Forum: Politik
Brexit: Austritt ohne Ende
AFP

Vor fast drei Jahren entschieden sich die Briten für einen EU-Austritt. Es folgte ein zähes Ringen über das "Wie?", das bis heute anhält und viele ratlos stimmt. Die wichtigsten Ereignisse im Überblick.

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burlei 10.04.2019, 17:48
10. ... und das britische Parlament ...

... wird sich wieder nicht einig werden, ob eine Verlängerung nun bis zum 30. Juni, um ein Jahr, flexibel oder überhaupt nicht kommen wird. Es wird zu allen vier Punkten ein ganz klares "No" geben. So ganz langsam reicht es. Vielleicht hilft es, wenn jeder Brite, Waliser, Schotte oder Nordire seinen ganz persönlichen Austritt oder Verbleib bekommt? Wie das gehen soll, weiß natürlich niemand, ist aber höchstens so einfach/kompliziert wie der Austritt ganz Großbritanniens.

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ralfix 10.04.2019, 17:54
11. Ein Datum fehlt noch in der Zusammenstellung

30.4.2017 Desaster Dinner in London May/Juncker

"Theresa May und einige ihrer führenden Minister sind offenbar ihren eigenen Fantasievorstellungen über den Brexit erlegen. Und die tragen bisweilen wahnhafte Züge."

Ich weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll. Hier kann man noch einmal den vollen Artikel lesen - lohnt sich:

https://www.zeit.de/politik/ausland/2017-05/brexit-theresa-may-jean-claude-juncker-michael-barnier-treffen/komplettansicht

https://www.spiegel.de/politik/ausland/brexit-treffen-von-theresa-may-und-jean-claude-juncker-belastet-gespraeche-a-1145648.html

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gunnarqr 10.04.2019, 18:10
12. Es reicht.

Die Briten wollen seit 3 Jahren aus der EU. Mehr als genug Zeit, das vernünftig zu regeln. Wenn sie jetzt 1- 2 Jahre Verlängerung bekommen, werden sie mit Sicherheit die restlichen 27 Mitglieder lahmlegen, mit Ihren irrationalen Forderungen und Begehrlichkeiten. Die 66% Nachlass waren schon ein schlechter Witz. Alles Verhindern, was die EU enger verbunden hätte ein noch Schlechterer. Raus mit den ewigen Quertreibern. Wenn sie wieder in der Realität angekommen sind, dürfen sie gerne zu ganz normalen Konditionen wieder beitreten.

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ludwig49 10.04.2019, 18:35
13. Offensichtlich wurde versäumt...

....Verträge so zu verfassen, dass ein Austritt unverzüglich nach Fristablauf zu erfolgen hat. Inzwischen geht vermutlich Vielen das Thema Brexit gewaltig auf den Zeiger, und in diesem Zusammenhang die EU selbst. Wenn der Austritt eines Landes nicht auf die Reihe gebracht wird, was dann ?! Wir haben hier eine ungeliebte GroKo, das europäische Desaster muß nicht auch noch gewählt werden !

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Mike1108 10.04.2019, 18:43
14. Bitte habe fertig

Nicht der Brexit ist das Problem, sondern die Unsicherheit für alle, bis es vollzogen ist. Ein harter Brexit zum 29.3. hätte letztendlich weniger Schaden angerichtet, als die ganze Rumeierei, deren Ende nicht abzusehen ist. Wie lange müssen wir noch mit dieser Ungewissheit leben?

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s.l.bln 10.04.2019, 18:46
15. "ums Prinzip"...

Zitat von Flachlandprophet
Wenn die Briten vor ihrem Auszug tatsächlich noch an der Europawahl teilnehmen "dürfen", dann kommt das einer Bankrotterklärung der EU gleich. Schuld daran sind m.E. nicht die Briten, sondern jene Leute in und außerhalb von Brüssel, die...weil sie immer noch auf einen Exit vom Brexit hoffen, dieses Zeitspiel gerne in Kauf nehmen...gar provozieren. Irgendwann geht es auch mal ums Prinzip und um die Glaubwürdigkeit. Und egal wie die Geschichte ausgeht, an Glaubwürdigkeit hat die EU bereits jetzt enorm verloren. Da sollte man sich dann nicht wundern, wenn erzkonservative und rechtspopulistische Kräfte immer mehr Zustimmung bekommen. Selbst ein überzeugter Europäer wie Kohl hätten diesen Zirkus gewiss nicht mitgemacht...
...geht es immer nur bei trotzigen Dummköpfen.
Alle anderen orientieren sich bei ihren Handlungen idealerweise am realen Nutzen für sich und andere.
Eine Teilnahme der Briten an der EU Wahl, drei Jahre nach Austrittsgesuch, wäre wohl eher eine Bankrotterklärung der Brexiteers als der EU.
Mal sehen, ob sie an der nächsten auch noch teilnehmen.
Ich wär nichtmal überrascht.

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s.l.bln 10.04.2019, 19:00
16. Ähh...

Zitat von poseidon1966
Dieses unsägliche Geschrere um den Brexit ist keinem normal denkenden Menschen mehr zu erklären. Da will ein Volk eines Staates aus der EU austreten. Soweit, so gut, das ist ihr sehr gutes Recht als Souverän.
...Ich persönlich weiß nur von etwas mehr als einem Drittel des britischen Souveräns verbindlich, daß er austreten will. Und das auch noch zu Bedingungen, die gar nicht zur Debatte standen und stehen.

Belege dafür daß die real existierenden Optionen bei der Abstimmung zum gleichen Ergebnis geführt hätten, stehen noch aus.
Daneben wird gemunkelt, daß die Biologie während der letzten drei Jahre die "Persönlichkeitsstruktur" des Souveräns leicht verändert haben könnten (Brexiteers waren der Urne im Schnitt näher, als die Leave Fraktion).
Just saying...

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M. Vikings 10.04.2019, 19:05
17. Die Remainer können schon mal den Sekt kaltstellen.

Im Parlament wurde heute schon gar nicht mehr
über den Brexit diskutiert.
Man führte Wahlkampfreden für die Kommunalwahlen Anfang Mai.
Vorher hat man auch nach eigenem Bekunden keinen Willen mehr,
über eine Lösung zu diskutieren.
Danach gibt es irgendwelche Märsche,
was immer das auch sein soll.
Wahrscheinlich irgend eine einheimische Volksbelustigung.
Da kann man das Volk
auch nicht mit so einer Diskussion belästigen,
erklärte ein Parlamentarier.

Nur die EU-Wahlen einigermaßen rechtskonform durchführen.
Die nächste Fristverlängerung gibt es auch.
Keine Bedingungen, kein triftiger Grund mehr nötig,
wie auch jetzt schon,
es droht dann immer noch der Hard-Brexit.

Die EU wird die Briten nie so unter Druck setzen,
dass sie eine Entscheidung treffen müssen.
Sie bleiben einfach ohne Rücknahme des Art. 50 in der EU.

Ein Referendum ist auch nicht mehr nötig.
Wozu auch, man bleibt einfach drin,
und man lässt sich eins ums andere Mal die Frist verlängern.

Supi.

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siryanow 10.04.2019, 19:05
18. brrr.... exit, die 268

Die Britts pochen sei jeher auf ihr berühmt-berücksichtigtes „FairPlay“. Stellen wir uns EUROPA also sportlich vor. Es ist , ihr Briten , eine Schande ( a shame ) wie unfair und faul ihr spielt. Wuerde einer der anderen dies tun , ihr waert die Ersten die nach „Roter Karte „ schreien. Shame on you.
Ich bin dafür dass die Briten a)entweder raus müssen oder b)wenn sie drin bleiben wollen , zu genau den Bedingungen wie alle anderen ohne Sonderkonditionen.

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mundi 10.04.2019, 19:05
19. Kein Schaden durch Verschieben

Zitat von Mike1108
Nicht der Brexit ist das Problem, sondern die Unsicherheit für alle, bis es vollzogen ist. Ein harter Brexit zum 29.3. hätte letztendlich weniger Schaden angerichtet, als die ganze Rumeierei, deren Ende nicht abzusehen ist. Wie lange müssen wir noch mit dieser Ungewissheit leben?
Es entsteht auch kein Schaden, wenn diese Angelegenheit um weitere 4 Jahre ( in Monatsraten) verschoben wird.
Alles läuft wie bisher, nur die Briten haben ihre Selbstbestimmung zurück.

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