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Bischofskonferenz: Katholische Kirche warnt vor Ehe für alle
DPA

Überstürzt und nicht mit dem christlichen Verständnis vereinbar: Die Deutsche Bischofskonferenz hat sich gegen gesetzliche Ehen zwischen Homosexuellen ausgesprochen - die "Weitergabe von Leben" sei gefährdet.

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C. J. 28.06.2017, 18:17
50. Kirche und Staat bleiben bitte getrennt!

1. Verbitte ich mir als Wähler, mir von einer Kirche vorschreiben zu lassen, was geht und was nicht.
2. Kriegt doch erstmal Euer eigenes, verkapptes Verhältnis sexueller Natur auf die Reihe.
3. Wenn Kinder gewollt sind, hebt das Zölibat auf. Das schont auch Ministranten und Kinder.

Ernsthaft. Dieser Sauhaufen (moralisch gesehen) sollte nun wirklich nicht mitsprechen dürfen.

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swingsession 28.06.2017, 18:18
51. Wir sind eh zu viele für den kleinen, blauen Planeten.

Das einzig gute an der katholischen Kirche ist doch, dass ihre Oberhäupter bevölkerungspolitische Blindgänger sind. Da beste wäre sowieso, wenn jedes heterosexuelle Paar weltweit maximal 1 Kind bekommt. Dann hat sich das mit der Überbevölkerung in 200 Jahren erledigt. Leider wird das ein Wunschtraum bleiben, denn gerade für die weniger Begüterten bedeuten viele Kinder eine bessere Überlebenschance.

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ackergold 28.06.2017, 18:18
52.

Zitat von ich-geb-auf
ich bin auch tolerant, aber eine Ehe ist nun mal Mann und Frau, so will es auch die Natur.
Wer ist "die Natur"? Und wer bestimmt, welchen Willen die Natur hat?

Dass eine Ehe nur zwischen einem Mann und einer Frau bestehen darf, ist eine rein kulturelle Erfindung, denn die Natur bestraft auch andere Eheformen nicht.

Es ist noch nicht einmal erwiesen, dass Sex immer zur Fortpflanzung dienen muss, denn ein entsprechendes Naturgesetz existiert auch nicht. Was nun?

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jkleinmann 28.06.2017, 18:18
53. Die heterosexuelle Ehe

verliert dadurch doch nichts. Erst recht nicht den "Auftrag" und die Möglichkeit, Nachwuchs zu zeigen.
Kirchen - haltet Euch aus den weltlichen Dingen heraus, von denen Ihr keine Ahnung habt. Intoleranz und Menschenverachtung gibt es nicht nur im Islamismus...

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moistvonlipwik 28.06.2017, 18:19
54.

Offensichtlich gehen die Beschöfe davon aus, das Heterosexuelle weniger Kinder bekommen, wenn Homosexuelle einander heiraten dürfen. Leider fehlt eine Erklärung für diese Idee.
Das könnte daran liegen, dass sie falsch ist.

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Sibylle1969 28.06.2017, 18:20
55.

Wenn Homosexuellen die Eheschließung erlaubt wird, dann bedeutet das weder eine Herabwürdigung der Hetero-Ehe noch eine Gefahr für die Weitergabe des Lebens. Die Heterosexuellen können ja weiterhin heiraten und Kinder kriegen, niemand hindert sie daran. Es entsteht der heterosexuellen Mehrheit auch keinerlei Nachteil. Also ich bin auf jeden Fall dafür. Es ist sowieso eine Schande, dass Deutschland bei diesem Thema so spät dran ist.

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ackergold 28.06.2017, 18:21
56.

Zitat von DMenakker
Lasst die Jungs ( und Mädels ) doch untereinander heiraten, wenn sie das wollen. Gebt ihnen das Adoptionsrecht. Denn gerade von gleichgeschlechtlichen Paaren ist derart viel Liebe für Kinder überschüssig übrig, damit könnte sehr viel Leid bei den ganz Kleinen - und oft schon abgeschobenen - in unsere Gesellschaft gelindert werden.
Liebe wird nicht in Pfund gemessen und ist daher auch nicht "übrig", wenn sie anderswo nicht gelebt wird. Liebe ist faktisch unerschöpflich. Das hängt auch keineswegs von der sexuellen Orientierung ab.

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petrapanther 28.06.2017, 18:21
57.

Zitat von joG
.....wenn man ein weiteres Sakrament verwirft und ein fundamentales soziologisches Instrument unserer Gesellschaft grundsätzlich verändert? Ausprobieren, heißt es da und machen! Was man allerdings mit dem Standesbeamten tun wird wollen, der auf Grund seines Gewissens geltend macht, er könne an einem Akt sich nicht beteiligen, das als schwerwiegendes Vergehen gegen Mensch und Gott ist? Das wird wohl vor Freitag nicht besprochen. Mal sehen, wer der Richter ist und wie er zufällig sozialisiert wurde. Dann wissen wir was aus dem Standesbeamten wird.
Und wenn ein Standesbeamter sich weigert, einen Schwarzen mit einer Weissen zu verheiraten, weil er ein eingefleischter Rassist und Anhänger irgendeiner kruden Rassenlehre ist? Würden Sie ihn dann auch noch verteidigen? Und wenn nicht: Wo genau ist der Unterschied?

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Juro vom Koselbruch 28.06.2017, 18:21
58.

Ob die katholische Kirche starke Vorbehalte gegen die Ehe für alle hat, dürfte viele Katholiken in der BRD kalt lassen. Insofern kann bezweifelt werden, ob Kardinal Marx überhaupt für die Katholiken in der BRD spricht.
Ich betrachte es als ziemlich dreist, als katholischer Kleriker erstens die Ehe an Zeugung von Kindern binden zu wollen, zweitens Liebesgemeinschaften allein für die Ehe zu vereinnahmen. Denn der Kleriker heiratet selbst prinzipiell nicht und darf keine Liebesgemeinschaften oder sexuelle Bindungen eingehen. Man sollte sich raushalten mit „Vorschriften“, wenn man selber nicht bereit oder Willens ist, auf genannten Feldern Verpflichtungen einzugehen.
Im Übrigen wird der Kardinal selbst von den Steuergeldern aller Steuerzahler alimentiert wird (ab Bischofsrang), auch vom Dönerbudenbesitzer, von Unverheirateten, Geschiedenen, Homosexuellen usw.
Ferner haben wir eine Trennung von Kirche und Staat. Der Staat hat keinerlei Verpflichtung oder Grund, sein Ehekonzept an den Maßstäben irgendeiner Kirche zu messen.
Dass Herr Marx auch noch über ein scheinbar "überstürztes Verfahren" klagt, ist höchst skurril. Man hat z.B. noch sehr gut in Erinnerung, wie lange es dauerte, bis die katholische Kirche endlich mal begriffen hat, dass man auch die Vergewaltigung im Ehebett strafrechtlich zu ahnden hat. Ja, Herr Kardinal, es ging/ geht da tatsächlich um etwas „Heiliges“ in Liebesgemeinschaften, um den strafbewehrten Schutz vor Vergewaltigungen jeder Art. Aber da war sehr lange die katholische Kirche Bremserin. Peinlich und noch mal peinlich. Tja, der katholische Klerus besteht aus Männern.
Wenn in einer homosexuellen Ehe gegenseitige ehegleiche Verpflichtungen (Vorsorge, Hilfe, Unterstützung usw.) eingegangen werden, dann haben die Leute selbstverständlich auch ein Recht auf Ehegattensplitting.
Und pikant ist dann auch noch das: Frau Merkel wies darauf hin, dass ein lesbisches Ehepaar acht Pflegekinder betreut. Auch da weiß der Staat, weiß das Jugendamt eindeutig mehr als Herr Marx. Und man weiß auch um kirchliche Sandale im Zusammenhang mit Kindesmissbrauch. Da sollte man dann doch besser zum „Adoptionsrecht“ bei Homosexuellen nicht mit "Verboten" kommen.

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elhelw 28.06.2017, 18:21
59. Wo kommen die 83 % Zustimmung her ?

... bestimmt aus den Redaktionen von Spiegel, aber nicht aus der Bevölkerung.
Ich stimme der katholischen Kirche darin zu daß der Ehe zwischen Mann und Frau und der daraus entstehenden Nachwuchs einen Sonderstatus zu steht. Dieser sollte nicht durch Homosexuelle Partnerschaften gemindert werden, gerade im Hinblick auf Adoptionen, hier sollten Heterogene Paare Vorrang haben. Die Mehrheit sollte hier Leitlinie sein und nicht Minderheiten.

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