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Bremen-Schock: Sechs Rezepte gegen die Wahlmüdigkeit
DPA

Die Zahl der Nichtwähler hat in Bremen einen neuen Höhepunkt erreicht. Wählen im Supermarkt, längere Öffnungszeiten, Programme an Schulen - was hilft wirklich gegen die Politikverdrossenheit? Sechs Ideen im Überblick.

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nebenbeigesagt 11.05.2015, 20:55
200. Porto für die Anforderung der Briefwahlunterlagen abschaffen

zu 2. Den Urnengang erleichtern:

Nach Erhalt der Wahlbenachrichtigung muss für die Anforderung der Briefwahlunterlagen Porto bezahlt werden. (Online geht natürlich auch, aber der Hinweis ist meist sehr versteckt) Vielleicht würden ohne diese Portokosten einige davon Gebrauch machen, denen die Wahl grundsätzlich keinen Cent wert ist, was auch durchaus respektiert werden kann. Aber einige Wähler mehr hätten wir dann schon.

Optimal wäre natürlich, die Wahlunterlagen gleich mit kostenfreiem Rückumschlag an alle zu versenden. Einige systematische Fehler dabei sind wohl akzeptabel und wer dann unbedingt noch ein Wahlbüro braucht, kann den Inhalt des Briefes dort abgeben.

Kurz gesagt: Es muss endlich kostenlos und so bequem sein, dass niemand mehr am Sonntag irgendwohin laufen muss.

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Broeselbub 11.05.2015, 20:57
201. Politiker sollten für

ihren Bockmist haftbar gemacht werden. Da könnten Mrd. Steuern eingespart werden. Volksentscheide wie in der Schweiz einführen. Wieder etliche Mrd. eingespart. Den Bürger mehr einbinden. Usw. Das würde die Politikverdrossenheit zurück gehen lassen. Aber wir Deutsche sind ja alle blöd. Das lassen uns die Politiker tagtäglich spüren. Nur sind wir Deutsche klüger als die glauben. Deshalb gehen wir nicht mehr wählen. Wählen gehen ist verlorene Zeit. Die kann man sinnvoller einsetzen.

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qoderrat 11.05.2015, 20:59
202. Lobbypolitik

Man könnte doch auch die nicht wahrgenommenen Stimmen am Tag nach der Wahl an die Lobbyisten meistbietend versteigern, dann kommt wenigstens Geld in die Staatskasse und die Statistik wäre auch besser!

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corvey 11.05.2015, 21:03
203.

... die Menschen haben verstanden ... nur Nicht-Wählen ist eine Alternative ... täglich wird der der Bürger von Politik und Medien vorgeführt ... darauf kann es in der demokratischen Machtlosigkeit nur eine richtige Reaktion geben: Boykott des Lügenstaates ...

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darkk 11.05.2015, 21:06
204. nichtwählen macht keinen sinn

hoffentlich ist den ganzen überzeugten nichtwählern bewusst, dass sie indirekt ebenfalls cdu und spd wählen. die stimmen der nichtwähler werden nach höhe des wahlergebnisses einer partei zugeteilt, also bekommen die grössten parteien am meisten vom nichtwählerkuchen, so habe ich es zumindest mal gelernt.
und gibt es tatsächlich keinerlei slternativen? haben sie sich wirklich mal ernsthaft mit allen angebotenen parteien beschäftigt? falls sie ein haustier haben, wählen sie doch einfach mal die tierschutzpartei, da ist dann wenigstens einem geholfen :-)
es ist doch auch heuchlerisch, wenn man merkel ihre ständigen alternativlos-phrasen vorwirft, und sie dann selbst, angeblich mangels alternativen, für alternativlos erklärt. vor was haben die deutschen nur so eine angst? viel schlechter als merkel können die alternativen ja kaum sein, möglicherweise aber viel besser. ausserdem würde sowieso jede neue truppe durch die institutionellen zwänge und geerbten vereinbarungen nicht alles auf den kopf stellen können. einerseits wird behauptet, dass merkel und die anderen politiker eh nichts mehr zu sagen hätten, andererseits kann man sie aber trotzdem keinesfalls durch unbekanntere modelle austauschen, irgendwie schizophren.

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haraldheims 11.05.2015, 21:06
205. Wahlpflicht

Gibt es irgendeine Studie inwiefern eine Wahlpflicht Stimmen für "Protestparteien" bringt? Wäre irgendwie naheliegend, wenn die Nichtwähler wie im Artikel beschrieben, nicht faul und saturiert, sondern unzufrieden sind. Es könnte ja auch sein, dass die Nichtwähler im Stillen sagen "macht doch was ihr wollt, ich komm zurecht". Die Wahlbeteiligung sinkt zwar seit langem, der Wohlstand steigt aber auch, wenn man Armut nicht wie bei uns relativ definiert.

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tuedelich 11.05.2015, 21:10
206.

Als Erstes müsste es dem Wähler ermöglicht werden, Wahlversprechen auch nach der Wahl einzufordern. Außerdem ist der Fraktionszwang sofort abzuschaffen. Eine 5 % Hürde darf es nicht mehr geben, dann kann sich auch der potenzielle Wähler vertreten sehen, der kleine Parteien wählen möchte! Und vor allem: die Politiker sind aus ihren Wolkenkuckucksheimen zurück auf die Erde zu holen und müssen daran erinnert werden, dass ihr Souverän nicht irgendein Lobbyist von Banken oder Großindustrie ist, sondern der Wähler!

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menschgottich 11.05.2015, 21:13
207. menschgottich

"ClausWunderlich heute, 20:36 Uhr
Es reichen 51% um seine Politik zu machen."

Es ist noch schlimmer bei einer Wahlbeteiligung von ca 50% und weniger. Sind die 50% schon nurnoch ca. 25% Dann wird aber selten eine Regierung alleine mit 50% Gewählt somit bekommen die auch noch die Unterstützung von anderen Wählern die das eigentlich garnicht wollten und die Müssen dann auch meißtens machen was die mit der Mehrheit wollen. Man brauch wahrscheinlich so 10 - 15% mal einfach aus dem Stehgreif geschätzt. Und wenn man dann noch abzieht wer einfach einem Trend oder einer gewohnheit folgt und wer sich wirklich für Politik interessiert und dann schaut dann kommen wir zu den echten Zahlen auf denen unsere Mehrheiten oder Minderheiten sich stützen. Wir hätten wahrscheinlich mehr demokratie wenn wir ne Münze werfen oder einfach jemanden auswählen per zufall. (Oder Vielleicht hat der Bohlen ja zeit währe geil mit Silvie und Heidi zusammen vielleicht noch der Raab dazu und dann "Deutschland sucht den Superkanzler")

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Niedlifizierer 11.05.2015, 21:14
208. Oh, ich würde in diesem Fall...

Zitat von forsell
...Wenn die 50% der Nichtwähler aus Jux und Dollerei ihre Kreuzchen bei den "Linken" machen, dann gibt's womöglich noch einen richtigen Hustenanfall bei unserem Establishment... Wahlpflicht, Ja -aber nur wenn gleich im Wahllokal der Stimmzettel zusammen mit dem Wahlleiter auf seine "Richtigkeit" überprüft wird, bei Zuwinderhandlung durch "Falschankreuzen" geht es aus dem Wahllokal direkt ins GroKo-Zuchthaus... ;-)
...das Kreuzchen eher bei den "Tantrischen Fliegern" oder der "Tierschützer-Partei" vermuten!

So oder so, die Etablierten würden nicht nur husten, die würden ko....

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hahaaans 11.05.2015, 21:14
209. Keinen von denen

Ist Ihnen schon aufgefallen dass Sie bei der Wahl nur "JA" sagen dürfen?
Sehr wahrscheinlich.
Ich denke der Grund der schlechten Wahlbeteiligung liegt für in unserem Wahlsystem.
Ein System, dem sich unsere Parteien bestens angepasst haben, doch dessen Ergebnisse alles andere als den Willen der Bürger wiederspiegeln.

Was würden die Herrschaften im Bundestag sagen, wenn sie nur zwischen verschiedenen Optionen, die die Regierung zur Wahl stellt, wählen dürften.
Ohne die Möglichkeit jeden Unsinn abzulehen.
Die Angeordneten wären empört, zu Recht! Doch uns Wählern wird das zugemutet.
Ein Wahlsystem das den Bürgern erlaubt ihre Stimmen als Ja- oder Nein-stimmen zu vergeben oder das die Möglichkeit gibt alle angebotenen Alternativen abzulehnen hätte eine deutlich höhere Wahlbeteiligung zur Folge.
Allerdings mit Ergebnissen die den etablierten Parteien nicht gefallen dürften. Und aus diesem Grund bleibt alles so wie es ist.
Faule Wähler, geringe Bildung, geringes Interesse dienen als Vorwand um die Untätigkeit der Politiker zu rechtfertigen.

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