Forum: Politik
Boris Johnson: Krawall mit Kalkül
AFP

Boris Johnson poltert von Skandal zu Skandal. Kritiker fordern längst seinen Rücktritt, doch der britische Tory-Politiker bleibt einer der mächtigsten Männer im Königreich. Wie kann das sein?

Seite 1 von 8
adal_ 11.12.2017, 12:38
1.

Was soll man zur Popularität dieser Art "unkonventioneller" Politiker schon sagen? Verwahrlosung ist halt wieder mal populär.

Beitrag melden
seit1958 11.12.2017, 12:41
2. Anscheinend ist die Welt

empfänglich für solche Politclowns. Trump, Wilders, Orban, Boris J., May, etc.
Der nächste steht in Bayern schon an der Pforte und kratzt.

Beitrag melden
schnitteuk 11.12.2017, 12:44
3.

Boris Johnson steht in einer in der britischen Oberschicht fest verwurzelten alten Tradition, gelegentlich einen gezielten und überlegten Fauxpas einzulegen und die eigene Zugehörigkeit zu dieser Schicht ironisch durch überlegt vulgäres oder zumindest simples Verhalten zu unterstreichen. Kann man in Beziehung setzten zu dem neuerdings als "humblebragging" bezeichneten Verhalten. Kann man gut oder schlecht finden, hat aber durchaus Tradition und gilt in weiten Kreisen, wenn richtig dosiert und eingesetzt, als Ausweis von Intellektualität und Witz (im Sinne von geistreichem Auftreten, was der Engländer als "wit" bezeichnet); Prinz Philip ist natürlich das in den Medien populärste Beispiel dafür. Man kann sicher sein, dass Johnson das gezielt einsetzt; er ist als profunder Kenner der Vita und Rhetorik von Winston Churchill bekannt.

Beitrag melden
kamikaze2000 11.12.2017, 12:44
4. Billiger Populist

Ich finde es schrecklich, dass wir in einer Zeit leben, in der es einen Haufen Menschen gibt, die solchen Nullnummern wie Johnson und Trump auf den Leim gehen. Wie ungebildet muss man eigentlich sein, um solchen Scharlatanen sein Stimme/Unterstützung zu geben? Was für eine Verschwendung!

Beitrag melden
herrfroschi 11.12.2017, 12:47
5. Hmmmmm...

Ein wirrhaariger Trottel, der politisch nicht die geringste Ahnung, aber dafür einen extrem flexiblen Hals sowie keinerlei Filter in seiner lauten Klappe hat, steigt in einem englischsprachigen Land weiter und weiter auf, ohne dass sich ihm einer wirklich in den Weg zu stellen traut. Woher kennen wir das nur?

Beitrag melden
schwerpunkt 11.12.2017, 12:53
6.

Erstaunlicherweise hat Donald Trump und Boris Johnson zumindest eines gemeinsam:
Beide sind so etwas wie ein Konzentrat von allem, was man am jeweiligen Typus (US-Amerikaner bzw. Engländer) als absolut unsympathisch identifiziert.

Beitrag melden
spon_4_me 11.12.2017, 12:56
7. Die Frage Ihrer Überschrift

(„Wie kann das sein?“) beantworten Sie in meinen Augen nicht. Dabei würde mich Ihre Meinung als Mitglied des Medienbetriebs interessieren. Boris Johnson hat viel von der Geltungssucht eines Trump, eine ähnliche Selbstverliebtheit, ist äußerst sparsam im Umgang mit der Wahrheit und gleichgültig gegenüber anderer Leute Meinung. Vom Profil her ein klassischer Psychopath - einer von denen, die nicht Verbrecher, sondern erfolgreicher Manager/Politiker/Möchtegern- oder Wirklichmacher werden.
Er ist klüger als Trump (gut, das ist mein Meerschwein auch) und glücklicherweise Politiker eines kleineren Landes. Aber schaut Euch in ihm die Zukunft der Diktatur an: der medial-durchtrainierte, eliten-kritische elitäre Populist, der verstanden hat, dass Wähler nicht aufgeklärt oder informiert oder gar mit unangenehmen Wahrheiten konfrontiert, sondern vor allem in ihren Sichtweisen und Vorurteilen bestätigt werden wollen.

Beitrag melden
mechanicsmike15 11.12.2017, 12:57
8. Kritiker, zu denen offensichtlich auch der Autor gehört

fordern seinen Rücktritt. So whatt, wer nicht der glattgebügelten Presse in den Kram passt, dessen Rücktritt wird gefordert.

Beitrag melden
alleghieri 11.12.2017, 12:57
9. Kolonialist Kipling

"zitierte ein Gedicht des Kolonialisten Rudiyard Kipling". Wir (und einige andere) schickten unsere Kinder zu Verfilmungen von Büchern des "Kolonialisten Rudiyard Kipling": zu "Dschungelbuch". Sind wir jetzt alle Sympathisanten einer verbrecherischen Ideologie? Der Mann, immerhin Nobelpreisträger, war mit seiner Lyrik auch Vorbild für Brecht.
Die Methode erinnert irgendwie an die McCarthy-Hatz.

Beitrag melden
Seite 1 von 8
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!