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Bildungspaket: Von der Leyen verteidigt ihr Prestigeprojekt
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"Es ist kein Bürokratiemonster": Arbeitsministerin Ursula von der Leyen hat ein Jahr nach dem Start eine positive Bilanz ihres Bildungspakets gezogen. Das Programm für arme Kinder werde gut angenommen. Sozialverbände und Opposition hatten den Verwaltungsaufwand scharf kritisiert.

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demut 31.03.2012, 02:04
10. Bürokratiemonster

Zitat von sysop
"Es ist kein Bürokratiemonster": Arbeitsministerin Ursula von der Leyen hat ein Jahr nach dem Start eine positive Bilanz ihres Bildungspakets gezogen. Das Programm für arme Kinder werde gut angenommen. Sozialverbände und Opposition hatten den Verwaltungsaufwand scharf kritisiert.
Es gibt um von der Leyen jede Menge Bürokratiemonster. Eines ist Ihre PR Abteilung für die sie auf Kosten des Steuerzahlers 34!!!! Vollzeitstellen zur Eigenwerbung nutzt.

Diese 34 überflüssigen Mitarbeiter verteidigen mit solchen Dementis nun die Unsinnige Politik bei der kaum etwas von dem Geld wirklich bei den Kindern ankommt. Dazu auch noch langsam unflexibel und unpersönlich.

Eben ein Monster erster Güte... Eine Schande, dass bis heute von dem Wenigen nur etwa die Hälfte der Kinder profitieren.

Es sagt übrigens auch alles, dass hier gestellte Anträge gezählt werden und nicht die Bewilligten Anträge. Denn dann würde aufgrund der Berge unbearbeiteter Anträge die Zahl tatsächlich erreichten Kinder nochmal deutlich unter 50% liegen.

Aber Lügen gehört zum Handwerk im Arbeitsministerium wie im Finanzressort oder beim Erschleichen von Doktortiteln. Und dieses Handwerk beherrscht von der Lüge hervorragend.

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HansCh 31.03.2012, 12:10
11. Fördergelder müssen zweckgebunden bleiben ...

Das Bildungspaket greift wirksam die unselige Behinderung der Entwicklung ihrer Kinder durch "bildungsferne", oft desinteressierte Eltern an. Diese Eltern sind die eigentlich für die Chancenungleichheit ihrer Kinder und Jugendlichen Verantwortlichen.
Der Staat konnte nicht (und wird es nie können) zur Gänze ausgleichen, was einerseits die fürsorglichen Eltern, die schon im Kleinkindalter Lernen und Wissen ihres Nachwuchses gewährleisten, an Entwicklungsvorsprung bewirken (aber er kann die Probleme abmildern).
Der Rückstand der Kinder bildungsferner Familien ist nach Eintritt in Horte, Kindergärten, Schulen staatlicherseits nur in wenigen Fällen aufzuholen, vergrößert sich meist weiter je mehr ein Teil der Kinder vom Elternhaus weiter intensiv gefördert werden.

(Alle Forderungen nach "außerfamiliären" Betreuungen, Horte möglichst schon für die Jüngsten, Ganztagsschulen u.ä., sind Ausdruck dessen, dass diese Wirkmechanismen inzwischen auch durch die Erziehungswissenschaft erkannt worden sind, wenn sie auch aus "Politischer Korrektheit" nicht offen benannt werden. )

Hier greift das Bildungspaket an: endlich stehen die Bedürfnisse der Kinder (Sportverein, musikalische Bildung, schulische Zusatzförderung, ...) nicht mehr im Wettbewerb um das Familienbuget, weil die Fördergelder wirksam zweckgebunden sind.
Es wäre grundfalsch, die Gelder ohne diese strenge Zweckbindung auszuzahlen wie oft gefordert wird ...

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fr.rottenmeier 31.03.2012, 15:59
12. Das stimmt so nicht ganz

Zitat von damoklesx
Nur wenige Landkreise zahlen die tatsächlichen Nachhilfekosten. Die meisten bieten eine Pauschale von 10 Euro pro Monat. Das deckt nur einen Bruchteil des Aufwands ab.
Was mich an der Debatte stört:
Erstens geht man allgemein davon aus, dass H4 Kinder grundsätzlich Nachhilfeunterricht benötigen und tanzen oder musizieren wollen oder sollten. Warum eigentlich?

Um Nachhilfeunterricht zu erhalten, muss das Kind einer H4 Familie versetzungsgefährdet sein. Einfach schlechte Noten reichen nicht aus. Das wiederum muss die Lehrkraft bestätigen und damit kann dann die antragstellende Familie sich an einen Bildungsträger wenden. Bei uns sind es die Volkshochschulen. Dort wird der Nachhilfeunterricht erteilt und mit dem Amt abgerechnet. Ist das Kind immer noch schlecht in der Schule, aber nicht versetzungsgefährdet gibt es keinen Nachhilfeunterricht mehr. Das sind Fakten, die ich mir bei der VHS selbst erfragt habe.
Die 10 Euro von denen sie sprechen, können beantragt werden und sind ein Zuschuss für Sportverein oder für eine Tanz - oder Musikschule. Der Antrag muss aber in einigen Abständen immer wieder neu gestellt werden.
Erfahrungsgemäß kosten diese Kurse, ausgenommen der Sportverein aber mindestens 30 Euro im Monat, was bedeutet die Familie muss selbst die 20 Euro oder auch mehr zusteuern (pro Kind) vom den Fahrtkosten, der Tanzkleidung, den Fussballschuhen oder dem Instrument was erworben werden muss, ganz zu schweigen.

Aber was macht aber eine H4 Familie, wenn das Kind partout weder tanzen, turnen noch musizieren will und obendrein auch keine Nachhilfe benötigt? So was soll es nämlich auch geben.
Sogar in nicht H4 Familien ;-)

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Aufgeklärt 31.03.2012, 17:07
13. Nachhilfe über Familienpass

An der VHS z.B. in Mannheim gibt es diverse Nachhilfeangebote für Schüler, wofür man nicht versetzungsgefährdet sein muss. Familien, die Leistungen nach SGB II bzw. SGB XII erhalten, können viele Kursangebote „Schülerhilfen“ mit dem „Familienpass Plus“ bezahlen. Der Familienpass wird unbürokratisch einmal jährlich angeboten. Solche Sozialpässe sind mir auch aus anderen Städten bekannt. http://www.abendakademie-mannheim.de...2012-01-05.pdf

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