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Braune Zelle: Zwickau wehrt sich gegen rechtes Image

Zwickau setzt ein Zeichen gegen Extremismus: In einer Kundgebung*wehren sich*hunderte Bürger*gegen ein*rechtes Image.*Viele von ihnen sind fassungslos, dass das Mordtrio*um Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt*unbehelligt unter ihnen gelebt hat - Zwickau sei keine "Heimstätte braunen Terrors".

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aeronaut79 25.11.2011, 22:38
1. Populismus

Wieso wehrt sich Zwickau gegen ein rechtes Images? Besser wäre es sich gegen alle nur erdenklichen extremistischen Images zu wehren.

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Crom 26.11.2011, 02:18
2. ...

Allein der Begriff "Zwickauer Zelle" ist irreführend, da die Terroristen aus Thüringen kamen, bei allen Taten gar nicht in Zwickau wohnhaft waren und Unterstützer in der gesamten Republik hatten. Bei der RAF hat man sich ja auch keine Stadt ausgesucht, warum macht man dies bei der NSU?

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Klaus.Freitag 26.11.2011, 11:08
3. Seltsame Frage

Zitat von aeronaut79
Wieso wehrt sich Zwickau gegen ein rechtes Images? Besser wäre es sich gegen alle nur erdenklichen extremistischen Images zu wehren.
Alleine schon dadurch, dass Sie diese Frage stellen, müssen Sie sich die Frage gefallen lassen, ob Sie regelmäßig- also vielleicht einmal im Vierteljahr, wir wollen nicht übertreiben- eine Zeitung in die Hand nehmen (und natürlich auch lesen) oder die Nachrichten im Fernsehen verfolgen?

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caecilia_metella 26.11.2011, 11:11
4. Wer glaubt das auch

Bekannt ist noch(!), dass es zu Ost-Zeiten dort keine Nazis gab, weil die DDR (Sowjetische Besatzungszone bzw. Ost-Zone) rein gar nichts mit Nazis am Hut hatte. Die Nazis waren nämlich Feinde der Sowjetunion und von Kommunisten (Bolschewisten usw.) ebenfalls, weiß das auch noch jemand?

Bekannt ist ferner noch immer(!):
Dann kam der Fall der Mauer.
Durch DDR-Bürger, die die Geduld ihrer Bonzen nicht länger teilen wollten.
Dabei kamen westliche Politiker und Gorbatschow ins Spiel und irgendwelche DDR-Wende-Politiker, die dann irgendwie wieder in der Versenkung verschwanden.
Und dann war irgendwie auch zu merken: Die langersehnte Wiedervereinigung war irgendwie gar nicht vorbereitet (Überraschung!), der Markt sollte das richten, und das tat er dann ja auch bis zur Verödung. - Aber nein, einige Landstriche im Osten blühten tatsächlich auf: Brandenburg erhielt z.B. seinen alten Adler wieder, und der Pionierpalast in Dresden erhielt wieder den Namen des preußischen Prinzen Albrecht. Sehenswert ist das Türkische Bad im maurisch-orientalischem Stil. (Klein-Caecilia lernte dort als Kind einer kinderreichen Flüchtlingsfamilie noch im Pool auf der Terrasse das Schwimmen. - Wir Jungpioniere treiben Sport. Wir Jungpioniere halten Freundschaft mit den Kindern der Sowjetunion und allen Ländern.)
Die unter Denkmal stehende Wohnanlage Stauffenbergallee 12 a-k entstand übrigens 1878 als Kaserne für das Gardereiter-Regiment der sächsischen Armee an der König-Georg-Allee Nr. 12. Ja, auch dieser Name zog nach der Wende wieder ein. Wenn auch Offizier, so war der Namensgeber, also der Stauffenberg, doch ein Gegner des Diktators, nicht wahr.

Und die Sowjetunion wurde Russland genannt. Seltsam? Aber nein, sie ist doch zerfallen und musste nun natürlich auch nicht mehr unbedingt Freund der Deutschen sein, denn jetzt erfuhr man im Tal der Ahnungslosen und im übrigen Osten doch erst die wahre Wahrheit.

Aufmerksamen Medienguckern und -lesern wird wohl auch nicht entgangen sein, dass nach der Wende hie und da Gleichsetzung DDR-Diktatur (des Proletariats) und Nazi-Regime versucht wurde.

Was natürlich alles am ehesten historischer Irrtum sein wird.

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static_noise 26.11.2011, 11:21
5. .

Zitat von aeronaut79
Wieso wehrt sich Zwickau gegen ein rechtes Images? Besser wäre es sich gegen alle nur erdenklichen extremistischen Images zu wehren.

Noch besser wäre es sich gegen jeglichen Extremismus AN SICH zu wehren statt nur auf sein 'Image' bedacht zu sein...

"Oh Mist, wir haben XXX Extermisten die Morden und Brandschatzen... lasst uns schnell Demos organisieren und dicke Reden schwingen und Entschädigungen zahlen und unsere nicht vorhandene 'Fachkompetenz' durch Schnellschußlösungen verdecken, damit unser Image nicht leidet!"

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Brand-Redner 26.11.2011, 11:25
6. Erkenntnisresistente

Zitat von Klaus.Freitag
Alleine schon dadurch, dass Sie diese Frage stellen, müssen Sie sich die Frage gefallen lassen, ob Sie regelmäßig- also vielleicht einmal im Vierteljahr, wir wollen nicht übertreiben- eine Zeitung in die Hand nehmen (und natürlich auch lesen) oder die Nachrichten im Fernsehen verfolgen?
Der "lupenreine Demokrat" Paul v. Hindenburg bekannte einst, in seinem Leben nur zwei Bücher gelesen zu haben: Die Bibel und das Preußische Exerzierreglement!

Manchen seiner Epigonen reicht es anscheinend, das jeweils neueste Schwarzbuch zu kennen!

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Meerkönig 26.11.2011, 11:33
7. Braune Zellen nicht nur in Zwickau-überall!

Merkels Regierung will einfach nicht wahrhaben in welcher Gefahr sich die gesamte deutsche Bevölkerung bereits befindet .Nicht nur ausländische Mitbürger werden feige ermordet, sondern auch Deutsche Mitbürger, wie die junge Polizistin. Was niemand versteht, dass die Polizei keinen Polizeiethos besitzt um den Mord an dieser Kollegin zu sühnen. Der braune Mopp ist inzwischen soweit um loszuschlagen wie die SA vor Beginn des langjährigen Naziterrors. Warum Ossitante Merkel ihre Regierung nicht anweist, energisch dagegen etwas zu tun ist mir rätselhaft. Glaubt Merkel etwa dass sie keinen Gewehrkolben an den Schädel bekommt, wenn die Gewaltnazis losrücken. Wir haben hier im Wald (in Westdeutschland) ein riesiges Übungsgelände der Bundeswehr ,um Schießen mit Handfeuerwaffen bis zu Panzerwaffen zu üben. Am Wochenende Samstag und Sonntag tummelten sich auf diesem Gelände jahrelang bis zu 100 Zivilisten die mit Autos bis S-Klasse anreisten (also es konnten keine Soldaten sein).Anwohner bzw. Anlieger, die sich beim Ordnungsamt beschwerten, über Waffenlärm wie im Krieg auch noch am Sonntagabend, bekamen kurze Zeit später als offizielle Behördenschreiben getarnte Post mit Gewaltandrohungen. Jahrelang traute sich niemand mehr etwas zu unternehmen. Die Post kam natürlich von Nazis, die durch die Behörde informiert wurden.

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Klaus.Freitag 26.11.2011, 11:38
8. So, so Sachsen Innenminister sagt also..

Zitat von Sachsens Innenminister
Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) bekräftigte in Zwickau am Freitag, es werde alles getan, um die Hintergründe der Mordserie so schnell wie möglich aufzuklären. "Was immer die Behörden getan haben, es war nicht ausreichend, um das Trio aufzuspüren", sagte er auf der Kundgebung

Die NPD hatte in der vierten Wahlperiode zum Sächsischen Landtag über 9%, bei der letzten Wahl waren es 5,65 %
http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A4chsischer_Landtag
Auch bei den Kommunalwahlen legte die NPD deutlich zu.
http://www.sueddeutsche.de/politik/k...ch-zu-1.192621.

Nicht zu verschwiegen ist allerdings auch, dass sich die Menschen nicht nur in Zwickau, sondern auch in ganz Sachsen gegen rechtsfaschistische Aufmärsche auch recht erfolgreich zur Wehr setzen, wobei auch hier eher die Gegner der rechtsradkalen Volksverhetzer denn diese selbst ins Visier des im rechte Gesichtsfeld stark sehgestörten Staatsschutzes, der geraten.
http://www.netz-gegen-nazis.de/artik...0-sachsen-1784

Darüberhinaus konnten in Sachsen rechtsextremistische (neo)Nazigruppen bestens gedeihen, ohne dass das CDU-regierte Bundesland hier konsequent durchgegriffen hätte. uch die Terrogrupe Skinheads Sächsische Schweit (SSS) wurde zwar 2001 verboten, schien aber im Untergrund munter weiterzuagieren.

http://www.netz-gegen-nazis.de/lexik...he-schweiz-sss

Man muss also feststellen, dass der Nährboden für rechtsextremistische Gewalttäter und den Aufbau paramilitärischer Organisationseinheiten in Sachen besonders fruchtbar war und ungestörtes Wachstum quasi durch den dortigen VS, dessen ehemaliger Chef nun auch noch in rechtslastigen Verlagen publiziert, garantiert wurde.

Aber, richtig ist schon, dass das Thema ein Bundesthema und kein Sachsenthema ist- tatsächlich gibt es bundesweit noch viel zu viele Rechtsfaschisten und noch viel mehr Befürworter und Verhamloser dieser Tatsache.

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walter_rsr 26.11.2011, 14:08
9. ????????????

Zitat von caecilia_metella
Bekannt ist noch(!), dass es zu Ost-Zeiten dort keine Nazis gab, weil die DDR (Sowjetische Besatzungszone bzw. Ost-Zone) rein gar nichts mit Nazis am Hut hatte. Die Nazis waren nämlich Feinde der Sowjetunion und von Kommunisten (Bolschewisten usw.) ebenfalls, weiß das auch noch jemand? Bekannt ist ferner noch immer(!): Dann kam der Fall der Mauer. Durch DDR-Bürger, die die Geduld ihrer Bonzen nicht länger teilen wollten. Dabei kamen westliche Politiker und Gorbatschow ins Spiel und irgendwelche DDR-Wende-Politiker, die dann irgendwie wieder in der Versenkung verschwanden. Und dann war irgendwie auch zu merken: Die langersehnte Wiedervereinigung war irgendwie gar nicht vorbereitet (Überraschung!), der Markt sollte das richten, und das tat er dann ja auch bis zur Verödung. - Aber nein, einige Landstriche im Osten blühten tatsächlich auf: Brandenburg erhielt z.B. seinen alten Adler wieder, und der Pionierpalast in Dresden erhielt wieder den Namen des preußischen Prinzen Albrecht. Sehenswert ist das Türkische Bad im maurisch-orientalischem Stil. (Klein-Caecilia lernte dort als Kind einer kinderreichen Flüchtlingsfamilie noch im Pool auf der Terrasse das Schwimmen. - Wir Jungpioniere treiben Sport. Wir Jungpioniere halten Freundschaft mit den Kindern der Sowjetunion und allen Ländern.) Die unter Denkmal stehende Wohnanlage Stauffenbergallee 12 a-k entstand übrigens 1878 als Kaserne für das Gardereiter-Regiment der sächsischen Armee an der König-Georg-Allee Nr. 12. Ja, auch dieser Name zog nach der Wende wieder ein. Wenn auch Offizier, so war der Namensgeber, also der Stauffenberg, doch ein Gegner des Diktators, nicht wahr. Und die Sowjetunion wurde Russland genannt. Seltsam? Aber nein, sie ist doch zerfallen und musste nun natürlich auch nicht mehr unbedingt Freund der Deutschen sein, denn jetzt erfuhr man im Tal der Ahnungslosen und im übrigen Osten doch erst die wahre Wahrheit. Aufmerksamen Medienguckern und -lesern wird wohl auch nicht entgangen sein, dass nach der Wende hie und da Gleichsetzung DDR-Diktatur (des Proletariats) und Nazi-Regime versucht wurde. Was natürlich alles am ehesten historischer Irrtum sein wird.
Was soll uns das sagen?
Abgesehen von der falschen Feststellung, dass es in der "Soffjetzone" keine Nazis mehr gab.
Und was soll der Rest? Wo ist der Zusammenhang mit der überdurchschnittlichen Affinität der Ostdeutschen mit den Neonazis?

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