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Brexit-Antreiber Johnson: Das Rumdrucksen des Tricksers
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Boris Johnson, das Gesicht der Brexit-Kampagne, entwickelt sich zum meist gehassten Mann der Insel - weil vielen Briten erst jetzt dämmert, was er ihnen da eingebrockt hat.

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Knuzerich 28.06.2016, 12:50
490.

Zitat von markus.pfeiffer@gmx.com
Die EU würde sich gerne (mit mehr oder weniger wohlwollendem) Pragmatismus an die Arbeit machen - ab heute, aber die Briten verhindern das, weil sie noch knapp drei Monate brauchen, bis sie das Ergebnis des Referendums in einen offiziellen Antrag formulieren - so lange bleibt beiden Seiten nur Getzetere, weil pragmatische Umsetzung noch nicht möglich ist.
BEIDE Seiten brauchen noch Zeit um das Geschehene verdauen und die richtigen Schlüsse ziehen zu können - Und trotzdem scheint jeder, inkl. der ach so neutralen und objektiven Spiegel-Journalisten schon zu wissen, dass GB quasi "dem Untergang" geweiht ist. Dass Politik und Wirtschaft so ticken war klar, dass die Medien ins gleiche Horn blasen war ebenfalls zu erwarten. Das alles ist schon schlimm genug. Dass aber ausgerechnet der Deutsche Bürger diese düsteren und heillos übertriebenen Prognosen ohne vernünftige Reflektion als gottgegebenes Faktum hinnehmen und einmal mehr nur nachplappern zeigt, dass die politische Kompetenz der Bevölkerung in diesem Land sich in den letzten 71 Jahren nicht weiter entwickelt hat.

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elvezia 28.06.2016, 12:53
491. Entweder die EU kommt vom Diktat der Personen-

Freizügigkeit runter oder die Schweiz (Nettozahler) verabschiedet sich noch vor den Franzosen, den Holländern und den Dänen. Im Februar 2017. Punkt. Dann dämmert es aber in der Kasse.

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Frederik72 28.06.2016, 12:53
492. Statistiken lesen

Zitat von juyagar2012
Diejenigen die am meisten zu verlieren haben, schreiem am lautesten. Wie erfolgsreich EU war und ist, sieht man an Griechenland, Portugal, Spanien und bald Italien und Frankreich.
Der große Einschnitt, der bis heute nachwirkt kam mit der Finanzkrise 2008 und den wollen Sie jetzt auch der EU anlasten ?

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jasper366 28.06.2016, 12:53
493.

Zitat von redwed11
Welchen britischen Produkten soll denn das schwache Pfund zu mehr Export verhelfen. Mir sind da außer Fahrzeuge von BMW und Tragflächen für Airbus keine weiteren Produkte bekannt.
Toyota und Nissan wären da noch zu erwähnen...

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Thomas Schnitzer 28.06.2016, 12:54
494.

Zitat von clara1337
Die Menschen in Europa... Viele Deutschen scheinen gerne wieder ein bißchen mehr Nationalstaat haben zu wollen. Und weniger Ausländer. Und die Welt der 70er. Über Konsequenzen und Machbarkeit wird genauso wenig nachgedacht wie in UK,
Interessanterweise sind es übrigends die, die kaum Kontakt zu Ausländern haben, die das wollen, und mit der Welt der 70er sind sie zu modern. Hinischtlich der Frauenrechte möchte man da gerne in die 50er zurück.

Hinsichtlich des Nachdenkens über Konsequenzen haben wir das Problem, dass nur Leute, die sich damit sehr ausgiebig befasst haben das überhaupt können.

Die Auswirkungen solcher Aktionen wie dem Brexit auf Märkte, und schlimmer noch, die Auswirkungen solcher Marktreaktionen auf die Endverbraucher kann hingegen kaum ein Endverbraucher auch nur im Ansatz überblicken. Die meisten wissen ja noch nicht mal, wie groß die globalen Warenströme wirklich sind.

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jasper366 28.06.2016, 12:56
495.

Zitat von spmc-135322777912941
Toll. Und wer steht für den Nettoausfall von circa € 6 Milliarden ein ? Deutschland natürlich, der Asselborn fängt ja schon damit an ein Umdenken von Deutschland zu fordern.
Die Frage ist, ob es überhaupt Ausfälle geben wird.

Bis GB raus ist müssen sie eh noch zahlen, um danach in die Vorzüge des Freihandles zu kommen müssen sie wieder zahlen. Nur diesmal sogar mehr als bisher, wenn man die Zahlungen der Schweiz und Norwegen zum vergleich heranzieht - nämlich so um die 10 Mrd Euro.

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chk23 28.06.2016, 12:56
496.

Zitat von angelprofi87
Die Mediale Angst darüber das,das Deutsche Volk auch ein Austritt will ist ,viel zu groß und deswegen muss gegen die Verantwortlichen Hetze und Hohn auf vielen schwachsinnigen Artikeln nieder geschrieben werden damit der Deutsche Michel mal wieder zurecht geformt wird und alles glaubt ...dabei sollten sich mal viele damit befassen was währe wenn Deutschland aus der EU austreten würde !Die EU wurde nicht für Bürger sonder die Wirtschaft geschaffen ....
Da verkennen Sie aber so einiges bzw. haben eine sehr verdrehte Wahrnehmung der Realität. Oder wollen Sie etwa abstreiten, dass die Brexit-Beführworter zusammen mit der Murdochsschen Meinungsindustrie mit dreisten Lügen für den Brexit geworben haben, die ihnen jetzt wie ein Betonklotz auf die Füße fallen? Schon vergessen, dass eines der ersten Statements der Anführer der Brexitkampagne ein kleinlautes Eingeständnis war, dass es nun wöchentlich keine hunderte von Millionen Fund zu verteilen gibt, die in das Gesundheitssytem fliessen sollen? Haben die Anführer der Kampgane gleich nach bekanntgabe des Ergebnisses motivierende Reden gehalten, dass der erste Schritt geschafft sei und ein Programm vorgelegt, wie es nun weitergehen soll? Nein, sie sind weggetaucht und sind zum Cricket Spiel gegangen, während das ganze Königreich auf dem Kopf stand und im Chaos versanl. Und exakt dieses Verhalten ist auch von anderen skrupellosen Egomanen wie Trump und diversem AfD Spitzenpersonal zu erwarten, wenn diese einmal ans Ruder kommen sollten.

Der große Verlierer des Brexits wird "der kleine Mann" sein und die strukturschwachen Regionen, die bisher durch EU Subventionen unterstützt wurden - Cornwall bettelt ja bereits nach Sonderregelungen, nachdem man entsetzt festgestellt hat, wie abhängig man doch finanziell von der verhassten EU ist...

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Thomas Schnitzer 28.06.2016, 12:57
497.

Zitat von Malto Cortese
[...]Die Briten sind raus. Basta. Findet euch endlich damit ab.
Finden sie das eigentlich lustig Vorwürfe zu machen, die gar nicht zutreffen? Wir finden uns damit ab. Die Brexit-Befürworter selbst aber nicht.

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Roßtäuscher 28.06.2016, 12:58
498. Jetzt wissen wir, warum Merkel sich nie äußert

Zitat von alkman
traditionell sagt sie nichts. Sie darf es nicht. Sie ist nur eine Galionsfigur, die mit der Tagespolitik nichts zu tun hat. Was sie in zeremoniellem Rahmen öffentlich sagt, hat ihr der Premierminister aufgeschrieben. Wenn überhaupt, wirkt sie hinter den Kulissen, aber davon dringt nichts nach außen. Deswegen kann sich auch jeder mit ihr identifizieren, weil niemand weiß, was sie denkt.
Abgekupfert vom Königlichen-Etikett. So kann man auch übermitteln, wer man zu sein glaubt.

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von winkelried 28.06.2016, 13:02
499. überall Schreckensszenarien im Spiegel

Das Ganze hier erinnert an die unendlichen Artikel nach jeder "bösen" Abstimmung in der Schweiz. Gemäss SPIEGEL Berichten hätte die Schweiz 1992 nach dem NEIN zum EWR untergehen müssen. 2009 weil die fremdenfeindlichen Schweizer ein Minarettverbot eingeführt haben (ist übrigens kein Verstoss gegen Völkerrecht), das Ausländer abschreckt. 2014 weil die achso Fremdenhasser Eidgenossen (nur 25% Ausländeranteil im Land, 40% Migrationshintergrund) die Einwanderung beschränken wollten. Da durfte ich sogar lesen, dass Schweizer jetzt auf Ausländerjagd gehen. Jetzt ist inzwischen 2016 und die Schweiz steht immer noch wie ein Fels in der Brandung. GB wird nicht untergehen und nach zwei bis drei Jahren wirtschaftlicher Stagnation wieder florieren.

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