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Brexit-Antreiber Johnson: Das Rumdrucksen des Tricksers
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Boris Johnson, das Gesicht der Brexit-Kampagne, entwickelt sich zum meist gehassten Mann der Insel - weil vielen Briten erst jetzt dämmert, was er ihnen da eingebrockt hat.

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mr-mucki 28.06.2016, 09:49
280. Fassungslos

Ich bin immer noch Fassungslos ueber diese Wahl. Den Englaendern und Walisern wurden alle Fakten erklaert. Johnson und die UKIP haben in einem Stueck gelogen. Und die beiden Laender glauben denen. Das zeigt, dass dirkete Demokratie keine gute Idee ist. Das Volk rennt immer dem Populisten hinterher, die meinen einfache Antworten auf komplexe Fragen geben zu koennen.

Und die Schuld bei Cameron, Merkel, Juncker und Schultz zu suchen, finde ich auch wenig hilfreich. Alle haben sich auf Fakten bezogen und vor den Folgen gewarnt. Leider haben das Johnson und UKIP mit dem Argument abgetan, dass diese Leute GB fremdbestimmen wollen.

Persoenlich kann ich feststellen, dass meine Schwager nun einen Deutschen Pass beantragt (wie sehr viele Briten, die die Chance haben) und das in GB grosse Konzerne (auch meiner) alle Investionen stoppen.

Ich denke, die Englaender und Waliser werden noch viel mehr geschockt sein, wenn das ganze Ausmass ans Licht kommt.

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plleus 28.06.2016, 09:50
281. Dumm?

Natürlich sind nur die dumm, die nicht Ihrer Meinung sind und dann auch noch anders wählen.
Offensichtlich haben bestehen hier gewaltige Defizite beim Demokratieverständnis. Abgesehen davon, es ist Sache der Briten.
Also, Schaum vom Mund wischen.

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markus.pfeiffer@gmx.com 28.06.2016, 09:51
282. Komplett andersrum

Zitat von Knuzerich
Anstatt sich mit wohlwollendem Pragmatismus hinter die Umsetzung des demokratisch gewählten Ausstiegs der Briten aus der EU zu machen, baut die Wirtschaftselite düstere Droh- und Weltuntergangskulissen auf. Die wenig subtil angekündigten Repressionen aus Brüssel gegenüber dem ohnehin schon längst entmündigten EU-Bürger (hallo Deutschland!), damit ähnliche Abstimmungen künftig gar nicht mehr möglich sein können, zeigen das wahre Gesicht der EU. Es kann nicht sein, was nicht sein darf - Willkommen in der Welt der totalitär regierten Kapitalismus-EU.
Die EU würde sich gerne (mit mehr oder weniger wohlwollendem) Pragmatismus an die Arbeit machen - ab heute, aber die Briten verhindern das, weil sie noch knapp drei Monate brauchen, bis sie das Ergebnis des Referendums in einen offiziellen Antrag formulieren - so lange bleibt beiden Seiten nur Getzetere, weil pragmatische Umsetzung noch nicht möglich ist.

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clara1337 28.06.2016, 09:51
283.

Zitat von fredderfarmer
Wäre das Referendum andersrum ausgefallen und Johnson mit seiner Kampagne gescheitert, wäre er der gefeierte Held, oder wie jetzt?
Nein, er wird gemessen an seinen "Taten".

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it--fachmann 28.06.2016, 09:51
284. Wenn dieser Kerl Premier wird ...

... dann kriegt Großbritannien zum EU-Austritt noch weitere Probleme hinzu. Johnson hat doch keine Ahnung, wie er die Situation handeln soll. Das ist ein reiner Opportunist, der beim Hütchenspiel auf den setzt, der besser blüffen kann. Politische Überzeugungen hat der überhaupt nicht. Ist ja alles nur ein Spiel und der einzige Zweck ist, daß Johnson dabei gut rauskommt. Vielleicht hat Großbritannien seinen Niedergang verdient. Jahrhunderte lang haben sie ferne Völker als Kolonien ausgebeutet. Und mit ihrer einheimischen Arbeiterschaft sind die dort herrschenden Kreise auch nicht gerade zimperlich umgegangen. Da wurden schon mal berechtigte Streiks ganz einfach von der Polizei zusammengeschossen. Wieso solch einem Land noch Gutes wünschen und sich nicht freuen, beim Zusehen, wie es sich selbst zerlegt. Ganz einfach, die Europäische Idee! Auch Großbritannien ist Teil Europas und wir werden keine Vorteile haben, wenn es den Menschen dort nun schlechter geht. Eher dürfte das Gegenteil der Fall sein.

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ami5 28.06.2016, 09:52
285. @116

Was ist jetzt vermessen oder dumm?!
Millionen Menschen sind direkt oder indirekt von Ausgang des Referendums betroffen. Eben nicht nur die Briten oder Engländer! Ungeduld hat hier gar nichts mit Vermessenheit oder Dummheit zu tun!

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KayYou 28.06.2016, 09:53
286. Allerdings

Zitat von fredderfarmer
Wäre das Referendum andersrum ausgefallen und Johnson mit seiner Kampagne gescheitert, wäre er der gefeierte Held, oder wie jetzt?
Das war wohl die Idee. Farage hat kurz vor der Abstimmung auch gesagt6, dass er, wenn er mit 48 % verlöre, sofort das nächste Referendum vorbereiten wolle. Und Johnson wäre der knapp an den bösen Linken, Eliten, Mainstreamlern gescheiterte tragische Held geworden, der dann eine Mehrheit der Konservativen von seiner Führungsstärke überzeugt hätte.

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AndreasH888 28.06.2016, 09:53
287. Die Revolution frisst ihre Kinder

Die ganze Aktion war so stümperhaft geplant das man doch kaum noch überrascht sein kann.

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tgu 28.06.2016, 09:53
288. Europa ist toll

Obwohl vieles Schlechtes von der EU ausgeht, sollten wir doch an ihr festhalten. Die EWG dann die EG und schließlich die EU haben dafür gesorgt, dass nach zwei verhehrenden Weltkriegen Frieden in Europa hesrscht.
Sollte dieses Konstrukt auseinanderbrechen könnten sich wieder starke Nationalstaaten bilden, wie vor dem ersten Weltkrieg. Alte Resentiments können wieder nach oben gespült werden und schließlich könnte ein Funken das Pulverfass zur Explosion bringen, wie damals in Sarajevo. Wollen wir das? Hätten das die Völker am Anfang des 20 Jahrhunderts gewollt?
Damit Europa jetzt stark wird, sollte die EU von Grundauf reformiert werden, und ja, auch mit den Briten. Es sollte mehr fürs Volk als nur für die Wirtschaft gemacht werden. Europa sollte nicht nur wirtschaftlich sondern auch soziologisch und moralisch zusammenwachsen. Zusammen ist Europa viel Stärker als einzelne Nationalstaaten, in einer immer gefährlicheren Welt.
Ein vereintes Europa unterschiedlicher Kulturen und Religionen (vielleicht irgendwann auch mit der Türkei mit mehr Moslems aber ohne Erdogan) würde ein leuchtendes Beispiel abgeben, dass man vereint mehr ereichen kann!

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clara1337 28.06.2016, 09:53
289.

Zitat von Neapolitaner
es wäre also genauso katastrophal für die EU (gewesen), wenn das Ergebnis z.B. 46% Brexit-Zustimmung ergeben hätte. Die Menschen in Europa wollen ein "Europa der Vaterländer", da hatte de Gaulle recht. Aber eben keinen Superstaat. Die EU-Institutionen MÜSSEN zurückgebaut werden. Insbesondere brauchen wir keinen Juncker und keinen Schulz.
Die Menschen in Europa... Viele Deutschen scheinen gerne wieder ein bißchen mehr Nationalstaat haben zu wollen. Und weniger Ausländer. Und die Welt der 70er. Über Konsequenzen und Machbarkeit wird genauso wenig nachgedacht wie in UK,

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