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Bildungspaket: Von der Leyen verteidigt ihr Prestigeprojekt
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"Es ist kein Bürokratiemonster": Arbeitsministerin Ursula von der Leyen hat ein Jahr nach dem Start eine positive Bilanz ihres Bildungspakets gezogen. Das Programm für arme Kinder werde gut angenommen. Sozialverbände und Opposition hatten den Verwaltungsaufwand scharf kritisiert.

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kapuki 30.03.2012, 17:04
1.

Zitat von sysop
"Es ist kein Bürokratiemonster": Arbeitsministerin Ursula von der Leyen hat ein Jahr nach dem Start eine positive Bilanz ihres Bildungspakets gezogen. Das Programm für arme Kinder werde gut angenommen. Sozialverbände und Opposition hatten den Verwaltungsaufwand scharf kritisiert.
Für das "Bildungspaket" sieht es so aus
Vorgesehene Mittel jährlich 760 Mio €
Verwaltungsaufwand 140 Mio €
verbleiben 620 Mio €
ausbezahlt 120 Mio €
--------------------------
da sagen die Zahlen für das erste Jahr eigentlich alles. Es handelt sich hier nach dem Urteil des BVerfG um TEILE des Existenzminimums der Kinder, und es erreicht sie nicht, was offensichtlich beabsichtigt war. Alle Schönrednerei hilft nicht.

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genugistgenug 30.03.2012, 17:14
2. stimmt

Zitat von sysop
"Es ist kein Bürokratiemonster": Arbeitsministerin Ursula von der Leyen hat ein Jahr nach dem Start eine positive Bilanz ihres Bildungspakets gezogen. Das Programm für arme Kinder werde gut angenommen. Sozialverbände und Opposition hatten den Verwaltungsaufwand scharf kritisiert.
stimmt, das ist nur für ihr eigenes PRESTIGE und nicht für die Menschen!

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damoklesx 30.03.2012, 17:53
3. Wirklichkeitsfremde Pauschale

Nur wenige Landkreise zahlen die tatsächlichen Nachhilfekosten. Die meisten bieten eine Pauschale von 10 Euro pro Monat. Das deckt nur einen Bruchteil des Aufwands ab.

Und dafür den Papierkram? Verzichten die meisten drauf. Daher die geringe Quote von 5%.
Ich weiß, wovon ich schreibe, denn bin in der Branche. Das Bildungspaket ist in der Hinsicht ein schlechter Witz. Erstaunlicherweise werben die Behörden mit Flyern und Plakaten für das Bildungspaket. Die sollten es erst mal lernen umzusetzen.

Noch was: Eine Bearbeitungsdauer von über drei Monaten ist nicht die große Ausnahme. Nur bis dahin ist das Kind in den Brunnen gefallen, wenn es um Versetzungsgefährdungen geht.

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huuhbär 30.03.2012, 18:12
4. Realitätsferne aussichten ...

Zitat von sysop
"Es ist kein Bürokratiemonster": Arbeitsministerin Ursula von der Leyen hat ein Jahr nach dem Start eine positive Bilanz ihres Bildungspakets gezogen. Das Programm für arme Kinder werde gut angenommen. Sozialverbände und Opposition hatten den Verwaltungsaufwand scharf kritisiert.
Liebe Frau von der Leyen und Pressesprecher,

das Bildungspaket ist ein Null-Summen-Spiel für Bürokraten incl. deren Vitas. Eine gesellschaftliche langfristige Veränderung wird es nicht hervorbringen noch eine Vorbildfunktion erfüllen können. Weiterhin fröhliche konsequente Ostereier Suche der eigentlichen Problembewältigungslösungsversuche.

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analyst2 30.03.2012, 18:44
5. Die Frau hat.......

Zitat von damoklesx
Nur wenige Landkreise zahlen die tatsächlichen Nachhilfekosten. Die meisten bieten eine Pauschale von 10 Euro pro Monat. Das deckt nur einen Bruchteil des Aufwands ab. Und dafür den Papierkram? Verzichten die meisten drauf. Daher die geringe Quote von 5%. Ich weiß, wovon ich schreibe, denn bin in der Branche. Das Bildungspaket ist in der Hinsicht ein schlechter Witz. Erstaunlicherweise werben die Behörden mit Flyern und Plakaten für das Bildungspaket. Die sollten es erst mal lernen umzusetzen. Noch was: Eine Bearbeitungsdauer von über drei Monaten ist nicht die große Ausnahme. Nur bis dahin ist das Kind in den Brunnen gefallen, wenn es um Versetzungsgefährdungen geht.
......ein selbstbewußtes Auftreten bei gleichzeitiger völliger Ahnungslosigleit.
Da liegt sie mit ihrer Kollegin Schavan auf einer Linie.
Wer mutet uns eigentlich so etwas zu?

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Europa! 30.03.2012, 18:44
6. Skandal

Zitat von sysop
"Es ist kein Bürokratiemonster": Arbeitsministerin Ursula von der Leyen hat ein Jahr nach dem Start eine positive Bilanz ihres Bildungspakets gezogen. Das Programm für arme Kinder werde gut angenommen. Sozialverbände und Opposition hatten den Verwaltungsaufwand scharf kritisiert.
Es ist und bleibt ein Skandal, wie die Hartz IV-Kinder entgegen höchstrichterlicher Anordnung mit dieser Mogelpackung betrogen werden. Ich verstehe die Arbeitsministerin nicht.
Aber dieser Betrug reiht sich nahtlos in die skrupellose Benachteiligung von Eltern und Kindern ein, mit der sämtliche Regierungen seit Adenauer Deutschland zum kinderärmsten Land Europas gemacht haben und unsere Gesellschaft herunterwirtschaften.

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sagmalwasdazu 30.03.2012, 18:59
7. Die anscheinende Realitätsresistenz....

Zitat von analyst2
......ein selbstbewußtes Auftreten bei gleichzeitiger völliger Ahnungslosigleit. Da liegt sie mit ihrer Kollegin Schavan auf einer Linie. Wer mutet uns eigentlich so etwas zu?
...Fr. von Verleihen basiert nicht auf Ahnungslosigkeit ....Nein, das
ist reines Kalkül ! Jeder in Not geratene soll gefälligst noch ein sehr
schlechtes Gewissen haben...zudem die Erkenntnis erlangen-falls
noch nicht vorhanden, zum allerletzten zu zählen.

All das um ihre Dumpinglohneinweisungen der prekär Beschäftigten
in die Leiharbeit und dergleichen unter dieser Prämisse weiter
treiben zu können.

Sie weiß selbst, das ihre eigene heile " Rosamund Pilcher-Welt "
eine ausgestorbene Spezie ist......- soll man sie darum beneiden?
Oder verdammen ?
Denn sie verwehrt etlichen Millionen Bürgern genau diese Welt!

Indem sie Millionen Arbeitnehmer weiterhin den Dumpinglohn aufbürdet,
und keinen gesetzlichen Mindestlohn per Gesetz einführt.

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Dr. Kilad 30.03.2012, 20:02
8. Die gut verkaufte Kürzung

Zitat von sysop
"Es ist kein Bürokratiemonster": Arbeitsministerin Ursula von der Leyen hat ein Jahr nach dem Start eine positive Bilanz ihres Bildungspakets gezogen. Das Programm für arme Kinder werde gut angenommen. Sozialverbände und Opposition hatten den Verwaltungsaufwand scharf kritisiert.
Ich bin immer wieder entsetzt, wie erfolgreich Frau von der Leyen der Öffentlichkeit Kürzung als Erfolg verkaufen kann. Klar wird das Bildungspaket angenommen (soweit überhaupt möglich). Was es zum Teil vorher zusätzlich gab, nämlich Schulspeisung, wird nun mit dem Regelsatz "verrechnet". Denn statt Leistungen für Bildung gibt es dieses Bildungspaket, was dem Staat erlaubt gezielt Kinder zu verarmen. Denn an der Bildung wurde gestrichen, weil hier kaum noch etwas im Regelsatz enthalten ist. "Bildungspaket" klingt halt besser als Streichung des Bildungsanteils bei der Regelsatzberechnung. Wer keine Anträge stellt, bekommt nichts an Leistungen für Bildung und wenn, dann gesteuert nach dem Ziel der Selektion, was als "Bildung" nach den Kriterien von Frau von der Leyen zu gelten hat (natürlich kein HipHop-Konzert, sondern Geigenunterricht). Dass "bürokratische Monster" ist also geplant, als Kürzungsprogramm, mit der Ausrede, wer halt nicht aktiv wird, bekommt auch nichts.

Aber auch ganz grundsätzlich betrachtet, hat es Frau von der Leyen es geschafft eine Kürzung des Regelsatz als Erhöhung zu verkaufen, obwohl eigentlich jeder "Gebildete" nachrechnen kann, dass 5 Euro mehr nicht einmal den Inflationsverlust ausgleichen konnten. Der Differenzbetrag zum ärmsten Quintel in Deutschland beträgt mittlerweile nach seriösen Berechnungen mindestens hundert Euro.

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Phoenix2006 30.03.2012, 20:16
9. Bildungspaket: Von der Leyen verteidigt ihr Prestigeprojekt

Zitat von sysop
"Es ist kein Bürokratiemonster": Arbeitsministerin Ursula von der Leyen hat ein Jahr nach dem Start eine positive Bilanz ihres Bildungspakets gezogen. Das Programm für arme Kinder werde gut angenommen. Sozialverbände und Opposition hatten den Verwaltungsaufwand scharf kritisiert.
Ich habe mal ein paar wissenschaftliche Fragen (Fachgebiet Bildung Bund & Länder):

Warum können Sie nicht den zweifachen Preisträger beste Schule in Deutschland (Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule, Preisträger von 2000.000 Euro) bundesweit kopieren!?

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