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Brexit-Chaos in Großbritannien: Parlament schmettert Johnsons Antrag auf Neuwahlen ab
Tolga Akmen / PRU/ AFP

An ihrem letzten Sitzungstag vor der Zwangspause haben die Abgeordneten im britischen Parlament gegen Neuwahlen gestimmt. Es war nicht die einzige Niederlage für Premierminister Boris Johnson.

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Spiegulant 10.09.2019, 02:25
1. Ein weiterer Schritt zum ewigen Brexit

Die EU wird gut daran tun, jegliche Wünsche der Engländer nach Verschiebung zu erfüllen. Um nicht als Sündenbock für einen No-Deal-Exit dazustehen.
Die Engländer werden sich ewig nicht für oder gegen No-Deal oder mit Deal entscheiden werden, und weiterhin jeweils in letzter Stunde für Verschiebung bitten.
Die Schotten werden mehr und mehr aus dem ihnen aufgezwungeneren Königreich ausbrechen wollen, mit jeder Runde des Brexits. Die Logik ist ja auch mit ihnen: Wenn schon das gesamte "Königreich" aus der "Zwangsvereinigung" mit den europäischen Staaten ausbrechen will, um alleine eine bessere Zukunft zu suchen, warum soll dann nicht auch Schottland aus der Zwangsvereinigung mit England ausbrechen, um auch alleine selbstbestimmt seine bessere Zukunft zu suchen...?

Wenn England aus der EU ohne Vertrag ausbrechen will, um "seine 390 Milliarden nicht zahlen zu müssen", warum soll Schottland nicht mit gleichem Recht das Gleiche tun? Sich von England lossagen ohne Deal, um auch nicht "seine schottischen 390 Milliarden an England zu zahlen"...?
Mit welcher Logik kann England Schottland in das Königreich zwingen? Allein mit der Logik der Waffen und der Gewalt. Nicht mit der Logik des Freiheitswillens der Bevölkerung.

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architekt09 10.09.2019, 05:33
2. Mr. Boris de Münchausen Johnson

Gibt es in GB niemanden, der einmal sachlich die Geschichten des Barons analysiert und dem scheinbar einfältigen Bürgern darlegt?
Auch hier in den Foren laufen Barone herum, die eine Menge Märchen bezüglich der EU verbreiten. Es würde lohnen, sich einfach einmal sachlich zu informieren und zwar zB auf den Websites, auf denen der Haushalt der EU veröffentlicht wird. Schon dieser Blick würde reichen. Wenn man dann noch den Haushalt von Bund, Ländern und Gemeinden daneben stellt, könnte einem auffallen, welche Lügengeschichten erzählt werden. Im Zuge der Harmonisierung der Produkte und Waren ist sicherlich einiges an Unbedachtem entstanden. Im Großen und Ganzen hat die EU für viel Frieden gesorgt und den Mitgliedern sicher erheblich mehr genützt als geschadet.

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iggyp. 10.09.2019, 05:46
3. Was glaubt das Parlament ...

mit einer abermaligen Verschiebung erreichen zu können? Von der EU ist nichts zu erwarten. Das Volk sollte in einem neuen Referendum entscheiden: „May-Deal-Brexit“ oder „No-Deal-Brexit“.

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gruen99 10.09.2019, 06:11
4. Unmöglich Undemokratisch !

Egal wie das mit dem Brexit ausgeht, Johnson hat keine demokratische Legitimation. Die einzig demokratische Lösung, auch um aus der Patt Situation auszubrechen, wäre eine Neuwahl. Dabei hätten die Bürger auch letztlich die Möglichkeit noch einmal über den Brexit abzustimmen. Auch könnte eine Neuwahl dazu führen, dass die EU noch einmal einen Aufschub bis zur "endgültigen" Klärung des Brexit Vorhabens dann einer neuen Regierung führt. Ich kann mir hier aber die Verbohrtheit der Labour Partei nicht erklären. Die sind ja genauso schlimm wie die Torries.

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beretti 10.09.2019, 06:17
5. Die einzige wirklich vernünftige Aktion

von Mr. Johnson ist, keine Fristverlängerung beantragen zu wollen. Ich hoffe sehr, dass es dabei bleibt und dieser Affenzirkus am 31.10. endet!

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ayee 10.09.2019, 07:12
6. Keine Lösung in Sicht

Der Deal hatte keine Mehrheit. Der No-Deal hat keine Mehrheit. Neuwahlen haben keine Mehrheit. Die EU wird die Frist trotzdem verlängern, obwohl keine Lösung in Sicht ist.

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laermgegner 10.09.2019, 08:07
7. Eine lächerliche Werbung für die sogenannte Demokratie

Wir sehen, wie Politiker nur mit sich selbst beschäftigt sind und unfähig sind, eine Lösung zu finden. Jeder Kapitän oder Familenvater muß Entscheidungen treffen, damit es weiter geht- und jeder muß aufs Geld achten - das begrenzt zur Verfügung steht. Beim Politikertheater gilt das nicht, es gibt da nur noch die "unentliche" Steigerungsform - der Gegenseite alles zu unterstellen.

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nostrafrancus 10.09.2019, 08:15
8. Wer hat das Sagen?

Ich bin kein Brexit Versteher. Wer will das schon von sich behaupten? Das UK Parlament hat nein zu Neuwahlen vor dem 31. Oktober gesagt. Das war absehbar. Was mich erschüttert ist, dass es der Regierung in UK möglich ist, das Parlament in dieser entscheidenden Phase des Austrittsprozesses kaltzustellen - Zwangspause, und das BJ nonchalant verkünden kann ein gerade verabschiedetes Gesetz umgehen zu wollen, und auch keine Verlängerung für den Austritt aus der EU beantragen zu wollen. Nach unserem Verständnis von Gewaltenteilung ist das unverständlich. Nach dem Motto: Redet nur, beschließt irgendwas, ich mache ohnehin was ich will? Die Parlamentarier als Staffage?

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schmetterling76 10.09.2019, 08:16
9.

War nicht unter Frau May , dass das EU-Abkommen mit UK in 2 juristisch getrennte Abkommen aufgeteilt wurde? Laut englischen Juristen ist das 1 EU - Abkommen in Wahrheit getrennte 2 Abkommen mit der EU? Wieso sollte Hr. Johnson gegen das Gesetz agieren, wenn er nur den einen Teil ( was ein eigenes Abkommen laut UK-Juristen wäre ) aktzeptiert und zwar nicht den über die Austrittmordalitäten sondern den über die Beziehung zwischen UK und EU?
Vielleicht nur ein Blendwerk für EU-Politiker um eine Fristverlängerung zu bekommen. ( ala wir haben ganz übersehen das Frau May das Abkommen juristisch in 2 Abkommen aufgeteilt hatte Anfang des Jahres. Also dann hätten wir nicht solche Zugeständnisse gemacht......)
Und da die EU sich nicht um ihre anderen Bürger kümmert, die nach dem Brexit noch in der EU sind... wird sie genauso darauf reinfallen und UK eine Fristverlängerung gewähren.
Und so eine EU will sich auf dem Weltwirtschaftsmarkt behaupten können??? Die scheinbar sich auf der Nase herumtanzen läßt von UK. Die nicht in der Lage ist für die restlichen EU-Bürger und deren Zukunft einzutreten, sondern lieber UK´s Zukunft sichert als die eigene.
Die ignoriert, was die kleinen Bürger in anderen EU-Mitgliedsstaaten denken oder wollen bezogen auf den Austritt von UK sowie den Schuldenerlass sowie die Fördergelder etc pp.
Wie man sah, ist das der EU sehr unwichtig. Die Behauptung, dass die EU für Menschen sei, läßt nun die Frage aufkommen, welche Menschen damit gemeint sind. Menschen in der UK oder Menschen in Spanien, Italien, Griechenland, Frankreich, Deutschland, Niederlande.....
Und das langsam in der EU sich Gruppierungen bilden, die nach solchen Verhalten sich von der EU nicht nur abwenden, sondern auch raus wollen. Ist nicht verwunderlich, wird aber konsequent von der EU ignoriert im Sinne von UK.

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