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Brände im Amazonasgebiet: Brasiliens Soldaten kämpfen gegen das Feuer
DPA

Das brasilianische Militär soll beim Kampf gegen die Brände im Amazonasgebiet helfen. Doch Umweltschützer zweifeln am Erfolg. Auch im Nachbarland Bolivien wüten verheerende Feuer.

Kritikwichtel 25.08.2019, 13:10
1. Daran sind auch wir Schuld,

denn würden die Rinder, die auf den "neu geschaffenen" Weideflächen herangezogen werden, nicht ín die fleischhungrige westliche Welt verkauft werden können, so gabe es keinen finanziellen Anlaß, die Brände zu legen. Dem brasilianischen Viehzüchter ist eben auch der heutige Gewinn näher als mögliche Umschweltschäden in einigen Jahren oder Jahrzehnten. Man kann von ihm nicht mehr Umweltbewußtsein erwarten als von den Menschen in den USA,in China, Japan und in Europa (einschließlich oder insbesondere der Politiker und Industrielenker). - Dabei schaden nicht nur das Abbrennen oder Abholzen, sondern auch die Methanemissionen der Rinder. Jedes Rind produziert am Tag bis zu 0,4 Kubikmeter reines Methan, das etwa 20fach zum Treibhauseffekt beiträgt wie die gleiche Menge CO2!
Das jüngste Handelabkommen mit Brasiien ist, trotz aller Beschönigungsversuche, eben ein Schritt in die falsche Richtung! Wenn für den gleichen Betrag Obst und Gemüse geliefert werden würde, so wäre das sicher besser - aber eben immer noch schlecht wegen des großen Transportaufwandes.
Auch das Abholzen/Abrennen der Wälder für die Sojaproduktioin dient hauptsächlich der westlichen Welt, denn als eiweißreiches Kraftfutter dient es auch der Fleischproduktion u.a. in Europa. Und die Gülle aus der Tierproduktion enthält den Stickstoff aus der Soja, den wir zuviel im Grundwasser haben und nicht mehr wissen, wohin damit. Wenn man die Gülle doch wieder auf die Felder in Brasilien zurückschicken könnte, dann wäre das Fleisch gleich so teuer, dass der Konsum wirklich geringer werden würde. Also bitte auch die Umweltkosten einpreisen!

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astalder63 25.08.2019, 13:14
2. Geld für Sauerstoff.

Wir müssen Geld für Sauerstoff zahlen. Sauerstoff produzierende Wälder sind eine natürliche Ressource, welche die ganze Welt braucht. Nur ein monetärer Anreiz lässt Wälder in einer kapitalistischen Welt überleben und größer werden.

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Kritikwichtel 25.08.2019, 14:02
3. @astalder63: Umwelt gehört allen, jedem und niemandem!

Wenn also auch noch für die Luft zum Atmen bezahlt werden soll, so ist das dann wohl die höchste Stufe des Kapitalismus und gleichzeitig sein Untergang. Denn wenn nur die Reichen, die aber wenig Wertschöfpung und Dienstleistung erbringen, sich die Luft leisten könne, dann werden sie bald verhungern, denn Geld kann man nicht essen.
Aber: man muß schon allen Ländern helfen, ihre Wälder und andere Umweltgüter vor Gefahren zu schützen - aber es darf nicht dazu kommen, dass mit dem Erhalt von Umweltgütern Geld verdient wird. Das ist ein großer Unterschied - eben zwischen Solidarität und Gier.
Wenn das allerdings im kapitalistischen System nicht geht, dann ist es Zeit für einen Systemwechsel. Es ist ja keine neue Erkenntnis, dass der Kapitalismus zum nachhaltigen Schutz der Umwelt gar nicht in der Lage ist, denn er basiert auf Wachstum und nicht auf der nun gebotenen Genügsamkeit. Nur leider hat niemand mehr ein echte Vision über ein Gesellschaftsmodell, welches ohne Profitgier, aber trotzdem mit Anreizen zur Arbeit funktioniert. Vielleicht war ein Anfang, eine neue weltweite Währung, den "Einviro", für den internationalen einzuführen, der alle Kosten eines Produktes oder einer Dientstleistung, auch die der Umwelt, mit berücksichtigt. Und schon könnte man sich den ganzen Plunder, den der Markt anbietet, nicht mehr leisten ...

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iasi 25.08.2019, 14:27
4. Die westliche Denkweise: Klebt einen Preis drauf!

So einfach scheint es ja nicht zu gehen, wie der CO2-Preis zeigt. Wenn Daimler nun einmal mehr dicke SUVs als Kleinwagen verkaufen kann, weil die Kunden SUV fahren wollen, ist doch nicht Daimler Schuld und wird sich auch nicht um die CO2-Kosten kümmern, die dann irgendwann man bezahlt werden müssen.
Der Regenwald brennt. In Sibirien brennt es. In Südeuropa brennt es. In Deutschland brennen die Wälder. Die Brasilianer sind jedoch die Bösen, weil sie das Feuer nicht löschen können. Sie sollen gefälligst das vollbringen, was die Russen und Europäer nicht schaffen. Wie wäre es denn, wenn Europa die Hälfte seiner Fläche der Natur zurückgeben die alten Urwälder wieder entstehen lassen würde. Von anderen verlangen, was man selbst nicht tut - schwach.

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astalder63 25.08.2019, 14:46
5. @kritwichtel das ist natürlich so nicht gemeint

Ich wäre nicht auf die Idee gekommen, dass man meine Aussage so missverstehen kann. "Geld für Sauerstoff" ist so gemeint: Wer Schadstoffe produziert, also die Industrieländer, müssen an Länder, die über große Grüne Oasen verfügen, Geld dafür bezahlen, dass ihre Wälder die Luft reinigen. Wälder sind eine Ressource wir Erdöl oder Gas oder Trinkwasser. Besteht für Länder wie Brasilien kein Anreiz seine Wälder zu halten, weichen diese für Agrarfläche, Bauland oder was auch immer. Eigene Waldflächen, über welche Länder, die verfügen, könnten gegengerechnet werden, sprich sie müssten entsprechend weniger an andere zahlen. Finanzieren kann man das über eine CO2 Steuer. Verursacher zahlen dann an die, welche den Schaden ausgleichen. Das hilft allen auf dem ganzen Planet, nicht einzelnen.

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anonlegion 25.08.2019, 14:52
6. Vorfreude

Ich empfinde eine grosse Vorfreude auf die Artkel - die die Presse inkl. des SPIEGEL derzeit hoffentlich recheriert - die die Verursacher der illegalen Brandrodung und ihr Netzwerk aus der brasilianischen Politik exponiert.
Dieses Thema scheint mir angesichts der sprachlos machenden Vernichtung einer für den Planeten und seine Lebensformen unverzichtbaren ökölogischen Grundlage deutlich interessanter zu sein, als medial gepimperter Zeuge der politischen Alibiveranstaltung "Brandlöschung" zu sein.

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jaguar007 25.08.2019, 15:27
7. Die Menschen handeln zu spät

In der ganzen Geschichte kann man beobachten wie die Menschheit erst in schlimmster Notlage handeln und die ganzen Warnungen garnicht gesehen haben
Zahlreiche Tiere sind ausgestorben weil wir zu spät gehandelt haben
Und wenn wir jetzt nicht handeln ist auch für uns zu spät
Die Lunge der Erde darf nicht untergehen

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tinosaurus 25.08.2019, 18:35
8. Es darf nicht sein

dass man Bolsonaro weiterhin alleine handeln lässt. Bei Bränden in dieser Größenordnung ist es kein nationales Problem, sondern es betrifft uns alle. Man muss diesem Brandbeschleuniger Bolsonaro enorm unter Druck setzen, damit der Schaden nicht noch größer wird. Unter den Folgen, die durch Nichtstun entstehen, werden wir alle leiden. Die zögerlichen Reaktionen der Weltgemeinschaft zeigen nur, wie gleichgültig wir geworden sind. So wird der Untergang des Planeten nicht aufzuhalten sein. Die Jugendlichen von heute können mir nur leid tun.

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urbaan 25.08.2019, 20:01
9. War nicht anders zu erwarten

Die EU ist mitverantwortlich für diese irreparable Regenwaldzerstörung in dieser Dimension mit ihrem Freihandelsabkommen. Sie hätte es nicht abschließen dürfen. Bolsonaro brauchte jetzt noch mehr Platz für Soja und Rinderherden, das war wenig überraschend und voraussehbar zumal bekannt war, welche zerstörerischen Absichten er hatte. Die EU muß jetzt das Abkommen stoppen um weitere Schäden zu vermeiden, denn diese Sprache versteht Bolsonaro. Mit bloßen Drohungen läßt sich der Regenwaldzerstörer nicht aufhalten. Er ist noch über 3 Jahre im Amt, dann ist der Amazonas Regenwald Geschichte.

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