Forum: Politik
Brexit: Austritt ohne Ende
AFP

Vor fast drei Jahren entschieden sich die Briten für einen EU-Austritt. Es folgte ein zähes Ringen über das "Wie?", das bis heute anhält und viele ratlos stimmt. Die wichtigsten Ereignisse im Überblick.

Seite 1 von 4
Flachlandprophet 10.04.2019, 15:59
1. Exodus

Wenn die Briten vor ihrem Auszug tatsächlich noch an der Europawahl teilnehmen "dürfen", dann kommt das einer Bankrotterklärung der EU gleich. Schuld daran sind m.E. nicht die Briten, sondern jene Leute in und außerhalb von Brüssel, die...weil sie immer noch auf einen Exit vom Brexit hoffen, dieses Zeitspiel gerne in Kauf nehmen...gar provozieren. Irgendwann geht es auch mal ums Prinzip und um die Glaubwürdigkeit. Und egal wie die Geschichte ausgeht, an Glaubwürdigkeit hat die EU bereits jetzt enorm verloren. Da sollte man sich dann nicht wundern, wenn erzkonservative und rechtspopulistische Kräfte immer mehr Zustimmung bekommen. Selbst ein überzeugter Europäer wie Kohl hätten diesen Zirkus gewiss nicht mitgemacht...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
siryanow 10.04.2019, 16:36
2. Brexit

Ich bin dafür dass die Briten a)entweder raus müssen oder b)wenn sie drin bleiben wollen , zu genau den Bedingungen wie alle anderen ohne Sonderkonditionen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mundi 10.04.2019, 17:09
3.

Zitat von siryanow
Ich bin dafür dass die Briten a)entweder raus müssen oder b)wenn sie drin bleiben wollen , zu genau den Bedingungen wie alle anderen ohne Sonderkonditionen.
Da irren Sie sich. Die Briten brauchen gar nicht auszutreten. Sie werden ihre Vorteile weiter nutzen, ohne die Anweisungen aus einer fernen Zentrale zu befolgen.
Da kann das Zentralkomitee in Brüssel gar nichts tun.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
disi123 10.04.2019, 17:26
4. Aber Artikel 50 im EU Vertrag

Das ist ja immerhin vertraglich geregelt und die Regierung bricht den Vertrag mit der EU, wenn sie nicht austritt. Deswegen wird ja um Aufschub gebeten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
protonendichte 10.04.2019, 17:30
5. Schaden

Es wird istets der wirtschaftliche Schaden eines ungeordneten Brexit als ´Begündung immer neuer Verlängerungen der Frist angeführt, aber und das halte ich für entscheidend, nicht ausreichend der zu erwartende politische und mit Verzögerung dann ebenfalls zu erwartende wirtschaftliche Schaden innerhalb der Rest-EU bedacht.
Dies ist ein immens großer Fehler.
Die Politik hat gegenüber den Bürgern ihre Glaubwürdigkeit verspielt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MiguelD.Muriana 10.04.2019, 17:37
6. Raus

und zwar schnellstmöglich. Das UK hat Europa schon von Beginn an erpresst. Kaum drin, schon drohten Sie mit Austritt, wenn Sie nicht den Britenrabatt bekommen, der dann bis heute mit 66% festgelegt wurde. Schon damals hätte man nicht darauf eingehen dürfen. Die Finanzmodalitäten der EU waren den Briten schon vor ihrem Beitritt bekannt. Was es bedeutet außerhalb der EU selbständig wirtschaften zu müssen war auch klar. Die Mehrheit der Bexiters wollten einen harten Brexir. Können sie haben! Raus!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fredderfarmer 10.04.2019, 17:39
7. Darum

Weil keiner auf mich gehört hat. Ich habe es gleich nach dem Referendum gesagt und oft wiederholt: ES WIRD KEINEN BREXIT GEBEN!
Was man sich dadurch alle hätte sparen können, alleine hier bei SPON und in den Foren.
Hier mein Tipp an die Redaktion: berichtet doch erst wieder über das Thema, wenn es in der Sache ein Ergebnis gibt. Alles andere ist genauso Zeitverschwendung, wie diesen Kommentar zu schreiben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thormueller 10.04.2019, 17:41
8. Der billige Jacob und seine Gang

Die Briten sind im Inneren so sehr zerrissen, dass sich weder die EU, noch Großbritannien einen Gefallen damit tun den BREXIT weiter hinauszuzögern.

So schwer es fällt: Europa kann nur mit Großbritannien wiedervereint werden, wenn wir die Briten nun entweder ziehen lassen oder den Prozess selbst zu einem Ende bringen.

In der EU und im UK herrscht seit mehr als einem halben Jahr Stillstand, weil alle verfügbaren Ressourcen in diese unsägliche Komödie fließen, die Tag für Tag in Westminster aufgeführt wird.

Europa hat dringlichere Probleme zu lösen als die alberne Identitätskrise antiquierter Nationalisten, deren Traum von der Renaissance einer längst gestutzten Weltmacht einen Kontinent lähmt.

Es ist genug.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
poseidon1966 10.04.2019, 17:45
9. Und die Parteien werden das undankbare "Pack" von Wähler nicht verstehen...

Das, was sich derzeit in Brüssel oder Straßburg abspielt, wird man vielleicht in ein paar Jahren als Beginn des Ende der Europäischen Union bezeichnen.
Dieses unsägliche Geschrere um den Brexit ist keinem normal denkenden Menschen mehr zu erklären. Da will ein Volk eines Staates aus der EU austreten. Soweit, so gut, das ist ihr sehr gutes Recht als Souverän. Die Parteien dieses Staates bekommen dies jedoch, aus welchen Gründen auch immer, nicht geregelt. Nun ist der Austritt jedoch den anderen gegenüber verbindlich ausgesprochen. Und was machen die, Namens EU? Diese Politiker der EU zeigen ebenso, wie unfähig sie sind. Eine Frist nach der anderen wird gesetzt. Jegliche letzte Glaubwürdigkeit geht verloren. Und da reden die von "Werten", ich weiß nicht welche die meinen.
Aber bald ist Europawahl. Die Briten werden m.M.n. daran garantiert teilnehmen. Und garantiert werden diese Abgeordnete sich um ein etwaiges Abkommen einen Kehrricht kümmern.
Was aber garantiert kommen wird, ist eine massive Zunahme von Europafeindlichen Abgeordnete aus allen Ländern. Diese werden dann das Orbansche oder Gaulandsche Europa bauen. Bis dahin aber werden unsere jetzigen ach so intelligenten Politiker wieder auf das dumme Wahlvolk schimpfen, wie undankbar wir doch seien, und überhaupt, eigentlich wären wir ja selbst zum richtigen Wählen zu blöde.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4