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Bremerhaven: AfD bekommt kein zusätzliches Mandat in Bürgerschaft
DPA

Zwar kommt die AfD nach einer Neuauszählung der Bremer Bürgerschaftswahl vom Mai 2015 auf mehr Stimmen - bleibt aber in Bremerhaven unter der Fünfprozenthürde.

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McMuffin 13.09.2016, 12:51
1. Komische Rechnung

Eine merkwürdige Rechnung vom Staatsgerichtshof. Wenn bei 34.000 abgegebenen Stimmen in Bremerhaven 13 Stimmzettel verschwunden sind und die AfD auf 4,9899% kommt, hat das natürlich Relevanz für das Wahlergebnis. Wenn alle 13 verschwundenen Stimmen für die AfD waren, hätte die AfD knapp 5,03% gehabt und würde den Sitz bekommen. Selbst bei nur 9 der 13 Stimmen hätte es für über 5% gereicht. Ähnliches gilt für die 15 Wähler, die nicht hätten wählen dürfen, sofern von denen kaum einer AfD gewählt hat.

Wie also kommt der Staatsgerichtshof darauf, dass die Zahl "undedeutend" ist? Rechenschwäche? Oder stimmen die Zahlen im Artikel nicht?

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trader_07 13.09.2016, 13:07
2. In der Vergangenheit...

Zitat von McMuffin
Wie also kommt der Staatsgerichtshof darauf, dass die Zahl "undedeutend" ist? Rechenschwäche? Oder stimmen die Zahlen im Artikel nicht?
In der Vergangenheit hieß es in den Medien, dass der AfD in Bremen 48 Stimmen gefehlt haben - insofern sind die 13 verlorenen und 15 ungültigen Stimmen tatsächlich irrelevant.

http://www.radiobremen.de/politik/nachrichten/stimmen-nachzaehlung-bremerhaven100.html

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wombie 13.09.2016, 13:22
3.

Zitat von McMuffin
Eine merkwürdige Rechnung vom Staatsgerichtshof. Wenn bei 34.000 abgegebenen Stimmen in Bremerhaven 13 Stimmzettel verschwunden sind und die AfD auf 4,9899% kommt, hat das natürlich Relevanz für das Wahlergebnis. Wenn alle 13 verschwundenen Stimmen für die AfD waren, hätte die AfD knapp 5,03% gehabt und würde den Sitz bekommen. Selbst bei nur 9 der 13 Stimmen hätte es für über 5% gereicht. Ähnliches gilt für die 15 Wähler, die nicht hätten wählen dürfen, sofern von denen kaum einer AfD gewählt hat. Wie also kommt der Staatsgerichtshof darauf, dass die Zahl "undedeutend" ist? Rechenschwäche? Oder stimmen die Zahlen im Artikel nicht?
Nein es ist keine Verschwörung und so unterirdisch schlecht war die Wahlbeteiligung in Bremen auch nicht.
Es mussten ca. 34000 Stimmzettel geprüft werden, nicht alle abgegebenen Stimmen. Die gesamten abgegebenen gültigen Stimmen müssten so bei 159703 gelegen haben -7969 entsprechen 4,9899 %.

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Tobi_EN 13.09.2016, 13:33
4.

Zitat von McMuffin
Eine merkwürdige Rechnung vom Staatsgerichtshof. Wenn bei 34.000 abgegebenen Stimmen in Bremerhaven 13 Stimmzettel verschwunden sind und die AfD auf 4,9899% kommt, hat das natürlich Relevanz für das Wahlergebnis. Wenn alle 13 verschwundenen Stimmen für die AfD waren, hätte die AfD knapp 5,03% gehabt und würde den Sitz bekommen. Selbst bei nur 9 der 13 Stimmen hätte es für über 5% gereicht. Ähnliches gilt für die 15 Wähler, die nicht hätten wählen dürfen, sofern von denen kaum einer AfD gewählt hat. Wie also kommt der Staatsgerichtshof darauf, dass die Zahl "undedeutend" ist? Rechenschwäche? Oder stimmen die Zahlen im Artikel nicht?
Kann deine Rechnung absolut nicht nachvollziehen. Bitte genauer darlegen oder selbst eine Rechenschwäche eingestehen.

Wenn 7969 Stimmen 4,9899% entsprechen, dann entsprechen 5% 7985 Stimmen. Also insgesamt fehlen 16 Stimmen, da reichen die 13 verschwundenen Stimmzettel nicht. Wenn alle 13 Stimmen die AfD gewählt hätten, wäre man bei 4.9980%.

Falls man von der Gesamtstimmanzahl noch die 15 Stimmen zu viel abzieht und annimmt, dass keine einzige AfD-Stimme dabei war, kommt man auf 4.9985% für die AfD, das reicht aber immer noch nicht.

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Proggy 13.09.2016, 13:39
5.

Der Wähler wird es schon richten. Da kommt es dann auf Bremen eh nicht mehr an.

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Glückshormon 13.09.2016, 13:59
6.

Zitat von Tobi_EN
Kann deine Rechnung absolut nicht nachvollziehen. Bitte genauer darlegen oder selbst eine Rechenschwäche eingestehen. Wenn 7969 Stimmen 4,9899% entsprechen, dann entsprechen 5% 7985 Stimmen. Also insgesamt fehlen 16 Stimmen, da reichen die 13 verschwundenen Stimmzettel nicht. Wenn alle 13 Stimmen die AfD gewählt hätten, wäre man bei 4.9980%. Falls man von der Gesamtstimmanzahl noch die 15 Stimmen zu viel abzieht und annimmt, dass keine einzige AfD-Stimme dabei war, kommt man auf 4.9985% für die AfD, das reicht aber immer noch nicht.
Mathematisch entsprechen 4,99 % den geforderten 5 %. Erst unter 4,95 ist es "deutlich" unterhalb. Aber Juristen und Mathematik ;-)
Macht nix, solange maqn ein wohlfeiles und "sauberes" Ergebnis hat.
Demokratie seiht anders aus...

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mostly_harmless 13.09.2016, 14:07
7. Huch!

Die in schöner Regelmäßigkeit kolportierte und ständig wiederholte AfD-Verschwörungstheorie über den "großangelegten Wahlbetrug" in Bremerhafen waren in Wirklichkeit 13 Stimmen? Da ist das alte Sprichwort "aus einer Mücke einen Elefant machen" aber eine ziemliche Untertreibung für diesen Vorgang.

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horstenporst 13.09.2016, 14:10
8. Zahlensalat

Die Zahlen im Artikel sind etwas verwirrend. Wenn 7969 AfD Stimmen 4,9899% entsprechen, wurden insgesamt 159703 gültige Stimmen abgegeben. Das passt auch den Zahlen hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Bürgerschaftswahl_in_Bremen_2015#Wahlergebnis
13 Stimmen mehr ergeben immer noch unter 5%. Es wäre hilfreich wenn SPON erklären würde warum nur ein Teil der Stimmen, nämlich die erwähnten 340000, neu ausgezählt wrden musste.

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McMuffin 13.09.2016, 14:31
9. Stimmen sind nicht gleich Stimmzettel

Zitat von wombie
Nein es ist keine Verschwörung und so unterirdisch schlecht war die Wahlbeteiligung in Bremen auch nicht. Es mussten ca. 34000 Stimmzettel geprüft werden, nicht alle abgegebenen Stimmen. Die gesamten abgegebenen gültigen Stimmen müssten so bei 159703 gelegen haben -7969 entsprechen 4,9899 %.
Das kann nicht sein. Bremerhaven hat laut Wikipedia rund 114.000 Einwohner, wenn davon tatsächlich 159.703 gewählt haben, wären die Probleme ja noch viel gravierender ;-) Ich glaube, Sie verwechseln die Stimmen mit den Stimmzetteln. In Bremen/Bremerhaven kann kummuliert und panasciert werden, d.h. es gibt pro Stimmzettel mehrere Stimmen.

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