Forum: Politik
Brexit-Antreiber Johnson: Das Rumdrucksen des Tricksers
Getty Images

Boris Johnson, das Gesicht der Brexit-Kampagne, entwickelt sich zum meist gehassten Mann der Insel - weil vielen Briten erst jetzt dämmert, was er ihnen da eingebrockt hat.

Seite 55 von 55
markus.pfeiffer@gmx.com 28.06.2016, 14:32
540. Ja genau ;-)

Zitat von k.Lauer
Kosten und Effizienz einer europäischen supranationalen Entscheidungs- und Administrationsebene sind rundum suboptimal. Small is beautiful. Die Notwendigkeit 28 Staaten unter einen Hut zu bringen, verlangsamt und verwässert (wegen einzugehender kompromisse) notwendige Entscheidungen oder ......
... Deshalb braucht es jetzt auch Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen, wie vom britischen Finanzminister angekündigt.

Beitrag melden
smilesuomi 28.06.2016, 14:32
541. der Frist...

Zitat von ssissirou
Die EU flutet die Schweiz mit Einwanderern? Können Sie den Vorgang näher erklären?
....meint bestimmt die Ärzte und anderen Akademiker, die ganz gern in der Schweiz arbeiten...wirklich schlimm...aber wiedermal halt...die Akademiker werden wahrscheinlich dann doch gern genommen...und die Krankenpfleger auch...

Genau wie bei GB...soll die Schweiz doch die Grenzen dicht machen....das kann die EU auch...inkl Visumpflicht und Zöllen usw...wohin soll die Schweiz dann noch liefern....muss man eigentlich für Überflugrechte bezahlen???

Beitrag melden
Thomas Schnitzer 28.06.2016, 14:35
542.

Zitat von Knuzerich
[...] Dass aber ausgerechnet der Deutsche Bürger diese düsteren und heillos übertriebenen Prognosen ohne vernünftige Reflektion als gottgegebenes Faktum hinnehmen und einmal mehr nur nachplappern zeigt, dass die politische Kompetenz der Bevölkerung in diesem Land sich in den letzten 71 Jahren nicht weiter entwickelt hat.
Nun, zum Glück hat nicht jeder in diesem Land Lust, sich von der AfD verschaukeln zu lassen.

Beitrag melden
rhabarberzüchter 28.06.2016, 14:36
543. Auch dieser Beitrag ist

Zitat von gehirngebrauch
schwingen dürfen die deutschen, was man hier ja auch sieht. ein referendum über wichtige fragen abhalten dürfen sie wie unmündige kinder nicht, selbst wenn es für den bundestag nicht zwingend wäre. so ist eben deutsche demokratie.
Nehmen wir mal an, in D gäbe es ein Referendum. Da glaube ich fast, dass Überraschungen möglich wären. Was das wohl für die EU bedeuten würde, kann man sich an den 5 Fingern abzählen.
Gewinner gäbe es jedenfalls nicht.

Beitrag melden
Thomas Schnitzer 28.06.2016, 14:40
544.

Zitat von elvezia
Freizügigkeit runter oder die Schweiz (Nettozahler) verabschiedet sich noch vor den Franzosen, den Holländern und den Dänen. Im Februar 2017. Punkt. Dann dämmert es aber in der Kasse.
Ja, und zwar in der Schweizer Kasse, die auf den Zugang zum Binnenmarkt der EU angewiesen ist. Sonst ist nämlich mit dem Export in der Schweiz im Anschluß daran genau so Schluß, wie mit dem britischen jetzt.

Beitrag melden
Thomas Schnitzer 28.06.2016, 14:43
545.

Zitat von von winkelried
[...] Da durfte ich sogar lesen, dass Schweizer jetzt auf Ausländerjagd gehen. Jetzt ist inzwischen 2016 [...]
Nun, wenn es damals in der Schweiz so lief, wie in GB seit gestern, dann stimmt diese Behauptung wohl. In GB hat jedenfalls die Jagd auf Ausländer bereits begonnen, oder was waren das für Kärtchen, die auf Englisch und Polnisch an 10-jährige polnische Kinder verteilt wurden? "Fahrt nach Hause, ihr polnisches Ungeziefer ([orig. "vermin"])" war da wörtlich drauf zu lesen.

Beitrag melden
misterknowitall2 28.06.2016, 14:43
546. @elvezia

genau das ist das Problem.....warum immer alles dramatisieren und übertreiben? was soll das mit dem "Tsunami an einwanderern"? mit so einem Blödsinn werden alle nur hysterisch. ihr Schweizer habt Jahrzehnte Leute aufgenommen und es ist euch offensichtlich nicht schlecht bekommen. jetzt geht eine irrationale Angst vor Flüchtlingen um, die jeder Grundlage entbehrt. die Briten sind hauptsächlich wegen diesem Thema aus der EU ausgetreten......dabei kam kaum ein Flüchtling bis britannien durch. beruhigt euch.......fremd ist nicht böse.

Beitrag melden
otto25 28.06.2016, 14:54
547. Mehrheit (! ?)

Es ist richtig, dass die Mehrheit (über 50 %) derjenigen die zur Wahl gegangen sind für den Brexit gestimmt haben. Aber es ist eben nur eine knappe Mehrheit. Und wenn man dies dann noch auf die gesamte wahlberechtigte Bevölkerung umrechnen würde, sähe die Verteilung nochmals anders aus.

Ich finde, dass bei Entscheidungen, die so weitreichende Folgen - egal ob positiv oder negativ, zumal die Einschätzung vom eigenen Standpunkt aus abhängt - für die gesamte Bevölkerung und für das gesamte Land haben, eine deutlichere Mehrheit haben müssen. Und zwar sowohl bei der Wahlbeteiligung als auch bei dem Ergebnis.

Die Forderung aus der Petition in GB (die vor der Wahl bereits gestellt wurde) z.B. fände ich angemessen. Mindestens 75% der Wahlberechtigten müssen abstimmen und die Prostimmen müssen mindestens 60 % betragen.
Wenn es hier bei uns zu soch einer Abstimmung kommen würde, käme ich wesentlich besser mit dem Ergebnis zurecht, wenn es sich, wie oben beschrieben, um eine deutlicher Mehrheit und nicht nur um eine knappe Mehrheit handeln würde, auch wenn dann die Gegener (aus meiner Sicht) gewonnen hätten.

Beitrag melden
markus.pfeiffer@gmx.com 28.06.2016, 14:57
548. Freizügigkeit = Preis für die Teilnahme am Markt

Zitat von ssissirou
Die EU flutet die Schweiz mit Einwanderern? Können Sie den Vorgang näher erklären?
Da hat er irgendwo Recht, die Schweiz muss die Personenfreizügigkeit aller EU-Bürger garantieren (und netto in die EU einzahlen), um am Binnenmarkt teilnehmen zu dürfen - aber genau das ist auch der Knackpunkt: GB wird diese Kröte für den weiterhin gewünschten Marktzugang auch schlucken müssen und zwar mit weniger Ausnahmeregelungen als bisher. :-)

Als kleinen zusätzlichen Informationshappen zietiere ich http://www.personenfreizuegigkeit.admin.ch/fza/de/home.html:

"Personenfreizügigkeit Schweiz – EU
Das Abkommen der Personenfreizügigkeit zwischen der Schweiz und den EU-Staaten ist seit 2002 in Kraft. Mit diesem Abkommen erhalten Staatsangehörige der Schweiz und der EU-Mitgliedstaaten grundsätzlich das Recht, Arbeitsplatz bzw. Aufenthaltsort innerhalb der Staatsgebiete der Vertragsparteien frei zu wählen. Für Staatsangehörige der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) gelten nach dem am 1. Juni 2002 in Kraft getretenen revidierten EFTA-Übereinkommen dieselben Regelungen. Auch nach der Annahme der Volksinitiative "Gegen Masseneinwanderung" durch die Schweizer Bevölkerung und die Kantone am 9. Februar 2014 gilt das FZA weiterhin."

Beitrag melden
Seite 55 von 55
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!