Forum: Politik
Brexit-Abstimmung im Unterhaus
DPA

Das britische Parlament hat den von Premierministerin Theresa May ausgehandelten EU-Austrittsvertrag xxxx-

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malliki 16.01.2019, 14:59
200. Briten versalzen EU die Show

May macht den Brexit zu einer Posse im Auftrag der EU. Erst aussteigen und dann verhandeln. Das ist der normale Gang solcher Abkommen, aber May wusste das zu verhindern. Jetzt gibt es garantiert in Europa gleich 2x den "Krimeffekt" mit Irland und Schottland. Die kann dann diese Volksabstimmungen auch als völkerrechtswidrig bescheinigen.

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teacher20 16.01.2019, 18:16
201.

Zitat von Ezechiel
Ich kann in den Kommentaren gar nicht so viel Schadenfreude erkennen. Die wäre auch nicht angebracht. Ich denke, die Leute sind nur froh, dass dieses Thema endlich zum Abschluss kommt und in den Medien nicht ständig im Vordergrund steht.
In einem Kommentar auf ZEIT-Online war die die Rede davon, dass das "Brexit-Chaos" die EU-Mitgliedsstaaten nur noch fester zusammenschweiße.
In meinen Augen ist das schon eine erstaunliche Erkenntnis angesichts der vielen Bruchlinien, die den Rest der "Kontinental-EU" durchziehen (Euro, Populismus, Flüchtlingspolitik, Grenzschutz, Sozialpolitik, Außen- und Sicherheitspolitik) jetzt schon durchziehen und nach einem wie auch immer gearteten Brexit weiter durchziehen werden.
Somit klingt die Behauptung des Einheitsgedankens der "EU-Europäer" wie das berühmte Pfeifen im Walde, um sich selbst Mut zu machen.
Wenn ich von Schadenfreude rede, so ist das, da haben Sie Recht, vielleicht ein nur bedingt tauglicher Begriff. Die ungeheuer breit aufgestellte einheitlich negative Berichterstattung über die Ereignisse in Großbritannien in den Mainstreammedien hat aber gegenüber den anderen unsicheren Kantonisten in der EU (Österreich, Süd- und Osteuropäer) den erkennbaren Zweck, als Abschreckung zu dienen und diese Staaten bei der Fahne zu halten.
Tatsächlich verstehe ich das ganze Theater um das Verhältnis GB-EU nach dem vollzogenen Austritt der Briten nicht. Warum sollte es zum Beispiel (unabhängig von der Größe des Marktes und der Volkswirtschaft) nicht möglich sein, dass GB ein ähnliches Verhältnis zur EU hat wie die Schweiz und eines der reisten europäischen Länder, dessen Bevölkerung in einer Volksabstimmung zwei Mal den Beitrag zur EU abgelehnt hat, nämlich Norwegen.
Man kann heute sicher sein, dass die meisten der verbliebenen 27 EU-Mitgliedsstaaten, dem idealistischen Projekt eines Europa jenseits althergebrachter Nationalstaaten nichts abgewinnen können und die Europäische Union im Wesentlichen als eine Art erweiterter Umverteilungsagentur ansehen, die ihnen wirtschaftliche und finanzielle Vorteile einbringen soll.
Dass überdies die Fortexistenz der EU über die Frage von Krieg und Frieden in Europa entscheiden soll halte ich für puren Alarmismus.

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teacher20 16.01.2019, 18:21
202.

Zitat von Fred the Frog
Dann müsste man weitere Optionen anbieten zB Brexit ja, aber nur mit Deal, sonst remain Deal ja, wenn nicht, harter Brexit usw.
In der Hoffnung, dass man doch noch eine relative Mehrheit für ein "Drinbleiben" erhält?
Das wäre dann sicher nicht ganz EU-untypisch...

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teacher20 16.01.2019, 18:57
203.

Meines Erachtens wäre der (wirtschaftlichen und sozialen) Zukunft Europas (verstanden als geographischer Begriff und als Summe aller den Kontinent bildenden Nationalstaaten) am besten in Form einer großen Freihandelszone gedient. Daneben könnte es bilaterale Abkommen geben, die an den entsprechen Brennpunkten (z.B. die jeweiligen Grenzregionen) die Interessen der betroffenen Staaten koordinierten.
Das Projekt eines bürokratisch von Brüssel aus gelenkten postnationalen europäischen Superstaates ist (nicht erst, aber klar erkennbar) seit dem Austritt der Briten Makulatur.

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teacher20 16.01.2019, 19:00
204.

Meines Erachtens wäre der (wirtschaftlichen und sozialen) Zukunft Europas (verstanden als geographischer Begriff und als Summe aller den Kontinent bildenden Nationalstaaten) am besten in Form einer großen Freihandelszone gedient. Daneben könnte es bilaterale Abkommen geben, die an den entsprechen Brennpunkten (z.B. die jeweiligen Grenzregionen) die Interessen der betroffenen Staaten koordinierten.
Das Projekt eines bürokratisch von Brüssel aus gelenkten postnationalen europäischen Superstaates ist (nicht erst, aber klar erkennbar) seit dem Austritt der Briten Makulatur.

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Lektorat Berlin 17.01.2019, 20:42
205. Da

Zitat von baba1
Die "EU" in ihrer inneren Zerstrittenheit und Zerrissenheit ist nun wahrlich nicht das Gelbe vom Ei!
haben Sie recht. Aber sie ist trotzdem auch in diesem aktuellen Zustand noch das Beste, was diesem Kontinent seit Karl dem Großen passiert ist. Ich fände es konstruktiver, sich um eine "Verbesserung" der aktuellen EU zu bemühen als einfach nur "boah, eyh, is doch eh alles Scheiße" herumzunörgeln. Vielleicht beginnen Sie Ihre Transformation mit dem Aufschlagen eines beliebigen Geschichtsbuch zur Geschichte Europas?

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HaPeGe 19.01.2019, 17:53
206. Und warum ...

Zitat von baba1
Informationen, dass das alles, wie von Ihnen geschildert, passieren wird? Die "Wirtschaft" - wie Sie es nennen - wird genau das tun, was sie immer getan hat und immer tun wird: sie geht dorthin, wo sie am meisten Profit sieht!! Und das kann durchaus in GB sein! Schon mal so weit gedacht?
Und warum ziehen z. B. Banken und Finanzdienstleister schon massenweise aus London ab nach Frankfurt und/oder nach Paris ? Das erklären Sie dann mal bitte !

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