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Bin Ladens Tod: Auge um Auge, Zahn um Zahn

Osama Bin Ladens Tod ist ein Sieg für Amerika und für Präsident Obama. Sein Ende nährt die Hoffnung auf eine bessere Welt. Der Westen und speziell die USA dürfen diese Chance nicht verspielen.

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khid 02.05.2011, 12:59
1. Eine bessere Welt?

Zitat von sysop
Osama Bin Ladens Tod ist ein Sieg für Amerika und für Präsident Obama. Sein Ende nährt die Hoffnung auf eine bessere Welt. Der Westen und speziell die USA dürfen diese Chance nicht verspielen.
Diese bessere Welt wird es erst geben können, wenn die U.S.A. auf die Seite der UN-Menschenrechtscharta zurückkehren und den Internationalen Gerichtshof für Menschenrechte anerkennen und Täter aus den eigenen Reihen dorthin ausliefern. Eine bessere Welt wird es erst geben, wenn Guantanamo geschlossen wird - und die dort geschehenen Verbrechen gegen die Menschenrechte und die Menschlichkeit lückenlos aufgeklärt und juristisch geahndet wurden!

Nichts weniger als die Glaubwürdigkeit aller westlicher Demokratien hängt hiervon ab!

Es muss weiter gegen den internationalen Terrorismus gekämpft werden - jedoch: Die Wege und die Mittel hierzu bedürfen nun einer nachhaltigen Überprüfung!

George Walker Bush, Dick Cheney, Donald Rumsfeld und Co. müssen vor Gericht gestellt werden - nicht in den U.S.A. sondern in Den Haag! Das wäre ein Zeichen dafür, dass die Missachtung von Menschenrechten, die Missachtung der UNO auch dann gesühnt wird, wenn die Täter aus den Reihen der Demokratien kommen!
Geschieht all dies nicht, wird Den Haag, jeder UNO-Einsatz, jeder NATO-Angriff auf Libyen den Beigeschmack hegemonialer Ansprüche des Westens auf den Rest der Welt haben!
In der Tat: Der Westen und speziell die USA dürfen diese Chance nicht verspielen!

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coitusveritatis 02.05.2011, 13:10
2. Apri April

Sauber geschrieben derPropagandaartikel des Herrn Nelles,
fast hätte ich s etwas wie Kampf und Mordlust emfunden dabei oder das Verlangen mir freiwillige einen RFID Chip ins Auge zu jagen, aber nur fast ...
Lernt man das als Politologe und bei der Welt so gut? Schöne
reisserische Phrasen dreschen?

Ob Bin Laden tot ist oder lebendig hat die letzten 11 Jahre doch nicht einen einzigen Terroristen interresiert geschweige denn davon abgehalten gegen irgendwen zu kämpfen.
Sollen wir nun in Jubelposen mit Autokorso durch die Stadt fahren oder wie?
Ein Blick nach Syrien, Palästina noch ein Blick, einer nach Pakistan, Afghanistan genügt umd den Herrn Nelles Lügen zu strafen.

Und noch etwas, der 1. April ist schon lange vorbei ...

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drumsmalta 02.05.2011, 13:11
3. Also

mir ist schleierhaft, auf welcher Basis der Schreiber dieses Artkels behaupten kann, dass "Bin Ladens Ende eine gute Nachricht für die Welt und für die Freiheit" ist.
Bin Laden war, genau wie Saddam Hussein, eine von den USA entwickelte, rücksichtslos eingesetzte und ob ihrer egoistischen und völlig unsensiblen Außen- und Militarpolitik außer Kontrolle geratene Waffe.

Was den USA mit 9/11 widerfuhr, war natürlich schrecklich aber leider eben eine logische Folge ihrer Handlungen der vergangenen Jahrzehnte. Das gleiche gilt übrigens für beide Golfkriege.
Ich stimme einzig der These zu, daß die arabischen Staaten gerade die gesamte Welt mit ihrem Freiheitsdrang positiv überraschen. Auch und gerade weil extremistische Zellen in dieser Bewegung bislang offensichtlich nicht Fuß fassen bzw. diese für ihre Zwecke nutzen können.

Leider aber haben aber jetzt genau diese Zellen wieder eine Riesenmotivation und große Bühne bekommen. Von daher bleibt abzuwarten, ob Bin Ladens tod wirklich so eine tolle Sache ist. Es gibt nicht wenige, die meinen, daß seine Organisation längst ohne ihn klarkommt da dezentralisiert und weiterentwickelt und er daher längst nicht mehr der alles entscheidende Anführer war.

Die Schüsse, die ihn jetzt zum Märtyrer machten, könnten also durchaus nach hinten losgehen - und das alles für einen kurzen Moment des Triumphs.

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+LY 02.05.2011, 13:12
4. Deutschland muß handeln

Jetzt muß die westliche Welt engstes zusammenhalten, zusammen mit den Willigen dieser Welt.
Jeder sollte begreifen, ab sofort: Für Deutschland wird sich die Sicherheitslage dramatisch entwickeln, sowie auch draußen.
Vor Deutschland, unserem Vaterland, stehen vollständig neue Aufgaben, zuallererst die verspielte Freundschaft mit den USA, GB, Frankreich, ..., wieder herstellen, das absolut verspielte Vertrauen derer wieder gewinnen. Zusammenarbeiten mit der Nato, mit den USA, die eigenen personellen und technischen Voraussetzungen verbessern...
Das geht mit dem jetzigen Lehrlings-Personal nicht mehr, noch eine Rolle rückwärts, wie im Atom-Streit? Genug davon!
Neue Leute braucht dieses Land!!!
Ich bin nicht mehr bereit, angesichts der dürftigsten und noch dazu von Seibert ausgerichteten Worte von Merkel und des schamlosen heutigen BLAH - BLAHs eines WW, diesem peinlichen Parteiengezänk, in dieser Situation, diese Regierung noch länger zu ertragen und enormen Schaden für mein Vaterland hinzunehmen.
Rücktritt, sofort! Es sind genug gute und verläßliche Leute vorhanden, in allen Parteien!
An die Medien: An Euch ist es jetzt, diesen notwendigen Prozess zu fordern und zu fördern.

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frubi 02.05.2011, 13:12
5. .

Zitat von sysop
Osama Bin Ladens Tod ist ein Sieg für Amerika und für Präsident Obama. Sein Ende nährt die Hoffnung auf eine bessere Welt. Der Westen und speziell die USA dürfen diese Chance nicht verspielen.
Osama bin Laden spielt doch nur bei uns im Westen eine Rolle und zwar die des Angstmachers. In Südamerika, Australien und Asien interessiert sich kaum jemand für Osama the Terrorist. Und was ändert sein tot? War er noch in einer führenden Position? Hat er Aufträge erteilt? Es bringt uns rein gar nichts. Aber die Presse hat jetzt wieder 1 Woche was zu schreiben und die Menschen haben wieder den Terrorfürsten im Kopf.

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Josarian 02.05.2011, 13:13
6. Eine bessere Welt? Oder eine schwierigere?

Zwar werden vielerorts derzeit nur positive Bekundungen zum Tode Bin Ladens veröffentlicht, doch muss man sich einer Tatsache bewußt sein. Die hochzivilisierte westliche Welt tritt als Verfechter der Demokratie in Erscheinung. Demokratie ohne Rechtsstaatlichkeit ist aber unvereinbar. Wer also westliche Demokratie ohne rechtsstaatliche Prinzipien als alleiniges Modell einer modernen Zivilisation für den Rest der Welt proklamiert, muss sich um diese auch bemühen. Andernfalls verliert er/sie jedliche Anspruch wie auch Reputation. Rechtstaatlichkeit bedeutet aber, niemand kann Recht sprechen, dem diese Rechtssprechung Kraft Legitimation nicht zusteht. Die Tötung Bin Ladens hat kein rechtliches Fundament. Somit wird es schwer, andere Völker davon zu überzeugen, wofür Demokratie und Rechtstaatlichkeit stehen. Die sich nun anbahnende Eliminierung Gaddafis wird dieses Fragezeichen abermals aufwerfen. Die sich daraus ergebenden Folgen bewirken nicht zweifelslos eine bessere Welt im Sinne von Sicherheit. Fehlen einer Demokratischen Rechtsordnung Instrumente, auch International wirksam zu werden, müssen Instrumente geschaffen werden. Erstaunlicherweise werden diese Instrumente derzeit von us-amerikanischer Seite abgelehnt, zum Beispiel der Internationale Strafgerichtshof, den die USA seit 2002 ablehnen.

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firem 02.05.2011, 13:15
7. Auge um Auge...

gegen dieses Prinzip trat das Christentum an. Sie wissen schon, Grundlage der westlichen Werte und so.
Gegen das Liquidieren von politischen Gegnern, dagegen haben sich schon die französischen Revolutionäre vergangen, die den Aufklärern in einem bestialischen Blutrausch nicht folgten.

Zweihundert Jahre später wird wieder die Rechtstaatlichkeit in der Welt abgeschafft und es wird wieder beliebig liqudiert. Statt verhaftet. Die SS in den besetzten Gebieten des Weltkrieg II. fing damit an. Die CC´s der Briten im Burenkrieg folgten noch einer Gesetzlichkeit. Ihre Kriegsführung gegen Farbige nicht.
Wer die Werte der Zivilisation missachtete, landet zwangsläufig in der Bestialität.
Dem Spiegel-Autor seien einige Minuten der Kontemplation über die Worte Ghandis empfohlen. Denn die Neandertal-Ethik dieser gedanklichen Null Nelles ergibt zwangsläufig, dass Blinde auf Zahnlose einprügeln.

Wer den Tod eines Menschen bejubelt -der offensichtlich noch nicht einmal der Gemeinte ist- ist ein Wesen, das die Bezeichnung Mensch nicht verdient.

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Fassungsloser 02.05.2011, 13:15
8. Hybris

Zitat von sysop
Sein Ende nährt die Hoffnung auf eine bessere Welt.
Was für eine Hybris. Gar nichts ändert dieser Tod. Ein Artikel drunter schreibt SPON selbst, dass der globale Terror von anderen geplant werde. Bin Laden war für diese Leute höchstens eine ideelle Figur, diese Rolle kann er auch als Toter noch ausüben.

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aronsperber 02.05.2011, 13:18
9. Grundlegende Realitäteten

In der Anfangs-Zeit des kalten Krieges wurden viele Linksliberale als kommunistische Verschwörer verteufelt.

Die Dämoniserung der politischen Gegner erreichte mit den Hexenprozessen der McCarthy-Ära ihren traurigen Höhepunkt.

Seit den 60er Jahren hat sich die Bereitschaft zur Dämonisierung der politischen Gegner allmählich ins Gegenteil verkehrt:

http://aron2201sperber.wordpress.com...9/jfk-und-911/
CIA, Bush und insbesondere den Neokonservativen wird heute so ziemlich alles zugetraut. Auch wenn die Bush-Administration oder die Neocons wohl keine politische Verfolgung zu befürchten haben – führt diese Dämonisierung zu großen Problemen:

Zu einer Polarisierung der Gesellschaft – und der Unfähigkeit, reale Gefahren zu erkennen.

Klar wäre der „War on Terror“ ein absurder Blödsinn, wenn es in Wahrheit keinen islamistischen Terror gäbe – und natürlich wäre dann stattdessen vielmehr ein „War on Republicans, CIA and Neocons“ angebracht…

Meinungsfreiheit und kritisches Hinterfragen gehören zu einer freien Gesellschaft – auch wenn dies zu falschen Schlüssen führen kann.

Wenn wir dabei allerdings die Fähigkeit grundregende Realitäteten zu erkennen, stuern wir in eine gefährliche Richtung:

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