fragt ein letztes Mal, ob die Leute da auf der Sandbank wirklich eine "unmittelbare Gefahr" darstellten. Red Baron bestätigt. Er setzt jetzt den entscheidenden Funkspruch ab. Er sagt: "Ja, diese Leute stellen eine akute Bedrohung dar. Diese Aufständischen versuchen, den Kraftstoff aus den Tanklastern zu bekommen, und danach werden sie sich neu formieren, und wir haben Erkenntnisse über laufende Operationen und darüber, dass sie vermutlich Camp Kunduz angreifen werden." Den Piloten des F-15-Kampfflugzeuges erscheint diese Aussage plausibel. Die Antwort befriedigt sie. Sie melden, dass der Angriff in zwei Minuten erfolgen werde."


der witz an der ganzen sache ist tatsächlich, das oberst klein befördert wurde und die beiden piloten, die aufgrund der lügen und des drängens der deutschen seite handelten, strafversetzt wurden.

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joergalexander 06.10.2016, 22:22
65. Moralische Überlegenheit oder doppelte Moral?

Der Artikel fasst das Thema und ergangene Urteil hinterfragend und damit durchaus kritisch an, was m. E. n. gut gefällt.

Für mich ist die gesamte Handhabe, die in diesem Urteil gipfelt, eine moralische Bankrotterklärung. Denn Schuld ist und bleibt Schuld. Lediglich die Qualität der Schuld kann sich unterscheiden, so wie man es auch in der Unterscheidung zwischen Mord und Totschlag kennt. Aber da wir dem Rest der Welt immer in (vermeintlicher) moralischer Überlegenheit entgegentreten und zur Zeit die zivilen Opfer in Syrien lauthals als Kriegsverbrechen anprangern, enthüllt sich mit diesem Fall eine Realität, die vielleicht noch viel schlimmer ist (weil juristisch möglich), weil sie eine tief verwurzelte und von jeglicher Realität wie Eigenreflexion entkoppelte Doppelmoral offenbart. Nach NSU, DFB und VW überrascht mich in unserem Land auch das nicht mehr!

Kunduz ist und bleibt ein schwarzer Fleck in der bundesdeutschen Geschichte, für den menschenverachtenden Tod von 100 unschuldigen Menschen verantwortlich zu sein, aber keine Verantwortung (Anerkenntnis von Schuld) übernehmen zu wollen - ein Hohn für Opfer und Hinterbliebene, in deren Land wir Krieg, Tod und Leid gebracht haben. Daran kann man unsere wirklichen "Werte" ablesen und nur genau so "weiß" ist unsere moralische Weste in Wirklichkeit!

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WernerWeb 06.10.2016, 22:26
66.

Zitat von Kurt Kraus
Er hat das gemacht, wofür Offiziere da sind: unter Druck eine Entscheidung treffen. Diese Entscheidung hat sich IM NACHHINEIN als Fehler erwiesen. Sehr bedauerlich, aber nicht zu ändern, und schon gar kein Grund, Offiziere zu verleiten, entscheidungsschwach zu werden. Zu Menschen, die ihre Kinder aus welchem Grund auch immer zu Taliban schicken, fällt mir nichts Druckbares ein. Dieser Sorte Geld zu zahlen, halte ich ebenfalls für einen Fehler.
die Entscheidung war nicht nur im NACHHINEIN falsch, sie war grundsätzlich falsch und widersprach den geltenden Einsatzregen.
Aber mit mit Kriegsverbrechen ist es so mit mit Bankenpleiten, beides muss nur groß genug sein um vom Staat gedeckt/geschützt zu werden.
Im übrigen habe diese Opfer dieses Bombenangriffs nur das gemacht was hunderdtausende Deutsche in den Notzeiten nach dem 1. und2. Weltkrieg auch gemacht haben, sie haben "gefringst".

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TomTheViking 06.10.2016, 22:36
67. Falls der Aufenthalt deutscher Soldaten in Afgahnistan völkerrechtlich legetim war,

dann war es dieses angeforderte Bombardement auf jeden Fall auch.

Hier darf kein Opfer entschädigt werden. Es handelte sich um gestohlene und entführte Tanklastwagen die zu einem verheerenden Angriff auf das deutsch Lager benutzt werden. So stellte sich die Situation eindeutig dar.

Das die örtliche Bevölkerung Mitten in der Nacht nur plündern wollte konnte niemand wissen.

Es ist Pech im Krieg wenn ich mich wie ein Angreifer verhalte und dafür gehalten werde.

Gerade werden wieder 15 Milliarden USD in Afghanistan in korrupte Regierungsmitglieder und die Taliban versenkt.Dafür soll das Land wieder ein paar Flüchtlinge zurücknehmen. Ja gehts noch?

Alle Afghanen gehören zurück. Dann müssen die in Bürgerkriegen ausfechten bis es wieder eine Stabilität und einen Staat gibt der diesen Namen verdient.

Es wird nicht ohne Blutvergießen gehen und am Ende wird auch keine Demokratie im westlichen Verständnis stehen.

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Großkarl 06.10.2016, 22:38
68. Oha

Selten so einen Schund gelesen, Argumente, Logik, irgend etwas?!?

Selbstbeweihrächernde elende Pazifistenbrut!!!

Die Realität ist manchmal mies aber so ist das Leben, wenn es ihnen nicht passt siedeln Sie sich bitte um und geben ihren Pass ab!!!

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Henderson 06.10.2016, 22:38
69. Was ist dort wirklich geschehen?

Wenn ich mir die Kommentare mancher Reporter anschaue, könnte man meinen ein kriegslüsternder deutscher Oberst hat in Friedenszeiten eine Tankstelle in einem zivilen Wohngebiet bombardieren lassen. Aber nein, hier wurde ein militiärischer Versogungskovoi in einem Kriegsgebiet überfallen. Die Fahrer wurden eliminiert und eine Gruppe (teilweise) Bewaffneter hat entweder versucht die Fahrzeuge wieder flott zu bekommen um diese möglicherweise als Waffe gegen den Bundeswehrstützpunkt einzusetzen bzw. den Inhalt zu plündern. Das sollte man sich hier mal vor Augen halten.

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