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Botschaft an die Trump-Regierung: Amnesty warnt Reisende in den USA vor Schusswaffen
George Frey/ REUTERS

Es ist ein ungewöhnlicher, hochsymbolischer Schritt: Amnesty International weist Reisende auf die "omnipräsenten" Waffen in den USA hin. Wer das Land besucht, solle immer einen Notfallplan parat haben.

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derjoey 08.08.2019, 17:27
80.

Zitat von Naturrecht
Sie verstehen jedoch den Vergleich immer noch nicht. Es geht nicht darum, wo mehr Menschen sterben. Es geht darum, dass ein freier Verkauf von Schusswaffen sowie ein fehlendes Tempolimit nur durch emotionale Argumente gestützt werden kann. Bei einer rationalen Denkweise gilt es beides abzulehnen.
Mit "emotional" kann man so ziemlich alles begründen. Aber was zählt, wie Sie ja auch schreiben, ist das Rationale, und das haben schon viele andere Foristen beleuchtet (Stichwort Tote im Straßenverkehr und durch Schusswaffen pro Land). Aus rationaler Sicht sind Autos nunmal etwas anderes und haben einen gänzlich anderen Zweck als Waffen.

Aus rationaler Sicht bin ich vorsichtig auf und bei Straßen, weil ich weiß, dass es dort potenziell gefährlich ist. Wenn ich Statistiken ignorierend Angst haben sollte, auf einer Autobahn ohne Tempolimit in einen Unfall verwickelt zu werden, kann ich das relativ einfach umgehen, indem ich die betreffenden Autobahnen nicht benutze (bspw. indem ich die Bahn nehme).

Bei "freie Waffen für freie Bürger" dürfte ich mich hingegen nirgendwo mehr sicher fühlen, in keiner Schule (Parkland, 17 Tote und 15 Verletzte), in keinem Einkaufszentrum (El Paso, 20 Tote und 26 Verletzte), auf keinem Festival (Las Vegas, 58 Tote und 869 Verletzte) oder überhaupt irgendwo in der Stadt (Dayton, 9 Tote und 27 Verletzte).

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eckawol 08.08.2019, 17:53
81. Wie Du mir, so ich Dir...

Wann kommt die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes ?
Das Außenministerium der USA hatte jüngst ähnliche Reisewarnungen in Himblick auf Reisen nach Chemnitz, usw. veröffentlicht.

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wilfriedwunderland 08.08.2019, 19:21
82.

Zumindest werden in den USA keine Urlaubenden Bubdeswehrsoldaten aus nichtigen Gründen verhaftet und konsularer Beistand verhindert.

Ich hatte noch nie Probleme während einem halben Dutzend US Urlaube.

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FrankDunkel 08.08.2019, 19:25
83.

Zitat von timtom2222
Naja, erst ist ja nichts Neues. Was für den Amerikaner die Waffen sind, sind für den deutschen die Autos (rasen ohne Tempolimit). Daher ist davon auszugehen das es keinen davon abhalten wird die USA und ihre wundervollen Landschaften zu besuchen.
Mal wieder ein hinkender Vergleich. Autos sind zur Fortbewegung gedacht, mit Waffen kann man nichts anderes als schießen. Dass es beim Autofahren mitunter zu Todesfällen kommt, ist unbestritten. Das macht sie nicht zu einer Waffe.

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wilfriedwunderland 08.08.2019, 19:38
84. draco2007heute, 16:02 Uhr

Das Problem in den USA ist nicht das Speed Limit sondern, dass die Fahrausbildung in den USA de facto nicht existent ist und auch der marginale oder nicht vorhandene TÜV.

Ich bin mit meinem Wrangler mal bei der State Inspection durchgerasselt, weil die Tür sich von innen nicht entriegeln ließ.
Nun gut. Ab nach Haus, Türen in die Garage und zurück zur Nachprüfung.
Keine Türen. Kein Problem.
Sticker bekommen.
Als Deutscher habe ich die Türen natürlich trotzdem noch repariert, sobald ich die Zeit und Ersatzteile hatte;
der durchschnittliche Ami hätte das gelassen.
So passiert es dann eben auch mal das einen auf der Interstate die Radaufhängung verlässt und die Karre funkensprühend über den Asphalt pflügt...

Und dann gaaanz gaaanz bischen mögen auch die Distanzen im Land eine Rolle spielen, dass Verkehrsunfälle tödlich enden. Abends irgendwo 200 Meilen westlich von Amarillo die Karre in den Graben gelegt bekommt unter Umständen erst am nächsten Morgen einer mit...

Ich kann mich an einen Verkehrsunfall in Saskatchewan (ich weiß dass das in Kanada ist aber es geht um die Ausdehnung des Landes) erinnern,
da hat es über eine Stunde gedauert bis überhaupt ein Rettungshelikopter angekommen ist. Sowas ist in der Regel nicht sehr förderlich für einen schwer Verunfallten...

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moev 09.08.2019, 01:54
85.

Zitat von leontion
"In den USA kommen jährlich Tausende Menschen durch Schusswaffengebrauch ums Leben." Zehntausende! 2017 waren es fast 15.000. Noch höher ist die Zahl der Selbstmorde mit Schusswaffen. https://en.wikipedia.org/wiki/Gun_violence_in_the_United_States
Nehmen wir mal 40k pro Jahr (inklusive Selbsttötungen, wobei die einen Touristen eher nicht bedrohen).

Bei alleine 300 Mio. Einwohnern macht das 0,01% ohne das da noch die ganzen Touristen mitgezählt sind.

Also ich bin ziemlich sicher das es einige Gefahren gibt, die einen potentiellen USA-Urlauber eher umbringen als nur zu 0,01% noch bevor er den Abflughafen in Deutschland erreicht hat.

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moev 09.08.2019, 02:02
86.

Zitat von draco2007
Und dennoch ist die Wahrscheinlichkeit um ein VIELFACHES höher als in einer beliebigen deutschen Stadt...
Ist richtig, aber 5x nahezu 0 ist eben immer noch nahezu 0

Wenn Sie 5 Felder beim Eurojackpot spielen haben Sie auch 5x höhere Chancen, aber den Sportwagen sollten Sie trotzdem nicht vor der Ziehung schon verbindlich bestellen

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leontion 09.08.2019, 08:19
87. Es gibt auch inneramerikanische Reisewarnungen

Zitat von eckawol
Wann kommt die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes ? Das Außenministerium der USA hatte jüngst ähnliche Reisewarnungen in Himblick auf Reisen nach Chemnitz, usw. veröffentlicht.
Manche Amerikaner vermeiden es, Texas zu besuchen, da dort besonders gerne hingerichtet wird, Justizirrtum eingeschlossen.

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jamguy 09.08.2019, 17:56
88.

Zitat von Paul Caster
M.E. ist eine offizielle Reisewarnung der Bundesregierung lange schon überfällig. Die USA sind ein unsicheres Reiseland und das muss auch so benannt werden.
Der Notfallplan sieht das Recht auf Selbstverteidigung vor .

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aktiverbeobachter 12.08.2019, 07:30
89. Ok

Zitat von Paul Caster
M.E. ist eine offizielle Reisewarnung der Bundesregierung lange schon überfällig. Die USA sind ein unsicheres Reiseland und das muss auch so benannt werden.
Sie stellen hier eine starke These auf. Wie viel Zeit verbringen Sie denn in den USA und Wo, so dass Sie dieses wenigstens ein bisschen echte Erfahrungswerte nachweisen können ? und nicht nur nachplappern, Was die Medien erzählen. Ich verbringe jedes Jahr mehrere Monate in USA (Südstaaten, Ostküste und Westküste) und empfinde das Leben dort als in keiner Weise unsicher. Wir begegnen dort fast ausschließlich nur sehr freundlichen und hilfsbereiten Menschen. Die sich sehr unterstützen und auch aufeinander aufpassen, Wo nur nötig. Ich habe dieses Jahr mal eine Woche in Berlin verbracht und mich dort viel unsicherer gefühlt. Sehr viele offenkundig Drogenabhängige, die mich anbetteln und schroff ansprechen, Betrunkene, die in der U-Bahn rumschreien und rumpöbeln etc.

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