Forum: Politik
Brexit-Ärger: London provoziert, Brüssel keilt zurück
AFP

Eigentlich gab es bei den Brexit-Verhandlungen eine erste Einigung, doch plötzlich stellen die Briten die Beschlüsse infrage. EU-Politiker verlieren langsam die Geduld.

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kakadu 12.12.2017, 20:23
1.

Die britische Regierung will nicht verhandeln. Die wollen den harten Brexit. Sie fühlen zu nichts verpflichtet. Das sind die Leute, die zwischen Souveränität und Verantwortungslosigkeit nicht unterscheiden können.

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bambus 12.12.2017, 20:32
2. Wer kann den diesen Flohzirkus noch ernst nehmen?

das ist zudem der allerbeste Weg für einen ungeregelten Brexit - die Verhandlungspartner vor den Kopf stoßen und jedes Vertrauen in die Verläßlichkeit KB und TM maximal zu zerstören.

Davis und May schaffen das.
Oh my god, wie ist die Angelsächsische Diplomatie derartig zugrunde gegangen...

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Björn L 12.12.2017, 20:34
3. Die ewige Jagd nach der Extrawurst

Die Briten waren noch nie echte Europäer und haben sich mit dem Brexit auf allen Ebenen geschadet.
Untereinander sind sie gespalten wie kaum ein anderes Land in Europa welches deren Führung täglich beweist. Brüssel muß knallhart sein, damit nicht die restlichen Mitglieder auf dumme Gedanken kommen,
Die Briten sollen ihre Verpflichtungen nachkommen und erst dann kann über das künftige Verhältnis diskutiert werden. Ich bin sicher, die Briten werden schon bald ihre Entscheidung bitterlichst bereuen.

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theodtiger 12.12.2017, 20:38
4. Vorsicht ist angebracht

Die innenpolitisch motivierten Spielchen scheinen die EU nicht zu beeindrucken, allerdings mahnen sie zur Vorsicht. Es ist sinnvoll, erst mal einen Entwurf des Austrittsvertrags zu erarbeiten, der auf der Vereinbarung vom 8.12.17 aufbaut und klar die gegenseitigen Verpflichtungen benennt. Dann kann man Übergangsregelungen und zukünftige Beziehungen ernsthaft behandeln. Dass die Zeit bis zum Brexit knapp wird, haben die Briten allein zu verantworten, die nach der Brexit Erklärung (dem von ihnen abgefeuerten Startschuss) erst mal nichts besseres zu tun hatten als Neuwahlen abzuhalten, statt zügig mit den Verhandlungen zu beginnen. Ansonsten auch nur Taktieren und Verzögern. Irgendwann wird auch London merken, wie knapp die Zeit wird und dass eingegangene Verpflichtungen auch honoriert werden müssen.

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freddygrant 12.12.2017, 20:41
5. Wie stelle sich die Briten das vor?

Mit Täuschung und Unzuverlässigkeit kann man keine
Politik machen! Termine und was verhandelt ist sollte
auch gelten! Die EU muß eben dann auch deutlicher
reden und entsprechend dokumentieren. Wenn die
Briten das wiederholen bzw. so weiter taktieren ist
der harte Brexit unausweichlich. Europa muss dann
davor aber keine Angst haben.

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moistvonlipwik 12.12.2017, 20:52
6.

Zitat von kakadu
Die britische Regierung will nicht verhandeln. Die wollen den harten Brexit. Sie fühlen zu nichts verpflichtet. Das sind die Leute, die zwischen Souveränität und Verantwortungslosigkeit nicht unterscheiden können.
Harter Brexit bedeutet harte Landgrenze in Irland. Harte Grenze in Irland bedeutet das Ende des Karfreitagsabkommens.

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erwin777sti 12.12.2017, 21:09
7. Grossbritanien – machen wir uns doch nichts vor.

Ein Imperium, das jahrhunderte lang als Kolonialmacht die Welt beherrschte, lässt sich doch nicht so einfach ins Bockshorn jagen. Mit Verstand, Arglist und krimineller Energie haben die Briten ihre "Verhandlungspartner" bearbeitet, und auch nicht davor halt gemacht, ihnen ihre Sprache zu nehmen (Keltisch in Irland und Wales, in den Kolonien, und wer weiss wo noch auf der Welt). Für mich gibt es nicht den geringsten Anlass, Grossbritanien faire Verhandlungen zu unterstellen; Grossbritanien wird Europa auch freiwillig nichts schenken. Europa muss für sich selbst das Resultat der Verhandlungen definieren, und dieses selbst in die Schlussdokumente einbringen.
Erwin Stieger, Moskau

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steinbock8 12.12.2017, 21:10
8. Was die Briten dort aufführen

Ist eine Frechheit sie verhandeln mit der eu und zu Hause gilt alles nicht mehr weil sie es im eignen Lande nicht durchsetzen können es gibt halt keine einheitliche Linie und die Machtverhältnisse in Großbritannien sind auch nicht klar mit dieser unausgegorenen hinhaltetaktik wird die eu noch viel Freude haben Großbritannien ist im Punkte brexit tief gespalten eine Lösung ist nicht in Sicht und wird in absehbarer Zeit auch nicht vorhanden sein

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Meckerameise 12.12.2017, 21:14
9.

Man ahnt schon auf britischer Seite, dass die Lage nach dem Brexit schlechter ausfallen wird, deshalb werden sie so erpicht darauf sein, nahtlos irgendein Supervertrag danach unterzeichnen zu wollen. Wenn GB erst einmal raus ist, würden wahrscheinlich selbst oder gerade diejenigen, die lautstark für den Brexit waren, merken, was für ein Riesenfehler das war. GB war schon immer ein EU-Mitglied plus mit den ganzen Sonderrechten. Das war denen nie genug und glauben bis heute noch, sie würden jede Berechtigung haben, irgendwelche doppelplusguten Sonderberechtigungen zu erhalten. Das was die da abziehen ist ja unglaublich förderlich für zukünftige Beziehungen.

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