Forum: Politik
Biden in Peking: Chinesen belehren den US-Vizepräsidenten

So ändern sich die Machtverhältnisse: US-Vizepräsident Biden reist nach China - kurz vorher prasselt es Kritik aus Peking. Kommentatoren beschören die USA, ihr Schuldenproblem zu lösen, mehr zu sparen, weniger zu verschwenden. Sie wähnen Amerika in einer*"Phase des Niedergangs".

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cyclist01 19.08.2011, 06:48
160. Kriege sind schon um weniger geführt worden

Zitat von localpatriot
... China macht daher 22 MRd Dollar Ueberschuss gegenueber den USA pro Monat muss das Geld irgendwie an den Mann bringen. Die USA macht Schulden und muss jemanden finden der ihnen das Geld leiht...
Und inzwischen hat China 1,66 Billionen geliehen, d.h. > 1000$ pro Chinese. Von denen Hunderte Millionen immer noch in Armut leben. Die werden sich nicht freuen, wenn USA vermittels Inflation sich aus diesen Schulden 'herausstehlen' wollen. Und Chinas Regierung wird dem eigenen Volk auch ungern erklären, dass der Gegenwert für ihre viele Arbeit, welche in $ als amerikanische Staatsanleihe zwischengeparkt wurde, sich NACH erfolgreicher Konsumption durch ohnehin viel reichere Ami's sich nun langsam in Luft auflöst. Da wird vermtl. der letzte chinesiche Bauer (zurecht) sauer, zumal für den die geliehenen (und dann nicht zurückgezahlten) 1000$ im Vergleich zu den Amis viel mehr zählen, aufgrund seiner Armut.
Ein paar strenge Worte in Richtung 'Schuldner' USA (das genau das nicht passiert, d.h. die Entwertung mittels 'gezielter' Inflation) sind da m.M. nach im geschichtlichen Kontext gesehen eher HARMLOS. Ich denke, das die Welt Kriege aus geringeren Anlässen gesehen hat.
Gut, man könnte als USA natürlich auch sagen: der ursprüngliche Wert der 1660 Milliarden ist jetzt zwar weg (und nur noch vielweniger Wert), aber das ist der Preis, welchen ihr jetzt nachträglich für den 'illegalen' und massenhaften Klau unserer Technologien in den letzten 30 Jahren zahlt, und damit sind wir quitt...
Alles in allem, jedes US-Ausland, welches amerikanische Staatsanleihen in grösserem Umfang besitzt (China, Russland), macht sich zurecht Sorgen um den Wert der Rückzahlungen.

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localpatriot 19.08.2011, 09:17
161. Auf dem Drahtseil ueber die Niagarafaelle

Zitat von cyclist01
Und inzwischen hat China 1,66 Billionen geliehen, d.h. > 1000$ pro Chinese. Von denen Hunderte Millionen immer noch in Armut leben. Die werden sich nicht freuen, wenn USA vermittels Inflation sich aus diesen Schulden 'herausstehlen' wollen. Und Chinas Regierung wird dem eigenen ......
Mit so einem Kunststueck kann man die Entwicklung in China vergleichen. Ein Ausrutscher und schon wird es schwierig.
Zu dem Bauer in China: Letztes Jahr war ich im Nordosten: arm, weit weg und im Winter saukalt.

Die Bauern schauten gar nicht unzufrieden aus. Endlich freie Grundschulerziehung fuer alle Kinder bis 14, keine Landpacht mehr, und wenn ich richtig verstanden habe, auch keine Steuern mehr. Und wo man hinschaut gibt es eine Autobahn.

Dennoch, China versucht das verdiente Geld unter die Leute zu bringen. Aktien in Muenchner Rueck, Aktien in den grossen Unternehmen in aller Welt, Agrargebiete wo man kann usw usw.
Eine Milliarde Dollar pro Tag gewinnbringend zu investieren ist ganz schoen schwierig wenn man gleichzeitig kein Aufsehen erregen will.

In der Zwischenzeit - der US Dollar ist das einzige Spiel das zur Zeit laeuft, ausser Gold und das ist fuer eine Milliarde pro Tag zu duenn im Markt.

PS: China macht auch mit der EU Ueberschuesse. Das macht das Problem noch groesser. Und laut BBC TV war die Warnung auch an die EU gerichtet.

MfG

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Marenga 19.08.2011, 11:27
162. Die Beiträge einiger Foris werden immer niveauloser

Zitat von joe sixpack
Ich waere schon zufrieden wenn wir auf Chinaimporten dieselben Zoelle erheben, die China auf unsere Exporte erhebt. Dann wuerden am Perlflussdelta ganz schnell eine Menge Lichter ausgehen.
Solche dummen Spielchen könnten dazu führen, dass China schön langsam damit beginnt, die Zölle auf BMW, Daimler, VW, Siemens usw. usw. so in die Höhe zu treiben, dass Merkel nen Tobsuchtsanfall bekommt.
Die USA und Japaner wirds freuen, sind sie doch jetzt die einzigen, deren Autos in großem Stil auf den Markt drängen.

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maliperica 20.08.2011, 12:06
163. Was wären die Alternativen?

Zitat von reply
Chinas Sorge ueber eine evtl. amerik. Zahlungsunfaehigkeit und mangelnde Haushaltsdisziplin scheint Grenzen zu haben. Wie die China Daily heute meldete kaufte China im Juni US Treasuries fuer weiter 5,7 Mrd. USD obwohl der Ruf nach Diversifizierung der Devisen groesser wird. D.h., Ende Juni besass China US Treasury notes ueber 1,17 Billionen USD. Was sind die Alternativen: - Sachwerte und Beteiligungen (zumindest in den USA wird China beim Erwerb behindert) - Bonds von EUR Staaten (mind., wenn nicht sogar risikoreicher als US Anleihen) - Investments in Drittwaehrungen (CHF,JPY,AUD,CAD). Hier sind jedoch die Maerkte begrenzt, da diese Laender relative kleinere Volkswirtschaften haben. Ergo, wir werden wohl noch ein Weilchen weitere Investments in USD sehen.
Nein, alle drei alternativen Möglichkeiten sind nur ein Teil der notwendigen Schritten.

Der erste Schritt hieße, eigene innere soziale, wie die Entwicklungsfragen der Zukunft zu unterstützen.

Die wichtigste Frage die man nicht stellt lautet ganz anders. Seit wann und welche Vereinbarungen bestehen zwischen China und USA. Diese strategische Partnerschaft wird doch als Eingang der zwei großen Mächte gestaltet. In diesem Sinne bei oberflächlicher Analyse wird man feststellen können, China hat viel gewonnen, auch dann wenn letztendlich die Schulden der amerikanischen Partner verloren gehen müssen. Weil, ohne USA-Partner hätte China nie diese rasante technologische Entwicklung schaffen können.

Und am Ende bleibt die Frage, in wie weit haben Europäer diese Partnerschaft mitgetragen und bezahlt?

Was es für die Zukunft bedeutet?

Warum machte Deutschland das gleiche wie China mit, vernachlässigend dabei die Entwicklung und den sozialen Zustand der eigenen Bevölkerung.

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forumgehts? 20.08.2011, 16:12
164. Du

Zitat von dilinger
Da bringen Sie aber gründlich was durcheinander. Vor den Lohnsklaven fürchten sich, und das zurecht, die chinesischen Machthaber, und sonst keiner.
liebe Güte! Selbst wenn dem so wäre, dann greift doch das kleine politische 1x1: Man erzählt den Lohnsklaven, das sei so, weil man von einem bösen Feind angegriffen würde, der an allem schuld ist, und schon stehen sie wieder wie ein Mann hinter der Regierung. Das sollte uns doch inzwischen irgendwie bekannt vorkommen, und das klappt auch immer.

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andy13664 22.08.2011, 14:47
165. Schonmal etwas davon

Zitat von Marenga
Solche dummen Spielchen könnten dazu führen, dass China schön langsam damit beginnt, die Zölle auf BMW, Daimler, VW, Siemens usw. usw. so in die Höhe zu treiben, dass Merkel nen Tobsuchtsanfall bekommt. Die USA und Japaner wirds freuen, sind sie doch jetzt die einzigen, deren Autos in großem Stil auf den Markt drängen.
gehoert das die Chinesen, genau wie die Russen auch, 100% Zoll und Steuern bei eingefuehrten Auto's verlangen? Die sind schon doppelt so teuer wie normal. Trotzdem fahren genug Ferrari, Maserati, Rolls royce etc., Audi, BMW, Toyota, VW und alle anderen, Inclusive Mercedes etc produzieren in der autostadt Shanghai und an anderen Orten in China und koennen sich nicht retten vor Absatz und meist noch mit Chinesischen Autobauern ein Joint Venture eingehen muessen. Mercedes z.Bsp. mit BYD (Built your Dream) die bereits fleissig die A Klasse abkupfern, ebenso wie es einen anderen Smart, Mini, Porsche Carrera gibt.

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dilinger 09.09.2011, 16:13
166. +

Zitat von forumgehts?
liebe Güte! Selbst wenn dem so wäre, dann greift doch das kleine politische 1x1: Man erzählt den Lohnsklaven, das sei so, weil man von einem bösen Feind angegriffen würde, der an allem schuld ist, und schon stehen sie wieder wie ein Mann hinter der Regierung. Das sollte uns doch inzwischen irgendwie bekannt vorkommen, und das klappt auch immer.
Die chinesische Regierung rechnet wohl eher mit dem Gegenteil, würde sie sonst so hysterisch auf irgendwelche einsamen Blogger reagieren und sie mit drakonischen Strafen belegen, nur weil sie berechtigte Kritik an den Machthaber üben. Ein solches Verhalten zeugt von größter Unsicherheit im Politbüro, schließlich liefern Millionen von Spitzeln und Parteisoldaten ein recht akkurates Bild über die Stimmungslage im Volk, welche ziemlich bedrohlich erscheinen muss.

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