Forum: Politik
Blockupy-Proteste: Gewalt gegen Gewalt

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melnibone 19.03.2015, 22:42
420. Der ...

Zitat von weiß+blau
Was für ein Unfug!! Die Randale waren auf Wochen im voraus auf tausenden Aufkleben und linken Websites angekündigt. "Staatliche Strukturen zerschlagen!" an jedem Laternenmast. Sogar hier im Forum wird die Gewalt schön geredet und gerechtfertigt, also hören sie auf mit irgendwelchen Provokateuren!
Unfug hat eine Schwester, deren Name ist Motivation. Deren Bruder ist wiederum ist die Wohlfühl-Negier-Nichtwirklichkeitswahrnehmungsbewältigung ...
Der effizienteste ´schwarze Block´ kam auch nachweislich ... nicht aus ´Bayern´.
Die Eröffnung der EZB Wohlfühl-Suite war wesentlich länger bekannt.
Sie hätten sich ja paralell zu den Baufortschritten über die sich ´ansammelden/formierenden´ Proteste informieren können.

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blattspreite 19.03.2015, 22:50
421. entsetzt

Frankfurt brennt- nicht aber wegen gewalttätigen Polizisten, sondern weil die irren Kapitalismuskritiker vor lauter Wohlstand nichts anderes zu tun haben, als sich als Revoluzzer aufzuspielen. Und trotzdem werden die zahlreichen Linksgerichteten dieser Republik nicht satt die gesamte Gewalt auf die schützende Polizei zu schieben und völlig zusammenhangslose unkonstruktive Vergleiche (siehe griechischer Rentner) zu ziehen.

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extremepa 19.03.2015, 22:52
422. Zynismus

Man muss sich den unglaublichen Zynismus mal vor Augen halten, mit welcher Chuzpe mal eben 1 Millarde
Steuergelder für ein neues Domizil verschwendet werden. Ein weiterer Beweis, dass die herrschende Klasse kein Interesse hat, ihren Wohltätern entgegenzukommen.
Vor dem Hintegrund ist das bisschen Zerstörung, die paar ausgebrannten Streifenwagen zu vernachlässigen.

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irgendeinniemand 19.03.2015, 22:55
423. Hauptsache Ruhe und Spurführung

Schockiered ist die geringe Anzahl von Teilnehmerinnen an der Demonstration, die die Eröffnung des EZB-Neubaus begleitete.
Die Risiken, die eigegangen werden um ein ewig währendenes exponentielles Wirtschaftswachstums zu generieren scheint die breite Befölkerung nicht zu interessieren. Der Bürger liest lieber die Bild oder glotzt auf den Fernseher, macht die dortigen Themen und Meinungen zu eigen, plappert diese wie ein Papagei nach und wird, ohne es zu merken, zu einem Schaf, dass seinen Schäfer nicht kennt. Er sieht nur die Gewalt, die Ihn schützt nicht die, die Ihn gefangen hält.

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2twisters4sisters 19.03.2015, 23:08
424. Strukturelle Gewalt ...

... wie sie von gesellschaftlichen und/oder politischen Systemen ausgeht, wirkt anders, verursacht am Ende aber dennoch jenen Zorn, von dem Victor Hugo sprach. Das (längst vom Kapitalismus dominierte) Demokratie-System modernen Zuschnitts hat gelernt, die - im Sinne des Widerstands letztlich wirkungs- und daher sinnlose - Gewalt gegen Sachen, Einrichtungen und Vertreter öffentlicher Institutionen für seine propagandistischen Ziele zu instrumentalisieren. Es muss also über (neue) Perspektiven eines anderen Widerstands nachgedacht werden, der diese Systematik nachhaltig durchbricht.

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Schreiber5.1 19.03.2015, 23:25
425. Hut ab, vor Jakob Augstein!

Zitat von wackeldackel77
Für diesen Artikel sollten Sie sich wirklich schämen! Mit keinem Wort verurteilen Sie das was da gestern auf den Straßen meiner Heimatstadt Frankfurt los war. Stattdessen rechtfertigen Sie die Gewalt noch mit der Politik der EZB und der Politiker. Das ist einfach nur traurig. Ein Großteil der Demonstranten die gestern randaliert haben, hatte nicht den Protest im Sinn, sondern nur das möglichst viel zu Bruch geht und das man es der Polizei mal so richtig zeigt. Aber wahrscheinlich ist die Staatsmacht daran auch noch selbst schuld, oder? Sie sind für mich nichts anderes als ein Pseudo-Linker, der in seinem Hamburger Elfenbeinturm sitzt und sich herausnimmt das System zu kritisieren, das ihm seine Millionen jeden Tag erhält, die er auf dem Konto hat. Somit kann ich Sie und Ihre möchtegern politisch korrekten Ansichten nicht ernst nehmen.
Nein, Jakob Zugstein hat absolut recht! Die Ursachen werden nur allzu gern ausgeblendet! Statt gegen das Volk zu regieren - und die meisten Menschen in diesem unserem Lande merken das nicht einmal - wäre ein Umdenken an der Zeit, die total asoziale Politik zu revidieren und jetzt endlich einmal dem Menschen zu dienen und nicht allein den Milliardären! Wenn sich die weltweit 85 reichsten Menschen leistungslos so viel Besitz aneignen konnten, wie die gesamte untere Hälfte (ca. 3,6 Milliarden Menschen) der Menschheit besitzt, dann läuft da gewaltig was schief.

Und so läuft es, dass die Menschen in ihrer Meinung manipuliert werden:

Professor Dr. Dr. Radermacher schreibt im Vorwort in Huschmand Sabets Buch "Globale Maßlosigkeit":

Zitat:"Der vielleicht größte Skandal besteht darin, dass seit einiger Zeit eine massive Umschichtung von Realvermögen auf diesem Globus zugunsten der »oberen Zehntausend« im Besonderen der »oberen Tausend« Superreichen stattfindet. Und dieser Prozess gefährdet mittlerweile die Demokratie überall auf diesem Globus, weil so viel Machtkonzentration in den Händen so weniger dazu führt, dass sich dort, abgeschirmt von der Öffentlichkeit, ein Beratungsumfeld höchster Kompetenz von Ökonomen, Juristen, Steuerberatern, Mathematikern, Sicherheitsfachleuten sowie Spin-Doctors konzentriert, die aus vielerlei Antrieben heraus immer auch damit beschäftigt sind, gemeinsam diese Verhältnisse zu legitimieren und zu perpetuieren und dazu über die Medien weiter die Gehirne zu vernebeln, sodass sogar der besonders intelligente und gut ausgebildtete Teil der Weltbevölkerung nicht bemerkt was passiert." Zitatende!


Sollten viele mal drüber nachdenken!

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Listerholm 19.03.2015, 23:41
426. Sehr guter Artikel mit einem peinlichen Schluss

Wer eine "marktkonforme Demokratie" (Merkel) fordert und befördert, muss mal von Demokraten geerdet werden. Dazu gehört die Inanspruchnahme aller im GG verbürgten demokratischen Rechte: Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit etc.
Wenn aber diese Rechte dadurch ad absurdum geführt werden, dass sie gleichsam aufgesaugt werden, sozusagen integriert werden in das Selbsterhaltungsprogramm der Machtausübenden (siehe da, wir haben doch Demokratie - das Volk darf doch auf die Straße gehen- es darf sogar sagen, was es will- es interessiert uns halt eben nur einen Sch*dreck), darf sich niemand wundern, wenn einigen Menschen der Kragen platzt. Friedliche Demonstrationen bringen offensichtlich nichts. Und das merken die Leute. (Wahlmüdigkeit, Wahlverweigerung bringt nichts, die Politiker machen weiter, weil selbst bei 10% Wahlbeteiligung noch nach Proporz verfahren wird, die Montagsdemonstrationen gegen Sozialabbau -> Magdeburg, PEGIDA,). Die zahllosen gedemütigten Menschen, die vor der ARGE Schlange stehen, sich bei den TAFELN Unterhalt erbetteln, als Hartz-IV-Empfänger den Kotau üben müssen, der Willkür der Ämter und deren Zettelwirtschaft ausgeliefert sind...)
Meinen Sie wirklich, dass sich das fühlende Menschen auf Dauer gefallen lassen, ohne zu versuchen, dieses Joch abzuschütteln. Nicht mehr durch Plakate und Worte allein?
Das ist in Deutschland nur einmal gelungen zum ewigen Ruhm der Basisdemokratie (im Jahr 1989 in der DDR).
Ich lehne jede Form der Gewalt ab. Jedoch braucht es dazu verständige Partner, die erkennen, wann ihr Spiel keine Chance mehr hat.
Ich hoffe, dass diese Art der friedfertigen Konfrontation auch heuer noch ihre Chance bei uns hat.
Anderenfalls befürchte ich, dass wieder einmal, wie so oft in der Geschichte, die Idee der Freiheit und Demokratie erst ihre Märtyrer braucht, um sich durchzusetzen.
Der Schluss Ihrer Kolumne, geehrter Herr Augstein, ist natürlich megapeinlich. Diese rhetorische Frage aber kommentiere ich nicht weiter.

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puyewe 19.03.2015, 23:52
427. Bankengewalt. Wirtschaftsgewalt. Mediengewalt

Traurige Nachrichten. Rauch, Verletzte, Polizei und Demonstranten.
Herr Augstein trifft genau dort wo niemand sehen will.
Der Kapitalismus hat keine ethischen Prinzipien.
Und wir sind viele, und mehr können etwas ändern.
Der Mensch ust nie besiegt,
seine Niederlage ist nie endgültig.
Das wissen die Machthaber schon.

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spon-facebook-10000531708 19.03.2015, 23:53
428. Diktatur des Finanzkapitalss

Man muss jedem Wort von Jakob Augstein hier zustimmen, zumindest wenn man zumindestens halbwegs intelligent, und noch nicht dement ist, oder auch nicht blind ist oder durch den uebermaessigen Konsum der "Bildzeitung" geschaedigt oder egozentrischer Millionaer ist.
Wir leben in einer Diktatur des Finanzkapitals, das seine perfide, duemmliche Politik gegenueber nicht nur der demokratisch gewahehlten Regierung Griechenlands, sondern tagtaeglich und ueberall demonstriert.
Wer kontrolliert die Europaeische Zentralbank? Das Europa-Parlament? Wer waehlt deren Spitzenkader aus? Die stehen doch nur in Verantwortung gegenuber Gott, wenn es einen geben sollte!
Da steht manchen begriffsstutzigen Konservativen der Schaum vor dem Mund, wenn Jakob Augstein hier kommentiert!
Aber zweifellos hat er - leider - Recht!

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feathermcgraw 20.03.2015, 00:02
429. Neoliberalismus

Eins muss mir mal jemand erklären: Was haben Bankenrettung, Rettungsschirme etc. mit Neoliberalismus zu tun? Das ist doch genau das Gegenteil, hier werden gezielt in gigantischem Umfang marktwirtschaftliche Mechanismen ausgehebelt, mit entsprechenden Konsequenzen. Wir braeuchten mehr Liberalismus, nicht diese elende Klientelpolitik..die wiederum die dumpfen Schreihaelse aller Seiten einfordern.

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