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Boykott-Drohung der Exil-Opposition: Uno-Chef lädt überraschend Iran zu Syrienkonfere
REUTERS

Der Assad-Verbündete Iran hat kurz vor der internationalen Friedenskonferenz zu Syrien doch noch eine Einladung erhalten - zumindest zum Auftakt in Montreux. Doch die Entscheidung von Uno-Chef Ban Ki Moon ist umstritten. Die Exil-Opposition droht mit Boykott.

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Meconopsis 20.01.2014, 07:53
1. zum Scheitern verurteilt

Es ist schon belustigend, wenn die syrische Exil-Opposition den Iran, als Voraussetzung für eine Konferenzteilnahme dazu auffordert, erst einmal alle Kämpfer aus Syrien abzuziehen. Aber die Kataris, die Saudis, und andere Scheichtümer, die durften natürlich ihre zu allem bereiten Steinzeitislamisten nach Syrien schicken und mit Waffen ausstatten. Und die Türken haben viele von denen eingeschleust. Das ist offenbar alles ehrenwerte und friedensbereite Gesellschaft, die ohne jeden Zweifel an dieser Konferenz teilnehmen darf und soll. Aber der böse Iran - Igitt, das ist doch ein Assad-Freund. Und Assad muss ja sowieso weg.

Ich sehe noch nicht mal eine Minimalchance auf einen Erfolg dieser Konferenz. Alle Seiten stellen nur Maximalforderungen. Offenbar muss noch 1-2 Jahre weitergekämpft werden, bis auch noch die letzte Infrastruktur zerstört ist und alle Parteien richtig müde sind. Die Konferenz ist wichtig, aber sie kommt wohl noch zu früh.

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sudiso 20.01.2014, 07:58
2. optional

solange nicht die anderen parteien mit eingeladen werden, sind diese verhandlungen doch sowieso gescheitert.

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meier_7 20.01.2014, 08:10
3. optional

Im Dezember 2012 sollte bereits in Helsinki eine Konferenz zur Vorbereitung einer Massenvernichtungsfreien Zone stattfinden, zu der Iran seine Teilnahme bereits zugesagt hatte, die aber unter anderem wegen der Weigerung Israels auf unbestimmte Zeit verschoben werden musste.

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MultiMoral 20.01.2014, 08:22
4. überraschend?!

für wenn denn? Das war schon eine beschlossene Sache. Jetzt kann auch Opposition schwer fallen, ernsthaft den Friedenprozess zu baykottieren.

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knecht 20.01.2014, 08:56
5. lächerliche Opposition

Zitat: "Wir wollen nicht mit Iran verhandeln, wir wollen mit dem (Assad)-Regime verhandeln." Zitatende
---
Na gut. Dann würde ich sagen dass alle Unterstützer der kriegsgeilen Opposition (z.B. auch Deutschland) ebenfalls nicht teilnehmen brauchen, da Herr Assad eventuell ja auch NUR mir der Opposition verhandeln will...

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Christ 32 20.01.2014, 09:12
6. .

was soll denn diese Farce ?

Wenn man tatsächlich eine diplomatische Lösung anstrebt dann müssen alle Beteiligte an diesen Tisch. Ohne den Iran braucht man doch überhaupt nicht miteinander zu sprechen.

Wenn man sich die Liste der Teilnehmer ansieht wird wohl Assad auf der einen und alle übrigen auf der anderen Seite das Tisches sitzen.

So wie es aussieht wird das ganze nur eine Show- Veranstaltung und hinterher wird man Assad für das Scheitern verantwortlich machen.

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topodoro 20.01.2014, 09:23
7. Manipulierende Worte...

Zitat von knecht
Zitat: "Wir wollen nicht mit Iran verhandeln, wir wollen mit dem (Assad)-Regime verhandeln." Zitatende --- Na gut. Dann würde ich sagen dass alle Unterstützer der kriegsgeilen Opposition (z.B. auch Deutschland) ebenfalls nicht teilnehmen brauchen, da Herr Assad eventuell ja auch NUR mir der Opposition verhandeln will...
So wird aus dem Generalsekretär der Vereinten Nationen ein Uno-Chef.
Aus der syrischen Regierung ein (Assad)-Regime.

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon, scheint wohl durch die Einladung der iranischen Regierung bei unseren PremierMedien in Ungnade gefallen zu sein.

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osnase92 20.01.2014, 09:33
8. Lachhaft

Wen vertritt denn diese "Opposition"? Wohl kaum jemanden.
Und sich über den Iran zu beschweren, ist eine Frechheit, der kämpft wenigstens erkennbar in Syrien und zeigt dies auch, nicht wie die Terroristen der Golfmonarchien!

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sysiphus-neu 20.01.2014, 09:45
9. Relevanz

Kann jemand abschätzen, wie viele der unterschiedlichen Islamistenverbände tatsächlich dem Kommando der in Genf vertretenen Opposition unterstehen? Das ISIS und Nusra definitiv nicht verhandeln wollen, stellt sich die Frage nach der militärischen Relevanz des Restes. Aber eigentlich reicht es ja ohnehin, wenn die Großmächte die Türkei und Saudi Arabien nebst jordanischem Wurmfortsatz zum Frieden zwingen würden - was natürlich leider nur ein frommer Wunsch ist.
Aber wer weiß, welche Angebote Assad noch im Ärmel hat. Bislang hat er jedenfalls äußerst geschickt agiert.

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