Forum: Politik
Bremen-Wahl: Grüne düpieren die Union

Kleiner Stadtstaat, große Signale - erstmals liegen die Grünen in einem Bundesland vor der Union. Das Wahlergebnis in Bremen bestätigt den bundespolitischen Trend: Das Vertrauen in die Berliner Koalition schwindet. Die CDU wirkt angeschlagen, die FDP ratlos.

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Odde23 23.05.2011, 10:44
140. Geht mir ähnlich

Zitat von jörg pk
Auch ich gehöre zu den 15%, die in 2009 den LIBERALEN die Stimme gaben. Wochenlang habe ich überblegt...wen wähle ich als nächsten? Endlich glaube ich eine Antwort gefunden: DIE PIRATENPARTEI! 1. Haben DIE PIRATEN wohl ....
Schauen Sie sich mal das Programm der PDV an. Wäre evtl. auch was für Sie. Zur nächsten Bundestagswahl will die Partei antreten.

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blücher 23.05.2011, 10:46
141. Grüne auf Rekordhoch

Zitat von crocodil
Sie haben ja nur jetzt die hohen Wählerstimmen durch die Atomkatastrophe in Japan. Wieviele Menschen sind eigentlich so blöd, um so eine Panikmache zu verstehen. Zitiere immer nur wieder: "Wollt ih den totalen Krieg" Heute: Wollt ihr den totalen Atomausstieg? Wenn man das vergleicht - wo führt es hin???
Wo das hinführt kann man aus der deutschen Vergangenheit klar ablesen: Zu weiterem Meinungsterror und Ent-Liberalisierung/-Demokratisierung unter dem Diktat von Minderheiten. Denn 23 % von 53 % der Wahlbereichtigen sind nun mal nur knappe 13 % real.
Neben den braunen Nazis (NPD) haben wir jetzt die grünen Nazis (B90/Grüne) und die roten Nazis (Linke).
In der Ausübung ihrer angemaßten Überlegenheit sind sie alle gleich, nur die Ideologie ist jeweils unterschiedlich, die Methoden nicht.

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enemenemopel 23.05.2011, 10:48
142.

Wenn über 60 Jahre die gleiche Partei regiert, dann kann das einfach nicht gut sein - und die Bilanz in Bremen sieht ja auch erbärmlich aus. Ein Wechsel, ein echter Wechsel wäre mal nötig gewesen.
Aber leider fehlt z.Z. die Alternative. Die Bundes - CDU hat ihrer Bremer Abteilung ein ordentliches Ei gelegt, ebenso die Situation bei der FDP.
Die Grünen haben den Vorteil; sie stehen für etwas und haben eine klare Position. Die Frage, wofür die Union steht, kann momentan wohl am allerwenigsten A.Merkel zufriedenstellen beantworten. Und die Liberalen befinden sich sowieso in einem Selbstfindungsprozess, wer weiß, ob der jemals abgeschlossen sein wird.

Die Dinge liegen nun mal so. Also, warum nicht einer starken Grünen etwas zutrauen? Schlechter machen können sie's wohl kaum.
Vielleicht wäre es mal an der Zeit, dass einige das Bild vom strickenden, vollbärtigen Fundi im Bundestag vergisst und akzeptiert, das auch die Grünen etliche Entwicklungsprozesse durchlaufen haben.

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ratxi 23.05.2011, 10:48
143. Titel pleite gegangen

Zitat von endbenutzer
Da sind meine persönlichen Erfahrungen aber ganz anders. Die größten SUV, die meisten Flüge mit dem Billigbomber in die Karibik und das geringste Interesse an nachhaltiger Umweltpolitik finde ich vorwiegend bei jungen Leuten mit Kindern. Umweltgerechte Themen wie Biofleisch, übermäßiger Fleischkonsum überhaupt, unsinnige Flugreisen und sparsame Autos erzeugen gerade bei diesen Leuten lediglich ein gequältes Augenrollen.
Ja, sicher, das ist richtig.
Aber ja eben genau deshalb:

WEIL sie eben nichts zu entscheiden haben über ihre eigene Zukunft, und eben

WEIL sie trotzdem für die Renten derer arbeiten sollen, die den jetzigen Zustand geschaffen haben.
Ohne aber jedoch selbst die Option zu haben, später angemessen versorgt zu werden im Sinne eines Generationsvertrages. Und

WEIL sie sich einer Gereration unterwerfen sollen, die ihnen meint sagen zu dürfen, was sie zu tun und zu lassen haben, und ihnen wie selbstverständlich einen Berg Schulden schon bei Geburt mit gibt, den sie ganz nebenbei abarbeiten sollen...

Mal genommen:
Wenn Sie einen Laden übernehmen sollten, der insolvent ist, würden Sie sich dann vom pleite gegangenen Seniochef sagen lassen wollen, wo es langgeht?

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Schlachtroß 23.05.2011, 10:50
144. Bremen ist nicht entscheidend

"Bei Bremen ist Hopfen und Malz verloren!" hatte der Focus-Chef Markwort gestern bereits vor(!) 18h00 gesagt, und dem kann ich als Stadtrand-Niedersachse (direkt angrenzende Gemeinde) nur zustimmen.

Die Bremer Politik weißt in der Tat eine katastrophale 'Leistungsbilanz' auf. Bremen ist sozusagen unser Griechenland im Quadrat, nur das Bremen munter vom Länderfinanzausgleich profitiert. Bitte nicht falsch verstehen, die Bilanz für Niedersachsen ist auch alles andere als optimal, sprich Verschuldung zu hoch, die Bildungsoffensive in Vorschulen, Regelschulen und Hochschulen lässt auch noch auf sich warten, was mit den Atomlagern passieren soll ist auch noch offen etc. pp. Ich könnte da noch eine ganze Menge aufzählen, was in NDS alles verbessert bzw. gelöst werden müsste. Das ist aber alles nur mäßig kritisch im Verhältnis zu den Themen in Bremen. Aber statt wie Griechenland mal das Messer auf die Brust gesetzt zu bekommen, darf rot-grün auch weiterhin munter die Kohle der Geberländer raushauen und dabei 'sozial-gerecht' in der Gegend herum lächeln...

Wie gesagt: Bei Bremen ist Hopfen und Malz bereits verloren!

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simonleipzig 23.05.2011, 10:55
145. Wie bitte?

Zitat von postbote101
Nicht ganz. Vermutlich haben sie den letzten Satz von Pandora einfach nur überlesen "Deshalb ist Bremen auch das ärmste Bundesland Deutschlands!" Trifft das Ihrer Meinung nach auch auf Bayern zu?
Sie glauben doch nicht im Ernst, dass Bayern WEGEN der CSU das reichste Bundesland ist? Bayern ist es TROTZ dieser rückschrittlichen und (bislang) ökologiefeindlichen Partei.
Und natürlich könnte die CSU auch in Bremen nicht viel ausrichten, selbst wenn sie dort antreten dürfte.
Übrigens dürfte Baden-Württemberg mit Grün-Rot schon bald den Beweis antreten, wie wenig die Regierungspartei mit dem Reichtum bzw. der Armut eines Bundeslandes zu tun hat...

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postbote101 23.05.2011, 10:58
146. ...

Zitat von josifi
Von der Wirtschaftsleistung her können Sie doch nicht ernsthaft einen Stadtstaat mit knapp 550.000 Einwohner mit einem Flächenstaat mit 12.500.000 Einwohnern vergleichen!
Schauen Sie mal hier:

Zitat von josifi
Na, dann ist es ja ausgeglichen. Ersetzen Sie SPD durch CSU und Sie haben Bayern.
Selbstverständlich kann man das nicht vergleichen. Warum haben Sie es dann getan???

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robert.bochmann 23.05.2011, 10:59
147. Vergesst die FDP

Die FDP hat sich von ihrer Liberalität schon längsz verabschiedet.

Es wird eine liberale Partei gesucht, die

-aus dem Euro aussteigt und den Menschen selbst die Entscheidung ihrer Währung überlässt
- Haftung für fremde Schulden ablehnt
- Volksabstimmung über den EU-Vertrag
- Föderalismus stärken, Zentralismus ablehnen

U.a. hierfür steht übrigens die Partei der Vernunft (PdV), der ich mich angeschlossen habe.

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ratxi 23.05.2011, 11:01
148. Titel beruhigt hier nicht

Zitat von Hansbeobachter
Lieber hajo58, die haben auch Grund zum Jubeln. Es gibt nur einen Beruf in Deutschland, wo man nichts leisten muss und relativ viel Geld verdient und Privilegien hat und dieser Beruf ist Politiker. Wenn man sich die Lebensläufe einiger Politiker anschaut, dann reicht das oft schon. Diese Leute freuen sich, weil sie auf Kosten der Steuerzahler ein schönes Leben führen können. Der Rest der Gesellschaft ist dem Leistungsdruck ausgesetzt. Das System entspricht fast dem von Adligen und ihren Leibeigenen. Politiker treten nicht an um etwas für die Bürger zu tun, sondern um etwas für sich zu tun.
...und sobald sie ihr Amt angetreten haben, verfallen sie schon in ihre Lethargie, weil ihnen klar ist, dass sie nun, komme was wolle, sowieso bis an´s Lebensende ausgesorgt haben.
Das ist wirklich nicht sehr beruhigend.

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surselva-29 23.05.2011, 11:02
149. Änderung des persönlichen Verhaltens gefordert

Zitat von bigkahoona
Die Mehrheit der Deutschen ist bereits seit längerem für einen Ausstieg aus der Atomenergie. ... Ach übrigens: seit diesem Wochenende sind 13 von 17 deutschen Atomkraftwerken vom Netz. Bei mir hat zuhause noch nicht eine Glühbirne geflackert. Komisch, nicht, wo doch laut Atomlobby die totale Energieapokalypse drohte .
M.E. möchte eine Mehrheit der Deutschen lediglich keine Kernkraftwerke in Deutschland. Stromimporte aus Kernenergie aus dem Ausland nimmt die von Ihnen zitierte Mehrheit dagegen gerne in Kauf, solange der Preis (halbwegs) stabil bleibt.

Diese Haltung ist m.E. inkonsequent, um nicht zu sagen: heuchlerisch. Eine konsequente Energiewende zugunsten der Erneuerbaren Energien kann nur bedeuten, weder Atomstrom zu produzieren, noch zu importieren.
Die Nutzung von Kohlekraftwerken ist aufgrund der damit verbundenen Emissionen von CO² ebenfalls drastisch zurückzufahren.
Die dann entstehenden Preiserhöhungen müsste im Sinne der Rettung des Klimas und mit angepasstem Nutzungsverhalten hingenommen werden (was spräche z.B. gg. Stromsperrungen in den Nachtstunden für private Nutzer, Einschränkungen des Individualverkehrs an einzelnen Wochentagen u.ä.).

Das Problem ist, dass die Mehrheit zwar erkennt, dass wir in der Energiepolitik so nicht weitermachen können - allerdings ist kaum jemand bereit, persönliche Einschränkungen (finanzieller Art oder in seiner individuellen Bequemlichkeit) zu akzeptieren.

Mit welchen Wahlergebnissen dürfte Ihres Erachtens eine Partei rechnen, die solche Vorschläge unterbreiten würde (richtig, dagegen wären die 2,6% der FDP in Bremen direkt ein Erfolg)?

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