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Blutiger Machtkampf in Nahost: Das irakische Puzzle
REUTERS

Dschihadisten marschieren auf Bagdad zu, kurdische Einheiten und schiitische Milizen stellen sich entgegen. Iran verspricht der Maliki-Regierung uneingeschränkte Solidarität. Wer verfolgt welche Ziele und Interessen im Irak?

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cvdheyden 13.06.2014, 16:50
1. Mich würde mal interessieren,

........was Peter Scholl-Latour dazu sagen würde. Das ist der einzige, der das vernünftig erklären könnte.
Gibt es irgenwo einen Kommentar von Ihm?

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mal so mal so 13.06.2014, 16:50
2. ok ich habe den artikel gelesen

Zitat von sysop
Dschihadisten marschieren auf Bagdad zu, kurdische Einheiten und schiitische Milizen stellen sich entgegen. Iran verspricht der Maliki-Regierung uneingeschränkte Solidarität. Wer verfolgt welche Ziele und Interessen im Irak?
darf ich nun was schreiben das auch publiziert wird oder fällt alles dem zensor zum opfer? wenn ich den letzten abschnitt richtig verstanden habe ist also assad verantwortlich weil er den isis eine rüchzugsmögöichkeit gab und nicht in der lage war alle isis verbrecher zu eliminieren. also assad böse. sind die saudis die guten und die usa (ok usa immer gut)? oder woher bekommen die ihre waffen? von den russen? putin nehme ich an. dachte ich mir schon das er es ist. immer diese russen.

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opinio... 13.06.2014, 17:00
3. Sunniten, Schiiten, Kurden, Türken

War in diesem Raum nach dem Untergang des Osmanischen Reiches nicht das British Empire aktiv als Kolonial- bzw. Protektoratsmacht und hat letztendlich durch die Grenzziehung den Grund für die heutigen Probleme gelegt? Derselbe Geist, der in der EU für Uneinigkeit sorgt?

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StörMeinung 13.06.2014, 17:07
4. In den von der ISIS eroberten Terretorien hat Syrien den Krieg verloren.

Zitat von sysop
Dschihadisten marschieren auf Bagdad zu, kurdische Einheiten und schiitische Milizen stellen sich entgegen. Iran verspricht der Maliki-Regierung uneingeschränkte Solidarität. Wer verfolgt welche Ziele und Interessen im Irak?
Aber Herr Sydow, Zitat von
Während er gemäßigte Rebellengruppen in Syrien rücksichtslos bekämpft, lässt es Isis weitgehend unbehelligt. Das Regime hat zugesehen, wie Isis in der eroberten Stadt Rakka im Verlauf des vergangenen Jahres einen sicheren Rückzugsort geschaffen hat, von dem aus sie ihre Eroberungszüge startete. Nun zahlt sich für Assad aus, dass er Isis gewähren ließ.
Sehen Sie es doch mal so, in den von der ISIS eroberten Territorien hat Syrien den Krieg verloren und konzentriert seine Kräfte, um ein säkulares Kernsyrien zu erhalten. Jeder Stratege würde so vorgehen, dies hat nichts mit rücksichtslosen Verhalten zu tun.

Assad und ISIS sind Todfeinde und es gab in der Vergangenheit natürlich heftige militärische Auseinandersetzungen, das wissen sie doch auch. Was soll also dieser neuerliche Anti-Assad-Propagandaquatsch.

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Banause_1971 13.06.2014, 17:08
5. Ui..

.. hier gibt man zu, dass man die Dschihadisten unterstützte, weil man Assad stürzen wollte. Respekt. Ich dachte schon, ich stehe allein mit dieser Behauptung. Aber natürlich ist Assad noch immer Schuld an allem, weil er nicht erbarmungslos genug gegen seine Gegner vorgegangen ist. WAS für ein WITZ. Da wird ihm vorgeworfen, Giftgas einzusetzen und Krieg gegen die eigene Bevölkerung zu führen, und nun ist er auch noch Schuld daran, dass die vom Westen gesponserten Dschihadisten nicht erschlagen wurden. WAS für ein Spagat der Weltpolitik. Ein Kalauer, den sich nur der Westen einfallen lassen konnte, um den schwarzen Peter an Assag zu geben. Nebenbei ist dieser Krieg natürlich perfekt, um von den Greueltaten der Kiew-Regierung gegen die Ostukraine abzulenken. Man munkelt,.. dort wurde Phosphor eingesetzt gegen Ostukrainer (natürlich will man das Putin in die Schuhe schieben).

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Mangalore 13.06.2014, 17:10
6. die USA?

Zitat von mal so mal so
darf ich nun was schreiben das auch publiziert wird oder fällt alles dem zensor zum opfer? wenn ich den letzten abschnitt richtig verstanden habe ist also assad verantwortlich weil er den isis eine rüchzugsmögöichkeit gab und nicht in der lage war alle isis verbrecher zu eliminieren. also assad böse. sind die saudis die guten und die usa (ok usa immer gut)? oder woher bekommen die ihre waffen? von den russen? putin nehme ich an. dachte ich mir schon das er es ist. immer diese russen.
Die USA haben ihre Pläne für Waffen an die Rebellen ziemlich schnell aufgegeben, als die Islamisten zu stark wurden. So blöd sind die auch nicht.

Es sind inzwischen primär arabische Länder, die da substantiell eingreifen, da die USA und der Westen die Katasrophe nicht mit einem Stecken anfassen wollen.

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StörMeinung 13.06.2014, 17:13
7. Aufhetzen der Religionen und Nationalitäten

Zitat von opinio...
War in diesem Raum nach dem Untergang des Osmanischen Reiches nicht das British Empire aktiv als Kolonial- bzw. Protektoratsmacht und hat letztendlich durch die Grenzziehung den Grund für die heutigen Probleme gelegt? Derselbe Geist, der in der EU für Uneinigkeit sorgt?
Ja und nein, genauso wie in Jugoslawien ist er immer eine Frage, ob man einen Nationalitätenkonflikt schürt, oder ob man die Menschen einfach in Ruhe leben lässt, und Hetze gegen Andere unterdrückt.

Eine Bekannte aus dem bosnischen Mostar sagte, die Jugendlichen in den 80er Jahren wussten nicht mehr, wer in ihrem Appartmentgebäude nun genau Kroate, Serbe oder Muslim war, war auch EGAL ... bis die Politiker kamen, und die Menschen mit den Gräuelgeschichten vergangener Jahrhunderte wieder gegeneinander aufgehetzt haben. Die Nummer zieht man jetzt auch wieder in der Ukraine durch, item Moldawien, ... Klappt immer :-)))

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StörMeinung 13.06.2014, 17:14
8. In den von der ISIS eroberten Terretorien hat Syrien den Krieg verloren.

Zitat von sysop
Dschihadisten marschieren auf Bagdad zu, kurdische Einheiten und schiitische Milizen stellen sich entgegen. Iran verspricht der Maliki-Regierung uneingeschränkte Solidarität. Wer verfolgt welche Ziele und Interessen im Irak?
Aber Herr Sydow, Zitat von
Während er gemäßigte Rebellengruppen in Syrien rücksichtslos bekämpft, lässt es Isis weitgehend unbehelligt. Das Regime hat zugesehen, wie Isis in der eroberten Stadt Rakka im Verlauf des vergangenen Jahres einen sicheren Rückzugsort geschaffen hat, von dem aus sie ihre Eroberungszüge startete. Nun zahlt sich für Assad aus, dass er Isis gewähren ließ.
Sehen Sie es doch mal so, in den von der ISIS eroberten Territorien hat Syrien den Krieg verloren und konzentriert seine Kräfte, um ein säkulares Kernsyrien zu erhalten. Jeder Stratege würde so vorgehen, dies hat nichts mit rücksichtslosen Verhalten zu tun.

Assad und ISIS sind Todfeinde und es gab in der Vergangenheit natürlich heftige militärische Auseinandersetzungen, das wissen sie doch auch. Was soll also dieser neuerliche Anti-Assad-Propagandaquatsch.

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global_architect 13.06.2014, 17:16
9.

Es zeigt sich das wovor viele vor 11 Jahren gewarnt haben. Obamas Rückzug im 2011 offenbart nun die tiefen Zerwürfnisse die schlussendlich auf die Kolonialzeit und früher zurück zuführen sind! Die Briten haben ähnlich wie bei den afrikanischen Kolonien damals reichlich willkürliche Grenzen gezogen die über lange Zeit nur durch die harte Hand von Diktatoren zusammen gehalten wurden. Wenn man konsequent wäre würde man die Region sich weitestgehend selber überlassen mit all den negativen Konsequenzen.

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