Forum: Politik
Brexit-Abstimmung im Unterhaus
DPA

Das britische Parlament hat den von Premierministerin Theresa May ausgehandelten EU-Austrittsvertrag xxxx-

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newage85 15.01.2019, 23:25
170. Nachverhandlungen tödlich

Wie man es auch dreht und wendet. Die Neuigkeiten ziehen an der Wirtschaft nicht einfach vorüber und da ist kaum etwas zu retten..Ja das war doch nun aber schon lange klar. Wenn die EU dem Druck nachgibt, nachzuverhandeln, sind wir zurück bei der anstehenden Europawahl, die ihrerseits die Börsen zur Achterbahn machen kann. Finden wir uns damit ab, dass es dabei nichts zu gewinnen gibt, und spucken wir in die Hände die Effekte so gut wie möglich abzufedern.

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Calen 15.01.2019, 23:26
171. Gegen den Willen des Volks

Zitat von angelobonn
Meine Hochachtung vor den Briten, die sich heute nicht haben erpressen lassen. Merkel und Junker, die die Verantwortung für diese Situation tragen, sollten sich in Grund und Boden schämen. Niemand hat der EU und Europa seit ihrer Gründung so sehr geschadet, wie diese beiden.
Die Briten haben heute gar nichts entschieden, denn das Volk wurde nicht gefragt. Ein paar Parlamentarier haben heute gesagt, was sie nicht haben wollen. Volkes Wille wäre es gewesen, wenn man über den Deal ein Referendum gemacht hätte. Die Stimmung ist bereits gekippt. Für einen konkreten Brexit (No-Deal oder May-Deal) wird man in UK derzeit unstrittig keine Merheit finden. Weil in Wirklichkeit die Parlamentarier im Unterhaus keinen Mut hatten, hat sich heute nur eine Mehrheit gefunden, die nicht den Deal von May wollten. Das ganze erinnert irgendwie an das Ende der Weimarer Republik, bei der es nur eine destruktive Mehrheit, aber keine konstruktive gab. Heute begann der Untergang von UK. Die Schotten werden einen No-Deal-Brexit nicht akzeptieren und selbst ein Unabhängigkeits-Referendum verlangen, was nach dem heutigen Tag Ihnen wirklich niemand mehr verweigern kann. Konsens ist das Gebot der Stunde, aber dafür sind bestimmte Personen (bspw. Sie) nicht in der Lage.

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nosports28 15.01.2019, 23:27
172.

Was für ein Schock! Die Mexikaner zahlen gar nicht für Trumps Mauer. Und die Europäer braten Ex-Mitgliedern gar nicht noch mehr Extrawürste, als vorher ohnehin schon. Vielleicht sollte jemand einem bestimmten Kontingent unter den Angelsachsen mal erklären, daß sie zwar über ihre Luftschlösser abstimmen können - aber nicht darüber, wie andere darauf zu reagieren haben.

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Vadomar 15.01.2019, 23:28
173. Viel Spaß !

Die Briten hatten im Vorfeld wohl, wie einige der Hardcore Brexiteers' gedacht , dass ein Deal mit der EU ein "walk in the park" sei.
Man ging davon aus, dass die Europäer sich auseinanderdividieren lassen würden. Die Vermutung war falsch.
Ein harter Brexit wäre die logische Konsequenz.
Was Zollkontrollen an einer EU Außengrenze bedeutet, kann sich UK an der polnisch-ukrainischen Grenze anschauen. Und dort gibt es eine Landgrenze mit vergleichsweise geringem Transitverkehr und modernster Technik. Trotzdem ist die durchschnittliche Wartezeit für LKW dort ca. 24h ...

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Fred the Frog 15.01.2019, 23:30
174.

Zitat von hausfeen
... positionieren. Das konnte nicht gut gehen. Aber warum nimmt sie nicht ihren Hut? Man kann doch sehen, wie schrecklich schnell May in diesen Tagen gealtert ist. Warum lässt sie das nicht andere ausbaden?
Abgesehen davon, dass ihr Ego angeknackst sein könnte, weil kein May-Deal in die Geschichte eingehen wird, war es das cleverste was sie anstellen konnte.
Mit dem Deal wären Remainers wie Brexiteers unzufrieden gewesen. Die einen, weil sie nicht mehr EU wären und die andern, weil der Backstop nicht die versprochene Souverinät gebracht hätte.
Jetzt ist alles offen. Wenn sich eine Mehrheit für ein Remain findet, ist nichts verloren außer etwas bedrucktem Papier, vielleicht gewinnt der britische Einfluß in der EU noch etwas mehr an Gewicht. Und wenn es beim Brexit bleibt ist ein Ende mit Schrecken, aber ein Ende. Jede Woche ein paar Verträge (Landerechte, Visa-Bestimmungen, Zollfragen etc.) und in einem Jahr ist der Brexit Geschichte.

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haarer.15 15.01.2019, 23:32
175. Häme oder Schadenfreude ist hier völlig abwegig

Zitat von oli69
die hämischen Kommentare hier. Auch Europa und v.a. Deutschland wird bei einem hard Brexit Einbussen erleiden, also Wachstum und Jobverluste. Aber Hauptsache man hat Schadenfreude, nicht ? Die Spiegel Journalisten haben ja kräftig Oel ins Feuer gegossen.
Ja selbstverständlich - auch die EU musste bei dem Deal einige Kröten schlucken. Hier geht niemand als Sieger vom Platz. Es wurde aber ein gangbarer Kompromiss ausgehandelt. Mit viel Mühe - aber mit einem Konsens und vorallem geregelt. Was bitte wollen die Briten stattdessen ? Ein dauerhaftes Extra-Menü mit Schonkost kann natürlich nicht erwartet werden. Das wussten sie aber vorher.

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hajoschneider 15.01.2019, 23:46
176. Warum immer diese Angst vor Krisen?

Bisher hat noch fast jede Krise zur Neubesinnung auf die eigenen Stärken geführt. In diesem Fall auf beiden Seiten.

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saaman 15.01.2019, 23:59
177. Warum das Referendum die Lösung ist

Die Briten sind heute informierter als beim letzten Referendum, bei dem reichlich Unwahrheiten die Runde machten. Die heute aufgeklärte Gesellschaft kommt zu einem Ergebnis, das leichter akzeptierbar ist. Die Leute wissen besser als damals, für was sie abstimmen. Egal, ob dabei ein DAFÜR oder ein DAGEGEN rauskommt. Die jeweiligen Gegner des heutigen Ergebnisses haben es leichter, den Beschluss - welchen auch immer - zu akzeptieren.

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Hernoti 16.01.2019, 00:07
178. @ 5. angelobonn

Was ist das für ein sinnbefreiter Kommentar!? Die Briten sind Mitglied der EU und wussten von Anfang an, dass sie einen Teil ihrer Souveränität dafür aufgeben müssen! Wieso also tragen für den Drang nach Extrawürsten ( Rosinenpickerei) Merkel und Junker die Verantwortung!? Jeder trägt für seine Entscheidungen selbst die Verantwortung! Hier erhalten Populisten endlich ihren gerechten Lohn! Ich hoffe, dass die Konsequenzen allen anderen die für leichte Lösungen Stimmung machen, eine Lehre sein werden!

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weltverbesserer75 16.01.2019, 00:19
179. Frauen an die Macht

Was mir heute auffiel, als ich die Debatte verfolgte, war die große Anzahl (meist weißer, häufig älterer) Männer im Parlament. Analysen der Brexit-Abstimmung haben ergeben, dass vor allem weiße Männer für den Brexit gestimmt und der Bevölkerung diese Situation eingebrockt haben. Nun entscheiden wieder weiße Männer über den Deal von May. Und das Misstrauensvotum kommt von Corbyn - natürlich auch einem älteren, weißen Mann. Das ist nun keine kurzfristige Lösung, aber es wird dringend Zeit, dass unsere Parlamente die Zusammensetzung der Bevölkerung wiederspiegeln. Wohin ältere weiße Männer uns führen, sieht man aktuell in großen Teilen der westlichen Welt. Ein Trauerspiel!

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