Forum: Politik
Boom in Indien und China: Aufstieg des neuen Ostens

Asien erlebt den Wiederaufstieg zur Weltmacht. Der Einfluss*von Unternehmen aus Indien und China*wächst stetig*- auch im Westen.*Dabei stehen die Boom-Staaten gerade erst am Anfang der Revolution.**Wie stabil ist das Comeback des Kontinents?

Seite 1 von 6
Ganaw09 26.09.2011, 09:50
1. Sehe ich....

Zitat von sysop
Asien erlebt den Wiederaufstieg zur Weltmacht. Der Einfluss*von Unternehmen aus Indien und China*wächst stetig*- auch im Westen.*Dabei stehen die Boom-Staaten gerade erst am Anfang der Revolution.**Wie stabil ist das Comeback des Kontinents?
...das richtig, dass all diese längeren Texte der letzten Tage Auszüge aus dem Buch sind, das direkt daneben beworben wird? Wenn ja, sollte man das vielleicht so kennzeichnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
suedseefrachter 26.09.2011, 10:05
2. ...

Bin selber dort, für mich ist Deutschland gestorben.

Die Deutsche Regierung ist eine einzige Lachnummer geworden. Die Lebensqualität in Fernost (insbesondere den Tigerstaaten) ist derart hoch mittlerweile das Europa dadurch alt aussieht.
Man hat vielerorts traditionelles UND industrielles Leben sehr nah beinander. Jene die über keine besonders gute Ausbildung verfügen kommen in der traditionellen Wirtschaft unter, jene die mehr wollen begeben sich meist in die industrielle Wirtschaft.

Positiver Punkt Nummer eins in diesen Ländern, die Sauberkeit.
Positiver Punkt Nummer zwei das Verhalten der Gesellschaft in überbevölkerten Ballungsräumen, zu keinem Zeitpunkt hatte ich am Wochenende bei jugendlichen so einen negativen Eindruck auf der Straße wie z.B in Deutschland.

Was ich mir für Deutschland wünschen würde, eine allgemeine Modernisierung von ALLEM. Deutschland war einmal Vorreiter in vielen Dingen, der Gesellschaft ging es gut. Mittlerweile gammelt die Gesellschaft auf alten hässlichen Werten der Vergangenheit rum.

Auch die soziale Absicherung in diesen Ländern kann sich mittlerweile sehen lassen. Klar gibt es auch andere Seiten, aber gibt es die in Deutschland nicht auch?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
PZF85J 26.09.2011, 10:14
3. -

Zitat von Ganaw09
...das richtig, dass all diese längeren Texte der letzten Tage Auszüge aus dem Buch sind, das direkt daneben beworben wird? Wenn ja, sollte man das vielleicht so kennzeichnen.
Das sehen Sie wohl vollkommen richtig. Hat aber auch sein Gutes: Der Artikelinhalt lässt Rückschlüsse zu auf den Buchinhalt. Angesichts des Unsinns, der im Artikel verzapft wird, hat das Buch keine Chance auf meine Einkaufsliste zu kommen. "Asien erlebt ...", welch ein Unsinn.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ronomi47 26.09.2011, 10:27
4. Unsere Menschen verstehen die Globalisierung nicht

Zitat von suedseefrachter
Bin selber dort, für mich ist Deutschland gestorben. Die Deutsche Regierung ist eine einzige Lachnummer geworden. Die Lebensqualität in Fernost (insbesondere den Tigerstaaten) ist derart hoch mittlerweile das Europa dadurch alt aussieht. Man hat vielerorts traditionelles UND industrielles Leben sehr nah beinander. Jene die über keine besonders gute Ausbildung verfügen kommen in der traditionellen Wirtschaft unter, jene die mehr wollen begeben sich meist in die industrielle Wirtschaft. Positiver Punkt Nummer eins in diesen Ländern, die Sauberkeit. Positiver Punkt Nummer zwei das Verhalten der Gesellschaft in überbevölkerten Ballungsräumen, zu keinem Zeitpunkt hatte ich am Wochenende bei jugendlichen so einen negativen Eindruck auf der Straße wie z.B in Deutschland. Was ich mir für Deutschland wünschen würde, eine allgemeine Modernisierung von ALLEM. Deutschland war einmal Vorreiter in vielen Dingen, der Gesellschaft ging es gut. Mittlerweile gammelt die Gesellschaft auf alten hässlichen Werten der Vergangenheit rum. Auch die soziale Absicherung in diesen Ländern kann sich mittlerweile sehen lassen. Klar gibt es auch andere Seiten, aber gibt es die in Deutschland nicht auch?
Globalisierung versteht sich unter vielen anderen Aspekten auch als eine Neuverteilung von Macht, Einfluss und Wohlstand. Das ist richtig so. Wir in Europa sind in der Tat sklerotisch geworden. Satt ob all des Manna von oben. Nörglerisch, skeptisch, apathisch...

Natürlich trifft dies nicht auf alle Menschen zu. Jene, die ihre Augen offen halten, reisen, geschäftliche Kontakte in Ermerging Markets pflegen, erkennen diese Veränderung.

Ein wesentliches Merkmal bei uns im Westen sind die auf Bewahrung und Sicherung ausgerichteten Gruppierungen wie zB die Grünen. Skeptisch gegenüber der Technik, einem gesunden Mass an Risikobereitschaft und Veränderung grundsätzlich. Nur mit Windmühlen allein gibt man sich noch lange nicht technikfreundlich. Wie steht's denn mit Nano- und Biotechnologie?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MentalWorks 26.09.2011, 10:34
5. Kasten

Zitat von suedseefrachter
Auch die soziale Absicherung in diesen Ländern kann sich mittlerweile sehen lassen. Klar gibt es auch andere Seiten, aber gibt es die in Deutschland nicht auch?
Ich glaube nicht, dass man das indische Kastensystem als fortschrittlich betrachten kann, sorry.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Scornorcs 26.09.2011, 10:35
6. Alles eine Frage der Einstellung?

Zitat von suedseefrachter
Bin selber dort, für mich ist Deutschland gestorben..... Auch die soziale Absicherung in diesen Ländern kann sich mittlerweile sehen lassen. Klar gibt es auch andere Seiten, aber gibt es die in Deutschland nicht auch?
Der Aussage kann mich anschließen, ich hatte zwar nicht so viel Zeit um in China eine fundierte und differenzierte Perspektive zu erarbeiten, aber im Groben entspricht das auch etwa meinem Eindruck. Dazu möchte ich erwähnen das das Leben dort insgesamt viel gemeinschaftlicher abläuft, die Leute treffen sich auf öffentlichen Plätzen, tanzen gemeinsam, treiben Sport, alles zwanglos und sehr solidarisch, das ist was ich am meisten in Deutschland vermisse, es wirkt hier alles so sehr verbohrt und kühl. Die Integration fällt unglaublich leicht dort drüben und die Mentalität ist im allgemeinen, unabhängig von der individuellen lebenssituation, viel freundlicher und aufgeschlossener gegenüber dem Leben und Neuem. Manchmal aber auch schwer einzuschätzen, da Deutsche wesentlich direkter im Umgang miteinander sind und die chinesiche Rhetorik sehr viel diplomatischer ist und Unbehagen so gut wie nie direkt angesprochen wird und immer ausgedeutet werden muss.

Ich kann das nur empfehlen, wer Gelegenheit hat dort ein paar Wochen/Monate zu verbringen sollte sie auf jedenfall nutzen, gerade die großen Städte stehen meines erachtens den europäischen Metropolen in nix nach, ganz im Gegenteil die Größe und das Ausmaß an moderner Architektur und Infrastruktur sind beeindruckend und meines Erachtens nach schlussendlich Vorboten eines zurückkehrenden Global Players.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
qwer 26.09.2011, 10:38
7. .

Zitat von suedseefrachter
Bin selber dort, für mich ist Deutschland gestorben. Die Deutsche Regierung ist eine einzige Lachnummer geworden. Die Lebensqualität in Fernost (insbesondere den Tigerstaaten) ist derart hoch mittlerweile das Europa dadurch alt aussieht(....) Was ich mir für Deutschland wünschen würde, eine allgemeine Modernisierung von ALLEM. Deutschland war einmal Vorreiter in vielen Dingen, der Gesellschaft ging es gut. Mittlerweile gammelt die Gesellschaft auf alten hässlichen Werten der Vergangenheit rum. Auch die soziale Absicherung in diesen Ländern kann sich mittlerweile sehen lassen. Klar gibt es auch andere Seiten, aber gibt es die in Deutschland nicht auch?
Der Vorteil Deutschlands und vergleichbarer Nationen ist eben, dass es Ihre "anderen Seiten" (im Weltmaßstab) gerade nicht gibt. Wenn man genügend Geld hat u. keinen gesteigerten Wert auf politische Meinungsäußerungen legt, kann man sicher hervorragend in asiatischen Schwellenländern leben...
Ich persönlich finde außerdem, dass europäische Regierungen ein weit weniger lächerliches Bild abgeben, als die tabubeladenen Machthaber in Fernost. Wenn Probleme offen angesprochen werden dürfen, sieht man als Chef halt nicht immer so souverän aus.
Was Ihre Sauberkeitsvorstellung angeht: Verwechseln Sie da vielleicht Deutschland mit Berlin?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
FreieWelt 26.09.2011, 10:44
8. Das dauert noch.

Zitat von suedseefrachter
Bin selber dort, für mich ist Deutschland gestorben. Die Deutsche Regierung ist eine einzige Lachnummer geworden. Die Lebensqualität in Fernost (insbesondere den Tigerstaaten) ist derart hoch mittlerweile das Europa dadurch alt aussieht. Man hat vielerorts traditionelles....
Bevor sich in Deutschland oder Europa etwas zum Guten wendet, muss es leider erstmal zum Crash kommen. Unsere Politversager können leider nur eines, Schulden machen. Dieses Ponzispiel endet jetzt langsam weil unsere Politiker von der Realität eingeholt werden. Hier steht alles vor dem Zusammenbruch, der einzige Grund warum Dtl. noch etwas besser dasteht, ist der Lohnverzicht der arbeitenden Bevölkerung über die letzten 10 Jahre verteilt. Dieses System krankt an allen Ecken und Enden (Gesundheitswesen, Pensionen/Renten, Sozialstaat, Gewalt, Arbeitslosigkeit bzw. Arbeit zu Billiglöhnen, Inflationierung des Euro usw.) und unsere Politiker ändern den Kurs nicht einen mm. Mit Vollgas in die Katastrophe, könnte man meinen. Glücklich, wer da im Ausland ist, die anstehende Rezession wird Europa und vll. auch den USA den Gar ausmachen. Mit Geld drucken löst man nämlich leider keine Probleme.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
haufenweise 26.09.2011, 10:46
9. keine Ahnung

Zumindest lässt der identische Autor darauf schließen. Andereseits, wenn das Buch ähnlich "qualitativ" geschrieben ist, wie der Artikel, lohnt sich der Kauf wahrscheinlich nicht.

Immer diese nichtssagenden Kennzahlen: Größten Währungsreserven, häufigster Geldwechsel, größter Warenumschlagsplatz.

Wenn in Europa ebenfalls über 2 Milliarden Menschen leben würden, wäre es kein Problem diese Zahlen zu "reißen". Anders noch, jahrelang gelang es diese Werte zu dominieren mit weniger Menschen.
Der eingangs genannte Firmenberater hat den wesentlichen Punkt erkannt: Es fehlt in Asien an Innovation und gesellschaftlichem Entwicklungspotential (wobei eine Unterscheidung zwischen China, Indien und den restlichen, nicht zu vernachlässigenden Staaten wie Japan, Süd-Korea, Taiwan etc. zu vollziehen wäre). Gemeint sind vor allem Demokratisierungsprozesse (Ausbau der Bildung, Wohlfahrtsstaatlichkeit, Menschenrechte). Ich zähle mich zu den Menschen, die darauf warten, dass in China nochmal die Bombe platzt.
Die Zahlen die hier als Indikator für Weltbedeutung genannt werden, beruhen letztlich auf die Massen an produzierten Waren und verfügbaren Arbeitskräften. Und diese verlieren spätestens dann ihren Wert, wenn niemand mehr die Produkte im jetztigen Umfang kauft, westlicher Wohlstandsanspruch in Asien (Lohnsteigerung) die dortigen Produkte teurer werden lassen etc. pp.
Die größte Bedeutung obliegt Asien immer noch als Absatzmarkt. Wenn der Autor davon spricht, dass die Europäer ängstlich drum gebeten haben, Asien solle seine Wirtschaft am laufen halten, dann nicht, weil man hier wieder auf Bäumen leben müsste, weil wir nichts mehr haben, was verkonsumiert werden könnte.
Auch wenn Geld die Welt regiert, es sind teilweise nur fiktive Werte ohne Gegenwert. Weiß man in Asien seit 1997/98 auch.

Und etwas spitzfindig gefragt, warum hat Asien bei all der "historischen" Klasse nicht die Qualität europäischer Kolonialmächte etc. erreicht?
Steht hier die Protestantismusthese gegen die Konfuzianismusthese?

Ich denke, dass die Weltwirtschaft an einem Punkt angekommen ist, wo die gegenseitige Abhängigkeit kaum erlauben kann von Superiorstates etc. zu reden.


Zusammenhangslose Grüße =)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 6