Forum: Politik
Biden in Peking: Chinesen belehren den US-Vizepräsidenten

So ändern sich die Machtverhältnisse: US-Vizepräsident Biden reist nach China - kurz vorher prasselt es Kritik aus Peking. Kommentatoren beschören die USA, ihr Schuldenproblem zu lösen, mehr zu sparen, weniger zu verschwenden. Sie wähnen Amerika in einer*"Phase des Niedergangs".

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reply 17.08.2011, 13:32
30. .

Chinas Sorge ueber eine evtl. amerik. Zahlungsunfaehigkeit und mangelnde Haushaltsdisziplin scheint Grenzen zu haben.
Wie die China Daily heute meldete kaufte China im Juni US Treasuries fuer weiter 5,7 Mrd. USD obwohl der Ruf nach Diversifizierung der Devisen groesser wird. D.h., Ende Juni besass China US Treasury notes ueber 1,17 Billionen USD.

Was sind die Alternativen:
- Sachwerte und Beteiligungen (zumindest in den USA wird China beim Erwerb behindert)
- Bonds von EUR Staaten (mind., wenn nicht sogar risikoreicher als US Anleihen)
- Investments in Drittwaehrungen (CHF,JPY,AUD,CAD). Hier sind jedoch die Maerkte begrenzt, da diese Laender relative kleinere Volkswirtschaften haben.

Ergo, wir werden wohl noch ein Weilchen weitere Investments in USD sehen.

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pax 17.08.2011, 13:33
31. Chinesische Geldpolitik

Zitat von NOtU
Hieß es nicht mal im SPIEGEL Magazin das China all ihr Erspartes aufgrund Wirtschaftsabkommen als Dollar angelegt habe?
Das war ja nicht freiwillig.
Um den niedrigen Wechselkurs gegenüber dem Dollar zu halten konnte China nur 2 Dinge machen.
Zum einen sehr viel eigenes Geld beim Umstausch drucken, so das dass Verhältnis konstant blieb.
Oder große Mengen ihres Exportüberschusses in Dollar belassen.

Offenbar hat China eine Mischung aus beidem getan.
Das Geld für den Umtausch drucken befeuert die chinesische Inflation.
In den Dollar reinvestieren (entweder in Bar oder in Staatsanleihen) erzeugte einen zusätzlichen Nachfragedruck auf den US-Dollar weltweit. Damit mussten die USA mehr Dollar drucken.

Letztendlich hat mit der Politik China eine erhebliche Mitschuld an der Dollarschwemme und den extrem liquiden Finanzmärkten.

Es gibt in der Wrtschaft nunmal keine Möglichkeiten den Markt auszutricksen.
Wenn man seine Währung künstlich niedrig hält, muss irgendwer dafür zahlen, als erstes man selbst.

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Die_Geistwurst 17.08.2011, 13:34
32. $

Zitat von sysop
So ändern sich die Machtverhältnisse: US-Vizepräsident Biden reist nach China - kurz vorher prasselt es Kritik aus Peking. Kommentatoren beschören die USA, ihr Schuldenproblem zu lösen, mehr zu sparen, weniger zu verschwenden. Sie wähnen Amerika in einer*"Phase des Niedergangs".
Genauer gesagt: Zu Ende gespielt hat ein dekadenter, deregulierter, kreditfinanzierter, neoliberalistisch- pervertierter Kapitalismus, der nicht die Lösung war, als die er propagiert wurde, sondern ein Krisenphänomen.

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medley63 17.08.2011, 13:34
33. Fast.

Zitat von tächs
Die Angst der Chinesen vor einem Niedergang der USA und einem Verfall des Dollar-Wertes ist viel größer als die Angst der US-Amerikaner. Der von den Chinesen aufgehäufte, scheinbare Reichtum basiert auf 1 1/2 Billionen $ US-Staatsanleihen, die sie in ihrem Besitz haben. Ein Verfall des Wertes dieser Anleihen würde China viel härter treffen als die USA. In diesem Fall sitzen die Schuldner am längeren Hebel als die Gläubiger.
Nein. Wenn die Chinesen anfangen massiv ihre US-Anleihen zu verkaufen, dann fallen die Kurse dieser Papiere und in Folge steigen die Renditen, sprich die Zinsen, und das wäre der Anfang vom Ende der Nochbonität der USA. Wenn die Amerikaner so hohe Zinsen wie Italien oder Spanien oder noch schlimmer, wie Griechenland zahlen müssten, dann wäre Schicht im Schacht in God's own Country, aber 100%tig.

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Kirk70 17.08.2011, 13:36
34. Wieso

Zitat von frankhertel1
Die USA haben ihre dominierende Stellung in der Weltpolitik verloren. Als Deutscher kann man das eigentlich nur bedauern, weil dadurch auch Europa unwichtiger in der Welt geworden ist. Der neue Hegemon heißt China. Dazu kommen Russland und die neu erblühenden Länder der arabischen Revolution.
Mit den meisten Arabern hat Deutschland seit teils 200 Jahren beste Geschäftsbeziehungen. Erst Recht seit den 50ern. In die Usa Exportieren wir ca. 10%. Nicht wenig, aber kein Weltuntergang. Es wird mindestens kompensiert, wenn andere Länder statt dessen mehr importieren. Oft dann aus Deutschland.
Zu sehr USA-Fan?

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nervmann 17.08.2011, 13:36
35. Arbeiterstaat - von wegen

Zitat von sysop
So ändern sich die Machtverhältnisse: US-Vizepräsident Biden reist nach China - kurz vorher prasselt es Kritik aus Peking. Kommentatoren beschören die USA, ihr Schuldenproblem zu lösen, mehr zu sparen, weniger zu verschwenden. Sie wähnen Amerika in einer*"Phase des Niedergangs".
Sollen doch diese Scheinkommunisten ihren eigenen Leuten erst mal ordentliche Gehälter zahlen, bevor sie andere belehren. Allerdings ist es richtig, dass in den USA die Finanzen total unakzeptabel sind. Wenn kürzen, dann sollten Sie es lieber bei ihren Hegemonialbestrebungen machen als beim Normalamerikaner. Oder mal Warren Buffet's Vorschlag ernst nehmen: sehr hohe Einkommen "abschöpfen". Das gilt auch für China. Die sind nur noch nicht so weit wie die USA.

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Zereus 17.08.2011, 13:38
36. ...

Zitat von frankhertel1
Die USA haben ihre dominierende Stellung in der Weltpolitik verloren. Als Deutscher kann man das eigentlich nur bedauern, weil dadurch auch Europa unwichtiger in der Welt geworden ist. Der neue Hegemon heißt China. Dazu kommen Russland und die neu erblühenden Länder der arabischen Revolution.
Dazu müssen noch ganz andere Dinge passieren. Der Dollar muss als Leitwährung abgeschafft und durch den Yuan ersetzt werden, die militärische Vormachtstellung der USA muss gebrochen werden und die Vermögen der Amerikaner müssen irgendwie nach China wandern - das werden sie nicht.

Dass Biden ein verschärftes "du-du!" von China zu hören bekommt ist ein weiteres Zeichen für das wachsende Selbstbewusstsein in China, mehr nicht.
Warten Sie mal ab, bis es in China die erste Delle im Wachstum gibt und wie sich die Chinesen von ihr erholen werden. Es ist alles andere als sicher, dass der Aufschwung Chinas so weitergehen wird wie bisher.

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richard-kendel 17.08.2011, 13:38
37. Gott segnet nicht Amerika

Zitat von sysop
So ändern sich die Machtverhältnisse: US-Vizepräsident Biden reist nach China - kurz vorher prasselt es Kritik aus Peking. Kommentatoren beschören die USA, ihr Schuldenproblem zu lösen, mehr zu sparen, weniger zu verschwenden. Sie wähnen Amerika in einer*"Phase des Niedergangs".

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Einen solchen gibt es sicher nicht.
Und gab es auch noch nie, welcher allwissend, allmächtig und eine bestimmte Nation segnet.
Machtmißbrauch.
Ein gedanklicher Harakiri.

Warum die USA untergehen?
Der moralische Verfall und die damit verknüpften Schäden auf allen Ebenen, in allen Sektionen.
Daraus weitere Folgen, sodaß das Labyrint gewiss.

Todesspirale.

Die USA begannen unter Reagan völlig unseriös zu werden. Vor allem dann unter den beiden Bush.

Die Eroberungskriege, getarnt als Antiterrorfeldzüge, die Feldzüge gegen Korruptionsermittler und Verteidiger echter Werte . . .
die USA pervertierten ihre Verfassungswerte.
Die USA brachen sich das Genick.
Sie nahmen sich die eigene finanzielle Basis.

Welche Seite auch immer das vor drei, vier Jahrzehnten kommen sah, das war eine gute Seite.

Die USA konnten die warnenden Stimmen nicht hören.
Es gab sie bis in den US-Senat hinein.
Aber diese USA schafften ihre besten Köpfe beiseite.

Die Chinesen kommen: sie sind überlebensstark. Gehärtet von Jahrhunderten der Entbehrung.

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Beat Adler 17.08.2011, 13:38
38. Sie tun mir Leid, die armen Funktionaere der kommunistischen Einheits-Partei Chinas

Zitat von sysop
So ändern sich die Machtverhältnisse: US-Vizepräsident Biden reist nach China - kurz vorher prasselt es Kritik aus Peking. Kommentatoren beschören die USA, ihr Schuldenproblem zu lösen, mehr zu sparen, weniger zu verschwenden. Sie wähnen Amerika in einer*"Phase des Niedergangs".
Zitat aus dem Artikel:
"Die USA sollten ihre Finanzpolitik straffen und das Vertrauen der Welt in den Dollar stärken", meint etwa der Vorsitzende der staatlichen Bank von China, Xiao Gang, in der Zeitung "China Daily".
Zitatende
Warum sollten die US-Amerikaner dies tun?
Haben sie die alleinseligmachende kommunistische Einheitspartei Chinas dazu gezwungen Waren gegen US$ zu exportieren?

Wurden die Funktionaere der alleinseligmachenden kommunistische Einheitspartei Chinas dazu gezwungen den Yuan jahrzehntelang fest an den US$ zu binden?

Glauben die Funktionaere der alleinseligmachenden kommunistische Einheitspartei Chinas wirklich, dass es auf lange Frist nachhaltig ist gegenueber den USA ein gigantischen Handelsbilanz-Ungleichgewicht zu erzeugen und dass dies ewig so bleibt?

Am Tag an dem die Funktionaere der alleinseligmachenden kommunistische Einheitspartei Chinas den Yuan den Devisenhaendlern, Waehrungsspekulanten Hedgefonds und anderen Heuschrecken zum Frass vorwerfen, werden sich die Ungleichgewichte wieder glaetten.

mfG Beat

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fkrone 17.08.2011, 13:45
39. kurz und gut

Zitat von Die_Geistwurst
Genauer gesagt: Zu Ende gespielt hat ein dekadenter, deregulierter, kreditfinanzierter, neoliberalistisch- pervertierter Kapitalismus, der nicht die Lösung war, als die er propagiert wurde, sondern ein Krisenphänomen.
gut zusammengefasst!

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