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Brexit-Antreiber Johnson: Das Rumdrucksen des Tricksers
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Boris Johnson, das Gesicht der Brexit-Kampagne, entwickelt sich zum meist gehassten Mann der Insel - weil vielen Briten erst jetzt dämmert, was er ihnen da eingebrockt hat.

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schlamassel_hoch_12 28.06.2016, 06:57
1. immer ist jemand anderes schuld

Nicht etwa ich bin schuld, weil ich mein Kreuz an der falschen Stelle gemacht habe. Nein, derjenige ist schuld, der mir den Wahlzettel hingelegt hat. Eigenverantwortung wird zum Fremdwort. Der allgegenwärtige Nanny-Staat frisst seine Kinder.

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Kinkerlitzchen 28.06.2016, 07:00
2. Ich hoffe...

...es dämmert manchen Leuten jetzt, was passiert, wenn man den Populisten nachläuft. AfD-Frau von Storch hat ja nach eigener Aussage vor Freude geweint, als der Brexit gewählt worden war. Die Populisten weinen dann vor Freude, und die Leute, die sie gewählt haben, heulen kurz danach aus ganz anderen Gründen. Weil nämlich genau das eintritt, was ihnen "Systempresse", "Eliten" und "sogenannte Experten" vorher versucht haben ins Hirn zu schreien: nämlich, dass mit der populären Entscheidung alles nur beschissener wird, und zwar gerade für "den kleinen Mann". Viel Spaß United Kingdom, ich seh dir mit Unbehagen beim Fallen zu. Es hätte wirklich nicht sein müssen.

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defy_you 28.06.2016, 07:00
3. Liebe SPON Redaktion,

Bekommt euch mal wieder ein. Deutschland braucht das UK mehr als umgekehrt. Warum wohl ist der Dax viel stärker eingebrochen als der britische Leitindex?!? An Ende bekommt das UK beste Konditionen für ein Handelsabkommen (weil es im Sinne der deutschen Wirtschaft ist!) und bis dahin hilft der gesunkene Pfund Kurs dem britischen Export. Schließlich litt das UK ohnehin am schwachen Euro.
Eure Artikel sind leider nur Wunschdenken. Weil die EU nun mal zum non plus Ultra erklärt werden muss. Lest mal lieber die Fleischhauer Kolumne von gestern anstatt weiter diese "ach wie dumm sind die Briten und die werden sich noch wundern" Artikel zu schreiben.

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TiborS. 28.06.2016, 07:01
4. Why Johnson!?

Die Briten machen sich lächerlich, und jetzt suchen sie ihren Sündenbock. So eine Wahl darf man nicht auf dem leichten Schulter nehmen und für den Brexit stimmen, und schauen was passiert.
Anstelle dass die Briten in Kroatien, Malle ihre so oder so eingedchränkten Birnen volllaufen lassen oder sich in den Stadien prügeln, sollten sich lieber mit ernsthafte Gesellschaftliche Probleme befassen. Sie sollten sich bilden!!! Dann wacht man nicht mit dem Kater auf!
Ich kann keinerlei mitleid für die 48% Briten und für die, die heute anders abstimmen wollen, aufbringen. Es ist demokratie, eures Volk will es. Steht ihr zu einander und bildet lieber einen Einheit!

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Nabob 28.06.2016, 07:05
5. Dekadente Gesellschaft

Die Limies hatten Monate Zeit, sich damit zu beschäftigen, ob ja oder ob nicht. Groß ist der Unterschied zwischen den Lagern nicht.

Johnson nun zum Prügelknaben ihrer gegenwärtig bereuten, aber längst nicht endgültigen Entscheidung zu machen, ist doch wohl mehr als lächerlich.

Dann sollten sie sich doch wohl eher dafür einsetzen, dass GB keinen Antrag stellt und dafür kämpfen, dass die Versager Juncker und Schulz gehen, womit sich natürlich ein neues Problem ergibt: Die Politiker der EU sind alle wegen nationaler Unfähigkeit aussortiert worden, woher also fähige Köpfe rekrutieren, denen es um die Sache im Sinne des Bürgers geht. Nächstes Problem: Jeder, der nicht mainstream mitheult, ist inzwischen rechter Populist. Es wurde öffentlich verboten, nur erst einmal an die Interessen des eigenen Landes zu denken.

Viel Spaß - die Industrie läuft sowieso außer Konkurrenz - mit erfolgreicher Wirkung, wie man am Beispiel Volkswagen sehen kann.

Warum also Johnson zum Prügelknaben der eigenen
souveränen Entscheidung machen?

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Greggi 28.06.2016, 07:09
6. Passt doch ...

"Wenn Sie mich wählen, wird Ihre Frau größere Brüste bekommen und sich Ihre Chance verbessern, einen BMW M3 zu besitzen", mit diesem wilden, augenzwinkernden Slogan warb Johnson beim Wahlkampf um das Rathaus für sich.
Da kann man nur sagen: Der hat unbedingt das Zeug für den nächsten britischen Premierminister. Parallelen hierzu gibt es derzeit in USA. Zivilisation, wohin entwickelst du dich?

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maxgil 28.06.2016, 07:10
7. Ein

Gutes hat das ganze Theater: den Demagogen wird die Maske entrissen und alle sehen die Fratze darunter. Die schlechten Nachrichten aus UK häufen sich, die ganzen Lügen werden enttarnt. Sollte es so weiter gehen, wird es für lePen, Wilders und Konsorten schwer, weiter so erfolgreich Demagogie zu betreiben. Gut so!

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Benjowi 28.06.2016, 07:12
8.

Das Ganze nimmt schrittweise die Züge einer Tragödie an, denn eigentlich hat England so etwas nicht verdient. Aber wenn man unkontrolliert und von einer vorgespannten Presse von Murdochs Gnaden angefeuert den Populisten den letzten Unsinn abnimmt und dann aus dem Bauch heraus einfach mal Kreuzchen malt ohne die Konsequenzen zu berücksichtigen kommt es dazu. Deutschland hat durchaus eigene Erfahrungen mit solchen Entwicklungen. Nur hieß der Zeitungszar damals 1932 Hugenberg, die Lage war sehr viel schlechter und die Konsequenzen waren mit deutscher Gründlichkeit noch sehr, sehr viel schlimmer.

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coloneltw 28.06.2016, 07:12
9. so ein Brexit kommt immer in versch. Stufen

Stufe 1 wurde durch Island eingeleitet!
Stufe 2 durch Moodys
Und nun kommt es Schlag auf Schlag. Am Ende wird das Referendum nicht umgesetzt.
Es ist schon erstaunlich wie blauäugig manche sind. Sie glauben jeden Mist den ein Politiker erzählt.
Für die EU ist es die einmalige Chance diese Briten Rabatte abzuschaffen.

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