Forum: Politik
Botschaft an die Trump-Regierung: Amnesty warnt Reisende in den USA vor Schusswaffen
George Frey/ REUTERS

Es ist ein ungewöhnlicher, hochsymbolischer Schritt: Amnesty International weist Reisende auf die "omnipräsenten" Waffen in den USA hin. Wer das Land besucht, solle immer einen Notfallplan parat haben.

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equigen 08.08.2019, 07:00
10. Warum keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes?

Es gibt nur eine handvoll Länder in der so viele Menschen durch Gewalt umkommen wie in den USA. Höchste Zeit, dass Tourismus in dieses Land eingeschränkt wird. Hilft nebenbei auch noch dem Klima, wenn man nicht mehr zum Shopping rüberfliegt...

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leontion 08.08.2019, 07:06
11. Tausende?

"In den USA kommen jährlich Tausende Menschen durch Schusswaffengebrauch ums Leben."
Zehntausende! 2017 waren es fast 15.000.
Noch höher ist die Zahl der Selbstmorde mit Schusswaffen. https://en.wikipedia.org/wiki/Gun_violence_in_the_United_States

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lestat3006 08.08.2019, 07:22
12. Warum schießt da nicht mal einer zurück?

Ich, 53, habe mein ganzes Leben lang keinen Fuß auf us-amerikanischen Boden gesetzt und werde das auch in Zukunft nicht tun. Die Frage, die sich mir stellt: Wenn dort die halbe Nation bewaffnet ist und man eine Schusswaffe mit sich führen darf - warum hat da bei den diversen Amokläufen nie jemand zurückgeschossen? Speziell in El Paso, bei 1000 Menschen im WalMart, muss doch wenigstens einer von ihnen eine Pistole/ Revolver dabei gehabt haben!? Das beweist, dass mehr Waffen nicht mehr Sicherheit bedeuten, denn wenn es ernst wird, kneift auch der/die mit der größten 45er. (Könnte man die wegen unterlassener Hilfeleistung drankriegen?)

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barrakuda64 08.08.2019, 07:46
13. Warum überschätzte Gruppierung?

Überschätzte Gruppierung deshalb, weil sie glauben, den USA einen Schaden zufügen zu können, indem sie durch ihre Aussage Scharen von Touristen davon abhalten, in die USA zu reisen. Fast niemand legt Wert auf die Aussagen von Amnesty International; und auf die paar Angsthasen, die sich davon beeindrucken lassen, legt man in den USA wiederum keinen Wert.

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dickidoro 08.08.2019, 07:47
14. Schusswaffen in usa

Ministerpräsidentin Ardern hat in Neuseeland vorgemacht, dass es möglich ist, den Wahnsinn, Kriegswaffen wie kaugummi zu kaufen abstellen kann. Aber der tumbe Trump will das Problem nicht sehen und schützt lieber 5 % schusswaffennarren, als sich um die Sicherheit der Menschen zu kümmern. In 10 US- Bundesstaaten ist mir noch kein Waffenträger begegnet; also grundsätzlich ist reisen in den USA sicher.
Trump und die Manager der Nora sind das Übel.

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aktiverbeobachter 08.08.2019, 08:15
15. übertrieben

Also so sehr wie ich auch diese Amokläufe verachte und auch die Nähe in USA zu Waffen sehe (und ich bin auch für deutlich strengere Waffengesetze inkl. Verbot von Sturmgewehren bin), finde ich das doch sehr übertrieben und vermittelt ein nicht angemessenes Bild von USA. Wir reisen regelmäßig (mehrmals pro Jahr) in die USA zu unseren Verwandten und Freunden und ich empfinde dabei überhaupt nicht die Notwendigkeit einen Notfallplan zu haben. Selbstverständlich ist jeder dieser amoklaufenden Spinner, einer zu viel, aber alltagspräsent oder omnipräsent ist diese Gefahr aus meiner Sicht in keiner Weise. Die ganz große Mehrheit der Amerikaner geht sehr verantwortungsvoll mit Waffen um.

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vo2 08.08.2019, 08:22
16. Ich stell mir grad vor

Zitat von lestat3006
Ich, 53, habe mein ganzes Leben lang keinen Fuß auf us-amerikanischen Boden gesetzt und werde das auch in Zukunft nicht tun. Die Frage, die sich mir stellt: Wenn dort die halbe Nation bewaffnet ist und man eine Schusswaffe mit sich führen darf - warum hat da bei den diversen Amokläufen nie jemand zurückgeschossen? Speziell in El Paso, bei 1000 Menschen im WalMart, muss doch wenigstens einer von ihnen eine Pistole/ Revolver dabei gehabt haben!? Das beweist, dass mehr Waffen nicht mehr Sicherheit bedeuten, denn wenn es ernst wird, kneift auch der/die mit der größten 45er. (Könnte man die wegen unterlassener Hilfeleistung drankriegen?)
wie ich dort bis unter die Zähne bewaffnet den Held spielen will. Die Frage ist natürlich woran erkennt man den Bösen? Am Trump-Shirt?
Also: Attentäter ballert wild rum. Ich ziehe meine Waffe um den Attentäter zu erschießen. Ein anderer zieht eine Waffe um mich zu erschießen, weil er ja nicht weiß, dass ich nicht der Attentäter bin. Oder vielleicht hab ich ja den Attentäter gar nicht erwischt, weil der anderer ebenfalls ein Held war. Oder es sind mehrere Attentäter. Oder oder oder.
Die Welt ist in echt sicher komplizierter als man sich vorstellen mag.

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Naturrecht 08.08.2019, 08:26
17.

Zitat von lestat3006
Ich, 53, habe mein ganzes Leben lang keinen Fuß auf us-amerikanischen Boden gesetzt und werde das auch in Zukunft nicht tun. Die Frage, die sich mir stellt: Wenn dort die halbe Nation bewaffnet ist und man eine Schusswaffe mit sich führen darf - warum hat da bei den diversen Amokläufen nie jemand zurückgeschossen? Speziell in El Paso, bei 1000 Menschen im WalMart, muss doch wenigstens einer von ihnen eine Pistole/ Revolver dabei gehabt haben!? Das beweist, dass mehr Waffen nicht mehr Sicherheit bedeuten, denn wenn es ernst wird, kneift auch der/die mit der größten 45er. (Könnte man die wegen unterlassener Hilfeleistung drankriegen?)
Das Waffenrecht in den USA ist vom Bundesstaat abhängig. Beispielsweise hat New York relative restriktive Waffengesetze, sodass Sie sich dort genauso "angstfrei" fühlen können wir in Berlin.

In Texas ist das öffentliche Tragen einer Waffe grundsätzlich verboten. Ausnahme ist, dass sie eine spezielle Carry License besitzen. Diese License kostet jedoch Geld. Dadurch sind diese Carry Lizenzen in der Bevölkerung gleich verteilt.

Ein weiterer soziologischer Aspekt könnte sein, dass vornehmlich Frauen zu dieser Uhrzeit einkaufen gehen. Frauen weisen ebenfalls eine niedrigere Häufigkeit dieser Lizenzen auf als Männer.

Ein Überblick über Fälle, wo das Tragen einer Waffe in realen Situation sowohl positiv als auch negativ gewürdigt wird, ist der Youtube-Kanal "active self protection".

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Draw2001 08.08.2019, 08:27
18. Rechts ausgerichtete Politiker verbieten keine Waffen.....

In Washington gabe es keine Mehrheit für das Verbot von Sturmgewehren, wird berichtet. Das war auch zu erwarten. Erstens wurde der Amoklauf dort nicht verübt und zweitens sitzen dort die von der NRA (Nationale Feuerwaffen Gemeinschaft ) protegierten und finanziell unterstützten Politiker. Für das Verteidigen von Haus und Hof würde eine Pistole genügen. Ein Sturmgewehr schießt sicherlich 300 Meter weit noch mit tödlicher Wirkung. In den Städten gibt es kaum Grundstücke welche über diese Ausdehnung nach allen Seiten verfügen. Wozu benötigt in USA ein Privatmann ein Sturmgewehr mit einer solchen Schussweite? Alle Amokläufer benutzten keine Pistolen, sondern immer Gewehre. Amerika will be great again, Alles muss groß sein in Amerika: Die Straßen, die Wolkenkratzer, die Autos, der Hubraum der Motoren und natürlich auch das Format der Schusswaffen. Jetzt ist auch die Trauer groß.

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Atheist_Crusader 08.08.2019, 08:28
19.

Zitat von lestat3006
Ich, 53, habe mein ganzes Leben lang keinen Fuß auf us-amerikanischen Boden gesetzt und werde das auch in Zukunft nicht tun. Die Frage, die sich mir stellt: Wenn dort die halbe Nation bewaffnet ist und man eine Schusswaffe mit sich führen darf - warum hat da bei den diversen Amokläufen nie jemand zurückgeschossen? Speziell in El Paso, bei 1000 Menschen im WalMart, muss doch wenigstens einer von ihnen eine Pistole/ Revolver dabei gehabt haben!? Das beweist, dass mehr Waffen nicht mehr Sicherheit bedeuten, denn wenn es ernst wird, kneift auch der/die mit der größten 45er. (Könnte man die wegen unterlassener Hilfeleistung drankriegen?)
Den Tatbestand der unterlassenen Hilfeleistung gibt es in den USA nicht (eine rechtliche Eigenheit vieler Länder die auf dem alten englischen Rechtssystem aufbauen). Einige Bundesstaaten machen es zur Pflicht die Behörden/Rettungskräfte zu benachrichtigen, aber das war's auch schon.
Und unerwünschte Hilfeleistung kann einen verwundbar für Klagen machen. Allerdings kann Jemand der vor Ort ist auch sehr leicht auf Selbstverteidigung plädieren, was dann wieder eine ganze Menge Dinge entschuldigt.

In vielen Fällen wählen Amokläufer Orte aus, an denen Waffen verboten sind, z.B. Malls oder Schulen. Das reduziert natürlich die möglichen Waffen vor Ort.
Wer glaubt, dass mehr Waffen dagegen helfen, der sei erinnert, dass es in der Parkland-Schule einen bewaffneten Sicherheitsmann gab, dieser aber zögerte einzugreifen. Oder dass der Schütze von Las Vegas 10 Minuten lang ungestört schießen konnte, weil er einen großen Reichweitenvorteil hatte. Oder dass der Schütze von Dayton innerhalb von weniger als einer Minute von der Polizei ausgeschaltet wurde, aber in dieser kurzen Zeit 14 Menschen töten und verletzen konnte.

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