Forum: Politik
Birgit Breuel: Frühere Treuhand-Chefin räumt Fehler bei Privatisierung von DDR-Betrie
Waltraud Grubitzsch / DPA

Mit der Wiedervereinigung verloren Millionen Menschen ihren Job. Die Treuhandanstalt regelte den Übergang vieler Betriebe in die Marktwirtschaft. Die Ex-Chefin äußert sich rückblickend nun selbstkritisch.

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Sleeper_in_Metropolis 21.07.2019, 15:05
1. Schlagzeile - und dann ?

Zitat : ""Natürlich haben wir Fehler gemacht. Das war sehr bitter" sagt sie. "Wir mussten den Menschen sehr viel zumuten", sagt sie dem Blatt.
Welche Fehler es genau waren, darauf ging Breuel in dem Interview nicht genauer ein. "

Bisschen dünn, oder ? Bei der Überschrift hätte ich schon etwas mehr Aussage zu den (angeblichen) Fehlern im Artikel erwartet.

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mydryn 21.07.2019, 15:14
2. Kein Vorwurf an Frau Breuel

Der größte Fehler lag im Einigungsvertrag, der in meinen Augen ein DDR-Arbeitsplatzvernichtungsvertrag war und ist. Hinzukommt, daß die D-Mark 1:1 dem Osten aufgestülpt würde und so die Betriebe Millionen D-Mark an Schulden über Nacht aufgehäuft hatten. Ein modifizierter Saarlandvertrag wäre m. E. weitaus besser gewesen.

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libily 21.07.2019, 15:16
3. Im gut versorgten Ruhestand

lässt sich vortrefflich über gemachte Fehler resümieren. Damals ist Frau Breuer nicht so sehr für ihre Reflektion der eigenen Politik bekannt gewesen. Da fiel sie eher durch Härte auf. Schade nur, das die damaligen Arbeitslosen von diesen Einsichten heute auch nix mehr haben.

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Furchensumpf 21.07.2019, 15:22
4. Mir stellt sich...

...da eine ganz andere Frage: Welche Betriebe hätten überhaupt wirklich aus eigener Kraft überleben können? Also wirklich wirtschaftlich agieren? Die meisten Betriebe hingen doch den westdeutschen oftmals um Jahre hinterher...

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rosinenzuechterin 21.07.2019, 15:27
5. Treuhand-Fehler sind AfD-Fundament

Schade, dass Frau Breuel ihre Fehler und die ihrer Behörde bzw. die der Vereinigungsausgestaltung insgesamt nicht näher ausführt. Bedarf daran gibt es reichlich, schließlich fragen heutzutage viele nach den Gründen für den Aufstieg der AfD im Osten.

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interessierter10 21.07.2019, 15:29
6. Breuer war nur eine willfährige Helferin der

Philosophie einer bedingungslosen Annektion der ehemaligen DDR. Die Treuhand mit der Kindertruppe von BWL-Absolventen war nur die Konsequenz des zynischen Vorgehen seitens Kohl, der NICHTS anderes im Sinn hatte, als seine persönliche Machtsicherung.

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Jean Paul Marat 21.07.2019, 15:38
7. Nach 30 Jahren

ist diese Einschätzung eine Verhöhnung der betroffenen Menschen, die jetzt mit einer Hungerrente, ihr Dasein bis zum Tode fristen müssen. Die Politik der Treuhand hat die Lebensentwürfe vieler Ostdeutscher zerstört und nur die wirtschaftlich Stärksten haben von der Politik der Treuhand profitiert. Aber die Vergangenheit lässt sich nicht rückgängig machen und so ist es jetzt wie es ist.

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janowitsch 21.07.2019, 15:39
8. Aufarbeitung nötig

Sagen wir's mal so: es wurden Fehler gemacht, ist eine Verharmlosung. Die Treuhand steht für Goldgräberstimmung, Korruption, Vetternwirtschaft und Vernichtung von Arbeitsplätzen. Was heutztage allein die Grundstücke in Berlin, Leipzig und Dresden wert sind, die man damals für 1 DM verhökert hat. Wann kommt die Aufarbeitung?

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artep 21.07.2019, 15:39
9. Ja, Frau Breuel

Die Treuhand hat sich auf funktionierende Betriebe und Immobilien im Osten gestürzt. Dabei hat sie KEINE Fehler gemacht, sie hat sich bereichert an einem Volksvermögen, das plötzlich nicht mehr dem Volk gehörte. Sie hat sozusagen das Volk in der ehemaligen DDR abgeschafft und Volksvermögen als private Insolvenzmasse behandelt.

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