Forum: Politik
Boris Johnsons Außenpolitik: Beleidigen, belabern, bezirzen
Getty Images

Mit Donald Trump versteht er sich neuerdings prächtig, China braucht er mehr denn je - und dann wäre da noch der Konflikt mit Iran: Welche außenpolitischen Aufgaben auf den neuen Premier Großbritanniens zukommen.

Seite 4 von 5
vulcan 27.07.2019, 08:53
30.

Zitat von Schmitz70
Die Hunde bellen und die Karawane zieht weiter. Wenn der Iran will sperrt er den Persischen Golf mit ein paar billigen Seeminen und fertig und lässt Raketen auf U.S. und UK Schiffe regnen. Weder DT noch BJ können daran was ändern genausowenig wie sie die EU nicht zerstören können. Wir sind stärker als die, darum schreien die beiden ja auch 24h. Die Ehefrauen tun mir leid.
Ihre Vorstellung von den Möglichkeiten Irans (und den Konsequenzen eines solchen Versuchs) sind geradezu erschreckend.
Glauben Sie ernsthaft, der Iran hätte auch nur die geringste Chance, sich militärisch gegen die US und GB zu behaupten?
Mit einer Mini-Marine und einem fliegenden Museum als Luftwaffe?
"...lässt Raketen regnen..." - herrje, die Folgen eines einzigen Lenkwaffenstarts gegen ein Schiff oder Flugzeug der US oder Royal Navy möchte hier wohl niemand sehen - und schon gar nicht der Iran.
Minen im persischen Golf hatte der Iran schon mal - 1988 war's glaub ich. Lesen Sie mal nach, was passiert ist, als eine US-Fregatte auf eine solche Mine gefahren ist. Und da haben sich die USA noch böse zurückgehalten.
In einem ernsthaften Krieg hätte der Iran binnen Tagen seine gesamte Marine, den Großteil seiner Luftwaffe und Luftabwehr und ebenfalls die Fähigkeit, irgendwelche Anti-Schiffs-Lenkwaffen einzusetzen, eingebüßt.
Das weiß auch der Iran, deshalb pieken sie nur. Der Iran kann es militärisch nicht einmal mit Israel aufnehmen - zum Glück.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
xxgreenkeeperxx 27.07.2019, 08:55
31. @thobie2

Zitat von thobie2
Bei Ihrer Hetze gegen die Bundesregierung ...
Übertreiben sie da nicht ein wenig.? :) Angesichts der hier erscheinenden "sachlichen" Kommentare gegen Mr. Trump und Mr. Johnson erlaube ich mir halt mal den Blick auch ein wenig auf unsere Regierung zu lenken. Wenn das schon "Hetze " ist was sind dann die Kommentare gegen die v.g. Personen? Aber egal, dann bin ich halt in "ihren" Augen ein "Hetzer". :) Und zum Thema, in das Parlament habe ich genauso wenig vertrauen wie in Frau AKK. Wer ständig sein o.k. zur Verlängerung der Afghanistaneinsätze der BW gibt der wird sich bei der Genehmigung eines Iraneinsatzes wahrscheinlich nicht anders entscheiden. Aber warten wir es ab. Hier ist Mr. Johnson jetzt gefragt. Vielleicht hat er ja doch mehr Verstand als in Deutschland von Leuten wie ihnen vermutet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Respect1 27.07.2019, 09:01
32. Boris J. und Donald T.

Boris Johnson wird wohl als der Premier mit der kürzesten Amtszeit in die Geschichte eingehen. Hauchdünne Mehrheit, großes Gebluffe Richtung EU, Labour und innerparteiliche Gegner ohne Substanz. Einen Schwenk hin zu Neuwahlen oder einem neuen Referendum kann er sich nicht leisten. Einmal Premier sein... oh wie schön... und wenn es nur für ein paar Wochen ist.
Ich wette darauf, dass es nicht zum ungeregelten Brexit kommen wird, auch weil Frau v.d.L. in Ihrer Antrittsrede anklingen ließ den Briten noch mehr Zeit zu geben.
Doch abgesehen davon, die Menschen in GB werden auch auf Grund ihres Demokratieverständnisses schnell merken welchem HONK sie da teilweise folgen. Goldenes Zeitalter inklusive Neuverfilmung von Upstairs/Downstairs ;-) für die ewigen Nostalgiker. Lächerlich. Freihandelsabkommen mit Trump... na da bin ich mal gespannt. Solche Verhandlungen ziehen sich - wenn überhaupt - über Jahre. Da ist der jetzige US-Präsident längst im Ruhestand. Es sei denn er setzt eine dritte Amtszeit durch. Diese Bestrebungen würden mich nicht wundern. Und die Ambitionen Schottlands GB zu verlassen werden jetzt unter diesem Premier bestimmt nicht kleiner.

Nur mit Fake-News und Gesabbel in sämtliche Richtungen wie es gerade passt, funktioniert aktuell nur im "rust belt" des mittleren Westens der USA, wo wie mir scheint alle "blindlings" Trump folgenden US-Bürger ihr Hirn an der Rodeokasse abgegeben haben. Einfache Antworten auf schwierige Fragen sind halt wie ein Fastfood-Menü einfach zu konsumieren, verdauen, fertig. Hinterfragen von Äußerungen nicht notwendig.

Und bevor jetzt jemand einen Vergleich zu Europa respektive Deutschland zieht... ja auch hier gibt es diese Form des unmündigen Bürgers, denn auch hier werden die Menschen gern regiert (H.G.). Mutti hat es bis auf die Flüchtlingskrise alles gut gemacht, oder doch nicht...?


Schöne WE

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Neandiausdemtal 27.07.2019, 09:12
33. Auf manches darf man nicht warten!

Zitat von spon-facebook-10000159648
und werden gern als doof und inkompetent dargestellt. Aber warten wir doch jetzt erstmal ab, wie beide gemeinsam agieren. Vielleicht sind sie erfolgreicher als gewisse EU-Politiker, gerade deswegen, weil sie einen anderen Stil pflegen.
Hitler, Mussolini und Franco waren auch eine zeitlang erfolgreich. Das Ende ist bekannt. Es wäre besser gewesen, sie hätten nie die Chance bekommen, in die entsprechenden Positionen zu gelangen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Listkaefer 27.07.2019, 09:23
34. @gelbenesieck Nr.15

Das was Sie da zugunsten Johnsons vorbringen ist alles nichts, im Vergleich damit, dass er mit billigem Populismus und Lügen die Briten zum Brexit verführt hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rambazamba1968 27.07.2019, 09:31
35. Bekannte Methoden

es ist doch in der USA und GB geglückt über Nationalismus gepaart mit sozialen Politikversprechen an die Armen an die Macht zu kommen. Das kennen wir doch aus der Geschichte.

Und es ist leider das Ergebnis, dass etablierte Parteien in der Vergangenheit keine konsequente gute Sozialpolitik vorweisen können.

Boris Johnson wird natürlich scheitern, aber das wird ihm egal sein. Er hat ja schon sein Ziel erreicht und ist an die Macht gekommen. Traurig, ein Clown der ganz groß im Lügen ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ingbeti 27.07.2019, 09:34
36. Nichts gelernt?

Vor knapp 100 Jahren kamen in Europa Nationalisten an die Macht, Hitler, Franko, Mussolini etc. Und haben die Welt ins Unglück gestürzt. Heute die zerstörerischen Populisten. Und Nationalisten sind die ebenfalls. Kann das gut ausgehen? Haben die Menschen nichts gelernt???

Beitrag melden Antworten / Zitieren
at.engel 27.07.2019, 09:39
37.

Was ich schon irgendwie problematisch finde, ist zum einen die Haltung der Presse. Da macht man sich permanent über irgendwelche blödsinnigen Tweets lustig, über die Ignoranz der beiden - Trump und Johnson - auch über ihre grenzenlose Unverschämtheit, aber wirklich ernst nehmen tut man sie nie! Man schaut auch hin und wieder, ob es nicht eine Möglichkeit gibt, sie vorzeitig wieder los zu werden, aber auf dem rein politischen Gebiet bekämpft man sie dann schließlich doch nicht. Ist ja letztendlich ganz praktisch: Da hat man jahrelang einen ganz witzigen Feuilleton, und es natürlich einfacher drei Artikel täglich über den Blödsinn von Johnson zu schreiben, als jetzt z.B. über Steinmeier oder Merkel: Zu denen fällt auch mir nichts mehr ein!
Das andere ist, dass es wir hier ja nicht mit zwei Vertretern irgendwelcher spätpubertierenden Chaotenparteien zu tun haben, wie es z.B. die FPÖ ist, sondern mit Leuten, die so altehrwürdigen, und die Demokratie tragenden, Parteien wie den Tories oder den US-Republikanern angehören, und von diesen Parteien auch getragen werden. Von diesen Krawattenträgern ist doch keiner in der Lage, sich mal vor die Partei hinzustellen und zu sagen "Stop", so kann es nicht weiter gehen. Und da fragt man sich, wie viele von unseren ach so integren CDU/CSU-Migliedern, die heute noch laut Johnson oder Trump kritisieren, würden morgen in einer vergleichbaren Situation ihren Mund halten, und lieber jeden noch so gefährlichen Polit-Clown untertützen, als ihr eigenes bisschen Macht aufs Spiel zu setzen. Ich, für meinen Teil, habe es aufgegeben, mir diesbezüglich noch irgendwelche Illusionen zu machen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cobaea 27.07.2019, 09:56
38.

Zitat von RedMillionaire
Die Kommentare hier sind ohne Sinn und Verstand. Draufhauen und sich moralisch erhöhen. Diese Männer sind demokratisch gewählt. Aber als deutsche Moralisten und Besserwisser erheben wir Einspruch. Wir sind die, die allen anderen erklären wollen, wie falsch sie liegen. Mehr Überheblichkeit geht nicht, Ich fühle extreme Fremdscham.
1. dass jemand demokratisch gewählt ist, macht ihn oder sie noch nicht zu einem Politiker/einer Politikerin, die gute Politik betreiben. "Gut" im Sinne von hilfreich für das eigene Land und zumindest nicht schädlich für die Länder, mit denen man zusammenleben will/muss. 2. Die hier Kritisierten werden nicht nur hier kritisiert, sondern z.B. auch in ihren eigenen Ländern. Die härtesten Urteile über BoJo stehen in britischen Zeitungen. Und es sind US-Zeitungen, die inzwischen ganze Abteilungen halten, die überprüfen ob Aussagen des POTUS richtig oder falsch sind. 3. Kritik üben zu können, ohne dafür sanktioniert zu werden, ist ein demokratisches Recht. Nennt sich Meinungsfreiheit. 4. Man erhöht sich nicht automatisch, nur weil man sich darüber Gedanken macht, was bestimmte Handlungen (oder unterbleibende Handlungen) der eigenen oder fremder Staatschefs bedeuten, wenn diese Handlungen Auswirkungen auf das eigene Land und auf die Welt haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Siebengestirn 27.07.2019, 10:07
39. Eine ziemlich einseitige Beobachtung.

Zitat von RedMillionaire
Die Kommentare hier sind ohne Sinn und Verstand. Draufhauen und sich moralisch erhöhen. Diese Männer sind demokratisch gewählt. Aber als deutsche Moralisten und Besserwisser erheben wir Einspruch. Wir sind die, die allen anderen erklären wollen, wie falsch sie liegen. Mehr Überheblichkeit geht nicht, Ich fühle extreme Fremdscham.
Die hier abgegebenen Kommentare basieren durchweg auf Fakten, die diese beiden Herrn zu verantworten haben. Eine demokratische Wahl kann zudem nie vor berechtigter Kritik schützen. Wobei Herr J. es lediglich ca 90.000 Parteimitglieder zu verdanken hat, Premierminister geworden zu sein. Kann man das demokratisch nennen? Wenn Sie meinen, sich "fremd schämen" zu sollen, ist das Ihre Sache. Könnte es sein, dass Sie sich dabei etwas "überheben"?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 5