Forum: Politik
Brexit-Debatte in Großbritannien: Die Mär vom Schweizer Modell
REUTERS

Was passiert, wenn die Briten für den EU-Austritt stimmen? Brexit-Befürworter schwärmen von den Modellen der Norweger und der Schweizer. Dabei taugen beide Länder nicht als Vorbild für Großbritannien.

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zugucker 11.06.2016, 18:17
50. Bei uns in Schweden ist schon lange, die Diskussion

um den Verbleib in der EU ausgebrochen.
Falls hier die SD an die Macht kommt ist das mit der EU Geschichte.
Auch andere Parteien sind die drangsalisierung durch die EU und vor allem die Überregulierungen endgültig leid.
Zum Teil finden in Stockholm Unterschriften aktionen statt um den Austritt, bzw. eine Abstimmung herbeizuführen.

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jeze 11.06.2016, 18:18
51.

Zitat von mwern1966
Wodurch genau fühlen Sie sich von Brüssel undemokratisch bevormundet? Ich bitte um Beispiele, um Sie besser zu verstehen?
Umgekehrt: bei welcher Entscheidung wurden Sie denn gefragt?

Das krasseste ist nicht der Mangel an Demokratie, das krasseste ist, dass man die Leute nichts mitbestimmen lässt und ihnen gleichzeitig das Gefühl gibt, dass sie selbst alles legitimiert hätten. Immer mehr merken's aber...

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mainstreet 11.06.2016, 18:21
52. Die Erde dreht sich weiter und Europa auch..

Die Erde dreht sich weiter und Europa auch mit der Insel,
egal wie´s ausgeht und dies ist nicht nur geologisch zu sehen.
Auch benötigen die Engländer und Schotten, Walliser wie Sie auch alle heißen weiterhin die gleichen Waren die Sie heute aus dem Festlandseuropa beziehen und teuer werden die sicherlich auch nicht denn es gibt ja denn immer noch bilaterale Vereinbarungen die getroffen werden können damit es preislich beim alten bleibt. Ich verstehe die Weltuntergangsstimmung echt überhaupt nicht wenn Großbritannien sich demokratisch irgendwie entscheidet.-
Verpflichtungen die man weniger hat können auch irgendwo Erleichterungen sein denn man muß sich nicht mehr an anderen orientieren und die Engländer sind ja liebend gerne schon immer selbstbrödlerisch was auf keinen Fall negativ gemeint ist weil Sie sich einfach so am wohlsten fühlen.
Schwerwiegender Nachteile bei einem Austritt sehe ich im Großen und Ganzen nicht wo natürlich in Einzelfällen eine Gefahr der Teuerung besteht die dann durch den Austritt bedingt ist.
Die weitaus größere Wirkung dürfte sicherlich innerhalb des Europas auf dem Festland zu sehen sein weil sich viele dann sagen werden das wir dies eigentlich auch machen könnten nur hoffe ich dann auch das "zumindest die Verbraucherschutzstandards" wie gleiche Handystecker und 10 000 andere Dinge bestehen bleiben denn sonst macht die Industrie wieder das totale Chaos und das wäre bei weitem am schlimmsten zum Nachteil für jeden Unionsbürger oder "Nochunionsbürger".

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romeo_mike 11.06.2016, 18:21
53.

Zitat von From7000islands
.... Was die Aktivitäten der Politiker hinter den Kulissen betrifft, wissen wir gar nichts. Ist Cameron bezahlt von Juncker ? Oder hat man schon mit Dänemark und Schweden Verhandlungen über eine eigene Wirtschaftszone, mit N und CH ? ....
Vielleicht wird England wieder Mitglied der EFTA! Das wär doch was ;-)

Und vielleicht bekommen in der Folge dann z.B. auch die Dänen wieder Appetit auf eine Freihandelszone ohne endlosen politischen Zwang und ohne diesen halbfertigen Euro bei dem Abmachungen einfach übergangen werden wenn es z.B. den Deutschen oder den Franzosen nicht passt.

Auch für Schweden wäre das dann selbstverständlich eine Überlegung wert.

Ach! Fast vergessen. Auch denen geht's ohne den Euro offenbar gar nicht soooo schlecht: http://www.zeit.de/2013/01/Schweden-Euro

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plietsch 11.06.2016, 18:23
54.

Zitat von micromiller
Commenwalth und das sichert viele Vorteile und ist weiter ausbaufähig. Europa ist leider sehr schwach und vollkommen überadministriert, das große Risiko ist, das weitere Staaten versuchen werden sich vom Bürokratie Moloch Brüssel zu befreien.
Staaten wie Indien, Kanada oder Pakistan haben nichts zu verschenken aus Nächstenliebe. Wenn sie ihren Handel mit Britannien erhöhen möchten, können sie es ja tun. Mittlerweile sind Produkte aus und nach Deutschland und Frankreich aber beliebter.

Gerade die Misserfolge bei Verhandlungen waren einer der Gründe, warum die Briten vor 40 Jahren einsahen, dass nur die europäische Integration etwas an ihrer damals miserablen Situation ändern kann. Heute haben sie gar kein Verhandlungswissen mehr und stehen unter einem extremen Zeitdruck, wo sich Drittstaaten die Hände reiben werden, weil sie (insb. wenn ihre Märkte größer sind) dann die Vereinbarungen diktieren.

Das Mär von der Bürokratie ist übrigens seit vielen Jahren nicht mehr mehrheitsfähig. Wenn 28 nationale Regelungen zu einer EU-weiten Regel harmonisiert werden, entstehen dadurch eben nicht 29 Regeln, sondern es werden eben 27 weniger. ;-)

Würde man den Artikel lesen und nicht nur die Überschrift, wüsste man auch, dass sich an der Übernahme von EU-Recht nach einem Austritt nichts ändern wird; abgesehen davon, dass die Briten nicht mehr mitgestalten oder auch blocken können, wenn ihnen etwas nicht gefällt.

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medley63 11.06.2016, 18:23
55. Die EU ist gottseidank käuflich.

Die EU wird den Briten zehnmal mehr Zugeständnisse machen als der kleinen Schweiz oder dem kleinen Norwegen, schlicht und einfach, weil Großbritannien im Verhältnis zu diesen Länder ja viel, viel größer ist. GB ist die fünftgrößte Wirtschaftsnation der Welt. Resteuropa wäre wahnsinnig, wenn es den Handel mit England mit diskriminierenden Aktionen oder Gesetzen einschränken würde, nur weil Brüssler Bürokraten den Inselbewohnern mal zeigen wollen, wer der Chef im Haus ist. Damit würde sich der dahinsichende Kontinent nur selbst schaden, denn was insbesondere die "Südländer" nun garnicht brauchen können, ist eine zusätzlich Last, die es ihnen noch schwerer macht, ihre Ökonomien wieder auf Wachstumskurs zu bringen.

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benot 11.06.2016, 18:23
56. Zu Komment. 5

Damit der Leser Einblick hat, wie hier LÜGEN verbreitet werden um POPULISTISCH Angst und Schrecken einzujagen:

Gibt es tatsächlich viel zu viele EU-Beamte?

Insgesamt arbeiten 55.000 Menschen für die europäischen Institutionen, 33.000 davon für die Europäische Kommission. Zu den Mitarbeitern gehören auch Übersetzer und Dolmetscher, die Dokumente und Gesetzestexte in 24 Sprachen aufbereiten.

Das EU-Personal ist für 505 Millionen Menschen zuständig, damit kommt ungefähr ein EU-Beamter oder -Angestellter auf 10.000 Einwohner.

Zum Vergleich: Für die Stadt Köln zum Beispiel arbeiten rund 17.000 Verwaltungsbeamte. Bei einer Einwohnerzahl von rund 1 Mio. Menschen ergibt das ein Verhältnis von ungefähr einem Beamten für 60 Bürger.

Der deutsche öffentliche Dienst beschäftigt 4,5 Millionen Menschen. Alleine das deutsche Finanzministerium beschäftigt mehr Mitarbeiter (1850) als die drei europäischen Generaldirektionen für Wirtschaft, Steuern und Haushalt zusammen (1542).

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sunglider 11.06.2016, 18:23
57.

SPON ist ja richtig verzweifelt.
UK mit Norwegen oder Schweiz vergleichen zu wollen, ist eher lächerlich.
Die Wirtschaftskraft ist ungemein größer.
Auch Europa will weiter Geschäfte mit der UK machen.
Zusätzlich haben die einen nicht geringen Einfluss in der Welt.
Wenn der Commonwealth zum Boykott der EU aufruft ...hat eher die EU ein Problem.
Also liebe Briten, lasst euch nicht verängstigen. Die EU muss Angst haben.

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thomasconrad 11.06.2016, 18:24
58. vergessen

habt ihr wie groß der Wohlstand in beiden genannten Ländern ist, meines Erachtens eine Folge der Nicht-Mitgliedschaft...
Land lebe die Nicht-EU, Hopp Schwiiz....

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egoneiermann 11.06.2016, 18:26
59.

Zitat von rolli
Komisch, dass die Befürworter des Verbleibs immer nur ökonomische und ökonomistische Begründungen vortragen. Aber wir alle wissen, dass der Mensch nicht vom Brot alleine lebt, und die undemokratische Bevormundung aus Brüssel ist so drückend, dass ökonomische Dinge einfach nicht greifen um die Menschen für die EU zu begeistern. Wenn ich zu wählen hätte würde ich eine direkte Demokratie ohne die EU bevorzugen, und vielleicht auch ökonomische Nachteile ertragen. rolli
Nö, das wird nicht so gemacht. Allerdings geht es bei den Briten leider wie zu oft nur ums Geld und das vor allem bei den EU-Gegnern. Natürlich kann man denen was von dem langen Frieden nach der Zeit der egositischen Einzelstaaten erzählen oder von der Menschenrechtsagenda, aber das würde die genausowenig interessieren wie die Rechtspopulisten hier im Forum. Was Sie mit Bürokratie meinen müssen Sie uns auch noch genauer erzählen, meist kommen die Gegner einfach nur mit Schlagworten ohne das da wirklich was dahinter ist. Und klar, direkte Demokratie ist toll, aber am Beispiel der Schweiz sieht man, wie schwierig das letztendlich alles macht. Da hat man also mal kurz im nationalistischen Wahn abgestimmt, dass es Festgrenzen für Einwanderer gibt und nun müssen alle Verträge mit der EU neu verhandelt werden. Bisher war die EU mit der Schweiz ja immer recht rücksichtsvoll, aber das kann sich auch ändern und man sagt basta, endweder werden alle Verträge eingehalten oder alle gekündigt.

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