Forum: Politik
Boris Johnson und seine Brexit-Verhandlungstaktik: Der Saboteur
AFP

Er will sein Land unbedingt am 31. Oktober aus der EU führen - und darf nicht. Nun startet Boris Johnson offenbar einen letzten Versuch, den No-Deal-Brexit doch noch zu ermöglichen: Die EU soll ihn auslösen.

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herbert_gottschalk 08.10.2019, 18:59
1. Wer bald "am Ende der Schlange" steht …

… sollte eigentlich auch dem primitivsten Brexitbefürworter klar sein. Umso schlimmer, dass hier trotzdem gepoltert, gelogen, gehetzt, Gesetz gebrochen und die EU veräppelt wird, was das Zeug hält.
Mal schauen, als was BoJo Teer in die Geschichte Europas eingehen wird.

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Streifenhörnchen15 08.10.2019, 18:59
2. Irland

Was soll der Unfug mit Irland und Nordirland? Da werden doch vor allem Standpunkte aufgebaut, bei denen am Ende einer verlieren muss. Dann baut man da halt wieder eine feste Grenze. Wenn das Nordirland nicht will, dann halt raus aus UK. Dann sprengt der Brexit halt die Insel, Schottland geht auch noch raus... gut ist. Entscheidungen von solchem Gewicht haben nun mal weitreichende Auswirkungen.

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joes.world 08.10.2019, 19:00
3. Er weiß wenigstens, was er will. Wofür er kämpft.

Bei der EU bin ich mir da nicht so sicher. Viele wollen Vieles und übersehen dabei das viel Wichtigere: was sich in der Welt abseits der internen EU-Spiechen noch so tut. Und bald massive Auswirkungen auf die EU haben wird. Die so mit dem Sch..Brexit der nie enden durfte, beschäftigt sind, dass sie die Gefahren nicht erkennen. In direkter Nachbarschaft der EU!

Gerade verrät Trump die Kurden. Was gar nicht geht. Moralisch inakzeptabel. Aber das ist Donald egal. Ich hoffe nur, wenn er dies wirklich tut, sich bald einer großen Menge an Reps gegenüber sehen wird, die sich erstmals in Scharen mit den Dems verbünden.

Kurdenverrat aber geht für die EU noch viel weniger. Nicht nur weil es unmoralisch ist. Moral war der EU bisher wenig wert, zu sehr sind ihre Hauptplayer mit Eigeninteressen und denen derer, die ihnen nahe stehen, beschäftigt.

Sondern weil ein Krieg des Erdo eine Region Syriens betreffen würde, die bisher nicht verwüstet wurde. Und weitere Flüchtlingsbewegungen in Gang setzen würde. In derem Sog dann gleich auch mehr aus all den übervölkerten Ländern Asiens und Afrikas mitziehen, nachziehen werden.

Man reitet kein totes Pferd. Während die Welt an einem vorbeigaloppiert. Umsatteln wird immer existenzeiller für die EU, wenn sie noch mitspielen will. Im Weltengefüge. Und nicht Spielball werden will. Von Leuten wie Erdogan.

In diesem Sinne hoffe ich inständig auf ein Ende mit Ende diesen Monats. Verlängerung kann sich diese außenpolitisch so schwache und unaufmerksame EU gar nicht mehr leisten! Wir brauchen unsere Sinne endlich weider für die wesentlichen europäischen Dramen und Entwicklungen. Lasst die Briten ziehen. Und stoppt Erdogan in seinem neokolonialistischen, hypernationalistischen Wahn. Weil der der EU die wahren Probleme bereiten wird. Nicht der Brexit. Und auch nicht Johnson.

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Profff 08.10.2019, 19:01
4. Die EU sollte jetzt die Nerven behalten

Ein durchsichtiger Provokationsversuch der Brexithardliner einer Partei, deren Chef schon längst keine Mehrheit mehr im Parlament hat und von vielen, auch innerhalb seiner Partei, als unglaubwürdig gesehen ist. Auf der Karte steht für die Tories alles und sie würden alles tun, aber können es nicht mehr - inklusive einer Blockadepolitik. Jetzt heisst es für die EU die Nerven behalten und sich nicht provozieren lassen - Johnson's/Cumming's Poltern ist ein Zeichen der Schwäche.

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akiiii 08.10.2019, 19:02
5. Schlau

Schlau von BJ. Vielleicht schafft er es echt endlich den Brexit durchzudrücken. Ginge es nach der EU, würde das ganze ja zu einem BER2 werden...

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exHotelmanager 08.10.2019, 19:04
6. Diese Zwickmühle war von vornherein absehbar und bekannt

Die EU hätte keiner Verlängerung zustimmen dürfen, nachdem der Vertrag gescheitert war. Jetzt hat Johnson die ganze EU in der Hand - sein Lebensziel.

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-su- 08.10.2019, 19:04
7.

Habe letztens einen Kommentar gelesen in dem behauptet wurde, dass Johnson von Hedgefonds mit seiner Brexit Kampagne unterstützt wurde. Diese Hedgefonds sollen mittlerweile auf einen harten Brexit am 31. Oktober gewettet haben. Würden also viel Geld mit diesen Brexit machen.
Wenn das Stimmt, wäre es doch gut, wenn das viel mehr thematisiert werden würde. Da zeigt sich u.a. wie käuflich Johnson ist und wie pervers Hedgefonds sind.

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sunshinebob 08.10.2019, 19:08
8. ob hart oder weich Hauptsache Brexit

Bloß keine Verlängerung. Dann kommt es halt zum harten Brexit, aber dann hat das Theater wenigstens ein Ende.

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demokrit2017 08.10.2019, 19:13
9. Unlösbar

Entweder die Zollgrenze ist in der Irischen See, was für GB unzumutbar ist, oder sie ist zwischen den Irlands, was für diese beiden unzumutbar ist (die EU geht es eigentlich nichts an). Nach wie vor halte ich es für unglaubwürdig, dass eine Grenze einen Krieg erzeugt und wem es nicht passt, dass da ein anderes Land beginnt muss es halt beigebracht bekommen. Allerdings will die Grenze tatsächlich keine der beteiligten Staaten und Parteien. Und doch wird sie nach einem hard Brexit kommen müssen. Irgendwelche Wischiwaschi-Lösungen mit virtuellen Kontrollen funktionieren doch nicht. Das würde ein Eldorado der Schmuggler werden.

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