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Brexit: Corbyn bekräftigt Nein zu zweitem Referendum
REUTERS

Am Dienstag stimmt das britische Unterhaus über Theresa Mays EU-Ausstiegs-Deal ab. Selbst Brexit-Minister Barclay ist pessimistisch. Scheitert die Regierungschefin, schlägt die Stunde von Oppositionsführer Corbyn. Der skizziert einen Plan.

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Nonvaio01 13.01.2019, 14:01
10. Omg

Zitat von stefan.martens.75
Dieser Satz von Corbyn dürfte doch wohl eine Nachfrage wert sein..... Gehen wir davon aus, das May verliert würde nach meinem Kenntnisstand nichts mehr den harten Brexit verhindern können. Ausser nach dem Misstrauensvotum wird direkt ein neuer Premier ernannt, der den Brexit direkt und einseitig zurück zieht.
der Brexit wird nicht zurueck gezogen......bitte bitte hoert auf dam,it es hat keinen sinn das immer wieder zu wiederholen.

Corbyn zeigt aber wie realitaets fremd die dort siund. Er meint man kann ein misstrauens votum machen, neu wahlen und dann nochmal mit der EU verhandeln bis zum 29/03. Das zeigt das jeder meint er kann einen besseren deal rausholen und das es nur die schuld von May ist.......der naechste der dann bei der EU antantz bekommt auch nur gesagt das es der selbe deal ist...und dann wundert man sich.....

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spon-facebook-10000012354 13.01.2019, 14:01
11. Sinn Féin

Zitat von hausfeen
... würden wohl FÜR May abstimmen. Wie irre ist das denn? Aber wieso dürfen die eigentich nicht abstimmen? Jedenfalls eines ist klar: Aus diesem Tollhaus kommt GB für lange Zeit nicht heraus, für mehrere Wahlperioden.
Dies mag sein, hat aber einen anderen Hintergrund: Bei der britischen Unterhauswahl am 8. Juni 2017 wurden sieben Abgeordnete für das House of Commons gewählt, die ehemals ebenfalls stark in der katholischen Wählerschaft verankerte Social Democratic and Labour Party verlor ihre letzten Sitze. Die Unterhaus-Abgeordneten der Sinn Féin weigern sich allerdings, ihre Sitze einzunehmen, denn dazu müssten sie einen Treueeid auf die britische Königin schwören.

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floedy 13.01.2019, 14:08
12. Ah, endlich wenigstens eine Plan"skizze"

Erster Anflug von Realismus "... wäre eine Katastrophe für die Wirtschaft", aber gleich wieder Rückfall ins Illusionsdenken. Wie kommt Corbyn darauf, dass auf ein Scheitern Mays "bald" Neuwahlen folgten und es dann "Zeit" für Nachverhandlungen gäbe; soo relativ ist Zeit denn doch nicht.
Besser könnte er einem harten Brexit den Weg gar nicht bereiten.

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Pkaul030 13.01.2019, 14:08
13. Der Brexit war ein Schnellschuss

schlecht überlegt und schlecht vorbereitet. Einfach raus aus dem Bündnis EU ist schwerer als gedacht. Deswegen auch die vielen Verhandlungen und Nachverhandlungen und Nach-Nachverhandlungen. Bei der bevorstehenden Abstimmung wird sich zeigen ob es so geht, wie es sich die Prime Ministerin vorgestellt hat. Ich glaube nicht. Im März letztendlich sehen wir, ob Britania noch die waves ruled.

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jodav 13.01.2019, 14:11
14. Naja, nicht unbedingt...

Zitat von stefan.martens.75
Dieser Satz von Corbyn dürfte doch wohl eine Nachfrage wert sein..... Gehen wir davon aus, das May verliert würde nach meinem Kenntnisstand nichts mehr den harten Brexit verhindern können. Ausser nach dem Misstrauensvotum wird direkt ein neuer Premier ernannt, der den Brexit direkt und einseitig zurück zieht.
Die komplette Akzeptanz des Binnenmarkts, egal ob im Modell, Schweiz, Norwegen oder für UK maßgeschneidert, sollte sich relativ schnell aushandeln lassen, wenn es dafür nach einer Neuwahl eine parlamentarische Mehrheit gäbe. Aber daran zweifle ich...

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HansiSolo 13.01.2019, 14:14
15.

Zitat von hausfeen
... würden wohl FÜR May abstimmen. Wie irre ist das denn? Aber wieso dürfen die eigentich nicht abstimmen? Jedenfalls eines ist klar: Aus diesem Tollhaus kommt GB für lange Zeit nicht heraus, für mehrere Wahlperioden.
Grundsätzlich dürften Sie schon, sie lehnen es aber ab. Einige, weil sich Westminster hauptsächlich nur um England kümmere, andere weil sie den Treueschwur auf das Konigshaus ablehnen.

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Trevor Philips 13.01.2019, 14:18
16.

Zitat von hausfeen
... würden wohl FÜR May abstimmen. Wie irre ist das denn? Aber wieso dürfen die eigentich nicht abstimmen? Jedenfalls eines ist klar: Aus diesem Tollhaus kommt GB für lange Zeit nicht heraus, für mehrere Wahlperioden.
Wie kommen Sie darauf das die IRA-Apologeten nicht abstimmen dürfen? Die sind zwar gewählt wollen aber nicht am parlamentarischen Leben teil nehmen, nennt sich Abstentionismus. Selbst Varadkar hat in einem Anflug von Panik die Terroristenfreunde aufgefordert ihre Sitze in Westminster einzunehmen um den Brexit-Deal zu retten.
Ein EU-Büttel versucht also wieder einmal Einfluss auf die Politik in einem anderen Staat zu nehmen, hat was von Putin.

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delta120 13.01.2019, 14:18
17. Nur ein Referendum könnte noch helfen

Gegen den Brexit zu stimmen wäre gegen eine Volksabstimmung zu stimmen und eine Mißachtung des Volkes. Bleibt man trotzdem in der EU, was wäre GB für eine Demokratie? Somit bleibt nur der harte Brexit als Demokratie Ereignis übrig, denn den Ausstieg Vertrag wollen die Wenigsten.

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dirkcoe 13.01.2019, 14:22
18. Mit Verlaub

Herr Corbyn träumt doch. Ja, vermutlich wird May am Dienstag im Parlament scheitern. Ja, auch ein Misstrauensvotum mit Ablösung von May und Neuwahlen ist möglich - aber dann? Mit wem will Herr Corbyn denn dann was neu verhandeln? Und vor allen Dingen in welchem Zeitraum?

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Alias_aka_InCognito 13.01.2019, 14:27
19. Großbritanien ist am Ende

Ich war letztens 2016 zu einem dreiwöchigen Urlaub mit der Familie auf der Insel, also während der Zeit der Abstimmung.
Schon zu dieser Zeit war die Stimmung nicht so, wie man es von einer stolzen Nation mit diesem Selbstverständnis erwarten würde.
Eher war der britische Geist, wie man sich den vorstellt, auf einer existentialistischen Ebene vollkommen gesetzt, zusammengesackt, wenn nicht sogar so verdünnt, dass er nur noch mit irren Ideen, irrationalem Furor und wenn es möglich sein sollte, sogar mit Menschenleben unterfüttert werden müsste, um noch zu zucken.
Die Bevölkerung erscheint abgelebt, resigniert und apathisch, von britischer Nostalgie zeugen nur noch antiquierte Pubs, kleine Schaufensterläden, rote Telefonzellen und kulturelle Institutionen und Kulturgüter in London und im Rest des Landes.

Die Ordnung bricht zusammen und wird wohl über Umwege wie die EU-Zugehörigkeit in Frage gestellt. Es gibt keine Legitimation mehr wieso es einen House of Lords gibt, wohlhabende Erben mit Privilegien und die weltgrößte Operettenmonarchie.
Diese Ordnung sorgt für keine Dividenden und Befriedigung mehr für die unteren Schichten. Gerade das macht sie anfällig für Politclowns und Hasardeure. So ein Land braucht ständig Wachstum und große Ziele.
Der Brexit scheint für die Briten in ihrer Eigenart das Gleiche zu sein was in Frankreich der Aufstand der Gelbwesten ist.

Man muss es ganz klar sehen und den deutschen Optimisten ins Stammbuch schreiben, dass nach Kraftanstrengungen von deutscher Seite auf EU- und Weltebene nichts besser wird und am Ende kein strahlendes Europa mit einem wohlhabenden Deutschland stehen wird.
Dazu gibt es weder Tendenzen noch eine substantielle Grundlage.
Es gibt nur eine Richtung, und die ist destruktiv bis zu einer neuen Stunde Null, die dadurch gekennzeichnet sein wird, dass staatliche Institutionen einfach nicht mehr existieren werden, aber es dennoch keine Anarchie geben wird.

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