Forum: Politik
Biden in Peking: Chinesen belehren den US-Vizepräsidenten

So ändern sich die Machtverhältnisse: US-Vizepräsident Biden reist nach China - kurz vorher prasselt es Kritik aus Peking. Kommentatoren beschören die USA, ihr Schuldenproblem zu lösen, mehr zu sparen, weniger zu verschwenden. Sie wähnen Amerika in einer*"Phase des Niedergangs".

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markus_wienken 17.08.2011, 13:45
40. .

Zitat von Porgy
Sind das die gleichen Chinesen, die jede noch so zaghafte Nachfrage bezüglich der Menschenrechtssituation in China immer als "Einmischung in die inneren Angelegenheiten" empört zurückweisen?
Ja, aber in diesem Fall ist China als größter Gläubiger der USA direkt und unmittelbar betroffen, was umgekehrt bei den Menschenrechtsverletzungen nicht der Fall ist.
Erkennen Sie den Unterschied?

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snickerman 17.08.2011, 13:46
41. aha...

Zitat von Mo2
Ich denke nicht, das sie "wähnen", es ist eher eine nüchterne Feststellung. Und es ist auch keine "Phase" sondern bis auf weiteres der traurige Weg, den nicht nur die USA sondern auch die meisten europäischen Länder gehen werden. Man kann nicht auf immer und ewig seinen Wohlstand auf Ausbeutung und Armut der restlichen Welt aufbauen.
Dann müssen die Amis aber was falsch gemacht haben-
oder wie erklären Sie Sich sonst den Aufstieg Asiens, insbesondere Chinas?

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rogerf. 17.08.2011, 13:46
42. Wenn man mal die Augen aufmacht...

... sollte man erkennen, dass die Chinesen seit Jahren durch ihre künstich unterbewertete Währung ihre Produkte weltweit verbilligen und somit systematisch den Markt untergraben. Aber die sind halt auch klever und nutzen die Anti-amerikanische Stimmung jetzt aus, und wie man sieht finden sie ja LEIDER auch bei einigen Gehör.

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nojoe 17.08.2011, 13:46
43. ein bisschen nachhelfen

Ich wär dafür, dem Spuk in China ein Ende zu sezten, denne etwa 1,17 frischgedruckte zusätzliche Scheine in die Hände zu geben und ein Importverbot gegen China in Kooperation mit der EU einzurichten. Lasst uns das besser früher als später machen, es führt doch ehe kein Weg daran vorbei und wenn die Weltwirtschaft sowieso zu Grunde geht, wär es doch besser, gleich ein mörderisches unmenschliches rassistisches brutales Regieme, was sich uns allen aufdrängen möchte, zu stürzen, indem man ihnen das entzieht, was bei denen die Stelle der Demokratie einimmt: das Geld. China hat die Wirtschaft des Westens ruiniert, indem es durch Versklavung von Arbeitern unter unmenschlichen Bedingungen künstlich verbilligte Waren hergestellt hat, Arbeitsplätze in Europa und den USA vernichtet und Abhängigkeiten geschaffen hat. Jetzt liegt es an uns, ihnen das zurückzuzahlen.

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Satiro 17.08.2011, 13:48
44. °

Zitat von tächs
In diesem Fall sitzen die Schuldner am längeren Hebel als die Gläubiger.
Dieser Fall ist gar nicht so selten, sondern immer dann gegebeben, wenn die Inflation einen Wert von ca. 5 % / a überschreitet.

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xtdrive 17.08.2011, 13:52
45. Papier

Eigentlich knn sich die USA bei der derzeitigen Lage entspannt zurücklehen.

Wenn China sein Geld wieder haben möchte, brauchen die USA theoretisch nur die Notenpresse anwerfen und ein paar Container bedrucktes Papier nach China liefern.

Solange die Chinesen das Geld nicht nutzen, um im großen Stil amerikanische Aktien und vor allem amerikanischen Ländereien zu kaufen, kann es den Amis eigentlich egal sein, da sie ihre Schulden in USD aufgenommen haben.

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alexl1966 17.08.2011, 13:53
46. Ignoriert

Zitat von frankhertel1
Die USA haben ihre dominierende Stellung in der Weltpolitik verloren. Als Deutscher kann man das eigentlich nur bedauern, weil dadurch auch Europa unwichtiger in der Welt geworden ist. Der neue Hegemon heißt China. Dazu kommen Russland und die neu erblühenden Länder der arabischen Revolution.
Diese Tatsache ist ja nun kein Produkt der Ereignisse der jüngsten Vergangenheit. Seit Ende des kalten Krieges geht diese Entwicklung mit Riesenschritten voran; umso bedauerlicher dass Europa immer noch am Rockzipfel Amerikas festhält und sich nicht wirklich mit den veränderten Machtverhältnissen in der Welt arrangiert, weil es den Amerikanern nicht passen könnte.

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eine-Meinung-unter-Vielen 17.08.2011, 13:53
47. Mag ja sein, aber ...

Zitat von Die_Geistwurst
Genauer gesagt: Zu Ende gespielt hat ein dekadenter, deregulierter, kreditfinanzierter, neoliberalistisch- pervertierter Kapitalismus, der nicht die Lösung war, als die er propagiert wurde, sondern ein Krisenphänomen.
... was stellt sich als Alternative dagegen? Etwa das chinesische System? Etwa nach dem Prinzip, "wer zahlt, schafft an" oder etwas verfremded "der Gläubiger bestellt die Musik?". Ich hoffe nicht!

Houston - wir haben ein Problem ...

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nerdchen 17.08.2011, 13:54
48. Abstieg USA - Europa

Zitat von Vergil
Die Geburtenrate in den USA ist hoch, die Gesellschaft vergleichsweise jung; in Europa hingegen altert die Gesellschaft. Wir in Europa werden in Zukunft durch unsere immensen Demographieprobleme noch viel stärker an Bedeutung verlieren als es heute ohnehin schon der Fall ist.
Ihrer Argumentation nach müßten Länder wie Mexiko (oder auch viele Länder in Afrika) immens an Bedeutung gewinnen. Diese Länder haben eine noch jüngere Bevölkerung als die USA.
Meiner Meinung nach ist das Altern der Bevölkerung ein sehr wichtiger, aber bei weitem nicht der einzige, Faktor für die Entwicklung des wirtschaftlichen und politischen Gewichts eines Staates.

Zitat von Vergil
Aber Europa ist nicht von Relevanz, weder heute noch morgen.
Da biegen Sie sich die Welt so zurecht, wie Sie Ihnen in den Kram paßt.

Zitat von Vergil
Deutschland war Anfang des 19. Jahrhunderts ungeheuer stark, eine Weltmacht. Frankreich war stark. Großbritannien war stark. Aber heute? Heute ist Europa, diese Gemengelage kleiner Staaten, zu alt und zu schwach. Es mag sein, dass sich die USA in einem langsamen Niedergang befinden. Europa befindet sich schon lange in einem viel stärkeren Niedergang.
Das ist eine Beobachtung, die ich so nicht mache. Die USA haben (in weiten Teilen) eine unproduktive Wirtschaft und eine verdummende und entsolidarisierte Bevölkerung, die anscheinend den nächsten Bauernfänger herbeisehnt.

Wenn man Europa als monolithischen Block betrachtet, ist es (trotz der Ausschreitungen in UK und Griechenland) m. E. noch bei weitem nicht so weit unten wie die USA.

Daß beide Systeme absteigen, sehe ich genauso. In Europa sehe ich aber noch Chancen darauf, daß sich negative Entwicklungen aufhalten lassen.

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Silverhair 17.08.2011, 13:54
49. Voraussehbar

Zitat von +LY
nach heutiger Nachrichtenlage: Schweizer Währungskrieg, USA und Dollar auf Talfahrt, CHINA hoch besorgt, gestern zunehmende EU- und Schulden-Krise, Wirtschaftswachstum in der EU sinkt gewaltig...siehe Dax eben; Die apokalyptischen Reiter satteln, oder reiten sie schon durch die Welt?
Tja, alle Protagonisten der Geldsysteme haben die absolute Instabilität des sog. Kapitalismus gekannt und auch benannt, man glaubte nur das dieses System langsamer sich der Selbstvernichtung nähert - Der Kapitalismus war von Anfang an mit einer "Halbwertszeit" geplant - er war nie als "geht so weiter bis zum St. Nimmerleinstag" aufgestellt! Den Glauben das es ewig während würde haben einige schlicht dazuerfunden .. oder wollten ihre Anhänger vom Gott Mammon überzeugen - aber sie waren eben schlechte Planer und Analytiker ..
Das man jetzt mit Überschallgeschwindigkeit gegen eine Mauer fährt war mit math. Präzision berechenbar - nur nicht wie lange es dauern würde .. hat grad mal so 30 Jahre statt eben 300 Jahre gedauert!

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