Forum: Politik
Bibi und Sigmar: Tohuwabohu total
AFP

Israel Rechts-Premier Netanyahu hat für eine Wende in der deutschen Israel-Politik gesorgt: Die unverbrüchliche Verantwortung für die Geschichte und die klare Kritik an der Gegenwart gehen jetzt Hand in Hand.

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sekundo 27.04.2017, 14:28
1. Zu dem Thema

gab es gestern in der SZ eine sehr treffende Überschrift:

"Kollision mit Wladimir, Tayyip Netanjahu"

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coyote38 27.04.2017, 14:32
2. Alles eine Frage der israelischen Innenpolitik ...

Komisch ... als Ex-Bundespräsident Gauck Israel besuchte und sich AUCH mit Vertretern von B'Tselem und Breaking the Silence traf, da war das alles kein Problem. Insofern ist die ganze Angelegenheit ein Sturm im Wasserglas und wurde von Netanjahu einzig aus innenpolitischen Motiven veranstaltet, um in Zeiten wachsender internationaler Kritik an seiner Regierung die eigenen Reihen zu schließen. Ende der Aufregung ... der diplomatische Eklat ist abgeblasen. Danke für's Zuhören.

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-volver- 27.04.2017, 14:40
3. ...

Zur deutschen verantwortung gehört nämlich auch, sich überall für demokratie und menschenrechte einzusetzen, auch wenn der adressat israel sein sollte.

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Listkaefer 27.04.2017, 14:40
4. Volle Zustimmung, Herr Augstein.

Besser kann man die Sache nicht auf den Punkt bringen. Danke.

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gandhiforever 27.04.2017, 14:44
5. Netanyahu

Netanyahu unterliegt dem Irrglauben, dass die Zukunft Israels nur gesichert sei, wenn gleichzeitig Palaestina verhindert wird, was im Klartext auf eine Unterdrueckung der Palaestinenser hinausliefe.
Seine Politik funktioniert noch, aber wie lange noch? Der staendige Ausbau der illegalen Siedlungen macht eine friedliche Loesung immer schwieriger, aber keineswegs unmoeglich.

Die Zwei-Staaten-Loesung waere die sauberste Loesung, wuerde aber auch Israels Kontrolle ueber die Palaestinenser beschraenken.
Ein einziger Staat, in dem alle friedlich nebeneinander leben, waere die schoenste Loesung, doch die juedische Identitaet , deren Anerkennung Netanyahu von den Palaestinensern fordert, waere damit auf Dauer keineswegs gesichert, es sei denn,..., ich jetzt schreibe ich das, was Netanyahu im Sinn hat, aber bewusst nicht ausspricht,
der juedische Staat wuerde die in Israel lebenden Palaestinenser ausweisen, um so juedisch zu bleiben.

Nicht nur israelische Hardliner sind naemlich der Meinung, mit Jordanien gaebe es bereits einen palaestinensischen Staat, der dann seine Landleute aufnehmen muesse.

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DieterFr 27.04.2017, 14:50
6. Volle Zustimmung

Zum ersten Mal stimme ich einem Augstein-Kommentar zu. Und zwar zu 100 Prozent.

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jimbofeider 27.04.2017, 14:51
7. Ausnahme

Politiker, Kolumnisten die immer wieder und nochmals verkünden man kann für alles eine Lösung finden, man müsse nur miteinander reden sehen sich hier beim Problem Israel, was tun ,am Ende ihres Lateins. Meistens wird dann munter weiter schwadroniert, Lösungen sind nach wie vor nicht sichtbar, aber man hat ja was dazu gesagt. Wohltuende Ausnahme mal wieder Jakob Augstein, er hat auch hier wider mal den Mut zu zu geben das er auch nicht weiter Weiß. Danke für den ernüchternen Beitrag. m.f.G.

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K:F 27.04.2017, 15:04
8. Kritik an Israels Siedlungspolitik ist kein Antisemitismus

Kritik an Israels Menschenrechtsverletzungen ist ebefalls kein Antisemitismus. Kritik muss erlaubt sein. Wer Schlechtes hinter der berechtigten Kritik an Israels völkerrechtswidrigem Verhalten zu deuten sucht, sucht das berühmte Haar in der Suppe. Wenn Nethnjahu meint, Israel sei seit Menschengegenken von Juden besiedelt, der Name Jude käma von Judäa, dann vergisst Netanjahu, dass die Kanaaniter, die die heutigen Palestinenser als ihre Vorfahren betrachten, vor den Hebräern und vielen anderen Völker, die Region besiedelt hatten. Netanjahu vergisst ebenfalls, dass Israel in kriegersichem Akt, nach 1945 das Land (heutige) Israel geraubt hat. Das Land war durchweg von Palestinensern besiedelt. Um friedlich in der Regieon leben zu können, wird Isreal gar nichts anders übrig bleiben, als anzuerkennen, dass es eine Zweistaatenlösung nur geben kann. All diese Kritik hat nichts mit Antisemitismus zu tun!

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unbekanntgeblieben 27.04.2017, 15:08
9.

Zitat von gandhiforever
Netanyahu unterliegt dem Irrglauben, dass die Zukunft Israels nur gesichert sei, wenn gleichzeitig Palaestina verhindert wird, was im Klartext auf eine Unterdrueckung der Palaestinenser hinausliefe. Seine Politik funktioniert noch, aber wie lange noch? Der staendige Ausbau der illegalen Siedlungen macht eine friedliche Loesung immer schwieriger, aber keineswegs unmoeglich. Die Zwei-Staaten-Loesung waere die sauberste Loesung, wuerde aber auch Israels Kontrolle ueber die Palaestinenser beschraenken. Ein einziger Staat, in dem alle friedlich nebeneinander leben, waere die schoenste Loesung, doch die juedische Identitaet , deren Anerkennung Netanyahu von den Palaestinensern fordert, waere damit auf Dauer keineswegs gesichert, es sei denn,..., ich jetzt schreibe ich das, was Netanyahu im Sinn hat, aber bewusst nicht ausspricht, der juedische Staat wuerde die in Israel lebenden Palaestinenser ausweisen, um so juedisch zu bleiben. Nicht nur israelische Hardliner sind naemlich der Meinung, mit Jordanien gaebe es bereits einen palaestinensischen Staat, der dann seine Landleute aufnehmen muesse.
Und was geschieht in so einem Staat, mit jenen, die sich irgendwann anderen oder keinen Konfessionen anschließen? Werden die auch ausgewiesen? Wie wird da mit Heranwachsenden verfahren?

Religion schafft Einigung durch Zwang, nicht durch Toleranz ... das Problem hatte das Christentum auch nicht sehr ... elegant lösen wollen ...

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