Forum: Politik
Braucht Deutschland eine Volksabstimmung zur Euro-Politik?

Seit Monaten dauern Tauziehen und Diskussionen über die Europa- und Finanzpolitik der Bundesregierung an. Wie immer, wenn es ums Geld geht, fiebert die Volksseele mit, und viele sehen sich durch die hohen Kosten für Bankenrettung und Währungskonsolidierung als Steuerzahler über den Tisch gezogen. Schon macht erneut das Schlagwort von der Politikverdrossenheit die Runde. Braucht Deutschland daher eine wie immer geartete Volksabstimmung zur aktuellen Euro-Politik?

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Morotti 23.06.2012, 20:49
10.

Zitat von matthes schwalbe
Lieber Moro, lege doch bitte nicht alles auf die Goldwaage. Ob 90, 80, 70 oder egal wieviel Prozent ist doch egal... Selbst Politiker können diese vielen Begriffe, wie ESM, FSM -oder wie das ganze Jedönse sich nennt erklären!
Ich weiß keine Alternativen zur Zeit, ich brauche auch keine zu wissen.

Ich bin kein Politiker.

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templindani 23.06.2012, 21:00
11. Was brächte solch eine Abstimmung?

Zitat von sysop
Seit Monaten dauern Tauziehen und Diskussionen über die Europa- und Finanzpolitik der Bundesregierung an. Wie immer, wenn es ums Geld geht, fiebert die Volksseele mit, und viele sehen sich durch die hohen Kosten für Bankenrettung und Währungskonsolidierung als Steuerzahler über den Tisch gezogen. Schon macht erneut das Schlagwort von der Politikverdrossenheit die Runde. Braucht Deutschland daher eine wie immer geartete Volksabstimmung zur aktuellen Euro-Politik?
Eine Volksabstimmung (und Respektierung des Volkes Willen) vor der Einführung des Euro wäre sinnvoll gewesen. Jedoch heute würden die Herrschenden das Resultat einer Volksbefragung zur Europolitik in ihrem Sinne darstellen.
Ich möchte hier nicht die vielen Worthülsen von Frau Merkel wiederholen, sieht doch jeder selbst, das der Euro (der gerade in 17, von über 40 Ländern des europäischen Kontinentes, Währung ist) nicht Frieden und Wohlstand bedeutet, sondern bürgerkriegsähnliche Zustände herbeigeführt hat, den Deutschenhass befördert, den sozialen Wohlstand der am Euro beteiligten Völker vernichtet,ja der Euro bedeutet für die Völker ihre größte Ausplünderung zum Wohlergehen der Banken und ihrer Profiteure.
Was Herr Schäuble uns schmackhaft machen will, ist ein absolutistisch regiertes Europa der Kommissare zum einseitigen Nutzen der Haifischimperialisten.
Die Denkweise der politischen Führung kommt in dem Satz Herr Schäubles zum Ausdruck (ich zitiere sinngemäß): "Der Euro kann, darf und wird nicht abgeschafft".
Für Herrn Schäuble scheint also festzustehen,wie ein ehernes Gesetz,das seine Deutschlandabschaffungspolitik auf jeden fall durchzuführen ist.
Wozu dann noch eine Volksbefragung? Sie haben das Volk doch noch nie gefragt.
Es krauchen auch nicht 90 % der Deutschen wie Amöben blöd durch die Gegend.

Frau Merkel verrät Deutschland
Anonymous - Angela Merkels Hochverrat am Deutschen Volk - YouTube

Notgroschen: !!! Das ESM Diktat und andere Fröhlichkeiten !!!

Notgroschen: Bei anderen gesammelt!

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rabenkrähe 23.06.2012, 21:33
12. Gähn

Zitat von sysop
Seit Monaten dauern Tauziehen und Diskussionen über die Europa- und Finanzpolitik der Bundesregierung an. Wie immer, wenn es ums Geld geht, fiebert die Volksseele mit, und viele sehen sich durch die hohen Kosten für Bankenrettung und Währungskonsolidierung als Steuerzahler über den Tisch gezogen. Schon macht erneut das Schlagwort von der Politikverdrossenheit die Runde. Braucht Deutschland daher eine wie immer geartete Volksabstimmung zur aktuellen Euro-Politik?
.........

Ein Referendum wird eines fernen Tages sicher erforderlich werden, derzeit gehört seine Erwähnung nur zu den verbalen Nebelbänken, hinter denen die überbordenden Probleme in Europa und darüberhinaus verdeckt werden sollen.
Bevor diese Probleme aber nicht vollumfänglich bekannt sind und keine klaren Konzepte zum Umgang damit benannt sind, macht eine Referendum keinen Sinn.
rabenkrähe

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chirin 24.06.2012, 08:30
13. Braucht Deutschland eine Volksabstimmung zur Euro Politik?

Zitat von sysop
Seit Monaten dauern Tauziehen und Diskussionen über die Europa- und Finanzpolitik der Bundesregierung an. Wie immer, wenn es ums Geld geht, fiebert die Volksseele mit, und viele sehen sich durch die hohen Kosten für Bankenrettung und Währungskonsolidierung als Steuerzahler über den Tisch gezogen. Schon macht erneut das Schlagwort von der Politikverdrossenheit die Runde. Braucht Deutschland daher eine wie immer geartete Volksabstimmung zur aktuellen Euro-Politik?

Nun, die wurde verpaßt. Ich gehe da - unabhängig wie ich bin - mit den Vorschlägen des Gregor Gysy konform, erst einmal hätte - vor der Einführung des Euro u.a. eine europäische Finanzbehörde gegründet werden müssen und die Zusammenarbeit mit anderen außereuropäischen Staaten weiter verstärkt werden müssen um den vielen Steuerhinterziehern ( Spitzensportler, Spitzenkünstler ,sonstige Millionäre und Milliardäre jeder Branche und jeden EU-Landes, steuerlich erfaßt werden und entsprechend eines EU-Steuersatzes besteuert werden und ggf. bei Nichterfüllung der Pflichten bestraft werden. Wohlgemerkt, keine Sozialisierung, nur die Pflichterfüllung dieser Mafiosos. Griechenland ist da seit 1928 mit den moralisch Verkommenen mit an der Spitze.
Ferner - offensichtlich hat sich das in Deutschland noch nicht bei den Finanzämtern herumgesprochen - hätte schon lange bei den Wirtschaftsverbrechern, die in anderen EU-Ländern Scheinfirmen gründen und die aus Scheinrechnungen resultierenden Umsatzsteuern in Deutschland abfordern, Regularien zur konsequenten Überprüfung der Verbrecher stattfinden müssen . Auch der Schaden geht in die Millarden . Ich hätte zwar noch viele Vergehen /Verbreche n steuerrechtlich auf Lager , aber auch die Steuerfreiheit der Bezüge von Bundespräsidenten stehe ich sehr kritisch gegenüber - insbesondere solcher Dumpfbacken wie Wulff. Übrigens, Bundespräsidenten erhalten ca. 400 000 Euro - auch im Ruhestand - denn der kostenlose hochwertige Fuhrpark, Fahrer,Büro, Sekretärin, Reinigungspersonal, Mietausfall etc. ergebendiese Summe .
Wir werden von den Politikern für "dumm verkauft" und die Bildung in den Schulen der Budnesrepublik ist seit den 70ziger Jahren - unter dem zweilichtigen Brandt - auf Null gefahren worden . Ich gehe also davon aus, dass Deutschland mal kaputt geht. Ach, meine Tochter erklärte mir gestern, dass Daimler-Benz einen Neuwagen, der 62 000 Euro kosten soll, für 42 000 Euro verkauft und für eine alte Krücke von Auto- Restwert: 300 Euro oder Schrott - , diesen für 5000 DM in Zahlung nimmt und die Verlußte werden dann steuerlich abgeschrieben und fallen wieder- letztendlich - dem Mittelstand auf die Füße. Für mich ist das hier ein Verbrecherstaat , wo alles mit schlecht ausgebildeten Finanzbeamten und zuwenig gutem Personal , seit 21 Jahren ausgehebelt wird.
Jeder bekommt eben das, was er verdient.

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glücklicher südtiroler 24.06.2012, 08:56
14. Referendum...

Zitat von rabenkrähe
......... Ein Referendum wird eines fernen Tages sicher erforderlich werden, derzeit gehört seine Erwähnung nur zu den verbalen Nebelbänken, hinter denen die überbordenden Probleme in Europa und darüberhinaus verdeckt werden sollen. Bevor diese Probleme aber nicht vollumfänglich bekannt sind und keine klaren Konzepte zum Umgang damit benannt sind, macht eine Referendum keinen Sinn. rabenkrähe
Das Referendum wird eines Tages nötig sein um das zu legitimieren was derzeitig in Ausarbeitung ist. Der 'grand plan' der derzeit ausgearbeitet wird, sieht über dem Fiskalpakt(der zwar etwas abgemildert wurde aber massiv in Rechte der Mitgliedsstaaten eingreift) und dem ESM große Eingriffsrechte in die Haushaltspolitik der Mitglieder vor. Es ist ein Neues Europa was da entsteht; und das wird derzeit in erster Linie von nur vier Männern geplant. Die sind aber dem Rest weit enteilt und handeln (derzeit) fernab von fast jeglicher demokratischer Kontrolle und Legitimation. Infolge des Zeitdrucks geht es aber leider nicht anders. Man hat 2 Jahre nur das nötigste getan um die Symptome der Krise zu bekämpfen; nun hat man massiven Druck von Seiten der Märkte die beim EU Gipfel am 28/29. Juni Resultate sehen wollen; vollkommen zurecht nebenbei weil sich bisher die Politik nicht einigen konnte...
Und bevor hier die Üblichen kommen...
Das Ende des € wäre ein Desaster epischen Ausmaßes; da ist nichts mit dem Beerdigen einer Währung, der Schaffung einer neuen und dem Davonkommen mit einem Blauen Auge...
Die Summen um die es geht sind längst mehrere Billionen € an denen Millionen Arbeitsplätze und Altersvorsorgen hängen. Und da sind die politischen Folgen noch gar nicht einkalkuliert; die dürften angesichts des Desasters ebenfalls desaströs sein. Wir werden nicht umhin kommen den € zu reparieren und die Integration der Staaten voranzutreiben...

Schian Gruaß...

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samba.bugatti 24.06.2012, 09:55
15. Sie irren

Zitat von Hawkeye 1
Hände weg von einer Volksabstimmung, 90% der Bevölkerung haben keinen Schimmer, worum es überhaupt geht. ( Welche Eliten meinen Sie eigentlich, Neurochirurgen, Kontrabassspieler oder wen?)
Hätte es damals eine Volksabstimmung zum Eintritt in den Euro gegeben, so wäre Deutschland jetzt nicht im Euro und ein Haufen Ärger wäre erspart geblieben. Das Volk ist auf jeden Fall nicht dümmer als die Volksvertreter.

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Berg-neu 24.06.2012, 09:59
16.

Zitat von hassoa
Na, 90% doof? ..... Was wir brauchen, ist eine grosszuegige Freihandelszone und sonst nichts. .
"Und sonst nichts"??? Mit diesem Satz entlarven Sie sich, weil man annehmen muss, Sie selber Ihre Vorteile insbesondere im freien Handel sehen, also billig einkaufen -> teuer weiterverkaufen. Kleines Cleverli, was? - Ich bezweifle stark, dass der Sinn einer Volksabstimmung darin bestehen würde, Ihre Ziele zu erreichen. - Und des Volkes Meinung kann man beinahe täglich in dimap-Umfrage sehen. Dazu braucht es keine sonntäglichen Urnengänge.

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mxmx 24.06.2012, 11:25
17. Mehr Ahnung als Politiker!

Zitat von Hawkeye 1
Hände weg von einer Volksabstimmung, 90% der Bevölkerung haben keinen Schimmer, worum es überhaupt geht. ( Welche Eliten meinen Sie eigentlich, Neurochirurgen, Kontrabassspieler oder wen?)
Na und? Politiker haben offensichtlich noch weniger Ahnung, wie man an der aktuellen Krise sieht. Der Euro ist eine Fehlkonstruktion und mit Volksabstimmung wäre uns diese vielleicht erspart geblieben.

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HaPeGe 24.06.2012, 11:33
18. Wie bitte ?!

Zitat von Hawkeye 1
Hände weg von einer Volksabstimmung, 90% der Bevölkerung haben keinen Schimmer, worum es überhaupt geht. ( Welche Eliten meinen Sie eigentlich, Neurochirurgen, Kontrabassspieler oder wen?)
Schon einmal etwas über Demokratie gehört ?

Über die Folgen der Euro-Politik und die Übertragung gewisser legislativer und exekutiver Rechte an Brüssel muss es selbstverständlich eine Volksabstimmung geben !

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kleiner-moritz 24.06.2012, 11:47
19.

Zitat von Hawkeye 1
Hände weg von einer Volksabstimmung, 90% der Bevölkerung haben keinen Schimmer, worum es überhaupt geht. ( Welche Eliten meinen Sie eigentlich, Neurochirurgen, Kontrabassspieler oder wen?)
Keine Ahnung zu haben, das trifft vor allem auch auf die involvierten Entscheidungsträger in Politik und Finanzwelt zu!

Diese Leute glauben offenbar, dass sie ihre Ahnungslosigkeit mit ihren Visionen kompensieren können. Ein Trugschluss, wie man sieht!

Was Deutschland braucht ist nicht nur eine Volksabstimmung über dies und das, sondern im komkreten Fall ein klares Nein. Ein Nein zum Verkauf Deutschlands an die EU und an die Völker, denen das Schuldenmachen offenbar schon in Fleisch und Blut übergegen ist.

Was Schäuble und Co. mit einer Jetzt-erst-recht-Mentalität im Kopf noch zu ihren Lebzeiten verwirklicht sehen wollen, dass wäre allenfalls im Ergebnis eines viele Jahrzehnte dauernden Prozesses zu erreichen, denn die Mentalität der Völker, das heißt ihre Denkweise und ihr Verständnis von Gegenwart und Zukunft in Hinblick auf Schulden, ist offenbar nicht zufällig gegeben.

Es gibt eine interessante Studie über die Bedeutung der Sprache für das Denken der verschiedenen Völker.
Und zwar ist es so, dass diejenigen, die in einer Sprachen mit klarer Trennung zwischen Gegenwart und Zukunft kommunizieren, deutlich mehr Schulden haben und weniger Sparen als die, bei denen diese Trennung nicht so stark ausgeprägt ist.

In der Konsequenz erklärt das auch, warum im Angelsächsischen die Orientierung auf kurzzeitige Gewinne so starkt ausgeprägt ist und dass das besonders auch in deutschen Unternehmen zu beobachten ist, in denen man glaubt, partout in Englisch kommunizieren zu müssen.

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