Forum: Politik
Bilanz der "Gelbwesten"-Proteste: 1723 Festnahmen, 264 Verletzte
AFP

125.000 Demonstranten in ganz Frankreich trafen auf 120.000 Polizisten. Am Tag nach den teils gewaltsamen "Gelbwesten"-Protesten zieht das Land Bilanz und wartet auf eine Reaktion seines Präsidenten.

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keksguru 09.12.2018, 11:31
10. Schluß mit dem Nepotismus....

auch Vetternwirtschaft genannt. Man hilft sich gern in Frankreich, z.B. mit Sozialwohnungen für Verwandte, voll bezahlte Bürojobs mit 0 Stunden Arbeitszeit für die Ehefrau, und um Steuergeschenke für die ohnehin schon Reichen zu finanzieren mußte eine Ökosteuer her, die insbesondere dem niedrigen Einkommen mit 20 Cent pro Liter Diesel an den Geldbeutel geht... 2003 hatte man im Vergleich mit Deutsschland deutlich mehr Netto in der Tasche und ein Liter Diesel war auch immer 15 cent billiger (ich hatte mal einen Job mit 3000 Euro Brutto, 2400 Netto in Frankreich, das waren damals ca. 2000 in Deutschland) aber heute ist die Situation komplett umgedreht. In Deutschland gilt eine Steuerfreiheit bis ca. 1300 Euro brutto, in Frankreich muß man selbst mit 800 Euro Brutto Einkommensteuer bezahlen... das ganze gepaart mit einem vollkommen enthemmten Mietenniveau in den Großstädten sorgt dafür daß man mit einem normal bezahlten Job sich nichts in Paris, Bordeaux oder Marseille leisten kann, stattdessen wird viel mehr gependelt als bei uns und das vorwiegend mit dem Auto, mal davon abgesehen daß der Sprit mit der Ökosteuer dann deutlich teurer als in Deutschland wird. Wir haben zwar kein Sozialparadies, aber Frankreich hat die Sozialhölle. Ghettos mit Sozialwohnungen werden bei uns abgerissen, in Frankreich neu gebaut um den Niedriglöhnern dann subventionierten Wohnraum 50 km von der Arbeit entfernt zu bieten...

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walligundlach 09.12.2018, 11:32
11. Zweierlei Maß

Zitat von frank.huebner
Gewaltanwendung, um politische Ziele durchzusetzen, ist Terror.
Ja, das mag man so sehen. Erstaunlich ist dabei, daß diese Auffassung nur dann gilt, wenn es sich um "UNSERE" Demonstranten handelt. Diejendigen in fernen Ländern nennen wir "Freiheitskämpfer" oder "Rebellen", denen man Unterstützung zukommen lassen muß.
Da werden auch Waffen geliefert. Offen und meistens über Umwege.

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khwherrsching 09.12.2018, 11:38
12.

Zitat von frank.huebner
Gewaltanwendung, um politische Ziele durchzusetzen, ist Terror. Und gegenüber Terroristen darf keine Nachsichtigkeit gezeigt werden. Wer friedlich demonstriert darf das auch gemäß der franz. Verfassung. Aber Autos anzünden, Privatbesitz anderer Leute zu zerstören, da ist eine Grenze erreicht, deren Einhaltung mit allen Mitteln durchgesetzt werden muss. Wir haben es während G20 in Hamburg gesehen, was eine Lasche, ängstliche Politik verursacht: Rechtsfreie Räume, in denen Terroristen Plündern und nach Belieben Straftaten verüben können. Das nun härtere Durchgreifen ist völlig richtig, und hohe Haftstrafen in franz. Gefängnissen sind wirkliche Strafen im Gegensatz zu deutschen Haftanstalten. Das Wagenknecht die Gelbwestenbewegung als Vorbild nennt zeugt von der Einstellung zur Gewalt.
Völlig an den Haaren herbei gezogen. Wagenknecht zu unterstellen, sie sei für Gewalt, nur weil sie die Proteste der Gelbwesten vorbildlich nennt, ist bösartig. Es wäre schön, wenn es endlich auch in Deutschland Gelbwesten zu friedlichen Massenprotesten auf die Straße treiben würde.

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khwherrsching 09.12.2018, 11:39
13. Keine Frage,

jegliche Gewalt ist zu verurteilen. Aber angesichts der desaströsen Politik in unserem Land sind friedliche Massenproteste auf unseren Straßen längst überfällig. Aber der deutsche Michel lässt alles mit sich machen, schimpft hinter verschlossenen Türen und wählt dann wieder die alten Pappnasen in Berlin.

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milpark 09.12.2018, 11:43
14. Nur ein Wort: Ratlosigkeit

Mit dem Phänomen "Gelbwesten" kann man nicht umgehen. Irgendetwas stimmt doch mit der Weltsicht nicht, wenn man Unruhen in dieser Größenordnung ratlos gegenüber steht. Dass ausgerechnet der große Hoffnungsträger für die Europäische Einigung dermaßen in die Klemme gerät, bringt auch Merkel arg in Schwierigkeiten. Bestes Zeichen: no comment. Auch die Medien haben kein Rezept, aber ohne Zögern instrumentalisieren sie die Ereignisse, anstatt sich um objektive Recherche zu bemühen. Bei ihren "Erklärungen" greifen sie auf das bekannte Muster der "Rechtsextremen" als die Schuldigen zurück, obwohl die hier beobachteten Gewaltmuster "Vermummung, Autos abfackeln, Steine werfen" typisch für die Linksextremen sind.

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giostamm11 09.12.2018, 11:46
15. über 1000 Festnahmen

teils mit Handschellen, mit Gesicht gegen die Wand am Boden hockend, ist für Proteste völlig unverhältnismässig. Ich bin gespannt auf die Reaktion aus Bruxelles und ein Verfahren. Aber ist halt Frankreich, da wird man beide Augen zudrücken. Wäre so etwas in Italien passiert, es hätte gehagelt von adjektiven zur fremdenfeindlichen, rechten und populistischen Regierung

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pdebus0 09.12.2018, 11:51
16.

Terroristen,Gelbwesten,wie wo? Die Regierung verbreitet Terror gegen das eigene Volk.Un Gewalt, klar muß das Volk Gewalt anwenden denn friedlich wird es nur Betrogen.und man Stelle sich die Franz. Revolution ohne Gewalt vor. Es wären abgeschossen worden wie tolle Hunde das Volk.
Und sie allein schon als Terroristen zu bezeichnen ist eine arrogante Frechheit der auf Maul geschlagen gehört.Zur Beurteilung der Lage darf man sich keinen Falls auf die deutschen Medien stützen,da die Berichterstattung auf ganz kleiner Flamme gehalten wird.Es könnte ja sein das der deutsche Michel doch aufwacht und nachmachen. Meine Erste ist griffbereit.

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thbahr 09.12.2018, 11:52
17. Betreutes Demonstrieren

Wohin ist es in dem einst vorbildlichen Land der bürgerlichen Revolution gekommen, wenn der Staat jedem Demonstranten einen Polizisten gegenüberstellt? Unglaublich, leider wahr.

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Malto Cortese 09.12.2018, 11:53
18. Das ist das Aus...

...für den aktuellen Präsidenten-Darsteller und die französische Agenda 2010. Der Souverän zeigt, wie es geht. Warum nicht auch in Deutschland?
Übrigens: ich sehe immer nur knüppelnde Polizisten. Wo ist eigentlich die unsichtbare Hand, die Wärme- und Verpflegungszelte für die Demonstranten aufstellt wie auf dem Maidan? Oder war das etwa die "unsichtbare Hand des Marktes"?

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johnniehandsome 09.12.2018, 11:54
19. Kollateral

Zitat von frank.huebner
Gewaltanwendung, um politische Ziele durchzusetzen, ist Terror. Und gegenüber Terroristen darf keine Nachsichtigkeit gezeigt werden. Wer friedlich demonstriert darf das auch gemäß der franz. Verfassung. Aber Autos anzünden, Privatbesitz anderer Leute zu zerstören, da ist eine Grenze erreicht, deren Einhaltung mit allen Mitteln durchgesetzt werden muss. Wir haben es während G20 in Hamburg gesehen, was eine Lasche, ängstliche Politik verursacht: Rechtsfreie Räume, in denen Terroristen Plündern und nach Belieben Straftaten verüben können. Das nun härtere Durchgreifen ist völlig richtig, und hohe Haftstrafen in franz. Gefängnissen sind wirkliche Strafen im Gegensatz zu deutschen Haftanstalten. Das Wagenknecht die Gelbwestenbewegung als Vorbild nennt zeugt von der Einstellung zur Gewalt.
Solche Sachen passieren und kein normal Mensch ist begeistert davon. Viele Demonstranten demonstrieren friedlich wurden aber trotzdem von der Polizei festgenommen. Und nun, sind die Polizisten jetzt Verbrecher? Nein, sie machen nur ihren Job. Die Welt ist nicht nur schwarzweiß. Und die wahren Verbrecher sitzen sowieso in denn oberen Etagen der Groß und Investmentbanken und Börsenspekulanten. Solange wir uns mehr darüber aufregen über ein Paar angezündete Autos als über Millionen Tote in verschiedenen Kriegen, Wohnungsnot in Großstädten, Altersarmut von Menschen die das ganze Leben hart gearbeitet haben aber nicht wissen ob die Rente reicht oder das kriminelle Banken mit Steuergelder gerettet werden solange haben wir es auch nicht verdient in einer besseren Welt zu Leben.

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