Forum: Politik
Blutige Geiselbefreiung: Internationale Kritik an Algeriens Militäraktion
AFP Photo/Statoil/Kjetil Alsvik

Das Geiseldrama auf einem algerischen Gasfeld ist noch nicht beendet, viele Menschen sind tot. Die Heimatländer der Geiseln kritisieren Algerien wegen des Militäreinsatzes scharf. Viele Regierungen wurden offenbar völlig überrascht.

Seite 2 von 15
pförtner 18.01.2013, 08:55
10. Problem

Ist ja wohl Logistisch auch nicht ganz einfach, mitten in der Wüste unbemerkt, Truppen zur Befreiung der Geiseln zusammen zu ziehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nikta 18.01.2013, 08:55
11. nur erste Wirkung des Malieinsatzes

Der Mali-Einsatz hat mit Befreiungslüge angefangen und wird mit Sicherheit genauso wie im Afghanistan ergebnis- und leistungslos beenden. Nichts wurde in Afghanistan seit 2001 geändert. Das Leben der amerikanischen und europäischen Militärs war umsonst. Die Milliarden von Finanzspritzen landeten in den Taschen von Karzai und Provinz-Gouverneuren. Drogenanbau und Drogentransport wurde nie abgebrochen. Ah ja, Al-Qaida und Taliban leben und handeln weiter! Und nach dem Abzug der westlichen Truppen wird es zur afghanischen Normalität zurückkehren, wo Ethnien einander bekämpfen und ihre Lebensart und Lebensweise praktizieren. Also auch ihre zivilisatorische Mission war umsonst. Die Briten haben es nicht geändert. Die Russen haben nichts geändert. Gemeinsammer Einsatz der Amerikaner und Europäer hat nichts erreicht. Jetzt geht es nur darum, um bei dem Truppenabzug Gesicht zu bewahren und diesen Abzug nicht als Schande präsentieren. Da es schon ein neues Ziel ist zu bewältigen. Trotz Rezession, trotz wachsender Arbeitslosigkeit, trotz Eurokrise, trotz finanziellen und sozialen Problemen das Geld für einen neuen Krieg ist da. Selbstverständlich unter Begründung, dass den Islamisten unsere Gesellschaft, unsere Werte, unsere Freiheiten unser Lebensstil ein Dorn im Auge ist. Ah ja, noch wollen sie Minderheiten retten und schützen, nicht Zugang zu den Rohstoffen! Wieso sind Sie nicht so edel und nett und schützen nicht die Minderheiten in Zentralasien? Ah, das ist Moskaus Hinterhof! Wieso schützen sie nicht Minderheiten in China? Ah, China ist zu wichtiger Wirtschaftpartner, egal was dort gegen Minderheiten getrieben wird. Wollen sie sich nicht für Ureinwohner von Australien, USA und Canada einsetzen? Bitte? Ist ein peinliches Thema?! Ah ja, in Sudan eindringen und die Minderheiten dort zu schützen wollen Sie auch nicht, da man dort mit kompletten Truppen aller NATO-Staaten verlaufen und verloren gehen kann! Nun, dann viel Spaß auf einem kleineren Raum in Mali mit großen Konsequenzen für Europa…

Beitrag melden Antworten / Zitieren
viperhyper 18.01.2013, 08:56
12.

Zitat von sysop
Das Geiseldrama auf einem algerischen Gasfeld ist noch nicht beendet, viele Menschen sind tot. Die Heimatländer der Geiseln kritisieren Algerien wegen des Militäreinsatzes scharf. Viele Regierungen wurden offenbar völlig überrascht.
Die Algerier haben das gemacht was die Amerikaner machen wenn sie bewaffnete Leute im Fadenkreuz haben, dann nehmen sie auch auf Frauen und Kinder keine Rücksicht.
Ansich war das eine sehr konsequente Aktion, in der man einfach nur den Feind töten will...warum sollte man sich auch die Blöße geben und einen auf Delphin kuscheln machen blos weil da westliche Bürger arbeiten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
almani78 18.01.2013, 09:01
13. Taktik

Unwahrscheinlich das die Geiselnehmer davon ausgehen das ihre Forderungen erfüllt werden. Es geht hier wohl eher Terror, Angst und blutige TV-Bilder zu verbreiten um damit zu suggerieren das es sehr kostspielig ist sich mit ihnen anzulegen. Da hat die Aktion der algerischen Armee den terroristen eher in die Hände gespielt...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
moscow_online 18.01.2013, 09:06
14. Hm..

Unsere Nachrichtendienste behaupten, es waeren gar keine Algerier, die die Befreiung versuchten, sondern franzoesische Sondereinheiten. Jetzt wird das einfach vertuscht, um sich nach Somalia weiter nicht zu blamieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lollopa1 18.01.2013, 09:08
15. @Bananenblatt

ich finde Sie sollten sich hinstellen und das den betroffenen Angehörigen mal mit einem Blick in das Gesicht der Betroffenen erklären! Denke wenn Sie einen Angehörigen da verloren hätten würden Sie anders schreiben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
intenso1 18.01.2013, 09:09
16.

Zitat von Bananenblatt
Der Artikel liest sich, als wäre die algerische Regierung der Täter. Ob die Aktion die klügste Möglichkeit ist, sei dahingestellt, jedenfalls ist die Umsetzung des Prinzips "wir verhandeln nicht" gut, denn sie demonstriert das Risiko für Nachahmer.
Außerdem sollten sich die Kritiker die Frage stelle: "Wer hat die Islamisten unter anderem mit direkten und indirekten Waffenlieferungen stark gemacht?"

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Trolf77 18.01.2013, 09:10
17.

"Auch der britische Premierminister David Cameron zeigte sich unzufrieden. Nach bisherigen Informationen wurde ein Brite getötet, zwei Schotten konnten entkommen."

Diese Formulierung sollte man nochmal überarbeiten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hxk 18.01.2013, 09:10
18.

Zitat von Bananenblatt
Der Artikel liest sich, als wäre die algerische Regierung der Täter. Ob die Aktion die klügste Möglichkeit ist, sei dahingestellt, jedenfalls ist die Umsetzung des Prinzips "wir verhandeln nicht" gut, denn sie demonstriert das Risiko für Nachahmer.
Sie haben die Geiselbefreiung vermasselt. Angenommen, die algerische GSG9 taugt nix hätten die Algerier besser ausländische Teams um Hilfe bitten sollen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
derz 18.01.2013, 09:11
19. Unschuldige

Westerwelle sagt "Das sind brutale Kriminelle, die auch vor der Ermordung von Unschuldigen keinen Halt machen." Wenn also "Schuldige" - wer auch immer das definiert - ermordet werden, ist alles in Ordnung? Man sollte als Außenminister mit der Sprache doch etwas sorgfältiger umgehen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 15