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Brandbrief in Saarbrücken: Eine Schule in Angst
action press

Schüler und Eltern bedrohen Lehrer, beschimpfen sie aufs Übelste: An der Gemeinschaftsschule Bruchwiese in Saarbrücken ist Unterricht kaum mehr möglich. Was läuft da schief?

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frankfurtbeat 15.12.2017, 17:07
1. schöner ..

schöner Artikel und superschönes Ergebnis, nämlich so gut wie nichts passiert! schönes Beispiel aus der Gesellschaft aber "wir schaffen das"?! Nur mit Worten ist es nicht getan ... mittlerweile brennt es sehr viel in Deutschaland und kein Politiker kümmert sich wirklich darum ... für was haben wir diese Volksvertrter denn gewählt?

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pascal3er2 15.12.2017, 17:07
2. Ursachen ganz klar

Ganz klar Missbrauch in den Familien.
Klarer Fall fürs Jugendamt. Aber Beamte ducken sich weg.
Als ehemaliger Mitarbeiteer vom Jugendamt weiß ich wovon ich spreche.
Ich war damals der erste Beamte, der seit 15 Jahren in der dortigen Schule aufgetaucht ist und sich dort mal engagiert hat. 15 Jahre lang vor mir war keiner dort.
Schlimme Zustände, aber bei unseren Kindern sollten wir sparen oder?
Scheubles Null ist doch so wichtig oder?

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Actionscript 15.12.2017, 17:12
3. Es ist ein Fehler,

Schüler nach Wohnbezirken in Schulen zu verteilen. Das führt zu den obigen Problemen, dass Schüler aus ärmeren Bezirken auf die eine und aus Bezirken mit wohlhabenden Eltern auf die andere Schule gehen. Von daher sollten die Schüler anders verteilt werden auch wenn dies mit einem weiteren Fahrweg verbunden sein sollte. Ich kenne das Problem aus meiner eigenen Schulzeit und auch als Aushilfslehrer an zwei Gymnasien mit Schülern aus sehr unterschiedlichen sozialem Umfeld. Die Atmosphäre an den Schulen ist nicht die Gleiche und das zu einer Zeit, wo es noch keine Flüchtlinge und kaum Migranten gab.

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bs2509 15.12.2017, 17:13
4. Die Probleme sind hausgemacht

Flüchtlingskinder und Kinder aus der Unterschicht dominieren mittlerweile die Klassen.
Und nicht nur im Saarland. Es ist auch ein Vermächtnis von Altbundeskanzler Schröder, der der Auffassung war,
die Schüler hätten ein Recht ihre Lehrer/innen auf "Trap" zu bringen.
Schröder hat - wie immer nicht nachgedacht - sondern als "Dampf-Plauderer" vom Leder gezogen.

Mittlerweile sind mit den Flüchtlingskindern, Schüler/innen dazugekommen, die wie ihre "Unterschichten-Kameraden/innen" wissen, die "Kohle" fließt auch so in die elterliche Kasse.
Und mit dem Einsatz oder Androhen von Gewalt käme man weiter, ohne Strafen zu erhalten.

Mit pädagogischen Einsatz und Willen ist bei dieser "Unterschicht" Hopfen und Malz verloren.
Das Motto "Keine Lust zu gar nichts" lebt und wird gelebt.
Nur Berlin und die Landeshauptstädte geht das am A- - - - vorbei.
Wie die Opfer von Anschlägen, werden auch Lehrer, Eltern und Schüler, die damit konfrontiert werden, einfach mit platten Sonntagsreden nach Hause geschickt.
Und was dabei noch ersichtlich ist, zeigte sich in Berlin, dort arteten die aus, die dieses System missbrauchen.

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Broko 15.12.2017, 17:16
5.

In diesem Zusammenhang auch noch einmal ein "Herzliches Dankeschön!" an alle Juristen, die uns Lehrern de facto sämtliche Möglichkeiten genommen haben, diesen Krakeelern disziplinarisch das Handwerk zu legen ...

Dieses Land verwahrlost immer mehr: Nicht erziehende Eltern - eine Schulbürokratie, die im übelsten Sinne und ohne jede Sachkenntnis nur verwaltet und den Lehrern unsinnige Verwaltungsaufgaben aufoktroyiert, während sie gleichzeitig ihre im wahrsten Sinne des Wortes "Untergebenen" im Stich lässt - Politiker, die nur ihre Luftballons aufblasen, falsche Hoffnungen verbreiten und lügen, dass sich die Balken biegen - eine "Recht"sprechung, die einseitig die Delinquenten bevorzugt - es ist nur noch zum Heulen!

Ich kann niemandem empfehlen, heutzutage noch Lehrer zu werden ...

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schwaebischehausfrau 15.12.2017, 17:21
6. Passend zur Fleischhauer-Kolumne..

... die Bestätigung. Und auch bei diese Mißständen versucht man als "bildungspolitische Versäumnisse" und damit als Versagen unserer Gesellschaft (also "unsere Schuld") zu erklären. Dabei sind es nichts anderes als Folgen und Versäumnisse einer seit Jahrzehnten katastrophalen Migrationspolitik. Wie ja auch das berühmte angeführte Beispiel der Rütli-Schule schon vor 10 Jahren belegt. Noch hilfloser sind nur die Lösungsversuche: Aha, man müsste also die neuen Schüler "gleichmässiger auf alle Schulen und Schulformen verteilen". Als könne man Schüler , denen es an dem erforderlichen Leistungs-Standard fehlt, dann einfach mal auf ein Gymnasium umverteilen, um eine Gesamtschule dadurch zu entlasten. Ein Land wie Deutschland, dessen Leistungsfähigkeit nicht auf Rohstoffvorkommen basiert, sondern auf Knowhow und BILDUNG ist seit Jahren dabei, seine Zukunft zu verspielen.

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widower+2 15.12.2017, 17:21
7. Verteilung

Das A und O ist eine breite Verteilung von Schülern mit Förderbedarf, sprachlichen Defiziten, Migrationshintergrund und größeren Problemen jeglicher Art. Sobald diese Schüler eine kritische Masse bilden oder gar in der Mehrheit sind, ist eine sinnvolle Beschulung schlicht nicht mehr möglich und eine erfolgreiche Integration höchst unwahrscheinlich.

An unserer Schule hier auf dem Dorf gibt es einige Flüchtlingskinder, einige Kinder mit verschiedenem Förderbedarf und natürlich einige Schüler, die sonstige Probleme haben oder verursachen. Das lässt sich aber bewältigen und diese Schule könnte wohl auch noch einige "Problemschüler" mehr verkraften.

Ein Zusammensetzung der Schülerschaft wie an dieser Schule in Saarbrücken ist aber einfach nicht mehr zu handhaben. Da kann man diese Schule wohl einfach nur noch dichtmachen.

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hörwurm 15.12.2017, 17:22
8. Zucht und Ordnung

Ich bin Jahrgang 1952 und komme aus einer bildungsfernen Familie. Wenn ich in dieser Famile geblieben wäre, hätte mich der Teufel geholt. Mein Glück war der Berufseintritt mit kaserniertem Unterricht und klaren Anforderungen an Körper und Geist. Schule wird in unserer Gesellschaft zu sehr von Insidern betrachtet, die deswegen betriebsblind sind, weil sie auch aus einer betriebsblinden Gesellschaft hervor gehen. Platt ausgedrückt: Weicheier erzeugen Weicheier.
Was würde uns wohl der Pferdeflüsterer Monty Roberts raten? Er hat in der Vergangenheit eine englische Schule reformiert, die ebenso am Ende war wie die in diesem Bericht.

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J. Hotzenplotz 15.12.2017, 17:23
9. Deutschland, quo vadis?

Erschreckend und empoerend zugleich! Das Kernproblem ist erkannt: die nicht vorhandene Normalverteilung, in der ein paar Inklusionsschueler und ein paar Schueler mit Migrationshintergrund und Sprachdefiziten in der Rundung verloren gehen. Die Ballung ist das Problem, die keine Integration moeglich macht. Alles Fluechtlinge muessten per se mit gleichem Anteil auf jede Gemeinde und Schule verteilt werden. Wenn 1 oder 2% der Bevoelkerung Fluechtlinge sind, muessen die auch genauso proportional in jeder Gemeinde wohnen und zur Schule gehen. Und dann geht es. Und ja liebe Fluechtlinge, ein Recht sich den Wohnort nach belieben auszusuchen und i.d.R. immer dahin zu wollen, wo schon viele Bekannte sind, gibt es dann nicht. Wenn es einen festen % Schluessel gibt, kann man auch planen und die Resourcen bereitstellen. Wenn Massen auf einen Schlag irgendwo zugeteilt werden, geht gar nichts. All sagen immer, man soll Dinge differenziert sehen und so einfach geht es nicht - Intellektuelles Gelaber und Quatsch ist das. Und der Beleg dafuer sind einige Gegenden, wo der Proporz, die Normalverteilung stimmt. Und dort gibt es weder Probleme mit Inklusion, Integration, Gewalt an Schulen usw. Das Runde muss ins Eckige, man kann Fussball aber auch kompliziert machen...

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